E. Krenz "Wir und die Russen "

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21.06.2019 18:01 (zuletzt bearbeitet: 21.06.2019 18:11)
avatar  Alfred
#1
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21.06.2019 20:57
avatar  Mike59
#2
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Zitat von Alfred im Beitrag #1
Schauen wir mal was da kommt.

https://www.eulenspiegel.com/termine/ver...die-russen.html

und hier

https://www.eulenspiegel.com/verlage/edi...die-russen.html

Ich weiß nicht so recht - der Egon hatte da mal ein Buch über Walther U. geschrieben - das fand ich alles nicht schlüssig.
Und jetzt das hier ...

Zitat
Eine halbe Million Sowjetsoldaten waren in der DDR stationiert. Sie hätten ausrücken können. Sie taten es nicht. Die DDR-Führung hatte sie ausdrücklich ersucht, in den Kasernen zu bleiben


Da hatte ich ja auf dem Feindsender - Seite Sputnik/RT letztens was ganz anderes gelesen.
Da hat das OK der GSSD nachgefragt - ".. was ist eigentlich los bei euch ..."
und da kommt die "Professionalität" des ZK zum Vorschein.
Grenzöffnung


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21.06.2019 21:17 (zuletzt bearbeitet: 21.06.2019 21:18)
avatar  Alfred
#3
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Hallo,

Krenz hat kein Buch über Ulbricht geschrieben, dass waren mehrere Personen.

Das mit der Gruppe bezog sich nicht auf den 9. November, sondern auf die Zeit davor.

Modrow sein Buch kann man vergessen, was den Mann da geritten hat mir unklar. Da habe ich den Eindruck , dass wurde geschrieben.

Aber warten wir das Buch mal ab.


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21.06.2019 21:28
avatar  Mike59
#4
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Zitat von Alfred im Beitrag #3
Hallo,

Krenz hat kein Buch über Ulbricht geschrieben, dass waren mehrere Personen.



Stimmt - er ist der Herausgeber - mea culpa.

Nun auch ein Mensch wie H. M. hat seine eigenen Erinnerungen und wenn man die drei Beiträge bei Sputnik ließt und es durch seine eigenen Erinnerungen laufen läßt - ja, es wurde schon viel geschrieben - auf allen Seiten.


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21.06.2019 21:53
avatar  der 39.
#5
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Vor knapp 2 Jahren war Egon zum XIX. Parteitag der Chinesischen kommunistischen Partei eingeladen und hat dort teilgenommen und natürlich ein Buch geschrieben."China, wie ich es sehe"
Ich habe es geschenkt bekommen, weil ich meine Meinung dazu kundtun soll. Werde ich hier nicht tun, er glaubt oder will uns Glauben machen: "Dem chinesischen Sozialismus gehört die Zukunft"
Immerhin ist es so gut, dass ich mir sein neuestes Werk sicher nicht beschaffen werde. Irgendwelche Rechtfertigungen kann ich einfach nicht mehr lesen(ertragen)


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21.06.2019 21:56
avatar  Mike59
#6
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Zitat von Alfred im Beitrag #3
Hallo,
Das mit der Gruppe bezog sich nicht auf den 9. November, sondern auf die Zeit davor.


Vergiss es - das glaubt dir kein Mensch.

Eventuell hat die GSSD auch schon vor dem 9.11. keinen Bezug mehr zur aktuellen politischen DDR Realität gehabt. Aber zu behaupten, die GSSD hatte am 09.11. mehr Infos wie anderen Sicherheitsorgane in der DDR - bezogen auf die Öffnung der Grenzübergangsstellen für die Ausreise aus der DDR finde ich unglaubwürdig.


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21.06.2019 22:02
avatar  Alfred
#7
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Habe ich ja auch nicht geschrieben.

Die Gruppe - UdSSR - war von der Öffnung der Staatsgrenze überrascht, aus dem Grund gab es ja auch entsprechende Probleme.


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21.06.2019 22:47
avatar  Lutze
#8
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Es gab nur ein Problem, die Mauer
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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22.06.2019 00:30 (zuletzt bearbeitet: 22.06.2019 08:36)
avatar  Larissa
#9
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Gerne lese ich alle Buecher, vornehmlich zur Deutschen Geschichte.

