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#1

Ost-West-Wanderung: Die Millionen, die gingen

in Themen vom Tage 08.05.2019 09:31
von buschgespenst | 3.422 Beiträge | 12428 Punkte
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Seit der Wende verließen Millionen Menschen den Osten und lösten eine demografische Krise aus. Erstmals zeigen Daten, was genau geschah – und warum es Hoffnung gibt.

Zitat
ZEIT ONLINE hat Daten über jeden der rund sechs Millionen Umzüge zwischen Ost und West ausgewertet, vom ersten durchgehend gesamtdeutschen Jahr 1991 bis zum Jahr 2017. Sie zeigen eine der am wenigsten dokumentierten deutschen Nachkriegsgeschichten. Sie zeigen, dass nach der Wiedervereinigung fast ein Viertel der ursprünglichen Bevölkerung Ostdeutschlands in den Westen zog: 3.681.649-mal gingen Menschen fort. Und sie zeigen, dass die 2.451.176 Zuzüge aus dem Westen den Niedergang vieler Orte nicht aufhalten konnten. Erstmals wird deutlich, was nach der Wiedervereinigung in allen Regionen in West und Ost genau geschah.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/...e=pocket-newtab



Eine interessante statistische Arbeit...


Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)
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#2

RE: Ost-West-Wanderung: Die Millionen, die gingen

in Themen vom Tage 08.05.2019 10:00
von DoreHolm | 10.069 Beiträge | 13058 Punkte
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Da könnte man darüber sinnieren, ob es eine so hohe Zahl an Ausreisewilligen bis 1989 gegeben hat. Wären die alle sowieso nach 1989 in die NBL oder noch weiter weg umgesiedelt, wenn ihnen nicht nach der Wende die Existenzgrundlage entzogen worden wäre ? Ein teil sicher, ein nicht geringer Teil aber sicher nicht, meine ich.


Bastler100 und LO-Fahrer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#3

RE: Ost-West-Wanderung: Die Millionen, die gingen

in Themen vom Tage 08.05.2019 11:47
von Freienhagener | 8.666 Beiträge | 22361 Punkte
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Längst gibt es eine Gegenbewegung, nicht nur von Rückkehrern.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


Elch78 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#4

RE: Ost-West-Wanderung: Die Millionen, die gingen

in Themen vom Tage 08.05.2019 13:54
von 1941ziger | 2.388 Beiträge | 9320 Punkte
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Ich ging auch, obwohl ich meinen Arbeitsplatz bis zur Rente wahrscheinlich behalten hätte.
Ich ging, obwohl mein EFH erst seit 1985 fertig war.
Erstmal war ich nicht blauäugig und traute den *blühenden Landschaften* so schnell nicht.
Aber ich war 49 und wollte einfach mal etwas anderes sehen und machen, so nahm ich im
Februar 1990 ein Jobangebot an.
Es war nicht einfach für uns, hier im Westen meinten die Behörden sie seien schlauer und
erkannten unsere Abschlüsse nicht an.
Ich musste 1991 noch mal zur Meisterschule, meine Frau (Ing.Ök.) machte hier den gleichen Job als Betriebswirt
wie im Osten musste aber noch mal zwei Jahre diverse Lehrgänge besuchen.
Egal es war alles richtig was wir gemacht haben.
Sicher es waren für mich immer lange Arbeitstage, teilweise auch Nächte......aber ein guter Verdienst.
Das Haus ist bezahlt, etwas Eingemachtes ist auf dem Konto und die Renten ist ok.
Nun müssen wir nur noch recht lange gesund bleiben damit uns auch die Renteversicherung lange behält.

Die Frage zurückzugehen stellt sich nicht, hier in der Pfalz haben wir Heimat und neue Freunde gefunden.
Wir reisen gern mal in die alte Heimat nach Dresden, alles schön geworden aber eben anders.

Jürgen


Jene, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten, pflügen heute für diejenigen die ihre Schwerter behielten.
furry, DoreHolm, Hauptmann, hslauch und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#5

RE: Ost-West-Wanderung: Die Millionen, die gingen

in Themen vom Tage 08.05.2019 16:35
von Gert (gelöscht)
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Zitat von 1941ziger im Beitrag #4
Die Frage zurückzugehen stellt sich nicht


genauso denke ich, es war am Anfang nicht leicht, man musste alles neu lernen, die Telefonzellen waren anders als in der DDR und Steuererklärungen gab's überhaupt nicht aber diese Herausforderung hat auch Spass gemacht. Und man lebt sich ein, Kinder und Enkel kommen, die sowieso zur "alten Heimat" keine Beziehung haben und natürlich hat man sich einen Freundeskreis aufgebaut. Das Rheinland, in meinem Fall, ist sehr schön udn lebenswert, man kann hier gut leben, die Menschen liegen mir. Alles Paletti


