Video "The Border/De Grens/Die Grenze" aus dem Jahr 1983

15.04.2019 20:50 (zuletzt bearbeitet: 15.04.2019 20:58)
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Ich glaube, dass wir hier im Forum das Video The Border/De Grens/ „Die Grenze“ aus dem Jahr 1983 schon mal besprochen hatten
https://www.youtube.com/watch?v=xJtPM11bxWY
Wenngleich der Film auch in niederländischer Sprache kommentiert wird, so ist er dennoch sehr interessant. Auch für mich – jemanden, der im selben Jahr seinen Dienst an der innerdeutschen Grenze aufnahm.
Irgendwie kommt es zu Beginn des Films so „rüber“, als wären damals SM 70 in diesem Grenzraum installiert gewesen. Der Sachbearbeiter Sicherheit bei der GSA Küste I, Peter M., hat das wahrscheinlich nicht so „gemeint“; seine Aussage bezog sich wohl nur auf das gezeigte Schema der DDR-Grenzsperranlagen und nicht speziell auf den Raum vor Ort. Dennoch könnte mancher Zuschauer das in den „falschen Hals“ bekommen haben.


Bei Minute 7.10 kommt ein älterer Herr ins „Bild“. Ja, ich erinnere mich sehr gut an ihn, hatte ich ihn, einen Bewohner des Altenheims „Rosenhof“, doch 1983/1984 so manches Mal zu Besuch an der Abschrankung Lübeck-Eichholz. Wenn er etwas sagte, dann eigentlich immer das „Gleiche“. Von Firma „Hannemann“ (wo er scheinbar mal arbeitete) berichtete er immer wieder. Waren es die 1920 oder 1930-Jahre? Es wird wohl seine „beste“ Zeit gewesen sein.

Die Grenze beim „Bahndamm“ (ab Minute 9.11) hat mich beim Betrachten des Films jedenfalls auch wieder in „alte“ Zeiten zurückgebracht. Es ist, als wäre das alles erst gestern gewesen. Ein „Trupp“ Zollanwärter der GASt A Lübeck ist zu sehen, wie sie mit ihrem Ausbilder Rudi H. die Bahnlinie Richtung Süden verlassen. Grenzbegehung? Und wenn ja, ob wohl einer „versackt“ ist im Morast, der im Bereich der Wakenitz bei den „13 Pfählen“ so manches „Opfer“ gefordert hat.
Trotz manchmal sehr widriger Umstände – es war für mich die schönste Zeit beim Zoll. Und diese Jahre haben sich sehr tief eingegraben in mein ICH. Gelegentlich träume ich noch immer von ihr (der Grenze), obwohl sie vor nunmehr bald 30 Jahren „gefallen“ ist.
Sollte ich so alt werden wie der Herr von „Hannemann“, dann bin vielleicht ich derjenige, der „Kopfschütteln“ erntet, wenn ich von „meiner“ Grenze berichte und einer Zeit, mit der der Zuhörende nicht viel anzufangen weiß...


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