E. Krenz "Wir und die Russen "

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27.06.2019 16:34
#61
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@Lutze

Die Passkontrolle war kein Genehmigungsorgan (ausser Transit) sonder nur ein Gestattungsorgan. Ein - und Ausreisegenehmigungen von DDR - Bürger bzw. ausländischer Personen wurden durch die Abt. P/M des MdI ausgestellt. Wir waren u.a. verantwortlich für die Einhaltung und Durchsetzung der Pass - und Visapflicht.als hoheitliche Aufgabe.



passport


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14.07.2019 08:28
avatar  Alfred
#62
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Hier einiges zum Buch.
https://de.sputniknews.com/gesellschaft/...enz-ueber-1989/


Ich habe es auch seit einigen Tagen durch.

Es liest sich leicht und schnell. Interessant auch der Inhalt eines Gespräches, welches Krenz 1987 mit Helga Hahnemann führte.


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15.07.2019 09:40 (zuletzt bearbeitet: 15.07.2019 09:43)
#63
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Das Problem von Egon Krenz scheint zu sein, dass er gerne einen Anteil an der Wende gehabt hätte. Habe einige seiner früheren Bücher und auch sein letztes Interview im Spiegel gelesen. Es geht ihm darum zu beweisen, dass ohne ihn alles viel dramatischer hätte ablaufen können. Im Übrigen fühlt er sich eben auch ungerecht behandelt, da er im Vergleich zu anderen Personen zu einer relativ hohen Haftstrafe verurteilt wurde. Sein Hauptmotiv dürfte eben sein, auch einen Platz in der Geschichte der Wende zu besetzten sowie sein großer Neid auf Günter Schabowski.


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15.07.2019 14:06
avatar  Alfred
#64
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Hallo,

ohne Honecker und Krenz u.a., hätte 1989 auch einiges anders ablaufen können.


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15.07.2019 14:48 (zuletzt bearbeitet: 15.07.2019 15:00)
#65
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Manch einem mag es witzig vorkommen, wenn ich an der Stelle ausgerechnet Lenin zitiere:

Eine revolutionäre Situation gibt es dann, wenn die oben nicht mehr können und die unten nicht mehr wollen“.

Aber da hat er wohl auch außerhalb seiner eigentlichen Vorstellungen recht.

Honecker war bekanntlich am Ende und Krenz ein Getriebener, der keine wirkliche Chance hatte.


Hätte irgend ein Hardliner (in der Führung gab es offenbar keinen) die Armee einsetzen können?
(Sicherlich nicht nur) ich denke, daß die Mehrzahl der Soldaten sich geweigert hätte.

(es gab ja tatsächlich Verweigerungen schon bei entsprechenden Ansinnen. Das wurde hier schon längst erörtert)

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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15.07.2019 15:52 (zuletzt bearbeitet: 15.07.2019 15:53)
#66
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #65
Hätte irgend ein Hardliner (in der Führung gab es offenbar keinen) die Armee einsetzen können?
(Sicherlich nicht nur) ich denke, daß die Mehrzahl der Soldaten sich geweigert hätte.


Denke ich mal auch, sofern sie über die Realität bescheid wußten. Wahrscheinlich wäre die DDR noch viel schneller abgesoffen, wenn man das Militär auf das eigene Volk losgelassen hätte.
Da hätte es wohl keine Unterstützung mehr gegeben, weder aus dem Westen und auch nicht vom großen Bruder.
Die "Führung" hatte halt den Bezug zur Realität verloren und sah ihre Felle davonschwimmen.

Krenz war auch nicht besser als all die anderen aus der Riege, sonst hätten sie ihn vorher schon lange gecancelt. Nun, warum soll er sich seine Rente nicht mit dem Schreiben von Büchern aufbessern? Man muß diese ja nicht kaufen oder lesen.

Démerde-toi !


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15.07.2019 15:59 (zuletzt bearbeitet: 15.07.2019 16:01)
#67
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"Auch nicht besser" ist ein zu gutes Zeugnis, finde ich.

Wer erinnert sich nicht an die allgemeine Enttäuschung, daß gerade der "Kronprinz" zum Zuge kam. Der stand für Kontinuität.
Was meinte er doch zu diesem Anlaß "Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten...". Neue "Verpflichtungen" und "Gegenpläne" oder gar "Hennecke 2.0"?