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#6

RE: Ost-West-Wanderung: Die Millionen, die gingen

in Themen vom Tage 08.05.2019 16:36
von Gert (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #2
Da könnte man darüber sinnieren, ob es eine so hohe Zahl an Ausreisewilligen bis 1989 gegeben hat. Wären die alle sowieso nach 1989 in die NBL oder noch weiter weg umgesiedelt, wenn ihnen nicht nach der Wende die Existenzgrundlage entzogen worden wäre ? Ein teil sicher, ein nicht geringer Teil aber sicher nicht, meine ich.



??


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#7

RE: Ost-West-Wanderung: Die Millionen, die gingen

in Themen vom Tage 08.05.2019 16:55
von Freienhagener | 8.666 Beiträge | 22361 Punkte
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Ja, wir sind eben anders - gehässig gesagt "von gestern".

Tatsache scheint nun mal zu sein, daß die Abwanderung aus dem Osten gestoppt ist und außer Rückkkehrern sogar Westdeutsche rüberkommen.

Langfristig pendelt das sich wieder ein.

Einschneidender und längerfristig ist wohl die allgemeine Landflucht.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


zuletzt bearbeitet 08.05.2019 16:57 | nach oben springen

#8

RE: Ost-West-Wanderung: Die Millionen, die gingen

in Themen vom Tage 08.05.2019 20:51
von bürger der ddr (gelöscht)
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Zitat von Gert im Beitrag #5
Zitat von 1941ziger im Beitrag #4
Die Frage zurückzugehen stellt sich nicht


genauso denke ich, es war am Anfang nicht leicht, man musste alles neu lernen, die Telefonzellen waren anders als in der DDR und Steuererklärungen gab's überhaupt nicht aber diese Herausforderung hat auch Spass gemacht. Und man lebt sich ein, Kinder und Enkel kommen, die sowieso zur "alten Heimat" keine Beziehung haben und natürlich hat man sich einen Freundeskreis aufgebaut. Das Rheinland, in meinem Fall, ist sehr schön udn lebenswert, man kann hier gut leben, die Menschen liegen mir. Alles Paletti



Und genau die gleichen "Probleme" hatten die in der alten Heimat gebliebenen Bürger auch, denn diese Umstända kamen zu ihnen ohne "wenn und aber"


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#9

RE: Ost-West-Wanderung: Die Millionen, die gingen

in Themen vom Tage 08.05.2019 20:58
von bürger der ddr (gelöscht)
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@1941ziger , ich kann Deinen Text gut verstehen....

Doch was ist mit Menschen die in einer Tradition verwurzelt sind?
Deren Grundstück urkundlich bis in den 30 jährigen Krieg zurück reicht?
Deren Familiengeschichte urkundlich dokumentiert ist?

Es ist einfacher einen relativ neu aufgebauten Besitz zu veräußern, statt einer langen mit dem Ort verbundenen Geschichte. Ich bin mir (traurigerweise) bewußt, das ich wohl der letzte bin der hier eine lange Familengeschichte aufrecht erhält, kein 1. und kein2. Weltkrieg haben das geschaft, auch keine DDR....
Doch das "ausbluten" einer region nach der sogenannten "Wende" haben dies wohl erreicht!

Aber was solls, wir holen ja "würdige" Nachfolger in unsere Heimat.....


Hauptmann und Winch haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#10

RE: Ost-West-Wanderung: Die Millionen, die gingen

in Themen vom Tage 08.05.2019 22:19
von 1941ziger | 2.388 Beiträge | 9320 Punkte
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Zitat von bürger der ddr im Beitrag #9
@1941ziger , ich kann Deinen Text gut verstehen....

Doch was ist mit Menschen die in einer Tradition verwurzelt sind?
Deren Grundstück urkundlich bis in den 30 jährigen Krieg zurück reicht?
Deren Familiengeschichte urkundlich dokumentiert ist?



Naja, Tradition verwurzelt ist ein Begriff, wird aber auch gebraucht um die Furcht und Unbequemlichkeit vor Neuem zu verschleiern.
Gut wenn alte Angehörige zu versorgen sind, dann ist es schwer wegzugehen.
Meine Mutter war 1990 auch schon 75, ich habe vorher lange mit ihr gesprochen......sie sagte du musst Sorgen das du später
ein Auskommen hast, geh.
1998 habe ich sie nachgeholt, sie wollte eigentlich nicht denn sie war verwurzelt. Der Grund und Boden dort gehörte unserer Familie
seit 1710......... sie ist übrigens 100 Jahre geworden.


