30 Jahre Mauerfall!

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30.10.2019 14:45von GKUS64
Frage
30 Jahre Mauerfall!

Schon 30 Jahre her ist dieses wohl eppochalste Ereignis meines Lebens. Viel ist schon darüber berichtet worden, aber nach 30 Jahren sollte man sich mal wieder vieles in Erinnerung rufen. Hierzu gibt die superIllu einen guten Überblick zu Veranstaltungen in Deutschland anlässlich des 9. Novembers.

https://www.superillu.de/30-jahre-mauerf...altungen-berlin

MfG

GKUS64

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04.11.2019 22:16von ( gelöscht )
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Ich lebe nun fast die Hälfte meines Lebens in dem vereinigten Deutschland und bin immer noch froh, dass es 1989 so friedlich abgelaufen ist.

Die Spielfilme über diese Zeit tu ich mir nicht an. Es gibt gute Dokumentationen, aber die will man auch nicht jedes Jahr noch einmal sehen.

Feiern auf einer Partymeile sind nicht so mein Ding, weil ich größere Menschenansammlungen nicht mag.

Ich werde am 09.11. mit meiner Frau eine Flasche guten Wein trinken und den Abend in Ruhe genießen.

Uli

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( gelöscht )
04.11.2019 22:43von Ehli
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Ich werde ,wie jedes Jahr,mit meinen ehemaligen Mitarbeitern ein gemütliches Treffen durchführen.
Hier spielen alte Erinnungen,an unsere damalige Arbeit eine große Rolle.
Der Mauerfall ist hier kein Thema.
Ab und zu bekommt auch der ehemalige Chef heute noch ein Küsschen.
Ehli

04.11.2019 22:51von Gert
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Zitat von Ehli im Beitrag #26
Habe mal einen Artikel gefunden,der hier rein passt.
Die Einheit als doppelte Demütigung
Kein dritter Weg: Im Westen gab's eine übermächtige Bundesrepublik, im Osten ein Volk, das Polit-Experimente ablehnte. Das konnte nicht gutgehen.
Das ist in etwa die Zeitrechnung eines Durchschnittswessis: Es war einmal eine DDR. Die Machthaber gewährten weder Reise- noch Meinungsfreiheit, Oppositionelle wurden eingesperrt, Wahlen waren eine Farce. Dann kam in der UdSSR Michail Gorbatschow ans Ruder, in Leipziger Kirchen formierten sich mutige Bürgerrechtler, David Hasselhoff sang „Looking for Freedom“, und am 4. November 1989 versammelten sich auf dem Berliner Alexanderplatz Hunderttausende, um ihrer Wut auf die verknöcherten Strukturen Luft zu machen. Fünf Tage später fiel die Mauer.
Wie die Geschichte weitergeht, weiß der Durchschnittswessi auch: Die Ossis wollten erst die D-Mark, dann den Beitritt, schließlich kam’s zur Wiedervereinigung.
Was ausgeblendet wird in dieser Erzählung, ist die sehnsuchtsvolle Stimmung im Herbst 1989. Die meisten Redner auf dem Alexanderplatz wollten eine bessere DDR, nicht deren Ende. Friedrich Schorlemmer flehte die Flüchtlinge an, im Land zu bleiben. Markus Wolf brach eine Lanze für die Staatssicherheit. Christa Wolf träumte von einem Sozialismus, vor dem keiner mehr wegläuft. Ähnlich klangen Gregor Gysi, Stefan Heym und Günter Schabowski. Noch Ende November sprachen sich 86 Prozent der DDR-Bürger für den „Weg eines besseren, reformierten Sozialismus“ aus.
https://www.tagesspiegel.de/politik/30-j...g/25187350.html

Nun legt los,



hört sich an als wenn Adolf am 30. April 1945, seinem letzten Lebenstag,die deutsche Bevölkerung beschworen hätte, Jungs haltet durch der Endsieg ist nahe. Einfach unterirdisch

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04.11.2019 23:10von Ehli
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Hat aber nicht das "ND" geschrieben,sondern?
Besserwessi, arroganter Wessis, profitsüchtiger Wessi
Diese doppelte Demütigung wirkt in doppelter Hinsicht nach. Sie wurde, erstens, durch Schuldzuweisungen an die Adresse des Westens kompensiert, der bei der Gestaltung der Einheit alle Fäden in der Hand hielt und deshalb bequem für alle Fehlentwicklungen verantwortlich gemacht werden konnte. Plus Besserwessi, arroganter Wessis, profitsüchtiger Wessi, West-Importe, Treuhand.

