Todesfahrt im Nebel - Das Bahnunglück von 1984 in Hohenthurm

09.10.2019 14:10
avatar  Angelo
#1
avatar

Kann sich daran noch jemand von euch erinnern?

https://www.youtube.com/watch?v=NZWRQ8TTToQ


 Antworten

 Beitrag melden
09.10.2019 14:50
#2
avatar

ja, ich kann mich noch gut an Gilbert erinnern, danke für den Link, so weiß man jetzt wenigstens das es ihm gut geht


 Antworten

 Beitrag melden
09.10.2019 16:39
avatar  Ehli
#3
avatar

Zugunglück in Hohenthurm bei Halle
Im Bahnhof Hohenthurm bei Halle fuhr am 29. Februar 1984 ein Transitzug in einen Personenzug. Elf Menschen starben, 43 wurden verletzt. Informationen über die genauen Umstände blieben jedoch lange unter Verschluss.
https://www.mdr.de/zeitreise/ddr/zugunfallhohenthurm100.html


 Antworten

 Beitrag melden
09.10.2019 17:25
avatar  R-363
#4
avatar

gelöscht


 Antworten

 Beitrag melden
09.10.2019 18:09
#5
avatar

Zitat von Angelo im Beitrag #1
Kann sich daran noch jemand von euch erinnern?

https://www.youtube.com/watch?v=NZWRQ8TTToQ


Das Unglück wurde auf einem Nebenschauplatz schon mal angeschnitten.
Die dunklen Kapitel von DDR und BRD
Ein bedingungsloses Halteverbot für Interzonenzüge vorschriftenkonform festzuschreiben dürfte extrem ambitioniert sein.
Die DV 408 ( Fahrdienstvorschrift) und das Signalbuch DV 301 waren unsere Bibel, da ging nichts drüber.
Da könnte man genauso gut sagen ich fahre am Halt zeigenden Ausfahrsignal ohne besonderen Auftrag vorbei, weil der Fahrplan in diesem Bahnhof keinen Verkehrshalt vorsieht, das ist aberwitzig und als Schutzbehauptung des Unfalllokführers einzuordnen.
Übrigens war diese Wetterlage als extrem unsichtig im Sinne der DV 408 einzuordnen, da war sogar das permissive Fahren (auf Sicht) verboten, will heißen daß ein Lokführer nicht mal dann fahren dürfte, wenn er mit Vorsichtsbefehl in ein möglicherweise mit Fahrzeugen besetztes Gleis eingelassen wird.
Die Formulierung hatten wir damals auswendig zu lernen „....extrem umsichtiges Wetter ist vorhanden, wenn ein Lokführer selbst bei Schrittgeschwindigkeit annehmen muß, nicht mehr rechtzeitig vor einem Haltsignal oder Hindernis im Gleis zum Halten zu kommen“ wobei hier der Reisezuglokführer naturgemäß einen kürzeren Bremsweg hätte als der Lokführer vom 2000 t schweren Zementzug in (Langsam–) Bremsstellung „G“.
Man orientierte bei umsichtigem Wetter auf Schritt– bei Dunkelheit auf 15 km/h und bei sichtigem Wetter am Tage auf 40 km/h Höchstgeschwindigkeit wobei das per schriftlichen Befehl oder besonderen Mastschild (weiß–schwarz– weiß) auch ohne Befehl am Haltsignal angeordnet werden konnte.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!