Jene, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten, pflügen heute für diejenigen die ihre Schwerter behielten.
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#11

RE: Ost-West-Wanderung: Die Millionen, die gingen

in Themen vom Tage 09.05.2019 09:46
von Heckenhaus | 9.875 Beiträge | 25129 Punkte
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Ich finde den Begriff "Tradition verwurzelt" gar nicht so verkehrt.
Ich bin im Grunde auch mein Leben lang Berliner gewesen, davon eben einen großen Teil "Ostberliner". Das ist meine Heimat,
da sind meine Wurzeln und die meiner Vorfahren.
Gut, es gibt keinen alten Familienbesitz, doch das Milieu formt den Menschen, vom Verhalten bis zu den Umgangsformen und
dem Dialekt. Und das von Kindheit an.
Deshalb fühlte ich mich dann auch im Oderbruch wohl, wo ich zeitweise lebte, die Menschen sind den Berlinern ähnlich.

Was dann gar nicht ging, war meine Zeit im Großraum Stuttgart. Viele Menschen, nicht alle, zeigten eine gewisse Arroganz ,
sie waren die "Schaffer", sind die Größten, und nicht wenige von denen schauten etwas hochnäsig auf die "Ossis" herab, die ja
nichts können und früher nicht gearbeitet haben.
Da kann man keine Wurzeln schlagen, nie im Leben.

Ganz anders erlebte ich es am Mittelrhein und auch in Niedersachsen. Völlig andere Menschen, mit denen Kontakt auf Augenhöhe
sofort möglich ist. Da würden sich Alterativen bieten, eventuell neue Ersatz-Wurzeln zu schlagen, aber ohne traditionelle Bindung.
Eben nur, um ein Weiterleben zu ermöglichen.
Pfälzer aus Jockgrim lernte ich mal im Urlaub in Nassereith kennen, auch das waren angenehme Zeitgenossen.

Aber eben besser geht es doch in der richtigen Heimat, die ich hier erweitere auf das ehem. DDR-Gebiet. Da habe ich die ersten 40 Lebens-
jahre verbracht, und das wird meine Heimat bleiben, komme was da wolle. Da habe ich die wesentlichen Teile meines Lebens verbracht,
Kindheit, Familiengründung, eigene Kinder, alle Verwandten, lange Jahre Berufsleben.
Das wird natürlich jemand anders empfinden, dem im Alter von 18, 22 oder 25 Jahren die Grenze aufgestoßen wurde, der hat meist noch
nicht so viel emotionale Bindungen zur Heimat. Dem steht die Welt offen, ohne daß er viel an Traditionen und Gewohnheiten zurücklassen
muß.
Und eines noch. Jeder Wechsel in eine völlig andere Lebensumgebung kann angenehm empfunden werden, man kann sich am neuen
Wohnort wohlfühlen, man findet eventuell neue Bekannte, neue Freunde. Wer aber in seiner ursprünglichen Heimat lange genug gelebt hat,
der wird sie nicht vergessen, und den zieht es auch immer wieder dorthin. Und sei es nur, um dort ein paar Tage in alter Umgebung zu ver-
bringen.
1947iger ist ein gutes Beispiel dafür, oder warum fährt er regelmäßig in die Heimat nach Sachsen ?
Es ist eine tiefer sitzende unbewußte emotionale Bindung zu Land und Leuten, obwohl der Lebensmittelpunkt längst woanders liegt.


.
.

.
Hauptmann, Sperrbrecher, Ebro, Büdinger, Commander, 1941ziger, Winch und hslauch haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#12

RE: Ost-West-Wanderung: Die Millionen, die gingen

in Themen vom Tage 09.05.2019 09:55
von Sperrbrecher | 3.657 Beiträge | 12931 Punkte
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #11

Es ist eine tiefer sitzende unbewußte emotionale Bindung zu Land und Leuten, obwohl der Lebensmittelpunkt längst woanders liegt.