05.11.2019 08:51von GKUS64
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Zitat von Ehli im Beitrag #26

Was ausgeblendet wird in dieser Erzählung, ist die sehnsuchtsvolle Stimmung im Herbst 1989. Die meisten Redner auf dem Alexanderplatz wollten eine bessere DDR, nicht deren Ende. Friedrich Schorlemmer flehte die Flüchtlinge an, im Land zu bleiben. Markus Wolf brach eine Lanze für die Staatssicherheit. Christa Wolf träumte von einem Sozialismus, vor dem keiner mehr wegläuft. Ähnlich klangen Gregor Gysi, Stefan Heym und Günter Schabowski. Noch Ende November sprachen sich 86 Prozent der DDR-Bürger für den „Weg eines besseren, reformierten Sozialismus“ aus.
https://www.tagesspiegel.de/politik/30-j...g/25187350.html

Nun legt los,

Ja das waren in dieser Zeit idealistische Ideen für die man ja sogar, zeitbezogen, Verständnis haben konnte. Ja aber mit Idealen und Wunschdenken allein, schafft man kein neues System! Eine am Boden liegende Wirtschaft, frustrierte Menschen, marode Gebäude und Straßen, sollte das die Basis für ein neues Experiment, DDR-2.0 sein?
Woher sollten denn die Sponsoren für dieses neue Experiment kommen?
Milliarden wären notwendig geworden (nun sind 30 Jahre vergangen und im Osten existieren immer noch unterfinanzierte Bereiche!) .

Selbst auf einer Insel, wie Kuba, wo der reiche Nachbar relativ weit weg ist, funktioniert dieses Experiment nicht.


Freuen wir uns doch auch einmal, dass alles doch ganz gut geworden ist!

MfG

GKUS64

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05.11.2019 09:34von Gert
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #28
Ja, eine bessere DDR, in der sich jeder, der nicht darauf aus ist, ohne Rücksicht auf Verluste grenzenlosen Profit zu machen, die aber dennoch wirtschaftlich voll wettbewerbsfähig wäre. Schön wär´s. Ging aber nicht mit diesen Menschen im Speziellen und den Menschen im Allgemeinen, dank seit Jahrzehntausenden genetisch fest verankerter Verhaltenweisen. Zumindest wäre ein System mit überwiegend Privateigentum an PM, aber Gemeineigentum aller gesamtgesellschaftlich bedeutsamer Bereiche (Banken, Versicherungen/Krankenkassen, Versorgungsunternehmen, Infrastruktur u.a.) bei der gesetzlich festgeschriebenen Einforderung, daß Eigentum (an PM) eben auch verpflichtet. Weiterhin gerechte, gegebenenfalls auch sehr hohe Entlohnung, aber gesetzlich ebenso schmerzliche Konsequenzen bei Fehlleistungen/schlechtem Wirtschaften/Verantwortungslosigkeit, nicht nur beim kleinen Arbeiter oder Angestellten, sondern auch in höchsten Managerkreisen. Eine Justitz, beid er der Normalbürger darauf vertrauen kann, daß Recht auch Recht bleibt und nicht nach Lust und Laune und persönlichen Ansichten des Richters entschieden wird, eine Rechtsordnung, bei der jeder bei einigermaßen Grips im Kopf sich seine Chancen vor Gericht ausrechnen kann. Ein Steuerrecht, was zwar nicht unbedingt auf einen Bierdeckel passen muß, aber zumindest vom Bürger Normalo selbst durchschaut werden kann. Ich könnte hier meine Wunschliste noch fortsetzen, aber es reicht für heute.



