Master Arbeit (Umfrage)

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11.02.2019 16:02
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#1
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Hallo liebe Freunde der DDR,
Da ich gerade an meiner MA sitze, die sich mit der Musikkultur in der DDR beschäftigt sowie dem Verhältnis zwischen Staat und Gesellschaft suche ich Leute, die in der DDR gelebt haben und Interesse daran haben ihre Erinnerungen und Erlebnisse mit der Welt der Wissenschaft zu teilen. Hierfür habe ich ein kleines Interview erstellt, das auch nicht allzu lange zu beantworten dauert. Antworten könnte ihr mir entweder über diesen Post oder durch zusenden einer privaten Nachricht. Ich würde mich sehr über eine rege Beteiligung freuen. Hier die Fragen:
1 Stellen Sie sich kurz vor und erzählen Sie kurz etwas aus Ihrer Lebenzeit in der DDR?
2 Wie nahmen Sie das öffentliche Leben und die Regierung zu dieser Zeit (und heute) wahr? Würden Sie sich eher als staatskritisch oder staatskonform definieren?
3 Gab es eine bestimmte Musikgattung die sie während Ihrer Zeit in der DDR gehört haben? Hatten Sie favorisierte Bands? Warum haben Sie diese Musik/Band gemocht? Wie war die Haltung/Auffassung Ihres Umfelds (zb. Eltern) gegenüber ihrem Musikgeschmack?
4 Waren Sie auf einer öffentlichen Veranstaltung auf der Musik gespielt wurde? Was war das für eine Veranstaltung? Welche Musik wurde gespielt? Reale Stimmung? Was hat den Leuten dort (nicht) gefallen? Gab es Punkte die Sie auf solchen Veranstaltungen bemängeln würde? Wie und was hat Ihnen an dieser Veranstaltung (nicht) gefallen und warum (nicht)?
5 Wie würden Sie das Verhältnis in Ihrem Bekanntenkreis allgemein zur Musik und Staat einschätzen (welches Umfeld?Stadt o. Land? Generationenkonflikt vorhanden?) (getrennt Vh zu Musik, Vh zu Staat) Welche Musik hat man in Ihrem Umfeld gehört (Gründe? Motivation? (z.b Auflehnung ggn Staat? Balance zum Alltag?)
6 Hatten Sie jemals selbst bezüglich Ausübung von Musik mit dem Staat zu tun? (wenn ja welche Musik, wobei ging es bei hierbei, offizielle und indirekte Reaktion darauf)
7 Im Laufe der Geschichte der DDR hat sich ja das Verhältnis zwischen Staat und Musik mehrmals geändert. Wie haben Sie diese Veränderung wahrgenommen und hat es etwas in Ihrem unmittelbaren Lebensumfeld geändert/Bewirkt? (Ausgeh/Musikhörverhalten der Leute? Wandel von Bars/Kneipen im Ambiente? Neue Ideen/Lebenseinstellungen?

Falls ihr noch Leute außerhalb der Forums kennt, die auf meine Suchkriterien passen, schickt ihnen doch meine Fragen zu.
mfg, Joker


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11.02.2019 17:55
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#2
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Wie wäre es erst einmal mit einer Vorstellung?
Ist einfach ein Gebot der Höflichkeit!


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11.02.2019 19:35
#3
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Mein Freund,
wir bekommen alle paar Wochen Bitten für eine wichtige Arbeit, Rede oder Sendung
So eine Bitte ist sehr gut und wir können manchmal helfen
Nur, was haben wir davon?
Warum veröffentlicht niemand seine Arbeit
Warum bedankt sich niemand?
Wir sind ein Forum, die sich mit der Grenze und der deutschen Geschichte beschäftigt.
Wir leben vom nehmen und vom geben
thomas


