Die Spionageabwehr der DDR Teil 2

24.07.2019 18:09
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#1
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Hallo,

es gab ja schon den ersten Teil, jetzt ist der zweite Teil "Die Spionageabwehr der DDR II " erschienen.

Das Buch hat 1.152 Seiten und ist in folgende Kapitel eingeteilt.

Wie schon beim ersten Teil, kann ich diese Buch nur empfehlen.

- Einleitung
- Abwehrbereich Dienstobjekte und Wohnkomplexe des MfS
- Abwehrbereich militärische Objekte der GSSD und der NVA
- Abwehrbereich diplomatische Vertretungen
- Abwehrbereich ausländische Korrespondenten und Journalisten
- Abwehrbereich Ausländer in der DDR
- Abwehrbereich Volkswirtschaft
- Abwehrbereich Verkehrswesen
- Abwehrbereich Politik und zentrale Staatsorgane.


Und alles zu einem fairen Preis von unter 20,00 Euro.

https://www.buchredaktion.de/produkt/die...-ddr-ii-2027630


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13.08.2019 21:40 (zuletzt bearbeitet: 14.08.2019 05:14)
avatar  Alfred
#2
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Hier der Inhalt im Detail:


Einleitung

- Der Kalte Krieg - aufwendig, massiv und heftig

1. Abwehrbereich Dienstobjekte und Wohnkomplexe des MfS
- Allgemeines
- Sicherungs- und Abwehrmaßnahmen an Dienstobjekten und Wohnkonzentrationen des MfS
- Die Sicherung von Objekt-Umwelt-Beziehungen der MfS-Dienstobjekte
- IM zur Sicherung der Dienstobjekte und Wohnkonzentrationen des MfS
- Die Sicherung von Kreisdienststellen im Bezirk Neubrandenburg
- Die Sicherung des konzentrierten Wohngebietes des MfS in Wefensleben
- Operative Materialien und Spione an den Objekten des MfS
- Eine Analyse über Angriffe westlicher Geheimdienste gegen das MfS und dessen Objekte
- Aus dem Auftrag des BND an einen Spion zur Aufklärung von MfS-Objekten
- Der Schutz der Dienstobjekte durch die HA II im November 1989

2. Abwehrbereich militärische Objekte der GSSD und der NVA

- Allgemeines
- Grundsätzliches zur Militärspionageabwehr und zur Außensicherung militärischer Objekte
- Dienststellen der westlichen Geheimdienste und deren Vorgehensweise bei der Militärspionage
- Die Bestimmung von Schwerpunktobjekten bei der Außensicherung militärischer Objekte und Bereiche
- Sicherungssysteme und IM zur Spionageabwehr an militärischen Objekten
- Das Sicherungssystem am militärischen Schwerpunktobjekt „Polygon“ zum Ende der 1960er Jahre
- Das Magdeburger FIM-System „Paul Großmann“
- HIM-Systeme und IM der Militärspionageabwehr im Bezirk Halle
- Zur Militärspionageabwehr der BV Suhl in den 1980er Jahren
- Zur Militärspionageabwehr am Beispiel der KD Potsdam und Havelberg in den 1980er Jahren
- Komplex- und Sicherungseinsätze sowie Maßnahmen und Aktionen zur Militärspionageabwehr
- Die Erarbeitung von Ersthinweisen und Bearbeitung von Militärspionen im Verantwortungsbereich der BV Rostock
- Zusammenarbeit der Spionageabwehr mit der sowjetischen Militärabwehr, der HA I und der Linie XIX
- Die Bearbeitung und Enttarnung von Militärspionen im OV „Amboß“

