30 Jahre Freiheit – Was bedeutet dieses Wort für Dich?

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09.05.2019 19:35
avatar  Larissa
#1
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Einleitung fuer ein neues Thema; Teil I

Es gibt Woerter, die eine voellig andere Bedeutung haben fuer die Menschen auf diesem Planeten – z.B. das Wort Freiheit.
In der Wueste Kalahari, und bei den Aboriginies in Australien und bei vielen anderen Naturvoelkern ist dieses Wort voellig unbekannt.
Diese Eingeborenen verstehen uns sogenannte Zivilisierte nicht und sind verwundert ueber unsere Freiheitsbegehren.
Diese nehmen sich die Freiheit, stets im Geiste stark zu handeln. Selbst in der Unterjochung, wenn eingepfercht hinter Gittern, sind diese in der Lage, diese alte Staerke auszuspielen. Wir vermeintlich Zivilisierten haben kaum Ahnung davon. Diese sprichwortliche Staerke des Geistes hat sie seit Jahrtausenden nicht verlassen, ueberliefert von Vorfahren vor tausenden von Jahren.
Und weitaus wichtiger, sie leben danach, eins mit der Erde und ihrer Freiheit zu sein. Weder die Erde, noch ihre Freiheit betrachten sie als Eigentum – bis heute.
Diese Voelker betrachten ihr Dasein auf Erden im hoechsten Maße als Glueck, den Wimpernschlag der Zeit erleben zu duerfen, und sind dankbar dafuer.
So viel zum beliebten Wort Freiheit. Warum hoeren wir nicht auf, andere Voelker staendig belehren zu wollen, anstatt mal von ihnen zu lernen oder integrieren zu wollen? M.Powell, 2009 USA

Die Freiheit ist wie ein Flamme, die auflodert bei den verschiedensten Ereignissen, aber sofort von anderen irdischen Vorkommnissen erstickt wird.
So auch geschehen in einem Land namens Deutschland.
Ploetzlich frei zu sein, den Konsum zu genießen, die endlose Freiheit. Endlos?
Die Freiheit war groß, aber es musste schnell festgestellt werden, dass auch diese Freiheit Grenzen hatte, kaum physische Grenzen, aber auferlegte, die in der großen Freiheit mannigfaltig bestanden. Und es gab kaum etwas umsonst in der Konsumgesellschaft.

Hatte man die wirkliche Freiheit in Deutschland gefunden? Nein, nicht wirklich. Aber die Mauer war weg, das Tor zur Welt offen. Viele gingen hinaus und suchten eine andere groessere Freiheit, und scheiterten elendig.
Andere blieben auf ihrer Scholle, wo sie ihre kleine Freiheit genossen und erweiterten.

Egal wo man hinkommt auf dieser Welt, alle Institutionen, alle einschraenkenden Gesetze sind schon da, somit kommt beim geringsten Ansatz von Freiheit immer einer, und zieht die warme Decke des Freiheitsgefuehls weg.
Aber, wie auch immer, besser wir fuegen uns, um unsere kleine Freiheit nicht zu verlieren.
M. Powell, 2011 USA

Die obengenannten Schriften habe ich 2009 und 2011 verfasst, selbst fuer mich heute interessant zu lesen.

Eine LWS hat jeder. Dieses knöcherne Gestell,
das jeden schlecht oder Recht durchs Leben trägt
und auch repariert noch gute Dienste leistet.
Ein Kreuz ist es jedoch mit dem moralischen Rückgrat –
ein solches haben nur wenige Menschen. M. Powell


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09.05.2019 19:37
avatar  Larissa
#2
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Teil II
Gerade fuer die Deutschen muss das Wort Freiheit eine riesige Bedeutung haben.

Hattest Du Dir das so vorgestellt?
Was ist Deine liebste Freiheit heute?
Was war in der neuen Freiheit am Schwersten fuer Dich?
Wie hast Du als Westdeutscher die Freiheit Deiner Landsleute gesehen oder erlebt?

