E. Krenz "Wir und die Russen "

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26.06.2019 19:28
avatar  Merkur
#46
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Im Buch „Staatssicherheit in Rostock“, herausgegeben vom Unabhängigen Untersuchungsausschuss Rostock, den man nun wirklich nicht als MfS-nah bezeichnen kann, heißt es auf der Seite 62:
„Hier gab es am Anfang etwas Einmaliges.(...) Die Gefangenen wollten in den MfS-Räumlichkeiten bleiben und auf keinen Fall in das Untersuchungsgefängnis der Volkspolizei verlegt werden.“


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26.06.2019 19:48
avatar  Mike59
#47
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Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #45
... .

passport

[/style]
... achso, zum Thema noch:
Bücher, welche Leute über sich selbst schreiben, lese ich nicht ... was soll da rauskommen ? .. (der Satz stimmt nicht ganz: "Münchhausen" habe ich in der Jugend gelesen ...)
Edith sagte, ein "nicht" wäre zuviel ...

Die "Münchhausen Geschichten" werden ca. 100 Autoren zugeschrieben. ... in der Tradition des frühen Judentums und der orientalischen Geschichtenerzählung.

Bist dir also treu geblieben - Münchhausen hat es nicht selber geschrieben - passt doch.


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26.06.2019 20:10
#48
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@der alte Grenzgänger ,..

das ist ja echt schade, dass nicht noch viel mehr Menschen in den Genuss des lockeren Umganges gekommen sind ..

Warum muss dieser ganze Mist eigentlich immer schöngeredet werden ?


Hier gebe ich wieder was ich persönlich erlebt habe. Ich habe nicht geurteilt warum die Personen dort in der UHA einsaßen bzw. der Personenkreis des dortigen Arbeitskommandos für Straftaten begangen haben. Das war nicht meine Aufgabe.

Siggi
(der also- selbst oben bestätigt- keine Ahnung hat


dann sollte man unsachliche Bemerkungen auslassen.




passport


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26.06.2019 20:35
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#49
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Alles gut ... alles wie erwartet ... weitermachen ...

Siggi


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26.06.2019 22:03
avatar  linamax
#50
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Zu 46 Das ist der Brüller des Jahres .


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26.06.2019 22:17
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#51
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Zitat von Merkur im Beitrag #46
Im Buch „Staatssicherheit in Rostock“, herausgegeben vom Unabhängigen Untersuchungsausschuss Rostock, den man nun wirklich nicht als MfS-nah bezeichnen kann, heißt es auf der Seite 62:
„Hier gab es am Anfang etwas Einmaliges.(...) Die Gefangenen wollten in den MfS-Räumlichkeiten bleiben und auf keinen Fall in das Untersuchungsgefängnis der Volkspolizei verlegt werden.“


vielleicht mit kleinen Häppchen, Sekt und Kaviar. Boaah ej, das ist ja eine Nachricht, die haut mich vom Sockel. Wenn es das MfS noch gäbe würde ich glatt empfehlen einen Aufnahmeantrag bei Amnesty international zu stellen.


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26.06.2019 22:19 (zuletzt bearbeitet: 26.06.2019 22:21)
avatar  Ebro
#52
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Wieso, weißt Du Näheres?
Ich meinte den Brüller des Jahres!!

ich werde nicht mehr diskutieren mit dummen Menschen, um meine Argumente zu erklären. Hat hier sowieso keinen Sinn. Ich werde lernen, diese Menschen zu meiden. Nichts ist wichtiger, als die persönliche Ausgeglichenheit im Alter


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26.06.2019 22:42 (zuletzt bearbeitet: 26.06.2019 22:42)
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#53
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( gelöscht )

Wenn der Chef schon sagt: "Ich liebe doch alle ... alle Menschen ...".. na, dann fühlen sich eben auch die Gäste wohl und wollen gar nicht wieder weg .. logisch, oder ?