3. Abwehrbereich diplomatische Vertretungen

- Allgemeines
- Legale Basen westlicher Geheimdienste in der DDR
- Angriffsrichtungen und Zielgruppen der legalen Basen der Geheimdienste in der DDR
- Die Abwehrarbeit der HA II gegen die Geheimdienstresidentur in der Botschaft der USA in der DDR
- Die Tätigkeit des britischen Geheimdienstes unter diplomatischer Abdeckung in der DDR und die Abwehrmaßnahmen des MfS
- Das Objekt 499 und die HA II
- Aufklärung, Kontrolle und Bearbeitung der westlichen Militärattaches durch das MfS
- Die Spionageabwehr und der Sprengstoffanschlag auf die Westberliner Diskothek La Belle

4. Abwehrbereich ausländische Korrespondenten und Journalisten
Allgemeines
- Spionage gegen die DDR durch ausländische Journalisten und Korrespondenten
- Abwehrarbeit im Zusammenhang mit der Tätigkeit ausländischer Journalisten und Korrespondenten
- IM-Arbeit der HA II/13
- Vorgänge
- Sicherung des Internationalen Pressezentrums und der Auslandspresseagentur "Panorama"
- Ziel- und Aufgabenstellung sowie Grundsätze für die Abwehrarbeit der Spionageabwehr im Zusammenhang mit der Tätigkeit ausländischer Journalisten und Korrespondenten
- IM-Arbeit der HA II/13

5. Abwehrbereich Ausländer in der DDR

- Allgemeines und Arbeitsgruppe Ausländer der HA II
- Die Abwehrarbeit zur Sicherung von Ausländern im Bezirk Potsdam
- Auswahl, Aufklärung und Kontaktierung von Werbekandidaten unter Ausländern am Beispiel der BV Karl-Marx-Stadt
- Die amerikanischen Dienste und die Nutzung von in die DDR einreisenden Ausländern zur Abschöpfung von DDR-Bürgern


6. Abwehrbereich Volkswirtschaft
- Koordinierung und Federführung der Spionageabwehr
- Angriffsrichtungen, Schwerpunkte und Vorgehen westlicher Geheimdienste
- Abwehr- und Sicherungsmaßnahmenmaßnahmen des MfS am Beispiel der Hochtechnologien
- Die Fahndungs- und Vergleichsarbeit der HA XVIII im Rahmen der Spionageabwehr
- Allgemeines

7. Abwehrbereich Verkehrswesen
- Allgemeines
- Sicherung des grenzüberschreitenden Güterkraftverkehrs vor Angriffen des BND
- Der Spion G.( TV „Elbe II“ des ZOV „Perspektive“)
- Arbeit mit Reisekader-IM im Verantwortungsbereich der BV Halle
- Reisekader-IM gegen den BND
- Auswertung, Bewertung Verdichtung und Speicherung bedeutsamer Informationen
- Die Blickfeldarbeit im GÜV zur Schaffung von Verbindungen zu Geheimdiensten
- Resümee der Abwehrarbeit im GÜV
- Die Sicherung des Militärverkehrs auf der Schiene
- Erkenntnisse des MfS zur Spionagetätigkeit gegen den Militärverkehr
- Die Sicherung der Planungszentralen des Militärverkehrs durch die Staatssicherheit
- Die Abwehrarbeit der Staatssicherheit zur Sicherung spionagegefährdeter Streckenabschnitte
- Das Sicherungssystem am Verbindungsweg Wasserstraße zwischen der Bundesrepublik und Westberlin
- Spionageaktivitäten gegen die Handelsflotte der Deutschen Seereederei und deren Sicherung
- Spionageabwehr im Bereich der bundesdeutschen Schiffsoffiziere am Beispiel der Küstenschifffahrt

8. Abwehrbereich Politik und zentrale Staatsorgane
- Das ZK der SED im Visier westlicher Geheimdienste


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13.08.2019 22:00 (zuletzt bearbeitet: 13.08.2019 22:02)
avatar  Abr40
#3
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Super Thema.
Gibt es evtl. einen Author, der einen authentischen Zeitzeugen (ehem. Bauleiter Baureparaturen Pankow - jetzt 86 Jahre alt - Minirente aber noch sehr fit :-) ) interviewen möchte zum Bereich: GR 35 "Nikolai Bersarin" / Berlin Pankow - Wilhelmsruh. Speziell Bautätigkeiten Gebiet Kaserne Niederschönhausen + Bergmann-Borsig-Gelände, etc.?
Also z.B.: geduldete Schleuse von Bauarbeitern/Bauleitern - mit Besuch bei der Grünen Woche oder IFA - ... - in der Arbeitszeit!
Bei seriösem Interesse bitte Private Mail.


