E. Krenz "Wir und die Russen "

  • Seite 6 von 11
16.07.2019 08:58
avatar  ( gelöscht )
#76
avatar
( gelöscht )

@Alfred
Honecker und Krenz waren zu ihrer Zeit Vorsitzende des Nationalen Verteidigungsrates. Man sollte auch heute froh sein, das BEIDE entsprechende Befehle erlassen haben, dass es zu keinen Einsatz von Waffen kommen konnte.

Das hat ihnen wahrscheinlich das Leben gerettet.

Uli


 Antworten

 Beitrag melden
16.07.2019 09:01 (zuletzt bearbeitet: 16.07.2019 09:06)
#77
avatar

Zitat von Lutze im Beitrag #74
Nicht der Arbeiter, jeder Einzelne aus dem Politbüro hätte einen gewaltigen Tritt in den Arsch verdient,
diese Leute haben für die schlechte Arbeitsmoral in den Betrieben gesorgt
Lutze


Ist das nun eine Verallgemeinerung?
Ich persönlich--und ich gehe mal von meinen eigenen --Ich---aus. Habe in meinen ganzen Arbeitsjahren, produktiv gearbeitet. Selbst nach der Wende, jahrelang noch---aber von schlechter Arbeitsmoral --kann überhaupt nicht die Rede sein.
Stelle Dir mal vor, ich würde das mit der schlechten Arbeitsmoral, auf heute beziehen. Was hier los wäre--da würden einige User dann in die Tischplatte beißen. Zum Beispiel erlebe ich gerade bei mir in der Nähe--das ausländische Arbeiter die hier untergebracht sind--morgens abgeholt werden und nach Ilsenburg zu Arbeit gebracht werden. Im Gegenzug--sitzen deutsche junge Leute--auf den Balkon und drehen Zigaretten. Was ist das für eine Arbeitsmoral?

Achtung--der letzte Absatz--ist keine Verallgemeinerung!


Nachtrag---Lutze, wie sah es denn mit Deiner Arbeitsmoral aus?


 Antworten

 Beitrag melden
16.07.2019 09:41
avatar  Lutze
#78
avatar

Zu meiner Zeit gab es den Spruch
"nach Feierabend wird richtig Geld verdient "
davon habe ich mich schon lange verabschiedet,warum?nachdenken kann jeder selbst 🤔
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


 Antworten

 Beitrag melden
16.07.2019 09:55 (zuletzt bearbeitet: 16.07.2019 09:57)
#79
avatar

Zitat von Lutze im Beitrag #74
Nicht der Arbeiter, jeder Einzelne aus dem Politbüro hätte einen gewaltigen Tritt in den Arsch verdient,
diese Leute haben für die schlechte Arbeitsmoral in den Betrieben gesorgt
Lutze


Klares NEIN !. Es ist eine Eigenschaft des Menschen, genetisch aus der Frühzeit der Menschwerdung mitgeschleppt und auch eine der (zumindest höherentwickelten Tierwelt, zu der wir im Grunde genommen ebenfalls gehören), seine Energiereserven nicht unnütz zu vergeuden, wenn es nicht für das Überleben wichtig wäre. Lutze, wie hättest Du den zu DDR-Zeiten reagiert, wenn das Politbüro plötzlich knallharte kapitalistischen Führungs- Leistungs- und Entlohnungsmethoden eingeführt hätte ? Hurra, endlich muß ich mal richtig ranklotzen, damit das Betriebsergebnis besser wird geschrien hättest Du nicht. So der Herre - so´s Geschärre (altes Sprichwort, wenn der Chef die Zügel schleifen läßt). Ein Hilfsarbeiter bei uns hat mal in tiefsten DDR-Zeiten gemeint, hier wäre es ja schlimmer als im Kapitalismus. Er vom Alter her den Kapitalismus allenfalls als Pimpf erlebt haben. Es hätte Massendemos gegeben (siehe auch 17.Juni 53, als mehr Leistung gefordert wurde). Letztlich ist die Triebkraft für Leistung bei der ganz überwiegenden Mehrheit immer die Sorge um die soziale, mancherorts und mancherzeit auch physische Existenz (z.B. nach 45 oder Zeit der Flucht). Sobald der Mensch (ebenso das Tier) satt ist und auch für die nähere Zukunft keine Sorgen sieht, wird er vergleichsweise träge, zumindest läßt der Arbeitseifer/Leistungseifer merklich nach. Ausnahmen sind Menschen, die aus innerem Antrieb, aus Ehrgeiz(z.B. oft bei Wissenschaftlern), aus Streben nach Anerkennung/Berühmtheit, etwas zu erschaffen, auch aus schierer Gier und was noch alles weiterrackern, obwohl sie mit dem Erreichten auf hundert Jahre bei hohem Wohlstand abgesichert wären.


 Antworten

 Beitrag melden
16.07.2019 11:14
#80
avatar

Zitat von Alfred im Beitrag #73
Zitat von Freienhagener im Beitrag #65
Manch einem mag es witzig vorkommen, wenn ich an der Stelle ausgerechnet Lenin zitiere:

Eine revolutionäre Situation gibt es dann, wenn die oben nicht mehr können und die unten nicht mehr wollen“.

