Gescheiterter Fluchtversuch in der Chausseestraße

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14.04.2019 08:34 (zuletzt bearbeitet: 14.04.2019 19:26)
avatar  RalphT
#1
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Grade beim Surfen entdeckt:

https://www.spiegel.de/einestages/berliner-mauer-der-letzte-schuss-nach-ende-des-schiessbefehls-a-1260990.html

Ich denke mal da hier schon soviel gepostet wurde, gab es das Thema wohl schon. Falls ja, dann - auch egal.
Ich kannte es jedenfalls noch nicht.


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14.04.2019 11:54
avatar  andyman
#2
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Möglicherweise hat der eine der Flüchtenden,Bert Greiser, sich selbst ein Bein gestellt,indem er ein Fototeam zur Aussichtsplattform auf Westberliner Seite bestellt hatte um alles dokumentieren zu lassen.Diese Aktivitäten sind sicher nicht verborgen geblieben und haben vielleicht zur Festnahme geführt.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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14.04.2019 12:02
avatar  Lutze
#3
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Zitat von andyman im Beitrag #2
Möglicherweise hat der eine der Flüchtenden,Bert Greiser, sich selbst ein Bein gestellt,indem er ein Fototeam zur Aussichtsplattform auf Westberliner Seite bestellt hatte um alles dokumentieren zu lassen.Diese Aktivitäten sind sicher nicht verborgen geblieben und haben vielleicht zur Festnahme geführt.
Lgandyman



Glaub ich eher nicht,dazu glotzt der Kippengrenzer zu blöd aus der Wäsche
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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14.04.2019 14:56
avatar  mibau83
#4
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Zitat von RalphT im Beitrag #1

Ich denke mal da hier schon soviel gepostet wurde, gab es das Thema wohl schon.



Verhaftung eines Grenzflüchtlings am der Berliner Mauer August 1989


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14.04.2019 19:05 (zuletzt bearbeitet: 14.04.2019 21:29)
avatar  GZB1
#5
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So einen Speedrun hat man als Güst-Siker der GT gedanklich bestimmt 100 mal durchgespielt.

Wann wäre es am günstigsten für Ede?

Was wäre sein vermutlicher Weg um bzw. über die Sperren?

Der Platz zur Abriegelung war ja stets vorgegeben.

Aber erstmal KFZ-Sperre (Fiffi) schliessen und dabei beachten, dass sich dort kein Fahrzeug dazwischen befindet.

Übrigens war durch den Güst-Alarm auch das vorderste Tor geschlossen, welches es durch Ede noch zu überwinden galt.

Insgesamt mal ein interessanter Untersuchungsbericht.


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14.04.2019 19:16
avatar  RalphT
#6
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Zitat von GZB1 im Beitrag #5
Übrigens war durch den Güst-Alarm auch das vorderste Tor geschlossen, welches es durch Ede noch zu überwinden galt.
Das Tor wird nur bei Alarm geschlossen? Wie hoch war das denn?

Also 150 m als Sprint dafür braucht man vielleicht ca. 25 Sekunden? Oder? Also die Athleten brauchen ca. 10 sek. für 100m.
Und dann noch der Überraschungseffekt. Wäre eigentlich machbar gewesen.

Wenn das Tor bei Alarm geschlossen wird, wie lange bräuchte denn das Tor, um verschlossen zu sein? Und das kann man ja auch nicht schließen, wenn gerade ein Auto dazwischen ist.


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14.04.2019 20:31 (zuletzt bearbeitet: 14.04.2019 21:12)
avatar  GZB1
#7
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Da bei Güst-Alarm alle Ampeln auf rot gingen hätten keine Autos ein oder ausfahren dürfen.
Das Tor schloss elektrisch relativ schnell.

Torhöhe ca 1,80 m --> https://i.pinimg.com/originals/12/b5/59/...d968c414514.jpg

Man sollte bedenken, dass Ede doch ein paar Hindernisse zu überqueren hatte.
Usain Boldt hätte es, ohne äußere Beeinflussung, evtl. in 25 sec. geschafft.

An dem Beispiel sieht man mal, wie kurz die mögliche Reaktionszeit für die Siker und PKE war.

Hier mal die Festnahme-Skizze --> https://cdn1.spiegel.de/images/image-141...pdc-1413550.jpg


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15.04.2019 00:18
#8
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Hätten sich 20 Mann auf die Socken gemacht, die meisten hätten es wohl geschafft. Unmöglich so eine Gruppe geschlossen aufzuhalten.

Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.