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11.02.2019 22:07
avatar  berndk5
#4
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Hallo @Joker , ich denke die Beriträge #2 und #3 brauche ich nicht zu wiederholen. Man wird Dir schon helfen können. Aber wenn Du wie Du schreibst eine Masterarbeit anfertigen willst, sollte man schon etwas von "verantwortungsbewußtem Denken und Handeln" voraussetzen können. -soll heißen: In Zeiten wo es gang und gäbe ist sich im Internet an fremden Identitäten zu bedienen und mit dem gelebten Leben und damit verbundenen Daten anderer Menschen hausieren zu gehen, da sollte man schon ein wenig selber zum Vertrauen beitragen.
Niemand verlangt von Dir Deine Bankverbindung oder Deine privaten Passwörter- wenn Du nicht weißt wie man sich vorstellt, lies doch einfach noch ein paar Tage die Vorstellungen der anderen User hier im Forum. Da gibt es viele Unterschiede, aber eine Elle oder ein anderes Maß legt wohl Niemand an. Schreib einfach wie es aus den Fingern in die Tasten geht und gut isses.....
Also erzähle uns ein wenig aus Deinem Leben, dann wirst Du sehen wie es sich entwickelt.
Ist aber nur meine private Meinung, kann jeder machen wie er will........


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12.02.2019 14:40
avatar  94
#5
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94


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12.02.2019 21:06
avatar  mibau83
#6
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das waren noch zeiten!
bands wie "bromm oss" oder "von oom". lang,lang ist's her!


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12.02.2019 21:37
avatar  mibau83
#7
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nebenan im bayerischen (fränkischen) hatte man andere probleme damals.


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13.02.2019 07:59
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#8
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Ein bissche DDR Stimmung:



Dazu gibt es auch einen guten Film, der Gundermann heißt.
Viel Spaß


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14.02.2019 13:57
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#9
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Schade wieder Suggestivfragen.
Drängt sich mir grundsätzlich die Frage auf, ist das Ergebnis schon Vorgegeben?
Ich habe gerade mit solchen Dingen unangenehme Erfahrung gemacht.
( MDR Beitrag über Kampfgruppen.jaja mit mir. Da wurden eben ganze aussagen einfach weggelassen, passten nicht dem Auftraggeber.
Aber nun mal was zur Musik.
Ja da war ich Fan von Anfang an.
( BJ 1956)
https://www.youtube.com/watch?v=ohSkm-m_MNU

Respekt vor der musikalischen Leistung :
https://www.youtube.com/watch?v=tmzDAz6ZvFQ
dazwischen liegt viel.
Ja und ich hatte wegen der Einstufung auch Probleme mit dem Staat, nach deiner Leseart bestimmt.
Eigentlich war nur ein Problem mit einer Person.
Sowas wird leider auch heutzutage gerne vertauscht.
( Ursache und Wirkung)


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21.02.2019 16:16
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#10
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Hallo an alle. Kurze Rückmeldung von mir. Natürlich habe ich vor mich vorzustellen. Das ist wohl untergegangen in letzter Zeit wird aber brav nachgeholt.
Bastler100: Suggestivfragen? Nein das Ergebnis ist noch nicht vorgegeben. Ich lass mich da selbst noch überraschen. Ich will mit diesen Fragen lediglich ein möglichst breitest Spektrum abdecken durch eine offene Interviewstruktur. Also die Fragen sind eher Richtlinien für den Befragten, was er/sie erzählen möchte. Da ich keinen Auftraggeber habe und wissenschaftlich arbeite, werden auch die Aussagen so gut es geht mit eingearbeitet. Deine Aussage bezüglich des MDR Beitrages kann ich verstehen, dass da Entäuschung aufkommt, wenn Fakten die man selbst als wichtig erachtet einfach rausgelassen werden.
Was für eine Einstufung meinst du den und mit welcher Person hattest du Probleme? (oder bezieht sich das jetzt auf den MDR Beitrag?)

Mir sind eure Meinungen und Erfahrungen ja schon wichtig als Zeitzeugen, es tut mir deshalb leid zu hören,dass einige von euch sich benutzt vorgekommen sind nachdem sie geholfen haben in der Vergangenheit. Ich denke ein Forum zu einem solchen Thema ist ein guter Anhaltspunk sich mit Zeitzeugen auszutauschen.

EDIT: Leichte Überarbeitung des Textes. Nein ein solches Buch habe ich gerade nicht zur Hand, trotzdem danke für die Anmerkung :)


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21.02.2019 16:22
#11
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Hast Du zufällig ein Buch mit dem Titel "Deutsche Rechtschreibung und Grammatik" zur Hand ?
Schau doch einfach mal rein- ist sehr interessant ...

