Schleusungsstelle

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02.06.2020 06:59 (zuletzt bearbeitet: 02.06.2020 07:01)
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#76
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[quote=hslauch|p749463][quote="kindlep"|p749359]Erste Berührungen mit solch Übertrittsstelle hatte ich am Ölgraben bei Ifta. Es ging direkt am Wassergraben, Uferkannte entlag. @kindlep

Richtig. Und vielen Dank, dass du es erwähnt hast....

Ich hatte den "Wasserdurchlass Ölgraben" nicht weit vom Archfelder Weg im Ölbachtal schon "fast vergessen".....

Auch hier hatte der Grenzabschnitt Ifta eine Art "Schleusungsstelle" die ebenfalls sowohl von "freundwärts", als auch von "feindwärts" sehr schlecht einsehbar,
gut bewachsen mit Sträuchern und Büschen und damit sicherlich auch optimal geeignet war.

Ich glaube mich zu erinnern, dass es sich um ein Zaunsfeld im GZ 1 , was irgendwie direkt im Bachlauf des Ölbaches lag...sah aus wie ein größerer Wasserdurchlass mit Gitter...

Der Ölbach war damals selten trocken, die Sonne kam auch im Sommer nicht immer an diese Stelle.....daran kann ich mich erinnern...
Vom Bereich Archfelder Weg führten sehr steile Serpentinen und viele Kurven des Kolonnenwegs dorthin .... besser war diese Stelle vom Tor 78 (Ölgraben) zu erreichen,
wenn man sich dann entsprechend kurz vor dem K6 noch durch dichte Hecken und Buschwerk schlagen konnte....

Am besten kam man aus Richtung Galgenrain - Rotrain (unterhalb Sohlberg Point India) über den Kolonnenweg dorthin.... war glaub ich so....

Ich glaube, dass ich im Jahr 2015 Bilder von den "Überresten" gemacht habe....

.

@hslauch
Ich hatte mich mit @berndk5 vor einiger Zeit bereits zum Thema Ifta allgemein ausgetauscht.
Hier im Bereich Ifta gab es einige größere Aktivitäten für Perspektiven. Direkt zum Thema Ölgraben hatte ich bereits 1968 Berührung. Es war kurz vor meiner Ausbildung an der Grenzausbildungsschule des MFS in Heldburg! Daran war auch eine Person aus Eisenach beteiligt.
Mehr möchte ich vorerst nicht schreiben. Der Bereich "Ölbach wurde ja später baulich etwas geändert. Langsam wird es Zeit mich mal nach Ifta zu begeben. Sobald bei mir die Karten 1986/88 vorliegen plane ich mal.
Das von mir angedachte Thema einer Übersicht wird nun erst zurückgestellt. Das Projekt ist nochmals zu überdenken!

Vieleicht soviel, hier zwischen Heldrastein und Wolfmansgehau im alten "ZEISREVIER" gibt es Deutungen die sich auf andere Problematik beziehen.


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02.06.2020 12:54 (zuletzt bearbeitet: 02.06.2020 12:57)
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#77
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TH kannst du da etwas näheres zu IFTA und Deiner Erwähnung HA VIII OGS sagen?
Mit Ölbach liege ich trotzdem im Gebiet.


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02.06.2020 19:18
avatar  hslauch
#78
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@kindlep

Zitat von kindlep im Beitrag #76
Langsam wird es Zeit mich mal nach Ifta zu begeben. Sobald bei mir die Karten 1986/88 vorliegen plane ich mal.

Hallo, falls du deinen Reisetermin nach Ifta präzisieren kannst und mir gegebenenfalls vielleicht 14 Tage vorher Bescheid geben kannst, würde
bzw. könnte ich mich eventuell mit dir in Ifta treffen....natürlich nur, wenn du das auch möchtest.

Ansonsten bin ich natürlich auch so gern bereit, dir bei deinen Recherchen mit meinen noch vorhandenen Erinnerungen aus meiner Dienstzeit (Frühjahr 1988 - Mai 1990)
behilflich zu sein.