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04.12.2019 18:11
avatar  Merkur
#4
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Der thematische Gegenpart ist auch gerade erschienen: Ronny Heidenreich, Die DDR-Spionage des BND.
Die DDR-Spionage gilt gemeinhin als das Aushängeschild des Bundesnachrichtendienstes. Seine nun erstmals gründlich ausgewerteten Unterlagen zeigen, wie weit Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklafften. Denn nach einem kurzen Höhenflug geriet die DDR-Aufklärung des BND im Vergleich zu den anderen westlichen und westdeutschen Diensten deutlich ins Hintertreffen - schon vor dem Mauerbau. Mehr noch: Dem KGB gelang es, die BND-Berichterstattung an die Bundesregierung an entscheidenden Stellen zu manipulieren. Ronny Heidenreich untersucht Praxis und Ertrag der Pullacher DDR-Spionage und zeigt, wie der BND seine Schwächen gegenüber der Öffentlichkeit und den eigenen Mitarbeitern mit inszenierten Erfolgen überdeckte.


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04.12.2019 18:21
avatar  Gert
#5
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kein Wunder, dass der BND dem MfS in Spionage unterlegen war. Das hängt einfach mit den unterschiedlichen Voraussetzungen zusammen die die jeweiligen Gesellschaftsformen boten. Ich sehe es bildlich mal so, dass die beiden in einem Fußballspiel gegeneinander antreten und die Bundis zusätlich einen 20 kg Rucksack auf dem Rücken haben während des Spiels, die MfS Leute natürlich ohne dieses Gewicht. Es ist eben weitaus schwieriger in einem von Mauern, bewaffneten Posten und Drahtzäunen umgebenen Lager zu spionieren als auf dem offen Feld.

Warum muss es uns eigentlich noch besser gehen, wenn es uns gut geht?

*Hubert Joost

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04.12.2019 18:54
avatar  Merkur
#6
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Zitat von Gert im Beitrag #5
kein Wunder, dass der BND dem MfS in Spionage unterlegen war. Das hängt einfach mit den unterschiedlichen Voraussetzungen zusammen die die jeweiligen Gesellschaftsformen boten.
Das allein ist es nicht Gert. Professionalität,Verantwortungsbewusstsein und eine realistische Einschätzung des Gegners sind ebenfalls entscheidende Faktoren. Wenn ich nach dem Schneeballsystem Agenten rekrutiere und damit das Aufrollen ganzer Spionagenetze ermögliche, wenn ich meine Kräfte im Land des Gegners nur oberflächlich ausbilde und sie dadurch Gefahren aussetze, wenn ich Anzeichen einer Enttarnung um der Informationen willen negiere, dann kann das nicht gut gehen.


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04.12.2019 20:11
avatar  Gert
#7
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@Merkur als ich die DDR bei Nacht und Nebel verließ, da war an der Grenze und im weiteren Umland keine Sa... zu sehen. Ich bin in das nächste Dorf und hatte große Mühe, die bayr- Grenzpolizei am Morgen aus dem Schlaf zu klingeln. Als ich dort bei denen so 2 Stunden sass nach einem guten Frühstück dachte ich mir so, es hätte kein Mensch gemerkt, wenn ich an der Bushaltestelle des Dorfes auf den Bus gewartet hätte und dort abgefahren wäre. Ganz Deutschland lag mir zu Füßen.
Natürlich hätte es ein gefälschtes Personaldokument und etwas Kleingeld für den Bus gebraucht. Aber es war ein Kinderspiel sich so in das Operationsgebiet einzuschleichen. So oder ähnlich werden die Typen auch verfahren haben, die durch die Stasi Grenzschleusen die DL gekreuzt haben und inkognito hier auftauchten.