Tatsachen, uns bekannt, und die bis heute unumstoesslich sind. Politische Veraenderungen, die weit entfernt von gefaelschten Nachrichten waren, sind:

Solidarnosc in Polen, glich einem Aufstand mit eindeutiger politischer Richtung bereits 1980

1986 in der Sowjetunion. Beginn von Perestroika und Glasnost und

„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ soll Gorbatschow gesagt haben, gerichtet an die DDR Oberen. Die sich nicht dafuer interessierten.

Ungarn September 1989 – Oeffnung der Grenze mit dem Niederreißen physischer Grenzen, im Sommer Flucht von ueber 15.000 Menschen, die ihren Besitz von A-Z stehenliessen, um in den Westen zu fluechten.

Bereits diese Fakten zeigten in aller Welt auf, dass die DDR nicht mehr zu retten war, dass von Polen ueber die SU bis in die DDR eine gewaltige Transformation im Gang war.
Die Buergerbewegung formierte sich in der DDR, eine oppositionelle Bewegung, die nicht mehr mit sich reden ließ und nicht mehr aufzuhalten war.
Bereits lange vor dem beruehmten Satz Scharbowskis (Reisefreiheit – wann – ab sofort etc.) war klar, die DDR war politisch am Ende.

Zu behaupten, und dreißig Jahre danach zu glauben, die Verantwortlichen der Sowjetunion haetten nichts von diesen und der deutschen Bewegung mitbekommen, ist schier Wunschdenken. Mein Ehemann war in Potsdam stationiert lange Jahre. Bereits vor meiner Verhaftung war die Lage sehr unuebersichtlich, fing 1986 an als sich gewaltige. Veraenderungen in der Sowjetunion und eben in Polen und Ungarn abzeichneten. Erhoehte Bereitschaft der Truppen, die in den Kasernen verbleiben mussten, und die Tatsache, dass die verantwortlichen Offiziere voellig mit der Situation alleine gelassen wurden von Gorbatschow, sind Tatsachen. Das friedliche Verhalten und das Stillhalten dieser verantwortlichen Offiziere war das eine, auf der westlichen Seite waren Maggie Thatcher und Mitterand – der die Deutschen als ‚boese‘ beschrieb, nicht begeistert von einem zukuenftigen Groß-Deutschland. Die Sowjetunion und auch die USA schauten zu in tatsaechlich friedlicher Absicht, als Mauer und Grenzen fielen, und die Welt veraenderten.

Und nun haben wir
Egon Krenz, geb. 1937, 82 Jahre alt, der 30 Jahre nach dem Mauerfall ueber seine ‚russischen Freunde‘ schreibt. Selbstverstaendlich mit eigenen Notizen. Da moegen doch einige das Zeitliche gesegnet haben. Ein paar Jahre zu spaet wuerde ich sagen. An eine sozialistischen Zukunft Chinas glaubt er noch. Es gab ehrliche Kommunisten, die einsahen und zugaben, dass sie Fehler begangen hatten, und schuldig waren am Niedergang der DDR, und dem Aufstand eines ganzen Volkes. Er bis heute nicht. Laut Herrn Krenz gab es auch keinen Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze.
Seniles Gefasel? Gehen wir doch einfach davon aus, dass er selbst fuer das friedliche Vorgehen der Sowjetunion verantwortlich zeichnet. Danke Egon.


......................

Russland ist ein Rätsel in einem Geheimnis, umgeben von einem Mysterium. Sir Winston Churchill

Das Rätsel ist einfach zu lösen, durch einfache Menschen in Russland.
Die Nebel des Mysteriums lüften sich in den Weiten des Landes.
Geheimniss umwittert bleibt eine Sache, die zu Russland gehört. Marleen Powell

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22.06.2019 08:41 (zuletzt bearbeitet: 22.06.2019 08:43)
avatar  Alfred
#10
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Larissa,

Krenz stand immer zu den Befehlen und Weisungen die es an der Staatsgrenze der DDR gab.

Er hat ja auch schon ein Buch in den 90 iger Jahren geschrieben und immer hat er drauf hingewiesen, dass auch er Fehler in der DDR begangen hat.

Man muss Krenz seine Auffassungen nicht teilen, so wie Du Krenz aber darstellst, ist es nicht korrekt.


