Die X-Zeiten im Grenzdienst ...

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18.03.2019 23:39
avatar  vs1400
#1
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... interessieren mich und erst recht wie ihr sie erlebt habt. im eigentlichen würde ich auch gern erfahren ab wann man auf dieses system umstellte, so richtig schlau macht mich das www zu diesem thema nicht wirklich. daher sollten sich auch jene kurz bemerkbar machen die dieses system nicht kennen, um die zeiten etwas einzugrenzen.

auf diese thema brachte mich auch der user @Schreiber , mit einem bericht aus seiner zeit.

zu meiner zeit, @Schreiber , verlief eine k6 kontrolle wie folgt.

es wurde immer von süd nach nord gelaufen bzw. von rechts nach links, auf den nachbarn bezogen und dass wohl im gesamten gkn.
eine ks6 wurde prinzipiell als fußstreife geplant, mit mindenstens pf= uaz und höher. die streife begann ab anmeldung beim kgsi und dann, theoretisch, smarte 2 stunden aufstieg zur rechten tl bzw. dem dh des brocken.
das war der werdegang für neue uaz in schierke, etwas später bekam man dann auch mit, dass der brockenmajor nur dreißig minuten später rauf fuhr, gern auch diese streife mitnahm und beim kgsi anmeldete.
das sparte natürlich viel zeit und noch mehr kraft denn der k6 musste ja trotz allem noch abgelaufen werden und dafür gab es eine x+300 ...

gruß vs

04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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19.03.2019 06:06
avatar  ( gelöscht )
#2
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( gelöscht )

Bei uns wurde der KS bei der Übernahme des Abschnitts gefahren, der Gruppenführer/abschnitt mit dem Motorraad,
und der Abschnitt des stellvertretene Zugführer mit dem Auto. Gelaufen wurde nach Auslösung von Signalgeräten.
An x- Zeiten kann ich mich nicht erinnern, rein verbal waren sie natürlich immer präsent.


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19.03.2019 08:32 (zuletzt bearbeitet: 19.03.2019 08:49)
avatar  GZB1
#3
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X-Zeiten waren natürlich ein Element der militärischen Führung und der Kontrolle sowie der Selbstprüfung ob alles seinen vorgesehenen Gang lief und nicht ein Postenpaar abhanden kam, aus der Zeit in der sich die Postenführer nur per Grenzmeldenetz bei der Füst melden konnten. Später mit UFT-Funk war die Kontaktaufnahme mit beweglichen Grenzposten einfacher. An speziell festgeschriebene X-Zeiten im GD kann ich mich nicht erinnern, die wurden je nach Lage und Erfordernis befohlen.

In Berlin wurde der K-6 ca. alle 4 Stunden kontrolliert. Zu Schichtbeginn von der übernehmenden GK, zur Schicht-Halbzeit und zu Schicht-Ende, immer von motorisierten Streifen.

Für den Fall der Auslösung einer höheren Stufe der Gefechtsbereitschaft gab es vorgeschriebene X-Zeiten, welche ich allerdings nicht mehr im Kopf habe.


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19.03.2019 09:34
#4
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Zitat von GZB1 im Beitrag #3


In Berlin wurde der K-6 ca. alle 4 Stunden kontrolliert. Zu Schichtbeginn von der übernehmenden GK, zur Schicht-Halbzeit und zu Schicht-Ende, immer von motorisierten Streifen.

Für den Fall der Auslösung einer höheren Stufe der Gefechtsbereitschaft gab es vorgeschriebene X-Zeiten, welche ich allerdings nicht mehr im Kopf habe.

Bei uns wurde nur gelaufen schon wegen den Spritverbrauch da hatte der Schirrmeister ein Auge drauf.

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Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.
Konfuzius


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19.03.2019 10:08 (zuletzt bearbeitet: 19.03.2019 10:10)
avatar  marc
#5
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An die Güst-Siker,

gab es vorgeschriebene X-Zeiten nach Auslösung Güst-Alarm?


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19.03.2019 10:19
#6
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Zitat von GZB1 im Beitrag #3
... Für den Fall der Auslösung einer höheren Stufe der Gefechtsbereitschaft gab es vorgeschriebene X-Zeiten, welche ich allerdings nicht mehr im Kopf habe.


... ich kann mich noch an X+20 zur Herstellung der Marschbereitschaft erinnern ...

____________________________________________________________
Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

Die Dummheit ist wie das Meer. Sie bedeckt sieben Zehntel der Erde, wirft gern hohe Wellen ... und manche baden wohlig darin!

.


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19.03.2019 10:46
avatar  sentry
#7
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Zitat von marc im Beitrag #5
An die Güst-Siker,
gab es vorgeschriebene X-Zeiten nach Auslösung Güst-Alarm?

In Marienborn gab's natürlich eine Normzeit ab Auslösung Alarm bis die A-Gruppe im Abschnitt zu liegen hatte. An den genauen Wert kann ich mich nicht mehr erinnern, es waren aber nur wenige Minuten...5 hätte ich spontan gesagt.
Ein großes Problem war das nicht. Die sechsköpfige A-Gruppe schlief nächtens in der Kaserne im Erdgeschoss in einem separaten Zimmer, in dem auch die Ausrüstung und Bewaffnung stand. Von dort waren es nur ca. 300 m bis zum üblichen Einsatzort auf der Autobahn, man musste allerdings auf dem Weg zur Autobahn zwei Gassen durchqueren.