Das kann ich nachfühlen und muss dem zustimmen.
Obwohl ich nun bereits seit langer Zeit außerhalb meines Geburtslandes wohnhaft bin, dieses Jahr werden es 50 Jahre,
habe ich die Verbindung zu meiner Heimatstadt Dresden nie verloren und sehne mich jeden Tag dorthin zurück. Leider
bin ich inzwischen hier familiär eingebunden, sodass ein Umzug derzeit nicht möglich ist.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie bewegte sich in engen Grenzen !
Hauptmann, Heckenhaus und Büdinger haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.05.2019 09:59 | nach oben springen

#13

RE: Ost-West-Wanderung: Die Millionen, die gingen

in Themen vom Tage 09.05.2019 12:40
von 1941ziger | 2.388 Beiträge | 9320 Punkte
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Ich denke aber, wer jetzt nach 30 Jahren zurückgeht, dort keine Verwandten mehr hat......der fühlt sich genau so neu und fremd
wie dort wo er vor 30 Jahren angekommen ist.
Ich sagte es schon mal, ich fahre jedes Jahr sehr gern nach Sachsen und habe sogar noch Freunde dort......aber es ist nicht
das was ich verlassen habe, es ist besser, viel besser aber doch in gewisser Weise fremd.


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Büdinger, furry, Sperrbrecher und Ehli haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.05.2019 12:55 | nach oben springen

#14

RE: Ost-West-Wanderung: Die Millionen, die gingen

in Themen vom Tage 09.05.2019 14:09
von Sperrbrecher | 3.657 Beiträge | 12931 Punkte
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@ 1941ziger
Auch da kann ich Dir vollumfänglich zustimmen.
Die Zeiten sind eben auch dort während unserer Abwesenheit nicht stehengeblieben
und haben sich geändert.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie bewegte sich in engen Grenzen !
zuletzt bearbeitet 09.05.2019 14:14 | nach oben springen

#15

RE: Ost-West-Wanderung: Die Millionen, die gingen

in Themen vom Tage 09.05.2019 14:19
von DoreHolm | 10.069 Beiträge | 13058 Punkte
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Ist zwar nicht Ost - West-Wanderung, aber wenn ich als Beispiel meine Frau nehme, kann man auch nachvollziehen, daß die alte Heimat irgendwann für einen fremd geworden ist und einem nichts mehr hinzieht und verbindet. Inzwischen länger in EF wohnend, kam sie aus einem abgelegenen Kaff in der Magdeburger Börde. 1987 nach EF. Das war schon ein "Kulturschock" beim Einkaufen. Mehr als nur drei Wurstsorten, mehrere Brötchensorten und das Gemüse war geputzt und klebte nicht voll Dreck wie in Bernburg, ihrer alten Kreisstadt. Seit etlichen Jahren lebt niemand mehr in dem Dorf, den sie noch kennt und der sie wieder erkennen würde. Einige Häuser verfallen, da kein Interessent. Selbst die Gräber von Vater und Schwester haben wir vor ca. 5 Jahren eingeebnet, da bezahlte Liegezeit abgelaufen. Lediglich maximal einmal pro Jahr mal zu einem Klassentreffen der inzwischen alten Frauen und Männer, da fährt sie mal durch und ist jedes mal erschüttert, wenn sie den laufenden Verfall registriert. Es ist nicht mehr ihre Heimat, wie sie sich mal äußerte. Die ist inzwischen hier, bei Kindern, Freunden/Verwandten (meinerseits, ihre sind inzwischen alle tot, Eltern und vier Geschwister), Haus, Umgebung, Landschaft u.v.m.


Hauptmann hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#16

RE: Ost-West-Wanderung: Die Millionen, die gingen

in Themen vom Tage 09.05.2019 15:25
von Heckenhaus | 9.875 Beiträge | 25129 Punkte
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Zitat von 1941ziger im Beitrag #13
Ich denke aber, wer jetzt nach 30 Jahren zurückgeht, dort keine Verwandten mehr hat......der fühlt sich genau so neu und fremd
wie dort wo er vor 30 Jahren angekommen ist.
........ es ist besser, viel besser aber doch in gewisser Weise fremd.

Das stimmt, in Berlin leben möchte ich auch nicht mehr, trotz einiger positiver Veränderungen.
Manches ist auch schlechter geworden, wenn ich sehe, was aus einem einst ruhigen Kietz geworden ist, in dem ich mal fast
10 Jahre wohnte, Stichwort "Rigaer Straße" !!!
Dazu die massiv zugenommene Gewalt und Unsicherheit, sollte man zu spät unterwegs sein usw.
Da muß man über die Jahre mit reinwachsen, sonst ist der Schock zu groß.

Gut, meine Schwester und meine Kinder leben dort und in der Umgebung, trotzdem:

Vorwärts immer, rückwärts nimmer.


.
.

.
zuletzt bearbeitet 09.05.2019 15:26 | nach oben springen


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