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22.06.2019 12:07 (zuletzt bearbeitet: 22.06.2019 12:10)
avatar  Larissa
#11
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@Alfred Lasse mich als 1. sagen, bewundernswert wie Du weiterhin zur Fahne stehst. Und auch die Politiker der DDR verteidigst. Das ist wie mit mir, wenn ich die ehemalige SU und die heutige Russische Foederation verteidige. Im Denken an das Erlernte, was sicher nicht alles schlecht war, liegt es uns im Blut, was kann man sagen, anerzogen ueber Jahrzehnte zeigt sich die Liebe zum Staat, welches wir dienten, das uns verteidigte, aber auch mit Sicherheit nachdenklich gemacht hat – bis heute.

Es interessiert mich auch nicht die Bohne, ob andere das moegen oder nicht. Das gesamte Elend der Ende 80iger habe ich hautnah miterlebt, war ein Teil meines Lebens, zu dem ich bis heute stehe waehrend der Transformation der SU. In den 90iger Jahren habe ich im neuen Russland hautnah miterlebt, wie die Menschen gelitten haben. Es war wie das, fuer die Buerger der DDR, die ihre DDR‘ geliebt haben. Wie bekannt, ein Verbleib in Deutschland war fuer mich nicht mehr moeglich. Ich bin also weit davon entfernt, diese Hexenjagd von meiner Seite aus gegen andere zu betreiben.
Trotzdem bin ich auch bereit Dinge zu sagen, die anderen nicht gefallen, weder im Osten, noch im Westen. Immer bleibend bei meiner politischen Einstellung, als Westkind erworben in der DDR und der Sowjetunion. Meine Bereitschaft, fuer den Osten einzustehen, kostete mir alles, im Siegestaumel des Westens. Fast 30 Jahre danach hat sich dieser Taumel einigermaßen gelegt. Sieger bleibt Sieger. Ich denke wir sind einen Schritt weitergekommen, auch wenn Gedanken kommen auf ueber heutige politische Interventionen, die uns verzweifeln lassen. So wie es aussieht konnten wir weder damals, noch koennen wir heute etwas aendern.

Nun, ich gebe zu, dass meine Sarkasmus gestern Nacht Astro-Hoehen erreichte. Aber ich moechte bleiben ehrlich mit dem was ich von Egon Krenz denke. Er ist mir unsympathisch gewesen von Anfang an. Nicht, weil er blieb vehement in seinem Prozeß bei der Aussage, dass nie ein Schießbefehl an der deutsch-deutschen Grenze bestanden hat. Sicher wollte er seinen Hintern retten im Prozeß, was ich ihm sogar vergeben kann. Verstaendlich, sein Fall war tief. Er blieb, soweit mir bekannt, nur 18 Tage einsitzend von mehr als 6 Jahren Strafe.
So haben viele von uns ‚gespielt‘ um unseren eigenen Ass zu schuetzen in nachfolgenden Prozessen. Ich denke nur 30 Jahre danach ist es zu spaet noch mit eigenen Notizen zu kommen. Diese haetten gehoert wenn ueberhaupt, vor mindestens 25 Jahren auf den Tisch.
Es gab einige DDR Politiker und MfS Mitarbeiter denen Unrecht geschehen ist, und die despektierlich behandelt worden sind vom Westen. Warum bringt er dieses Buch mit vielleicht wichtigem Inhalt erst jetzt heraus? Muss man oder kann man davon ausgehen, so wichtig waren seine 'Notizen' doch nicht?
Ich werde das Buch lesen, und mir dann ein weiteres Urteil bilden. Zurzeit bin ich mit ‚-Die Armee der Geächteten‘ von Felix Steiner beschaeftigt. Deutsche Geschichte mit familiaeren Touch.
Gruss, Larissa
.............................

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22.06.2019 12:21
avatar  Alfred
#12
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Larissa ,

einfach mal besser informieren.

Krenz saß rund 4 Jahre in Haft.

Auch gehörte Krenz nicht zu den Personen, der versuchte seinen Arsch zu retten, da gab es ganz andere Kaliber, wie Schabowski.

Das kann ich garantieren, da ich selbst einige Prozesse erlebt habe . Ich habe hier auch einen ganzen Schwung Vernehmungsprotokolle liegen , die entsprechendes bestätigen.