Aber da hat er wohl auch außerhalb seiner eigentlichen Vorstellungen recht.

Honecker war bekanntlich am Ende und Krenz ein Getriebener, der keine wirkliche Chance hatte.




Hätte irgend ein Hardliner (in der Führung gab es offenbar keinen) die Armee einsetzen können?
(Sicherlich nicht nur) ich denke, daß die Mehrzahl der Soldaten sich geweigert hätte.

(es gab ja tatsächlich Verweigerungen schon bei entsprechenden Ansinnen. Das wurde hier schon längst erörtert)


Honecker und Krenz waren zu ihrer Zeit Vorsitzende des Nationalen Verteidigungsrates. Man sollte auch heute froh sein, das BEIDE entsprechende Befehle erlassen haben, dass es zu keinen Einsatz von Waffen kommen konnte.


Wie gesagt. Die Befehle wären höchstwahrscheinlich nicht befolgt worden.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


 Antworten

 Beitrag melden
16.07.2019 23:11
avatar  ( gelöscht )
#81
avatar
( gelöscht )

Zitat von Merkur im Beitrag #46
Im Buch „Staatssicherheit in Rostock“, herausgegeben vom Unabhängigen Untersuchungsausschuss Rostock, den man nun wirklich nicht als MfS-nah bezeichnen kann, heißt es auf der Seite 62:
„Hier gab es am Anfang etwas Einmaliges.(...) Die Gefangenen wollten in den MfS-Räumlichkeiten bleiben und auf keinen Fall in das Untersuchungsgefängnis der Volkspolizei verlegt werden.“


Kann ich aus Gesprächen mit einem Betroffenen genau so bestätigen. Dessen Vergleichsmöglichkeiten waren zwar nich aus 1989, sondern aus 1988, er hat aber bestätigt, dass er froh war, in die UHA des MfS verlegt worden zu sein (zu den deliktischen Sachen, die ihn in die StVE des MDI einfahren ließen, kamen wohl noch Äußerungen in seinen Befragungen / Vernehmungen, die eine Verlegung unumgänglich machten). Seine (von mir gekürzte) Aussage: "Wesentlich besseres Essen, höflicherer Umgang, ungestörteres Einsitzen.". Ich kenne diesen Menschen mittlerweile mehr als 10 Jahre, er is kein Schnacker, sondern offen und gerade heraus. Zusatzinfos für Zweifler gern per PN.


 Antworten

 Beitrag melden
18.07.2019 17:01 (zuletzt bearbeitet: 18.07.2019 17:21)
avatar  Gert
#82
avatar

Zitat von Bürger Zett im Beitrag #81
Zitat von Merkur im Beitrag #46
Im Buch „Staatssicherheit in Rostock“, herausgegeben vom Unabhängigen Untersuchungsausschuss Rostock, den man nun wirklich nicht als MfS-nah bezeichnen kann, heißt es auf der Seite 62:
„Hier gab es am Anfang etwas Einmaliges.(...) Die Gefangenen wollten in den MfS-Räumlichkeiten bleiben und auf keinen Fall in das Untersuchungsgefängnis der Volkspolizei verlegt werden.“


Kann ich aus Gesprächen mit einem Betroffenen genau so bestätigen. Dessen Vergleichsmöglichkeiten waren zwar nich aus 1989, sondern aus 1988, er hat aber bestätigt, dass er froh war, in die UHA des MfS verlegt worden zu sein (zu den deliktischen Sachen, die ihn in die StVE des MDI einfahren ließen, kamen wohl noch Äußerungen in seinen Befragungen / Vernehmungen, die eine Verlegung unumgänglich machten). Seine (von mir gekürzte) Aussage: "Wesentlich besseres Essen, höflicherer Umgang, ungestörteres Einsitzen.". Ich kenne diesen Menschen mittlerweile mehr als 10 Jahre, er is kein Schnacker, sondern offen und gerade heraus. Zusatzinfos für Zweifler gern per PN.


ist für mich kaum vorstellbar, ich habe die UHA in Berlin besichtigt und die in meiner früheren Heimatstadt Erfurt zusammen mit der umfangreichen Doku. Einfach unterirdisch das Ganze.

edit Fähler

Stil ist nicht das Ende des Besens.

 Antworten

 Beitrag melden
18.07.2019 17:35 (zuletzt bearbeitet: 18.07.2019 17:37)
#83
avatar

Zitat von Gert im Beitrag #82
ist für mich kaum vorstellbar,


Doch habe ich auch von "Insidern" gehört, dass man in MfS-UHA besser versorgt wurde. Ist wohl einerseits eine Art Taktik gewesen , andererseits wohl auch deshalb, weil dort vergleichsweise weniger Insassen waren als bei MdI.

Démerde-toi !