Ich fuehlte mich immer frei zwischen den Fronten und den Welten, besonders in der DDR bei den Freunden und spaeter in den USA und in der SU. Deshalb bin ich aber nie ignorant gegenueber der damaligen Unfreiheit der Bevoelkerung in der DDR gewesen. Nur sah ich viele Dinge von meiner Warte aus. Anstatt fluechten, Antrag stellen. Ich wusste genau was ablief, auch, dass es so nicht weiter gehen konnte. Und ich lasse nicht zu, dass alles in der DDR stuemperhaft und schaedlich war. Ich habe sowohl die Oberen in der DDR, als auch die in der Sowjetunion dafuer verantwortlich gemacht, dass diese Staaten so in die Knie gingen.
Meine vermeintliche Freiheit allerdings war keine wirkliche. Zu sehr war ich eingebunden im Geschehen auf mehreren Seiten bis 1988.
Es ist menschlich nicht moeglich, alles was im Leben passierte, beiseite zu schieben. Was weiterhin unmoeglich ist bei mir. Aber, ich kann heute schreiben und auch ehrlich darueber reden – auch wenn nicht alles rauskommt. Ich kann nach langer Durststrecke psychisch genießen, und bin dankbar, an ein verlorenes Familienleben anknuepfen zu koennen, das ich in Deutschland und Russland wiedergefunden habe. Das war nicht so im Jahre 1991 nach meiner Entlassung.
Ich habe voll aus dem Leben geschoepft, ohne Ruecksicht auf Verluste. Heute gebe ich zu, dass ich unter meinen eigenen Verlusten schwer litt. Verluste, die ich heute noch nicht verarbeitet habe, und nie werde.
Aber, heute kann ich, wo ich auch bin, mich zurueck lehnen und mich an die kleinen Freiheiten und Schoenheiten des Lebens erfreuen, die ich in meiner Sturm- und Drangzeit skrupellos bei Seite geschoben habe.

Eine LWS hat jeder. Dieses knöcherne Gestell,
das jeden schlecht oder Recht durchs Leben trägt
und auch repariert noch gute Dienste leistet.
Ein Kreuz ist es jedoch mit dem moralischen Rückgrat –
ein solches haben nur wenige Menschen. M. Powell


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30.05.2019 12:49
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#3
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@Larissa , erst jetzt schreibe ich zu Deinem Thema. Du hast ja konkret 4 Fragen angesprochen zu dem erleben der "Freiheit".

Zu der ersten Frage: ob ich mir das so vorgestellt habe:
Ja und Nein, mir war schon klar das mit der Angliederung an die BRD sich das Leben komplett ändern würde. Ich wußte das alle Bereiche des Lebens betroffen sein würden, Arbeitswelt und Privatleben, nichts blieb unberührt. Man kann diese Dinge nicht trennen, denn eine völlige berufliche Neuorientierung bedeutet auch Streß und Belastung in einer Beziehung. Auch ist es schwer wenn einer der Partner arbeitslos wird, das ergibt eine enorme Belastung da ein Ungleichgewicht eintritt.

Ich hatte meinen Frieden mit dem "neuen" Leben in der BRD gemacht, das war aber zu einer Zeit als noch die politische und soziale "Marschrichtung" die soziale Marktwirtschaft war. Heute ist von dieser BRD nicht mehr viel übrig geblieben.....
Politisch war das schon ein Umschwung für mich, ich war eigentlich immer "Rot" und für mich waren solche Grundlagen wie Planwirtschaft statt Marktwirtschaft völlig in Ordnung. Selbst heute zweifle ich an der Marktwirtschaft, nicht an der leistungsfähigkeit, sondern an der ökologischen verträglichkeit für unsere Erde. Eine Gesellschaft ausgerichtet auf Konsum und Bedarfsweckung mit dem Schlagwort Wachstum, das ist ökologisch nicht haltbar.
Auch bin ich von der hier zelebrierten "Demokratie" sehr enttäuscht! Mir fehlt eine direkte Demokratie und das es keine wirklichen Konsequenzen für die Handlungen so einiger Politiker gibt. Irgendwie paradox, gerade die Freiheiten wie Wahlen, Meinungsäußerung werden heute durch manipulative Medien wieder so "eingeschränkt", das man sich nicht wirklich "freier" fühlt.