na dann träume mal weiter

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05.11.2019 09:46von DoreHolm
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Zitat von Gert im Beitrag #35
Zitat von DoreHolm im Beitrag #28
Ja, eine bessere DDR, in der sich jeder, der nicht darauf aus ist, ohne Rücksicht auf Verluste grenzenlosen Profit zu machen, die aber dennoch wirtschaftlich voll wettbewerbsfähig wäre. Schön wär´s. Ging aber nicht mit diesen Menschen im Speziellen und den Menschen im Allgemeinen, dank seit Jahrzehntausenden genetisch fest verankerter Verhaltenweisen. Zumindest wäre ein System mit überwiegend Privateigentum an PM, aber Gemeineigentum aller gesamtgesellschaftlich bedeutsamer Bereiche (Banken, Versicherungen/Krankenkassen, Versorgungsunternehmen, Infrastruktur u.a.) bei der gesetzlich festgeschriebenen Einforderung, daß Eigentum (an PM) eben auch verpflichtet. Weiterhin gerechte, gegebenenfalls auch sehr hohe Entlohnung, aber gesetzlich ebenso schmerzliche Konsequenzen bei Fehlleistungen/schlechtem Wirtschaften/Verantwortungslosigkeit, nicht nur beim kleinen Arbeiter oder Angestellten, sondern auch in höchsten Managerkreisen. Eine Justitz, beid er der Normalbürger darauf vertrauen kann, daß Recht auch Recht bleibt und nicht nach Lust und Laune und persönlichen Ansichten des Richters entschieden wird, eine Rechtsordnung, bei der jeder bei einigermaßen Grips im Kopf sich seine Chancen vor Gericht ausrechnen kann. Ein Steuerrecht, was zwar nicht unbedingt auf einen Bierdeckel passen muß, aber zumindest vom Bürger Normalo selbst durchschaut werden kann. Ich könnte hier meine Wunschliste noch fortsetzen, aber es reicht für heute.


na dann träume mal weiter


Wenn Du keine Träume mehr hast, keine Ideale, dann bist Du für mich ein armer Mensch. Nicht arm an Gut und Geld, aber innerlich arm. Erenntnismäßig in den 60ern stehengeblieben, würde ich sagen. Wenn Du sagst "na dann träume mal weiter", dann sage ich Dir "lebe weiter in Deiner alten heilen Welt mit unterschwelligem Groll". Wirklich beneiden tue ich Dich nicht.

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05.11.2019 10:10von Gert
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #36
Zitat von Gert im Beitrag #35
Zitat von DoreHolm im Beitrag #28
Ja, eine bessere DDR, in der sich jeder, der nicht darauf aus ist, ohne Rücksicht auf Verluste grenzenlosen Profit zu machen, die aber dennoch wirtschaftlich voll wettbewerbsfähig wäre. Schön wär´s. Ging aber nicht mit diesen Menschen im Speziellen und den Menschen im Allgemeinen, dank seit Jahrzehntausenden genetisch fest verankerter Verhaltenweisen. Zumindest wäre ein System mit überwiegend Privateigentum an PM, aber Gemeineigentum aller gesamtgesellschaftlich bedeutsamer Bereiche (Banken, Versicherungen/Krankenkassen, Versorgungsunternehmen, Infrastruktur u.a.) bei der gesetzlich festgeschriebenen Einforderung, daß Eigentum (an PM) eben auch verpflichtet. Weiterhin gerechte, gegebenenfalls auch sehr hohe Entlohnung, aber gesetzlich ebenso schmerzliche Konsequenzen bei Fehlleistungen/schlechtem Wirtschaften/Verantwortungslosigkeit, nicht nur beim kleinen Arbeiter oder Angestellten, sondern auch in höchsten Managerkreisen. Eine Justitz, beid er der Normalbürger darauf vertrauen kann, daß Recht auch Recht bleibt und nicht nach Lust und Laune und persönlichen Ansichten des Richters entschieden wird, eine Rechtsordnung, bei der jeder bei einigermaßen Grips im Kopf sich seine Chancen vor Gericht ausrechnen kann. Ein Steuerrecht, was zwar nicht unbedingt auf einen Bierdeckel passen muß, aber zumindest vom Bürger Normalo selbst durchschaut werden kann. Ich könnte hier meine Wunschliste noch fortsetzen, aber es reicht für heute.