Warum muss es uns eigentlich noch besser gehen, wenn es uns gut geht?

*Hubert Joost

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04.12.2019 20:15
#8
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Zitat von Merkur im Beitrag #4
Der thematische Gegenpart ist auch gerade erschienen: Ronny Heidenreich, Die DDR-Spionage des BND.
Die DDR-Spionage gilt gemeinhin als das Aushängeschild des Bundesnachrichtendienstes. Seine nun erstmals gründlich ausgewerteten Unterlagen zeigen, wie weit Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklafften. Denn nach einem kurzen Höhenflug geriet die DDR-Aufklärung des BND im Vergleich zu den anderen westlichen und westdeutschen Diensten deutlich ins Hintertreffen - schon vor dem Mauerbau. Mehr noch: Dem KGB gelang es, die BND-Berichterstattung an die Bundesregierung an entscheidenden Stellen zu manipulieren. Ronny Heidenreich untersucht Praxis und Ertrag der Pullacher DDR-Spionage und zeigt, wie der BND seine Schwächen gegenüber der Öffentlichkeit und den eigenen Mitarbeitern mit inszenierten Erfolgen überdeckte.
Bundesnachrichtendienst hatte ein realistisches Lagebild

Worauf in den Buch nicht eingegangen wird, zumindest habe ich nichts konkretes da gelesen, ist der Bereich der Funkaufklärung durch den BND.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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04.12.2019 20:26
avatar  Merkur
#9
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Da musst Du den Band 5 der Reihe „Wellenkrieg“ von Armin Müller lesen.
Funk und Funkaufklärung waren und sind gut gehütete Geheimnisse moderner Nachrichtendienste. Armin Müller beleuchtet u. a. anhand der BND-Akten erstmals umfassend, welche Anforderungen, Möglichkeiten und Grenzen diesen wichtigen Teil der Auslandsaufklärung bestimmten. Er untersucht, wie die Organisation Gehlen nach dem Zweiten Weltkrieg die technische Abteilung ihres Nachrichtendienstes organisierte. Sie baute zum einen Verbindungen zu ihren Quellen hinter dem Eisernen Vorhang auf, den sogenannten Agentenfunk. Zum anderen erfasste sie mit ihrer Funkaufklärung Kommunikation und Signale des Gegners. Darüber hinaus wurde die Abteilung entscheidend für die Verteidigungsplanungen des Dienstes und die Zusammenarbeit mit der jungen Bundeswehr.
(Band 5 der Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945-1968)


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04.12.2019 20:34
#10
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Zitat von Merkur im Beitrag #9
Da musst Du den Band 5 der Reihe „Wellenkrieg“ von Armin Müller lesen.
Funk und Funkaufklärung waren und sind gut gehütete Geheimnisse moderner Nachrichtendienste. Armin Müller beleuchtet u. a. anhand der BND-Akten erstmals umfassend, welche Anforderungen, Möglichkeiten und Grenzen diesen wichtigen Teil der Auslandsaufklärung bestimmten. Er untersucht, wie die Organisation Gehlen nach dem Zweiten Weltkrieg die technische Abteilung ihres Nachrichtendienstes organisierte. Sie baute zum einen Verbindungen zu ihren Quellen hinter dem Eisernen Vorhang auf, den sogenannten Agentenfunk. Zum anderen erfasste sie mit ihrer Funkaufklärung Kommunikation und Signale des Gegners. Darüber hinaus wurde die Abteilung entscheidend für die Verteidigungsplanungen des Dienstes und die Zusammenarbeit mit der jungen Bundeswehr.
(Band 5 der Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945-1968)
Liegt mir hier vor.

In dem anderen Buch wird nichts dazu ausgesagt.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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