Zu der zweiten Frage, der "liebsten" Freiheit?
Das ist wirklich schwer zu beantworten. Ich denke das es die Freiheit ist sich seine eigene Meinung bilden zu können. Klar, man konnte in der DDR auch eine eigene Meinung haben, doch sich mit dieser Meinung zu "vernetzen"wäre schon eine Straftat gewesen. Es ist auch von Vorteil sich aus allen politischen Richtungen Anregungen und Gedanken holen zu können. Natürlich sind hier Grenzen gesetzt, Grenzen der Menschlichkeit und des Anstandes. So sind für mich solche Themen wie Rassenhaß und Massenvernichtung absolut nicht tragbar!
Viele andere der "Freiheiten" (als Beispiel Reisefreiheit) haben für mich nicht diese Bedeutung. In der heutigen Zeit gibt es im Berufsleben eigentlich nur die maxime "Alles oder Nichts". Erzähle bitte einem Beschäftigten in 3. Schichten und "rollender Woche" ob er sich wirklich "frei" fühlt? Er würde evtl. lieber in Normalschicht arbeiten und auf die Zuschläge verzichten, doch diese Möglichkeit gibt es für viele Menschen nicht. Und dies nur als Beispiel, das Freiheit im Alltag so viel mehr bedeutet als die so gepriesene "bürgerliche Freiheit". Heute ist der Mensch dann frei, wenn er sich diese Freiheit monetär leisten kann.

zu der 3. Frage, das "schwerste" an der Freiheit:
Es ist das Gefühl irgendwie immer "planen" zu müssen. Sei es die richtige "Planung" im Berufsleben oder das ständige vergleichen von Versicherungsangeboten, das achten darauf nicht "über den Tisch gezogen" zu werden, und, und.....
Doch das schlimmste ist die Abhängigkeit vom Arbeitsplatz und dessen möglicher Verlust. Diese Dinge sind heute wirklich existenziell geworden.


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30.05.2019 15:19
avatar  Mike59
#4
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Die Freiheit – Das ist so ein einprägsames Schlagwort – ein Totschlagwort ist es wohl eher.
Wir bemühen uns um die Freiheit in geografischen Zonen welche zivilisatorisch vollkommen anders aufgebaut sind als unsere.
Es steht uns nicht zu, anderen Völkern unsere „Freiheit“ aufzuzwingen! So etwas nennt man wohl Imperialismus, wenn ich mich recht erinnere.
Wir sind nicht Frei – wir fühlen uns frei wenn unsere finanzielle Basis stimmt.
Reisefreiheit – für was? Um Urlaub zu machen oder um sich einen Traum zu verwirklichen. Das letzte ist etwas, was vielen „Reisenden“ auf dem Weg zum persönlichen Glück nicht gegönnt wird besonders wenn das Reiseziel in der eigenen nahen Nachbarschaft liegt.

Erst kommt das Fressen – dann die Moral

Echte Demokratie ist der Tod der Demokratie in dem Sinne wie wir sie bevorzugen – wohl nahezu jeder Wähler geht zur Wahl mit der Hoffnung – Macht was mir gefällt aber lasst mich in ruhe – so funktioniert das aber nicht. Zumal kaum einer bereit ist sich dem Willen einer Mehrheit mit anderen Wertevorstellungen zu fügen, geschweige denn unter zu ordnen.
Das ist nur mit Zwang möglich – ist das dann noch Demokratisch, oder ist das schon Diktatur.

Freiheit funktioniert nur bei einer ausgeglichenen finanziellen Basis - oder du bist einfach nur Vogelfrei und lebst als "Wilder" Mann im Busch.


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30.05.2019 16:14
avatar  Fred.S.
#5
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zu 4. Ich gebe Dir Recht, Mike, wenn auch andere User anderer Meinung sind.
Besonders der Satz in der Mitte und der letzte Satz, da hast Du Recht.

Wie standen sie auf der Mauer und fühlten sich === FREI ===.
Sie fuhren in die Freiheit ( sprich damalige BRD ) mit den Trabbis, und Heute ??
Wenn man all Diejenigen von Damals fragen würde: ... Fred


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30.05.2019 17:51
avatar  GKUS64
#6
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Alles kommt auf die Betrachtungsweise an!