na dann träume mal weiter


Wenn Du keine Träume mehr hast, keine Ideale, dann bist Du für mich ein armer Mensch. Nicht arm an Gut und Geld, aber innerlich arm. Erenntnismäßig in den 60ern stehengeblieben, würde ich sagen. Wenn Du sagst "na dann träume mal weiter", dann sage ich Dir "lebe weiter in Deiner alten heilen Welt mit unterschwelligem Groll". Wirklich beneiden tue ich Dich nicht.



ich vermisse nichts , du aber offensichtlich nach deiner ausführlichen (Traum) Beschreibung.

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05.11.2019 10:25von Ebro
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Obwohl ich ja eigentlich immer einen großen Bogen um Filme dieser Art mache, bin ich gestern im ZDF am ersten Teil der Triologie "Preis der Freiheit" irgendwie hängen geblieben.
Unabhängig von der Handlung sind mir drei Dinge im Gedächtnis geblieben, die für mich neu waren.
In einem Gespräch der Unterhändler wurde der "Verkauf" der gesamten Mauer an die BRD angesprochen. Bei der Preisfestlegung wurde dem Westen ein gewisser Nachlass zu gesichert, weil der Stacheldraht ja aus dem Westen war. Gleichzeitig wurde erwähnt, dass dieses Prozedere aber nicht durchführbar ist, weil sonst die DDR als Billiglohnland dann wegfällt. Das war also beiden Parteien bewusst!
Und was für mich ganz neu war, die Erlöse aus dem Häftlingsfreikauf kamen auf ein Sperrkonto der Deutschen Bank, welches nur für den Einkauf von Waren aus der BRD genutzt werden durfte und konnte. Und damit hatte die BRD- Wirtschaft auch ihren Nutzen aus der Sache.

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05.11.2019 12:08von josy95
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Zitat von GKUS64 im Beitrag #34
Zitat von Ehli im Beitrag #26

Was ausgeblendet wird in dieser Erzählung, ist die sehnsuchtsvolle Stimmung im Herbst 1989. Die meisten Redner auf dem Alexanderplatz wollten eine bessere DDR, nicht deren Ende. Friedrich Schorlemmer flehte die Flüchtlinge an, im Land zu bleiben. Markus Wolf brach eine Lanze für die Staatssicherheit. Christa Wolf träumte von einem Sozialismus, vor dem keiner mehr wegläuft. Ähnlich klangen Gregor Gysi, Stefan Heym und Günter Schabowski. Noch Ende November sprachen sich 86 Prozent der DDR-Bürger für den „Weg eines besseren, reformierten Sozialismus“ aus.
https://www.tagesspiegel.de/politik/30-j...g/25187350.html

Nun legt los,

Ja das waren in dieser Zeit idealistische Ideen für die man ja sogar, zeitbezogen, Verständnis haben konnte. Ja aber mit Idealen und Wunschdenken allein, schafft man kein neues System! Eine am Boden liegende Wirtschaft, frustrierte Menschen, marode Gebäude und Straßen, sollte das die Basis für ein neues Experiment, DDR-2.0 sein?
Woher sollten denn die Sponsoren für dieses neue Experiment kommen?
Milliarden wären notwendig geworden (nun sind 30 Jahre vergangen und im Osten existieren immer noch unterfinanzierte Bereiche!) .

Selbst auf einer Insel, wie Kuba, wo der reiche Nachbar relativ weit weg ist, funktioniert dieses Experiment nicht.