Siggi
(der sich wundert, wie man auch noch "dreißig Jahre danach" sich selber so die Taschen vollhauen kann ..)


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26.06.2019 23:49
#54
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Na @Gert ,

so ganz falsch liegst Du da nicht ! Ein Häftling aus Bautzen II berichtet.
Erfahrungen aus dem Buch :



Aber das werden die eingefleischten DDR-Hasser natürlich nicht glauben. Das rüttelt ja an ihren Grundfesten der "Wahrheit" über die DDR.



passport


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27.06.2019 10:24 (zuletzt bearbeitet: 27.06.2019 10:27)
avatar  josy95
#55
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Ich bilde mir kein zu sehr großes Urteilsvermögen zu den Haftbedingungen in DDR- Gefängnissen ein. Egal, ob unter Führung MfS oder Volkspolizei.
Das sollten schon die Insider auf beiden Seiten -Häftlinge und Wachpersonal usw.- haben. Sofern sie glaubhaft und damit objektiv ehrlich sind, wenigstens ehrlich rüberkommen. Kontakt hatte ich mit einigen Wenigen, die Erfahrungen mit dem DDR- Strafvollzug hatten. Diebstahlsdelikt, politisches "Fehlverhalten", (Angebliche) Vorbereitung Republikflucht.

Dazu sind es m. Ea. auch wenigstens zwei sehr kontäre Betrachtungsweisen.


- Die aus der Sicht des Häftlings und die des Bewachers (Vernehmer).
- Warum sitze ich ein? Warum sitzt der Häftling ein?
- Wie werde ich behandelt?

Der Häfling setzt sich in erster Linie damit auseinander, warum bin ich jetzt hier eingesperrt, hinterfragt den Sinn. Ob gerecht oder ungerecht. Er hat ja genug Zeit dazu...
Davon hängt -so denke ich mal- auch ganz erheblich die Betrachtungsweise zu Haftbedingungen und die Meinungsbildung zu diesem (neuen) Lebensumstand ab.

Und. Eins möchte ich hier gleich unmißverständlich anfügen. Es gab sie in der DDR, diese Unverhältnismäßigkeit bei schon geringem systemunkonformen Verhalten, dies sofort als (schwere, staatsfeindliche) Straftat auszulegen. In Kombination mit einer massenwirksamen Abschreckungswirkung durch unverhältnismäßige und drakonische Strafen. Wozu u. a. auch Reise- und (halbwegs moderate) Meinungsfreiheit als eines der bügerlichen Grundrechte zählt! Und da liegt schon der berühmte sprichwörtliche Haase gewaltig im Pfeffer und eine SED-Politik konnte sich da absolut nicht mit rühmen. Was, ohne in bekannte Details zu gehen, letztendlich auch ihren Untergang massiv mit bewirkt hat..

Der/ die "Bewacher":
Dann ist da der Haftanstaltsleiter, der Schließer, der Bewacher... auch der Vernehmer. Was ist ihre Grundeinstellung? Machen sie korrekt (nur) ihren Job, sind sie gegenüber Strafgefangenen (politisch) korrekt und neutral? Und das fängt ganz maßgeblich beim Leiter, beim Chef an!!!

Anmerkung: Menschliche Korrektheit - für mich in einer Diktatur, auch wenn sich die SED als humanistische Diktatur des Proletariats, der Arbeiterklasse selbst darstellte, (fast!) unmöglich!!! Diktatur bleibt Diktatur! Auch wenn es krasse Unterschiede gegeben hat - ich habe stramme SED- Genossen kennengelernt, die nie vergessen haben, Mensch zu sein!
Aber leider auch andere...