Ein Unternehmer und ein Penner liegen am Strand und kommen ins Gespräch.
Der Unternehmer spricht belehrend auf den Penner ein:
„Such dir Arbeit, damit kannst du viel Geld verdienen, kaufst dir ein Haus, eine Yacht,
gründest ein Unternehmen, andere arbeiten für dich, du kannst Urlaub machen, dich an den Strand legen und mal faulenzen, du bist frei.“
Der Penner: „Ja das tue ich doch schon, es geht doch viel einfacher!“


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30.05.2019 18:05
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#7
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( gelöscht )

die Freiheit lernt man nur schätzen, wenn man einmal in Unfreiheit gelebt hat. Ich schätze sie sehr bis zum Ende meines Lebens.


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30.05.2019 18:20
avatar  Mike59
#8
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Zitat von Gert im Beitrag #7
die Freiheit lernt man nur schätzen, wenn man einmal in Unfreiheit gelebt hat. Ich schätze sie sehr bis zum Ende meines Lebens.

Dies sei dir gegönnt.

Viele Millionen von Menschen wären vermutlich froh gewesen in deiner erlebten "Unfreiheit" zu leben. Ich möchte dich damit nicht diskreditieren - ich wollte einfach mal die Wertigkeiten verdeutlichen.


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30.05.2019 18:24
avatar  Ebro
#9
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Es ist alles nur eine FFrage der Ansicht.....(Titel von den Puhdys)

@Gert, es wird Dich sicher nicht wundern, ich fühlte mich nicht unfrei, habe in der Jugend alles gemacht,, was mir Spass machte, hat mir kein Mensch Vorschriften gemacht. Auch später ging alles glatt, den Drang zu Reisen hatte ich damals Mangels Geld genau wie heute überhaupt nichr. und daran wird ja oberflächlicher Weise die Freiheit immer festgemacht.

Endlich als geistig primitiv erkannt worden, hat ja lange gedauert......!
Mitglied in einem Forum, indem man nur wegen der Vita regelmäßig dumm angemacht wird von Ahnungslosen und Dünnbrettbohrern

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30.05.2019 18:31
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#10
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( gelöscht )

Zitat von Ebro im Beitrag #9
Es ist alles nur eine FFrage der Ansicht.....(Titel von den Puhdys)

@Gert, es wird Dich sicher nicht wundern, ich fühlte mich nicht unfrei, habe in der Jugend alles gemacht,, was mir Spass machte, hat mir kein Mensch Vorschriften gemacht. Auch später ging alles glatt, den Drang zu Reisen hatte ich damals Mangels Geld genau wie heute überhaupt nichr. und daran wird ja oberflächlicher Weise die Freiheit immer festgemacht.


das mag für dich zutreffen, ich habe das ganze Programm aufgrund meines Alters auch ein Jahrzehnt vor dir "geniessen" dürfen. Die DDR der 50er und 60er Jahre war eine andere als später, habe ich hier im Forum gelernt.


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30.05.2019 18:42
avatar  Mike59
#11
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Zitat von Gert im Beitrag #10
Zitat von Ebro im Beitrag #9
.

Die DDR der 50er und 60er Jahre war eine andere als später, habe ich hier im Forum gelernt.

Nein @Gert, gelernt hast du das nicht. Du hast davon in diesem Forum gehört. Das Forum ist keine Überzeugungsmaschine (auch wenn viele User das denken).
Du hast wie viele andere hier das Problem die unterschiedlichen persönlichen Erfahrungen zu akzeptieren. Damit müssen wir aber leben.


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30.05.2019 18:58 (zuletzt bearbeitet: 30.05.2019 18:59)
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#12
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( gelöscht )

Zitat von Mike59 im Beitrag #11
Zitat von Gert im Beitrag #10
Zitat von Ebro im Beitrag #9
.

Die DDR der 50er und 60er Jahre war eine andere als später, habe ich hier im Forum gelernt.