Freuen wir uns doch auch einmal, dass alles doch ganz gut geworden ist!

MfG

GKUS64



Fett mark.

Ganz gut geworden - klar. Auch meine Meinung!

Auch wenn einigen anderen Usern und mir hier vornehmlich- speziell durch ewig Gestrige oder gar einer Form neuer Demokratiesachverständiger, wo sich jedoch und oft nur schwerlich der Unterschied zwischen Militanz, Übersozialisierung, blinder Ignoranz gegenüber bestimmten Realitäten, einer gewissen dogmatischen Verbohrtheit, einfach nur Dummheit oder gar die rosarte Brille oder einfach alles zusammen, dazu des Einwurfes/ Einfüllens bestimmter Spaßmacher, in Fachkreisen BTM oder hochprozentiges Feuerwasser genannt, unterstellen wollen, wir wären negativ bis verpeilt oder gar verbittert, würden alles nur schlecht machen, schlecht reden...

Dazu uns, mir schon eine große Nähe zu rechtem Gedankengut und/ oder Parteien in einer für mich schon zwangsneurotische Züge vermuten lassenden Form attestieren wollen und nur deshalb, weil man ihre Meinung nicht vollends teilt, auf bestimmte Dinge und Entwicklungen, zu dem man mit einer langjährigen gelebten Erfahrung zweier sehr unterschiedlicher politischer Systeme eine andere Sicht hat.

Dazu leider ein minderheitlich aber um so lautstärkeres Klientel in Gesellschaft und auch hier im Forum in Art einer diktatorische Züge annehmenden selbsternannten Sprachpolizei, die uns über gewollte Fehlinterpretationen zu dessen, was wir von uns geben, missionieren wollen. Uns ihre Meinung sprichwörtlich und gleich auf beide Auge drücken wollen...

Das macht mich schon sehr kritisch und nachdenklich - manch einer bezeichnete, unterstellte es mir auch schon als Verbitterung Frustration usw. ...

Das verneine ich ausdrücklich. Verbitterung? Worüber? Eher mache ich mir zukunftsmäßig sehr große Sorgen...
Trotzdem bin ich ein viel zu großer Optimist und ein humorvoller Mensch, ummir daraus eine Verbitterung konstruieren zu lassen!
Humorvoll vielleicht auf meine mir eigene Art - das sollen aber die, die mich persönlich und gut kennen, besser einschätzen können.

Und gerade der Mauerfall vor 30 Jahren erinnert mich immer an diesen einen historischen Satz. "Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden".
Einst von Rosa Luxemburg kreiert, zur Großdemo 1989 auf dem Alex passend von Freya Klier zitiert.

Und an der praktischen und real- aktuellen Umsetzung genau dieser Ideale, die ich eigentlich in Verfassung und dem Grundgesetz dieser Bundesrepublik Deutschland per Gesetzestext fest verankert sehe. Und an dieser Umsetzung, für die fast 17 Millionen DDR- Bürger 1989 auf die Straße gegangen sind, dann meiner(!) Meinung nach etwas vorschnell am 03. Oktober 1990 dieser Verfassung, diesem Grundgesetz, dieser BRD, diesem wiedervereinten Deutschland beigetreten sind, habe ich in den letzten Jahren erheblich meine Zweifel bekommen.
Denn ich sehe hingegen in einigen politischen Entscheidungen, gekoppelt mit politischem Unvermögen, sachgerechte Entscheidungen für dieses Land, dieses Europa zu treffen, besonders aber in politischen Alleingängen einer abgehobener und überversorgter politischen Eliete genau eine gegenteilige und gefährliche Entwicklung mit diktatorischen Tendenzen.

Hauptdiktator die ungezügelte Macht des Geldes!