Siggi


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21.02.2019 16:23
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#12
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Thomas:
Du fragst zurecht was ihr davon habt und warum sie niemand veröffentlicht: Da ich nicht weis, welche Art von Anfragen ihr schon alles bekommen habt, kann ich dazu recht wenig sagen. Bei Universitätsarbeiten ist es meistens so, dass diese nach der Korrektur in der Hand der Verfasser und Universitäten bleiben und nicht öffentlich verfügbar sind. Das auch für mich als Studentin bedauerlich, da ich selbst als Angehörige nicht auf diese Arbeiten zugreifen kann. Ich kann euch höchstens anbieten, nach der Korrektur meine Ergebnisse mitzuteilen.
Wie kommst du darauf, das ich mich anschließend nicht bedanke? In erster Linie habe ich nur eine Anfrage bisher geschrieben (vlt. zu dem Zeitpunkt, wo du das hier liest auch schon eine Vorstellung). Für mich ist es selbstverständlich, mich nachdem mir geholfen wurde zu bedanken. Ich höre hier allgemein von dem was ich gelesen habe leider eine Entäuschung wegen Undankbarkeit früherer Anfragen. Ich lasse andere gerne an meinen Ergebnissen teilhaben, wenn ich fertig bin.
mfg


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21.02.2019 16:44
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#13
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Klingt nach einer interessanten Arbeit. Ich kann Dir leider nicht helfen, bin in den 80ern geboren und im Westen aufgewachsen.

Es spräche ja nichts dagegen, die Arbeit nach der Notenverbuchung als pdf-Datei zur Verfügung zu stellen.

Viel Erfolg und Gruß
Marienborn89


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21.02.2019 17:11
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#14
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zu'10
Es ging um die Einstufung als Schalplattenalleinunterhalter.(Die offizielle Bezeichnung in der DDR, für einen DJ würde man heute sagen)
Die Frau R. war in Dresden Abt Kultur für sowas zuständig und nutzte das redlich aus.


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21.02.2019 21:11
#15
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Die DDR war ein freies Land.
Repressalien allein wegen des persönlichen Musikgeschmackes an sich gab es schlichtweg nicht, sofern damit kein Zugehörigkeitsbekenntnis verbunden war.
Erst dann fingen oft die Schwierigkeiten an.
Nur weil man Uriah Heep, Boston oder Staus Quo hörte war man kein Gammler, deren Hits liefen sowohl bei unseren FDJ– Kegelnachmittagen auf der betriebseigenen Bahn oder beim gemütlichen Beisammensein nach irgendwelchen staatlich und gesellschaftlich verordneten Pflichtveranstaltungen.
Zugang zu den Hits der verbotenen Welt erlangte man mit etwas Anstrengung über Phonotheken, die es in jeder Stadt wohl gab (meine war in Eisleben am Markt), wo auch mal eine Beatles– LP leihweise zu haben war.
Auffällig war auch die Tarnung, die verantwortliche Stellen versuchten um diese Musik nicht allzu populär zu machen.
So konnte man Lizenzplatten gelegentlich kaufen, die aber von der Aufmachung her keine Hits von Sweet, T– Rex & Co. vermuten ließen, weil man sie statt Saturday Night (Bay City Rollers) mit Sjubotta Wetscher in kyrillischer Schrift (Събота вечер) versehen hatte.
Aber auch Radiomitschnitte wurden erschwert, wenn z. B. Stimme der DDR „ Auf den Flügeln bunter Noten“ brachte und die Hits der Rubettes z. B. mit den Namen der Komponisten/ Produzenten (?) Bickerton, Williams getarnt wurden, die kannte man erst, wenn man alles angehört hatte.
Das war wie der Abbraum im heimischen Braunkohletagebau, der erst mal phonetisch abgetragen werden mußte, um an die wahren Schätze zu kommen.
Mein einziger Gewinn aus der Wende war der Zugang zu allen weiteren Werken dieser genialen Phase der Musikgeschichte, die ich andernfalls wohl niemals so umfassend hätte erschließen können.
Aus den 100 € Begrüßungsgeld wurden 5–6 Stunden aus MC meiner Lieblingbands dieser Zeit – ein guter Deal.


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