Nein @Gert, gelernt hast du das nicht. Du hast davon in diesem Forum gehört. Das Forum ist keine Überzeugungsmaschine (auch wenn viele User das denken).
Du hast wie viele andere hier das Problem die unterschiedlichen persönlichen Erfahrungen zu akzeptieren. Damit müssen wir aber leben.

ergänzend
ab 1972 konnte ich wieder besuchsweise dorthin fahren und eine Menge Wissen aufnehmen über die weitere Entwicklung der DDR. Das war eine weitere, wichtige Quelle


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30.05.2019 19:14
avatar  GKUS64
#13
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Mein Beitrag #6 entspricht natürlich so nicht meinem Lebensanspruch.
Zum Nachdenken sollte er aber anregen!

Nun zu Larissas Fragen in ihrem Beitrag #2

Hattest Du Dir das so vorgestellt?

In meiner damaligen Naivität stellte ich mir alles viel einfacher vor.
Ich, und fast alle anderen dachten z.B., unser Traditionsunternehmen Pentacon bleibt in kleinerer Form, eventuell unter der Regie der Japaner, bestehen.
Ich hatte Glück, habe mich aber auch bemüht, und fand einen ansprechenden neuen Job (eine neue Arbeit hieß das damals!).
Davon hing natürlich vieles meiner Zukunft ab.

Was ist Deine liebste Freiheit heute?

Der sehnlichste Wunsch zu DDR-Zeiten war für mich:
„Reisen ohne Einschränkungen“.
Das ist auch heute meine liebste Freiheit!
Nun höre ich natürlich schon: „Was nützt diese Freiheit, wenn kein Geld da ist?“
Ja das ist der springende Punkt und somit ist das von der wirtschaftlichen Situation jedes Einzelnen abhängig.

Was war in der neuen Freiheit am Schwersten fuer Dich?

Ca. 6 Monate Arbeitslosigkeit, dann Arbeit gefunden, funktionierte leider aus betrieblichen Gründen nur 3 Monate.
Dann das große Glück mit interessanter Arbeit (16 Jahre bis zum 65. Lebensjahr).

Wer diese Glück nicht hatte, sieht alles natürlich anders als ich.

MfG

GKUS64


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30.05.2019 19:31
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#14
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Es gibt keine "Freiheit" und es gibt keine "Demokratie", es gibt nur den Versuch sich diesen Begriffen anzunähern. Gerade bei dem Begriff "Freiheit" ist das wirklich sehr schwer, es gibt keine "Freiheit", denn der Begriff Freiheit ist vom persönlichen und politischen Standpunkt abhängig.

Auch mit dem Begriff "Demokratie" kann man sehr schnell ins Schleudern kommen. Demokratie ursprünglich als "Volkes Wille" bezeichnet und läßt sich sehr schnell verbiegen. So geschehen in der DDR, der Begriff "Diktatur des Proletariats" wurde als demokratisch gerechtfertigt, da es eine Diktatur der Mehrheit über eine Minderheit sei, also indirekt "Volkes Wille". So einfach kann man diese Begriffe für sich nutzen und bitte erspart hier die 3 Säulen der Demokratie (Gewaltenteilung), denn das ist heute schon genauso ausgehölt wie in der DDR.


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30.05.2019 19:41
#15
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Eine absolute Freiheit ist ein Traum, der sich nie erfüllen wird. Man ist immer von irgend etwas oder irgend jemand in einer Form abhängig und somit nicht frei.
Alles hat auch seinen Preis - die Freiheit, der Wohlstand, die Gesundheit … Und man muss wissen, welchen Preis man wofür zu zahlen bereit ist und was einem wirklich wichtig ist.
In unserer jetzigen Freiheit müssen wir die meisten Entscheidungen dazu selbst treffen. In der DDR wurden uns die meisten Entscheidungen abgenommen. Viele kommen mit dem einen oder anderen System nicht gut zurecht - manche mit gar keinem. Am Ende liegt es am meisten an jedem selbst, wie seine persönliche Freiheit (Mitte) findet und auch pflegt.

Und wenn man all diese Faktoren annähernd richtig einordnen kann, dann fühlt man sich bedeutend freier. Und dieses Gefühl von Freiheit ist das Wichtigste.


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