Dazu... einfach formuliert, früher diktierten Mehrheiten Minderheiten ihre oftmals hart diskriminierenden Denkweisen auf. Dafür gibt es etliche krasse Beispiele wie Unterdrückung von ganzen Völkern, Volksgruppen, Frauen, Homosexuellen und und und.... Im Regelfall mit Krieg, Mord und Totschlag.
Heute funktioniert zumindest in der zivilisierten westlichen Welt die krasseste Form wie Mord und Totschlag nicht mehr so einfach - ist die Entwicklung aber trotzdem genau entgegengesetzt. Falsche Interpretationen von Freiheit und Demokratie bis hin zur Religion nutzen Minderheiten für sich, um Mehrheiten zu unterdrücken, ihnen ihre Meinung aufzuzwängen, sie als gesellschaftlichen Trend getarnt, zwangszumissionieren.
Und dazu werden vornehmlich ganz geschickt u. a. moderne Medien in allen möglichen stategischen Kombinationen wie Angst- und Panikmache, Schlechtgewissen, falsches Verantwortungsgefühl... usw. benutzt...

Und das macht mir und vielen anderen Sorgen, große Sorgen und hat nix mit Verbitterung, Frustration, rein negativen Denken oder was auch immer aus der Ideenpalette militanten Gedankengutes zu tun!

Das sind neben vielen schönen und dankbaren, manchmal auch etwas zur Melanokonie neigenden und trotzdem schönen Gedanken einige meiner vielen und durchweg positiven Erinnerungen und Erfahrungen, gedanklichen Verbindungen zu 30 Jahre meines Lebens in der DDR, den Wendesommer und - Herbst 1989 mit seinen Hoffnungen, aber auch Sorgen und Angst, den Mauerfall in Berlin am 9. November, den ich mit Kollegen auf Nachtschicht im Radio verfolgte, den 11. November 1989, den Tag, an dem ich erstmals mit meinem am Vortag süße 3 Jahre alt gewordenen Sohn im Eckertal bei Stapelburg/ Bad Harzbug alt- bundesdeutschen Boden betrat, die Rieseneuphorie danach..., den für mich emotional bedeutensten Tag des 3. Dezembers, an dem ich mit meinen beiden kleinen Kindern das erste mal auf dem heiligsten aller heiligen Harzer Berge, dem Brocken stand. Diese ungeheuere und nie wieder in dieser Form erlebte völlig komerzfreie Volksfeststimmung....

Der, meiner tiefen Dankbarkeit, das alles erleben zu dürfen, erlebt zu haben!!! Friedlich dazu!
Dazu, viele liebe und nette Menschen kennen- und schätze gelernt zu haben, immer noch kennen zu lernen - auch wenn man dem einen oder anderen verkappten Scharlatanen aufgesessen ist.
Das ist nun auch ein Preis u. a. der Euphorie...

Mein 6000- er... zu einem hochemotionalem Thema. Fortsetzung folgt (vielleicht)....

josy95

05.11.2019 12:46von Gert
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Zitat von Ebro im Beitrag #38
Obwohl ich ja eigentlich immer einen großen Bogen um Filme dieser Art mache, bin ich gestern im ZDF am ersten Teil der Triologie "Preis der Freiheit" irgendwie hängen geblieben.
Unabhängig von der Handlung sind mir drei Dinge im Gedächtnis geblieben, die für mich neu waren.
In einem Gespräch der Unterhändler wurde der "Verkauf" der gesamten Mauer an die BRD angesprochen. Bei der Preisfestlegung wurde dem Westen ein gewisser Nachlass zu gesichert, weil der Stacheldraht ja aus dem Westen war. Gleichzeitig wurde erwähnt, dass dieses Prozedere aber nicht durchführbar ist, weil sonst die DDR als Billiglohnland dann wegfällt. Das war also beiden Parteien bewusst!
Und was für mich ganz neu war, die Erlöse aus dem Häftlingsfreikauf kamen auf ein Sperrkonto der Deutschen Bank, welches nur für den Einkauf von Waren aus der BRD genutzt werden durfte und konnte. Und damit hatte die BRD- Wirtschaft auch ihren Nutzen aus der Sache.



na @Ebro da wurden doch unsere Steuern noch gut angelegt, nicht wie heute Hunderte Millionen für Mautbetreiber , die nie einen Handschlag dafür tun müssen.