Der Kartenausschnitt zum entsprechenden Grenzabschnitt im Bereich der Grenzsäule 1468


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02.06.2020 19:23 (zuletzt bearbeitet: 02.06.2020 19:27)
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#79
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Altefeld war die Anbindug zum Ölbach. Schnelle Zuführung und Übertritt!
Gerne nehme ich dein Angebot auch an. Im übrigen dies mit dem von mir gefragten Objekt hat sich inzwischen geklärt. Es stand in Verwaltung der KD Eisenach. In Abrechnungsunterlagen werden die Fischteiche erwähnt.


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02.06.2020 19:38
avatar  hslauch
#80
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Jup. So können wir es machen...

Korrektur in eigener Sache aus meinem Beitrag #73

Zitat von hslauch im Beitrag #73
ch hatte den "Wasserdurchlass Ölgraben" nicht weit vom Archfelder Weg im Ölbachtal
Archfelder Weg ist falsch .... es muss Altefelder Weg heißen....sorry.


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02.06.2020 20:18
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#81
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Es gab zu Altefeld noch eine Notiz im Zusammenhag "Gest."


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03.06.2020 19:55 (zuletzt bearbeitet: 03.06.2020 20:01)
avatar  hslauch
#82
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Als Ergänzung zur erwähnten Schleusungsstelle im Bereich Gasse Jagdhaus (Grenzabschnitt Ifta - in der Nähe vom Dreiherrenstein- Rambach/Hessen)


Der auf der Karte zu erkennende "kleine Sack" (bei der Markierung 458,1 - gegenüber der Ortschaft Rambach/Hessen)- Schleusungsstelle



- Bild zeigt Blickrichtung nach Rambach "feindwärts" - Das Fahrrad steht an der Stelle, an der damals der Grenzzaun 1 verlief



- Bild zeigt Blickrichtung nach Rambach "feindwärts" - vom Standort des Fahrrads (GZ1) - am Ende ist ein Hochstand
(wahrscheinlich die ehemalige Schleusungsstelle ?) zu erkennen



- Bild zeigt Blick zurück in Richtung "freundwärts" zum GZ 1



- Bild zeigt Blick in Richtung Rambach/Hessen -

wo nun aber genau dort dann die Demarkationslinie verlief konnte ich nur anhand eines
alten Grenzsteins schätzen ?? (Grenzstein ist leider im Gras in ca. 30 m Entfernung vom Fotostandort links bei der liegenden hellgrauen Wurzel
am Wegrand nicht richtig zu erkennen..)

- laut Fahrrad-Kilometerzähler sind es rund 600 m vom GZ 1 bis zum Grenzstein


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03.06.2020 20:15
avatar  berndk5
#83
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Die Angaben aus #82 von @hslauch kann ich vollständig bestätigen. Habe als STKC geraume Zeit in diesem Abschnitt den "Hut aufgehabt" .....

Interessant ist aber auch, dass in der Tiefe von max. 2 Km Entfernung vom damaligen GSSZ ein mittelgroßes getarntes Unterbringungsobjekt gab.
Dieses Objekt wurde sowohl vor als auch nach Schleusungen genutzt, wenn die jeweilige Situation das erforderte.

Zeitweilig wurde es auch für konspirative Treffen genutzt. Die Nutzungshoheit war immer mal wieder verändert. Mal war es die KD MfS Eisenach, die BV Erfurt und die längste Zeit wimre in Hoheit der Verw. 2000 des GR-1 (Mühlhausen) .

Möglicherweise ging es nach Auflösung des GR-1 im August 1989 an den Kreis Eisenach. Ob GKK-304 Verw. 2000 oder KD MfS ist mir nicht bekannt.

Der Tarnname des Objektes ist mir entfallen, das Objekt ist wieder in Privatbesitz und ohne relativ genaue Kenntnis kaum zu finden.

NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bis 1990 GR-1 und GKK-304, danach Bundeswehrkommando -OST- Sitz Erfurt; gedient in: Harbke,Lauchröden,Grossensee,Berka/Werra, Ifta, Schnellmannshausen und Treffurt; Mauerabbau in Berlin und Grenzanlagen-Rückbau in Thüringen;

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03.06.2020 20:17
avatar  Hanum83
#84
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Die dort gedient haben, wenn Schleusungen anstanden, mussten da alle raus aus dem Abschnitt und die SIK ist rein?