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22.06.2019 12:35
avatar  Larissa
#13
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https://de.wikipedia.org/wiki/Egon_Krenz

Ja @Alfred, ich schreibe immer nur so drauf los. Der Name Egon Krenz ist mir nicht erst seit Erscheinung seiner Buecher bekannt, vor allem nicht seit gestern. Das was ich in Wikipedia und anderswo bereits vor Jahren las, reichte mir. Auch in den USA damals gab es Fernsehen und Nachrichten.
Warum er jetzt erst schreibt, dafuer gibt es keine Antwort.

...............

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22.06.2019 12:54
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#14
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@Larissa , ich persönlich werde dies Buch nicht lesen....

Doch in vielen Dingen gebe ich Dir recht. Das Problem begann schon mit Ende des WK II, ein jeder Sieger versuchte seine Besatzungszone "auf Spur zu halten". Dadurch entstand auch unter Wirkung BEIDER Blöcke die Staatsgrenze.
Nun schreibe ich aus meinem Bauchgefühl.....
Ich weiß nicht was direkt unter dem Einfluß der "Russen" geschah oder was in vorauseilendem gehorsam durch deutsche "Kommunisten" aus diesem Land gemacht wurde. das läßt sich auch heute sehr schwer trennen....
Auch die politischen Figuren der damaligen Zeit waren doch ALLE zweifelhaft, sei es Stalin oder auch seine Gegenspieler. Deutschland hat wohl am meisten unter dem "kalten Krieg" gelitten, es war eine Nahtstelle und gleichzeitig Demarkationsline mit dem Hintergrund einer gemeinsamen nationalen Vergangenheit. Der Stalinismus und seine Prinzipien haben sich in deutschland wohl "verselbstständigt", es entstand ein Überhang der Macht, genannt "Diktatur des Proletariats". Allein schon durch die Medien und Politik ständig erinnerte "große Bruderschaft" ging einem mordsmäßig auf den ....
In den 80 Jahren änderte sich das Blatt, durch das Prinzip des "Totrüstens" war die SU wirtschaftlich schneller am Ende als die DDR. Es begann ein Umdenken in der SU, die zentralistische Macht schmolz. da jede Regieon 8auf Grund von Rohstoffen und wirtschaftlichen Interessen) wieder ihre Eigenständigkeit forderte. Diesen Kampf an "zwei Fronten" konnte Gorbatschow nicht gewinnen, das war der Beginn der Pristroika....
Mit dieser neuen Politik ließ man die DDR wohl etwas allein, doch man begriff nicht den "Wind der Zeit", statt selber nach Reformen zu suchen jammerten wohl einige Betonköpfe über den Verrat der "Brüder".
Und so hiielt man mit deutscher Gründlichkeit an den "alten Parolen" fest und genau das meinte wohl Gorbatschow mit "Wer zu spät kommt...."

Heute ist das alles Vergangenheit, es gibt keine SU mehr, es gibt ein kapitalistisches Rußland. Ein Rußland das ähnlich wie Trump versucht erst einmal seine Interessen zu vertreten! Und was ist daran bitte falsch?
Ein Rußland das durch seinen Anspruch in Konflikt mit anderen kapitalistischen wirtschaftszentren gekommen ist. Wir sollten lieber unseren Frieden mit der Vergangenheit suchen und in Rußland einen starken europäischen Partner sehen, statt uns von der "Globalisierungs Diktatur EU" Rußland weiter als Feind vorführen zu lassen!

Wir haben nicht das Recht unsere Geschichte und unser Scheitern nur an Rußland fest zu machen, wir haben selber zu viel verbockt! Und in diesem Sinne sollten wir unsere DDR Geschichte und Vergangenheit erst einmal in den eigenen Reihen aufarbeiten!


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22.06.2019 12:55
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Zitat von Larissa im Beitrag #13
https://de.wikipedia.org/wiki/Egon_Krenz

Ja @Alfred, ich schreibe immer nur so drauf los. Der Name Egon Krenz ist mir nicht erst seit Erscheinung seiner Buecher bekannt, vor allem nicht seit gestern. Das was ich in Wikipedia und anderswo bereits vor Jahren las, reichte mir. Auch in den USA damals gab es Fernsehen und Nachrichten.
Warum er jetzt erst schreibt, dafuer gibt es keine Antwort.

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Geltungssucht, aufwerten der eigenen Vergangenheit?


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