05.11.2019 13:09von sentry
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Zitat von josy95 im Beitrag #39

Ganz gut geworden - klar. Auch meine Meinung!

Auch wenn einigen anderen Usern und mir hier vornehmlich- speziell durch ewig Gestrige oder gar einer Form neuer Demokratiesachverständiger, wo sich jedoch und oft nur schwerlich der Unterschied zwischen Militanz, Übersozialisierung, blinder Ignoranz gegenüber bestimmten Realitäten, einer gewissen dogmatischen Verbohrtheit, einfach nur Dummheit oder gar die rosarte Brille oder einfach alles zusammen, dazu des Einwurfes/ Einfüllens bestimmter Spaßmacher, in Fachkreisen BTM oder hochprozentiges Feuerwasser genannt, unterstellen wollen, wir wären negativ bis verpeilt oder gar verbittert, würden alles nur schlecht machen, schlecht reden...

Dazu uns, mir schon eine große Nähe zu rechtem Gedankengut und/ oder Parteien in einer für mich schon zwangsneurotische Züge vermuten lassenden Form attestieren wollen und nur deshalb, weil man ihre Meinung nicht vollends teilt, auf bestimmte Dinge und Entwicklungen, zu dem man mit einer langjährigen gelebten Erfahrung zweier sehr unterschiedlicher politischer Systeme eine andere Sicht hat.

Dazu leider ein minderheitlich aber um so lautstärkeres Klientel in Gesellschaft und auch hier im Forum in Art einer diktatorische Züge annehmenden selbsternannten Sprachpolizei, die uns über gewollte Fehlinterpretationen zu dessen, was wir von uns geben, missionieren wollen. Uns ihre Meinung sprichwörtlich und gleich auf beide Auge drücken wollen...

Das macht mich schon sehr kritisch und nachdenklich - manch einer bezeichnete, unterstellte es mir auch schon als Verbitterung Frustration usw. ...



Glückwunsch zum 6000. Beitrag...und das im schönen Jubiläumsthread ...mit Bedacht gewählt.

05.11.2019 13:10von marc
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@Ebro bitte immer dran denken es ist ein Spielfilm und keine Doku, da wird's aus dramaturgischen Gründen und manchmal aus mangelnder Recherche/ Interesse mit den Realitäten oft nicht so genau genommen.
Schließlich soll man den ja den "Bildungszweck" erfüllen für den die Filmförderungsubventionen geflossen sind.

Das mit dem angeblich westdeutschen Stacheldraht hatten wir sogar hier im Forum schon geklärt. Streckmetall Matten (2)

Aber das Märchen lebt weiter....

05.11.2019 13:17von GKUS64
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Hallo Thomas (@josy95),


erstmal herzlichen Glückwunsch zum 6000 er Beitrag, hast es schon 10 Jahre hier, trotz diktatorischer Züge, ausgehalten.

Zitat aus Beitrag 39:



„Dazu leider ein minderheitlich aber umso lautstärkeres Klientel in Gesellschaft und auch hier im Forum in Art einer diktatorische Züge annehmenden selbsternannten Sprachpolizei, die uns über gewollte Fehlinterpretationen zu dessen, was wir von uns geben, missionieren wollen. Uns ihre Meinung sprichwörtlich und gleich auf beide Auge drücken wollen...
Das macht mich schon sehr kritisch und nachdenklich - manch einer bezeichnete, unterstellte es mir auch schon als Verbitterung Frustration usw. ...“


Wo viele Menschen ihre Meinung frei äußern können, gibt es natürlich auch die von dir kritisierten Tendenzen, das Mehrparteiensystem ergibt zusätzliche Meinungen, die man manchmal schon als Missionierung bezeichnen kann. Damit müssen wir uns abfinden (z.Z. noch nichts Besseres erfunden!).

Was wäre denn die Alternative? Ein Einparteiensystem, eine Zensur der Presse usw.?