Das war übrigens auch die einzige "X-Zeit" in Marienborn, an die ich mich erinnern kann. Sicher sollte man auf K6-Streifen rund um die GÜSt nicht endlos Zeit vergammeln, aber von einer tatsächlichen X-Zeit für irgendwelche Streifen ist mir nichts mehr in Erinnerung. Vielleicht hat der Uffz./Offz., der die tägliche K6-Streife führte ja eine Normzeit erhalten, aber ich als Soldat habe die nie erfahren.
Auf meinen selbst geführten Streifen war jedenfalls regelmäßig eher das Problem, nicht zu früh wieder ins Häuschen zu kommen, damit nicht der Eindruck entsteht, man hätte den Job nicht ordentlich gemacht. Aber die abzulaufenden Strecken waren auch wesentlich kürzer als an der Grünen Grenze.


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19.03.2019 10:52
#8
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Ich kenne die Komp.-Sich.noch etwas mehr als ein halbes Jahr. Der 6m KS wurde nur gelaufen, ohne eine Zeitvorgabe.
Das änderte sich dann in der Bat.-Sich. und zwar in der Zeit des M.Gartenschlägers.
Nur noch mit Kfz., so schnell wie möglich, max. 10 Uhr, mußte die Vollzugsmeldung im Bat.Stab eingegangen sein.

H.

Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !


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19.03.2019 11:08 (zuletzt bearbeitet: 19.03.2019 11:11)
avatar  GZB1
#9
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Zitat
Zitat von GZB1 im Beitrag #3 ... Für den Fall der Auslösung einer höheren Stufe der Gefechtsbereitschaft gab es vorgeschriebene X-Zeiten, welche ich allerdings nicht mehr im Kopf habe.



... ich kann mich noch an X+20 zur Herstellung der Marschbereitschaft erinnern ...


Stimmt @Büdinger

da war die Waffenkammer mit allen Kisten und übrigen Plunder auch mit ausgeräumt und aufgeladen.


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19.03.2019 11:16
avatar  furry
#10
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OT.: Also meine persönliche X-Zeit war X + 542 Tage. Alles andere lag in diesem Bereich.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


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19.03.2019 11:32
avatar  ( gelöscht )
#11
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( gelöscht )

Welchen praktischen Nutzen hatte denn eine separate Kontrolle des K 6 ?
Wenn man "frische Tapsen" bemerkt hätte, konnte man doch eigentlich nur noch feststellen, dass vermutlich jemand "zur Zeit x minus" dort drüber ist..
Was passierte nach so einer Feststellung.. (außer "Erhöhung der Wachsamkeit")?

Siggi


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19.03.2019 11:51
#12
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Konnten die Tapsen nicht zugewiesen werden wurden die Fährtenleser (GAKel) angefordert. Ist zu meiner Zeit als Schreiber einmal vorgekommen.
Mir stellt sich die Frage gab es Fährtenleser Lehrgänge 🤔

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Konfuzius


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19.03.2019 11:54
#13
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man hätte z.B. versuchen können, die Grenzer die vorher dort Dienst schoben ans Bein zu pinkeln. Zwecks Wachsamkeit und so.


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19.03.2019 11:55 (zuletzt bearbeitet: 19.03.2019 14:12)
avatar  GZB1
#14
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Es war natürlich eine Art Beweissicherung, das ein Grenzdurchbruch passiert ist oder eben auch eine Versicherung das da nichts war, jedenfalls nicht bei uns im Abschnitt in diesem Zeitraum. Angesichts der Tatsache das im Grenzdienst geschlafen wurde, war das natürlich auch eine Kontrolle der Wachsamkeit der Grenzposten.

Ich hatte mal ne K-6 Kontrolle zu Schichtbeginn bei einer Ablösung, mit Spuren auf dem K-6. Wir fuhren den K6 im Morgengrauen ab und ich habe meinen trüben Augen erst nicht geglaubt , sagte aber dem MKF nach ca. 20 Metern er solle anhalten und bin zurück gelaufen. Und siehe da, es waren Schuhabdrücke bis ca. 2m auf dem K6 vom Kolonnenweg in Richtung Grenzzaun 1.
Ich rief meinen MKF zu mir, er sollte mir bestätigen das ich keine Halo hatte. Die Spuren endeten also einfach ca. 2 m auf dem K6. Ich suchte den K6 und den Grenzzaun mit den Augen und dem Fernglas ab, nichts zu entdecken. Dann sah ich freundwärts des Kolonnenweges und zur Hinterlandsmauer. Nichts.
Suchte bis ca. 40 Meter rechts und links der Spuren vom Kolonnenweg aus. Nichts.

Während dessen lief auch die Ablösung auf dem ca. 150 m weit entfernten Turm (Ernst-Keller-Brücke). Das alte Postenpaar hat mit Sicherheit gesehen das die Kontrollstreife angehalten hatte und irgendwas suchte. Dem ist der Arsch wahrscheinlich auf Grundeis gegangen.
Wenn die Kontrollstreife (ich) nicht die Spurenfreiheit des K6 an den neuen KSiA gemeldet hätte, hätte der den Grenz-Abschnitt nicht vom Alten übernommen, und dies wäre natürlich ein Vorkommnis im Grenzdienst mit nachfolgenden Untersuchungen gewesen.
Da ich aber keine weiteren Anzeichen eines Grenzdurchbruchs erkennen konnte, habe ich die Spuren im Beisein meines MKF mit dem Reinigungsstab meiner AK verwischt und so die Spurenfreiheit hergestellt.

Wer die Spuren verursacht hat kann ich nur vermuten. Jedenfalls wurde anschliessend auch von WB-Medien zu meinem Glück kein Grenzdurchbruch vermeldet.


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19.03.2019 11:56
avatar  sentry
#15
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So ein paar Grundzüge des Spurenlesens waren bei uns Bestandteil der Grundausbildung...auch mit kleinen Feinheiten wie
Laufen mehrere Personen in einer Spur
Läuft die Person schnell, langsam, vorwärts oder rückwärts
Ist sie schwer, leicht usw.


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