Als ob die Arbeiter Schuld gewesen wären an dem Schlamassel. Das hätte ja bedeutet, daß die im Westen bessere Arbeiter hatten.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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15.07.2019 16:00
#68
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War es nicht 1989 nicht eine Konterrevolution, die man bekämpfen musste? Und hatte man nicht Angst an Laternenmasten aufgeknüpft zu werden?


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15.07.2019 17:14
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#69
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( gelöscht )

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #68
War es nicht 1989 nicht eine Konterrevolution, die man bekämpfen musste? Und hatte man nicht Angst an Laternenmasten aufgeknüpft zu werden?


O.m.G., aus welcher Propagandakiste stammt das denn ???


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15.07.2019 17:55
#70
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Hier aus dem Forum.


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15.07.2019 18:05 (zuletzt bearbeitet: 15.07.2019 18:06)
#71
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Na, eine ernstgemeinte Frage ist das sicherlich nicht ....

Auch wenn man damals nicht sicher sein konnte, daß alles gut ausgeht.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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15.07.2019 20:54
#72
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #67
"Auch nicht besser" ist ein zu gutes Zeugnis, finde ich.

Wer erinnert sich nicht an die allgemeine Enttäuschung, daß gerade der "Kronprinz" zum Zuge kam. Der stand für Kontinuität.
Was meinte er doch zu diesem Anlaß "Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten...". Neue "Verpflichtungen" und "Gegenpläne" oder gar "Hennecke 2.0"?

Als ob die Arbeiter Schuld gewesen wären an dem Schlamassel. Das hätte ja bedeutet, daß die im Westen bessere Arbeiter hatten.



Nein, die hatten keine besseren Arbeiter. Aber im Westen gab es Einiges, was den ostdeutschen Arbeitern (damit meine ich alle Berufstätigen, Arbeiter, Angestellter und Leiter aller Ebenen) zumeist etwas fremd war: Motivation, die aus materieller Interessiertheit resultierte, leistungsgerechtere Entlohnung, härtere Konsequenzen bei Minderleistung, bessere Befriedigung von Konsum u.einiges mehr. Kurz, der Tritt in den Arsch. Diese Jacke ziehe sich nicht jeder an, aber es war einer der Sargnägel der DDR-Wirtschaft und Ökonomie. Wenn Hessen zur DDR gehört hätte, wäre die Arbeitsleistung wie auch anderswo in der DDR gewesen und wenn Thüringen damals unter Westalliierteneinfluss geblieben wäre, sähe es aus wie in Hessen (oder besser wegen der zentralen Lage).


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16.07.2019 07:21 (zuletzt bearbeitet: 16.07.2019 07:26)
avatar  Alfred
#73
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #65
Manch einem mag es witzig vorkommen, wenn ich an der Stelle ausgerechnet Lenin zitiere:

Eine revolutionäre Situation gibt es dann, wenn die oben nicht mehr können und die unten nicht mehr wollen“.

Aber da hat er wohl auch außerhalb seiner eigentlichen Vorstellungen recht.

Honecker war bekanntlich am Ende und Krenz ein Getriebener, der keine wirkliche Chance hatte.




Hätte irgend ein Hardliner (in der Führung gab es offenbar keinen) die Armee einsetzen können?
(Sicherlich nicht nur) ich denke, daß die Mehrzahl der Soldaten sich geweigert hätte.

(es gab ja tatsächlich Verweigerungen schon bei entsprechenden Ansinnen. Das wurde hier schon längst erörtert)


Honecker und Krenz waren zu ihrer Zeit Vorsitzende des Nationalen Verteidigungsrates. Man sollte auch heute froh sein, das BEIDE entsprechende Befehle erlassen haben, dass es zu keinen Einsatz von Waffen kommen konnte.


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16.07.2019 07:59 (zuletzt bearbeitet: 16.07.2019 07:59)
avatar  Lutze
#74
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Nicht der Arbeiter, jeder Einzelne aus dem Politbüro hätte einen gewaltigen Tritt in den Arsch verdient,
diese Leute haben für die schlechte Arbeitsmoral in den Betrieben gesorgt
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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16.07.2019 08:06
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#75
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( gelöscht )

Wer seine schlechte Moral den Politikern oder Chefs in die Schuhe schiebt, hat generell ein Problem mit der Moral.

Uli


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