----------------------------------------------------------------------------
Wer nichts weiß muss alles glauben.

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03.06.2020 20:27 (zuletzt bearbeitet: 03.06.2020 20:29)
avatar  berndk5
#85
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Nein, @Hanum83 , nicht immer.

In meiner aktiven Zeit als mitdenkender Grenzer am Kanten von 1977 bis zum Schluß kann ich mich eigentlich gar nicht an solche Schleusungsarten erinnern. Vor dieser Zeit habe ich da gar nix realisiert.
In meiner Zeit war es immer so, dass ich vom KC den Befehl erhielt, oder später selber als KC den Befehl vom Bataillonskommandeur persönlich (am Telefon) erhielt in welcher Zeit von - bis der Abschnitt von - bis von meinen Posten nicht zu betreten ist und dass vorher bis um ... Uhr und danach ab ... Uhr der K-2 auf Spurensicherheit zu kontrollieren ist. Komisch fand ich damals, dass der K6 nicht kontrolliert werden musste- aber das hatten wohl die anderen Kollegen schon gemacht. Vielleicht wollte man auch niemanden auf frisch geharkte Stellen aufmerksam machen.

NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bis 1990 GR-1 und GKK-304, danach Bundeswehrkommando -OST- Sitz Erfurt; gedient in: Harbke,Lauchröden,Grossensee,Berka/Werra, Ifta, Schnellmannshausen und Treffurt; Mauerabbau in Berlin und Grenzanlagen-Rückbau in Thüringen;

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03.06.2020 20:36 (zuletzt bearbeitet: 03.06.2020 21:51)
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#86
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Die KD Eisenach war Eigentümer und Verwalter. Die Nutzung stand mit der KD Eisenach nicht im Zusammenhang sondern außschließlich der nutzenden Diensteinheit für den eng festgelegten Treff. Auch hier erfolgte die Absicherung der Nutzung nach Regularien. Der Belegungsplan war ausschlaggebend also das Objekt an den jeweiligen Antragsteller weitergegeben.

Aber dieses Thema ist umfaßend und wäre für einen gemeinsamen Treff gut zu erörten.


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04.06.2020 17:59 (zuletzt bearbeitet: 04.06.2020 18:37)
#87
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Zitat von hslauch im Beitrag #82
Als Ergänzung zur erwähnten Schleusungsstelle im Bereich Gasse Jagdhaus (Grenzabschnitt Ifta - in der Nähe vom Dreiherrenstein- Rambach/Hessen)


Der auf der Karte zu erkennende "kleine Sack" (bei der Markierung 458,1 - gegenüber der Ortschaft Rambach/Hessen)- Schleusungsstelle





Der angesprochene Bereich wurde als Schleusungsstelle in 1986 registriert für die HA VIII.
Aktive Nutzung, nicht erfasst.

Deckname ist mir bekannt.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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04.06.2020 18:18
avatar  hslauch
#88
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Zitat von berndk5 im Beitrag #85
In meiner Zeit war es immer so, dass ich vom KC den Befehl erhielt, oder später selber als KC den Befehl vom Bataillonskommandeur persönlich (am Telefon) erhielt in welcher Zeit von - bis der Abschnitt von - bis von meinen Posten nicht zu betreten ist und dass vorher bis um ... Uhr und danach ab ... Uhr der K-2 auf Spurensicherheit zu kontrollieren ist. Komisch fand ich damals, dass der K6 nicht kontrolliert werden musste- aber das hatten wohl die anderen Kollegen schon gemacht. Vielleicht wollte man auch niemanden auf frisch geharkte Stellen aufmerksam machen.
So kann ich mich auch noch erinnern, als ich als KGSi auf der Führungsstelle (zu meiner Zeit in der Grenzkompanie) saß.
Ich habe es einmal in einer Tagschicht (8:00 - 16:00 Uhr) als Kommandeur Grenzsicherung erlebt.