Das gab es schon mal alles. Natürlich setzt sich beim jetzigen System der Lauteste, der Geschickteste (schlitzohrigste) und der rhetorisch cleverste meist durch.

Ich finde dich so z.B. rhetorisch auch sehr gut, das allein verändert aber nichts. Deine Kritiken müsstest du somit an einer wirksamen Stelle anbringen, z.Z. sind das leider nur die entsprechenden Parteien.

MfG

GKUS64

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05.11.2019 13:37von IM Kressin
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Zitat von GKUS64 im Beitrag #34
Freuen wir uns doch auch einmal, dass alles doch ganz gut geworden ist!

Es hat sich erfreulich entwickelt, ungeachtet von Unheilspropheten und Pessimisten.

Diese Überzeugung teilen abgesehen von mir auch zwei weitere User, die beiläufig ein klitzekleines bisschen Schleichwerbung
für das Forum betreiben, die an dieser Stätte indes mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen werden kann.

Zwei Welten: Dienst an der innerdeutschen Grenze

Als wahrscheinlich darf angenommen werden, dass beide im nächsten Jahr am von @Ratze organisierten Mai-Programm
teilnehmen werden, wo wir gerade dabei sind:
Zitat von Ratze im Beitrag "10. Lübecker Grenzerstammtisch" am 21.09.2019
Da zeichnet sich doch schon viel vom Mai - Programm ab- Strangen und eine Geschichte der letzten Betreiber des Lokals 1952, dabei
hilft @IM Kressin sicher, hoffe ich jedenfalls- Grenzöffnung 18.11.89- Betrieb K - Stelle bis zum "bitteren Ende" - @IM Kressin ...
Ich werde zu diesem Zweck breit gefächertes Fotomaterial vorstellen, welches das Tagesgeschehen nach der Grenzöffnung zwischen
Zoll-Ost und Zoll-West offenlegt, Durchführungsweise und Gestaltung der dienstlichen Routine zwischen Zoll und PKE beschreibt, was in der Durchführung
nur wenige Wochen vorher völlig ausgeschlossen erschien. Meine Teilhabe an der Verköstigung bei der PKE beispielsweise, um nur ein Einzelbeispiel
herauszupicken.

Meine Dienstzeit bei der GÜSt Zarrentin II, die strenggenommen nicht meine Dienststelle war, die ich parteiisch dennoch als "meine" betrachte,
steht von sämtlichen Zolldienststellen, denen ich angehörte, ganz oben auf der Beliebtheitsskala, ich möchte nicht unbescheiden behaupten,
dass die Goldmedaille verliehen werden sollte, noch als posthume Ehrung.
Zitat von Ebro im Beitrag #38
Und was für mich ganz neu war, die Erlöse aus dem Häftlingsfreikauf kamen auf ein Sperrkonto der Deutschen Bank, welches nur für den Einkauf von
Waren aus der BRD genutzt werden durfte und konnte. Und damit hatte die BRD- Wirtschaft auch ihren Nutzen aus der Sache.
Für mich war völlig neu, dass von den Vertretern der DDR ein Register geführt wurde, über Rang und Bedeutung der Personen, die mit Menschen einen
schwunghaften Handel betrieben.

Für einen Arzt wurden mindestens 200.000 DM in Rechnung gestellt, Facharbeiter und andere entsprechend ihrer Ausbildung und Berufsgruppe weniger.

Die Vertreterin des Ministeriums für innerdeutsche Angelegenheiten bemerkte zu Recht das schändliche, unwürdige und menschenverachtende Verhalten.

Es erinnerte vielmehr an Kauf und Verkauf von Sklaven. Staatliche Willkür durch Halsabschneider der DDR-Regierung mit dem ausschließlichen Ziel so
viel Profit und Devisen wie möglich durch Menschenverkauf herauszuholen. Die DDR sorgte fortwährend für die weitere Zufuhr!

Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei und der Unrechtsstaat Geschichte!

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