Und nicht anders ist es im Strafvollzug. Wobei hier noch eine gewisse Härte der Bediensteten von Vorteil für den Auftraggeber ist, ganz besonders in Diktaturen. Schon allein wegen der (massen-) erzieherischen Wirkung und Abschreckung.
Mitarbeiter mit einer gewissen Neigung zu primitiven menschlichen Abgründen und Verhaltensweisen wie u. a. bedingungslose Linientreue gekoppelt mit regelrechtem Haß auf Andersdenkende..., persönlich mit sich und der Welt notorisch Unzufriedene... bis hin zu Sadisten, sind da mit Sicherheit unter diktatorischen Verhältnissen willkommener als sanftere und korrekte Menschen. Oft auch als s. g. Weicheier verpöhnt...

Und um eines möchte ich die MfS- Fraktion bei allem Respekt für euer gelebtes Leben mit Irrtümern und Nichtirrtümern bitten:

Sachliche Diskussion, Erfahrungsberichte von Insindern immer eine ganz tolle Sache! Dafür ist die Mehrheit in diesemForum auch hier!
Auch der Mut vieler User, dazu zu stehen, was man selbst (vielleicht) verkehrt gemacht hat, sich geirrt hat, der falschen Ideologie oder was auch immer aufgesessen hat.

Aber bitte versucht nicht immer und immer wieder, das MfS als den Club der barmherzigen Samarieter darzustellen, sobald Erfahrungen und damit Äußerungen anderer User , mit zu euren Darstellungen abweichenden Meinungen auftauchen.

Das fördert selbst auch nach 30 Jahren nicht unbedingt Aktzeptanz!

josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...


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27.06.2019 11:00 (zuletzt bearbeitet: 27.06.2019 11:22)
#56
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Zitat von passport im Beitrag #48


Hier gebe ich wieder was ich persönlich erlebt habe.

passport



Da nicht anzunehmen ist, daß Du politischer Gefangener warst, dann warst Du Gefangenenwärter?

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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27.06.2019 12:12
avatar  Lutze
#57
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Gefangenenwärter für 17 Millionen DDR-Bürger
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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27.06.2019 12:18 (zuletzt bearbeitet: 27.06.2019 12:21)
#58
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So habe ich das nicht gemeint, bei seinem ausdrücklichen Verweis auf genaue Kenntnisse des Gefängnisalltags.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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27.06.2019 13:24
avatar  ( gelöscht )
#59
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( gelöscht )

Zitat von Lutze im Beitrag #57
Gefangenenwärter für 17 Millionen DDR-Bürger
Lutze
Zitat von Lutze im Beitrag #57
Gefangenenwärter für 17 Millionen DDR-Bürger
Lutze


@Lutze , kannst Du Dir auch vorstellen, das es Menschen gab die sich nicht eingesperrt fühlten?
Ich wollte damals nie in den "Westen", irgendwie hatte ich mich mit dem Leben in der "kleinen" DDR eingerichtet. man war zwar mit einigen Dingen unzufrieden, aber das wars auch.
Falls Ihr einmal in den Buchauszug geschaut habt, da ging es um einen inhaftierten Schleuser und wo war @passport Tätig?
Da könnte ich den persönlichen Bezug sehen, ich denke diese Art Häme kann man sich hier sparen!
Wir haben nun einmal unterschiedliche Vergangenheiten und Ansichten....


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27.06.2019 16:26
#60
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@Freienhagener ,

dann warst Du Gefangenenwärter?


Ganz klar : Nein ! War kein MA der Abt. XIV

Kontakt mit den Damen und Herren des Arbeitskommandos kam ich während des Umzuges der BV Magdeburg von der W. Rathenau-Str. (Stadtmitte) Richtung Norden Magdeburg - Kroatenweg 1974. Der Umzug dauerte Monate. Nach 17.00 Uhr rückte das Kommando an. In unserer Freistunde vom Wachdienst begleiteten wir diese Personen beim Flurreinigen. Dabei kam es, wenn auch unerwünscht, zu Gesprächen. Ausserdem mussten wir als WSE zeitweise den Einlass der UHA besetzen. Am Wochenende konnte man sich öfters mit MA der XIV oder IX (waren Ehemalige der WSE) unterhalten.



passport


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