 Antworten

 Beitrag melden
18.07.2019 17:37 (zuletzt bearbeitet: 18.07.2019 17:38)
avatar  ( gelöscht )
#84
avatar
( gelöscht )

Zitat von Gert im Beitrag #82

ist für mich kaum vorstellbar, ich habe die UHA in Berlin besichtigt und die in meiner früheren Heimatstadt Erfurt zusammen mit der umfangreichen Doku. Einfach unterirdisch das Ganze.



Das mag für dich kaum vorstellbar sein, das spreche ich dir nicht ab. Ich habe die UHA des MfS in Rostock mehrmals besucht, fand diesen Ort jetzt auch nicht sonderlich einladend. Aber das sollen Gefängnisse im Allgemeinen ja auch nicht. Für mich gibt es auf jeden Fall zwei Fakten (für Rostock): 1. die Aussage des Betroffenen (der ich nach wie vor Glauben schenke) und 2. die teilweise Weiternutzung bis ins Jahr 2006 hinein (bitte nach Artur Bree googlen) ohne Renovierung / Restaurierung / Sanierung.


 Antworten

 Beitrag melden
18.07.2019 17:40
#85
avatar

Zitat von Bürger Zett im Beitrag #84
2. die teilweise Weiternutzung bis ins Jahr 2006 hinein (bitte nach Artur Bree googlen) ohne Renovierung / Restaurieng / Sanierung.


Das stimmt aber nicht, falls du die MfS-UHA Rostock meinst (August Bebel Strasse ?) Ich war da 2003 oder 2004 mal "gucken". Da war das schon so eine Art Gedenkstätte bzw. zum Besichtigen , ähnlich wie HSH in Berlin.

Démerde-toi !


 Antworten

 Beitrag melden
18.07.2019 17:58 (zuletzt bearbeitet: 18.07.2019 18:00)
avatar  ( gelöscht )
#86
avatar
( gelöscht )

Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #85

Das stimmt aber nicht, falls du die MfS-UHA Rostock meinst (August Bebel Strasse ?) Ich war da 2003 oder 2004 mal "gucken". Da war das schon so eine Art Gedenkstätte bzw. zum Besichtigen , ähnlich wie HSH in Berlin.


Du hast teilweise Recht, dass Teile der ehemaligen UHA als Gedenkstätte zu besichtigen waren und sind (die unteren Etagen). Wenn du meinem Google-Tip folgst, wirst du feststellen, dass der ehemalige "Pate von Rostock" zu seinem Prozeß vor dem Landgericht 2006 ebenda einsaß (Zelle in der obersten Etage ohne bauliche Veränderungen).

Bei Bedarf können wir uns gern auch noch über das Warum und Wieso austauschen.


 Antworten

 Beitrag melden
18.07.2019 18:05
#87
avatar

Zitat von Bürger Zett im Beitrag #86
Du hast teilweise Recht, dass Teile der ehemaligen UHA als Gedenkstätte zu besichtigen waren


Na ok, das habe ich nicht gewußt. Habe mir auch nur die untere Etage angeschaut. War auch mehr so eine Art Zufallsbesuch, warum ich überhaupt da war. Deswegen habe ich mich da auch nicht weiter mit beschäftigt. Mag sein, dass Teile weiter genutzt wurden.

Démerde-toi !


 Antworten

 Beitrag melden
19.07.2019 16:50
avatar  Alfred
#88
avatar

Vielleicht will jemand die Möglichkeit nutzen.

07. Sep
10:00 Uhr Egon Krenz: Wir und die Russen
Lesung Gaststätte »Brandenburger Hof«
03044 Cottbus
10. Sep
16.30 Uhr Egon Krenz: Wir und die Russen
Lesung Volkssolidarität 1990 e.V. Senioren-Service Zentrum Böllberg
06128 Halle
05. Okt 19
14.00 Uhr Egon Krenz: Wir und die Russen
Lesung Stadtteilbegegnungszentrum
18147 Rostock


 Antworten

 Beitrag melden
22.07.2019 01:40
avatar  ( gelöscht )
#89
avatar
( gelöscht )

.. Egon Krenz im "Brandenburger Hof" .. ich lach mich scheckig . größer kann ein "Absturz nicht sein ..

Siggi
(der den "Brandenburger Hof" kennt .. und deshalb meidet ...)


 Antworten

 Beitrag melden
22.07.2019 15:50
avatar  ( gelöscht )
#90
avatar
( gelöscht )

Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #89
.. Egon Krenz im "Brandenburger Hof" .. ich lach mich scheckig . größer kann ein "Absturz nicht sein ..

Siggi
(der den "Brandenburger Hof" kennt .. und deshalb meidet ...)
Siggi, weil er den Charme einer Mitropa-Gaststätte wie zu DDR - Zeiten hat? Ich kenne den Brandenburger Hof zwar nicht, aber anhand deiner Reaktion gehe ich einfach mal davon aus, das es vielleicht so in die Richtung einer wie man öfter sagt, Absteige geht.

Wenn ich es falsch aufgefasst habe, dann entschuldige bitte. Ich kann Dir mit dem Lausitzpark, dem Media Markt und dem Blechen Carre dienen, da war und bin ich auch heute noch öfter mal.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!