Es war gegen Mittag gewesen sein, als mein KC Major L. zu mir auf die FüSt (er hatte sein Dienstzimmer gleich nebenan) kam und
sagte, dass zwischen .... Uhr ? und ... Uhr ? (genau weiß ich es nicht mehr) kein Posten mehr im Bereich Wolfmannsgehau, Ziegenthal und Gasse Jagdhaus
inkl. Heldrastein zu sein hat. (das war noch bevor ich selbst bei einer "Schleusung" als Posten in diesem Grenzabschnitt war)

Er übergab mir einen Zettel mit der Tarnkennzahl, mit der sich die "Herrschaften" oder "Kollegen" am Tor 73 (Mertelstal) anmelden und wieder abmelden würden.

Ich hätte alles ganz penibel im Grenzdienstbuch (so hieß es glaub ich?) aufzuschreiben und zu dokumentieren.

Also wann wurden die Posten informiert und wo waren sie gerade, wann fuhren die "Kollegen" ein und wieder aus, wann und wie lange ging die nachfolgende Kontrolle
des K2 (wurde ja sowieso immer genau eingetragen...) usw. usw.

Seine Worte waren glaube ich...." sieh zu Uffzig, dass die Posten pünktlich verschwunden sind... wir wollen keinen Ärger haben....verstanden ?" so oder so ähnlich...
Ich fragte ihn noch , was ich denn tun soll, wenn wir in diesem Bereich eine "Auslösung" haben ?

Er sagte mir, Überprüfung und Abriegelung freundwärts im entsprechenden Bereich.... aber KEINER betritt den gesperrten Bereich im Abschnitt also sprich am K6 !
Die Sicherung dieses Abschnitts würden für diesen Fall die "Kollegen" übernehmen, die ich für diesen Fall ja auch über Funk erreichen könnte...

Jaja ... über Funk....ging nur über die GK Großburschla und im Bereich Dreiherrenstein Heldrastein nur über die GK Treffurt....

Aber wie sich dann heraus stellte, meldete sich einer der "Kollegen" am Postenpunkt 505 direkt am K6 und ließ den Hörer einfach im GMN...
Wenn es etwas gäbe solle ich mich melden.....und ihn anfiepsen ... nix Funk !!! kurz und knapp...sozusagen wäre er der "Boss" ... naja

Ich hatte in diesem Fall einen GAK im Bereich Wolfmannsgehau- Ziegenthal (nur über Funk sprich UFT zu erreichen- mit Motorrad unterwegs)
und meinen Posten, der in diesem Bereich zu Fuß unterwegs war und von der Straße Netra bis zu Dreiherrenstein den K6 kontrollierte, damit aber fertig war.

Schöner Weise hatte alles geklappt....

Der "Kollege" am K6 meldete mir dann irgendwann, dass die Sicherheit am K6 wieder hergestellt sei und es keine weiteren besonderen Vorkommnisse gegeben
hätte....

Dann noch Tor 73 auf und zu , den K2 "gefegt" und weg waren sie...... Gott sei Dank !!


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04.06.2020 18:41
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#89
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Major L mir noch als Ltn. bekannt.
@hslauch, mein persönlicher Dank.
Ich habe mal einen Kartenausschnitt angefügt mit dem Ankunfts und Ruhepunkt. Hier sind kleinere Muschelkalkklippen mit leichten Untrtsclupfen vorhanden. 1990 war ich das letzte mal hier um noch etwas zu erledigen.(Geweihstangen) Im Übrigen wohnte in Rambach ein Bürger aus den Kr. Eisenach und war dort als Hausmeister für ein unbewohntes Haus.
Das Treffen in einiger Zeit sollten wir dazu nutzen hier Auswahlpunkte zu besuchen.


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04.06.2020 19:01
avatar  Lutze
#90
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zu #Beitrag 88:
im Grenzdienstbuch wurde alles penibel eingetragen,
da es sich vermutlich um eine Schleusung handelte,wurde auch notiert,wieviele Leute in den Abschnitt rein bzw. rausgehen?
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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