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15.04.2019 00:40
avatar  andyman
#9
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Wie in #2 schon erwähnt,gab es möglicherweise eine Erwartung eines Ereignisses gleich welcher Art.Die Anwesenheit eines Fotographenteams auf der Besucherplattform direkt am GÜ ist mit Sicherheit bemerkt worden.Insofern haben vielleicht ein paar Sekunden den Ausschlag gegeben.Die Festnahme mit AK47 kurz vor der Grenzlinie erscheint mir nicht regulär sondern erwartet.In diesem Zusammenhang sind die Prozeßunterlagen vielleicht von Belang,sofern sie verfügbar sind.
Lgandyman

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15.04.2019 09:38 (zuletzt bearbeitet: 15.04.2019 09:59)
avatar  GZB1
#10
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Dabei gilt es zu differenzieren.Touristen mit Fotoapparaten welche mit Bussen in WB zu den Podesten vor die GüSt gekart wurden gab es öfter. Wenn es allerdings eine einzelne kleine Gruppe war, welche sich auffällig lange auf dem Podest aufhielt, noch mit Ferngläsern linste und evtl. filmte, so war das schon auffällig und ggfls. zu melden.
(Allerdings ... 1000mal berührt, 1000mal ist nichts passiert......)

Es gab ja auf der Güst auch elektronische Kameras (operatives Fernsehen bei den Diensthabenden von GT und PKE) welche ranzoomen konnten wenn nötig. Insofern war der Aufmerksamkeitsmodus wahrscheinlich etwas erhöht.

Eine Festnahme erfolgte immer unter Mitführung der KMS-72 (nicht AK-47) durch die Siker.
Da wurde dem Ede kein Herzchen-🎈 Luftballon überreicht.


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15.04.2019 10:03
avatar  RalphT
#11
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Zitat von GZB1 im Beitrag #7
Da bei Güst-Alarm alle Ampeln auf rot gingen hätten keine Autos ein oder ausfahren dürfen.Das Tor schloss elektrisch relativ schnell.Torhöhe ca 1,80 m --> https://i.pinimg.com/originals/12/b5/59/...d968c414514.jpg
Ist es das Tor, welches auf dem Foto direkt am Stoppschild ist?
Die Blickrichtung ist nach Osten - oder?

Nee, dann wäre das eigentlich nicht machbar gewesen. Auch wenn er behauptet, er wäre dort so rübergekommen.
Wenn man sich im Bericht das Bild ansieht, wo die beiden gewartet haben, dann ist das doch eine gute Strecke.

Meiner Meinung nach nur machbar, wenn keine Schranke zu ist und kein anderes Hindernis den Weg versperrt. Und dann noch den Überraschungseffekt auf seiner Seite haben.


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15.04.2019 10:11 (zuletzt bearbeitet: 15.04.2019 15:02)
avatar  GZB1
#12
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Ja, das ist das vordere GüSt-Tor. Hier Blickrichtung WB --> DDR.

Laut Untersuchungsbericht hat der Posten PKE 7, also am "östl." Einlass zur Güst auf DDR Seite, auch noch 7 sec gebraucht um GüSt-Alarm auszulösen.

Hier der Untersuchungsbericht des MfS zum Vorfall --> https://www.stasi-mediathek.de/medien/be...trasse/blatt/5/


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15.04.2019 10:40
avatar  RalphT
#13
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Danke für die Antwort. Nur noch eine Frage:

Das Foto mit dem Tor, ist das der besagte Grenzübergang gewesen?


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15.04.2019 10:44 (zuletzt bearbeitet: 15.04.2019 10:47)
#14
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Zitat von RalphT im Beitrag #6
Zitat von GZB1 im Beitrag #5
Übrigens war durch den Güst-Alarm auch das vorderste Tor geschlossen, welches es durch Ede noch zu überwinden galt.
Das Tor wird nur bei Alarm geschlossen? Wie hoch war das denn?

Also 150 m als Sprint dafür braucht man vielleicht ca. 25 Sekunden? Oder? Also die Athleten brauchen ca. 10 sek. für 100m.
Und dann noch der Überraschungseffekt. Wäre eigentlich machbar gewesen.

Wenn das Tor bei Alarm geschlossen wird, wie lange bräuchte denn das Tor, um verschlossen zu sein? Und das kann man ja auch nicht schließen, wenn gerade ein Auto dazwischen ist.


10 sec für 100 m ? Klar, Weltrekordniveau. Das aber nur unter idealen Bedingungen. Fast tägliches Training, High tech-Schuhe und Klamotten und nicht Jockinghose und Schlabberklamotten und Hindernisparcour. Da wäre 20 sec für 100 m schon eine sehr gute Leistung. Trotzdem ein höchst riskantes Unerfangen. Zu Gute kommt, daß bei dem Besucherverkwehr die hemmschwelle zum losballern doch wohl etwas höher gelegen hat als an der Grünen Grenze, wo weit und breit außer Postenpaar und GV niemand zu sehen war.


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15.04.2019 11:12 (zuletzt bearbeitet: 15.04.2019 11:16)
avatar  GZB1
#15
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Ja @RalphT auf dem besagten Foto ist die GüSt Chausseestr. Ende der 80er zu sehen, auch erkennbar an der neuen Kanzel des BT.

@DoreHolm auf dem GüSt Gelände und vor allem im Bereich des Reiseverkehrs war die Anwendung der Schusswaffe für die Siker verboten, ausser bei Gefahr für das eigene Leben.


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