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#61

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 06.02.2019 13:33
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60.Ja, Jörg, besonders 74/75 hatte ich im Bootszug Horst ( Boizenburg) während des Dienstes sehr, sehr viele Bilder
von den Booten und den Kameraden geschossen. Mit den Fotoapperaten die ich ja bekommen hatte zur Dokumentation.
Kleine Fotoalben so 10 - 16 Bilder 9X10 angefertigt für jeden EK extra, wo er alleine oder als Besatzung drauf war und die Boote.
Ein über aus sehr gutes Verhältnis hatte ich zu den Angehörigen des Bootszuges. - siehe Bild
Dann diese Alben am Tag der Entlassung übergeben. Auch danach in Dömitz.
Doch dann folgte : der schwärzeste Tag meines Leben, 24. November 1983.
wo man bei mir zu Hause ALLES entwendet hat von 2 Mitarbeiter des MfS. Restlos alles, deshalb freue ich mich über jedes Bild von Grenzbooten,
und Bildern von Angehörigen der Bootsgruppe/Bootsabteilung Dömitz oder Horst, von dem Stützpunkt am Hafen in Dömitz.
Hier haben mir aber viele User aus diesen Forum schon sehr gut helfen können. Fred

Angefügte Bilder:
24..JPG

Jörg und obermatrose haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.02.2019 14:23 | nach oben springen

#62

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 06.02.2019 16:54
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JaFred , ich weiß ! Da hatten wir uns ja schon vor geraumer Zeit per Mail Ausgetauscht .


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zuletzt bearbeitet 06.02.2019 16:54 | nach oben springen

#63

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 06.02.2019 18:56
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Zitat von Fred.S. im Beitrag #61
60.
Doch dann folgte : der schwärzeste Tag meines Leben, 24. November 1983.
wo man bei mir zu Hause ALLES entwendet hat von 2 Mitarbeiter des MfS. Restlos alles, deshalb freue ich mich über jedes Bild von Grenzbooten,
und Bildern von Angehörigen der Bootsgruppe/Bootsabteilung Dömitz oder Horst, von dem Stützpunkt am Hafen in Dömitz.
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Hallo @Fred.S. , das war ja nur ein paar Tage vor deiner Entlassung.


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#64

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 06.02.2019 19:36
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63. Hm, Entlassung ist gut, zweedi04, am 30.11.83 sollte ich vorzeitig entlassen werden.
Ab August bis zum 25.11.83 im Regimentsstab gewesen. Konnte machen was ich wollte, mussste nur morgens 08 Uhr
im Stab sein und um 16 Uhr zurück nach Dömitz fahren. Am 24. sagt der Personalchef: " Fredi, heute Nacht bleibst Du hier,
morgen früh kannst nach Dömitz, brauchst nic ht mehr herkommen." Warum die Übernachtung sah ich dann zu Hause.
Eine Entlassungsurkunde ohne einen Dienstsiegel, die Beurteilung schon im August gleich erhalten.
Nun wollte ich meine Zeit bei der Truppe schreiben, aber da fehlte Vieles, dachte hier im Forum finde ich alte Kameraden, die mir helfen können,
Fehlanzeige aus dem Elbbereich, aber andere User halfen mir und schickten mir dann auch in dieses Jahr, Frank, einen Maat aus Dömitz aus meiner Zeit zu mir. Durfte ja auch mit seiner Erlaubnis dann Bilder von ihm hier reinsetzen in meiner Bilderdatei.
Zweedi, es war die schönste Zeit meines Lebens auf der Elbgrenze. Mit Höhen und Tiefen, viel Mist gebaut, aber die 'Macht hinter mir ' beschützte mich und lies mich dann fallen. Zurecht, den ich verweigerte schließlich Befehle BRD-Bürger zusammen zu schlagen mit der Waffe oder ihn zu vernichten.
=== Töten, vor laufender Kamera auf BRD-Seite ===. Bautzen oder vorzeitige Entlassung. Was ich wählte, siehst Du ja. mfg. Fred


zweedi04 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.02.2019 19:37 | nach oben springen

#65

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 06.02.2019 19:37
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Zitat von zweedi04 im Beitrag #63
Zitat von Fred.S. im Beitrag #61
60.
Doch dann folgte : der schwärzeste Tag meines Leben, 24. November 1983.
wo man bei mir zu Hause ALLES entwendet hat von 2 Mitarbeiter des MfS. Restlos alles, deshalb freue ich mich über jedes Bild von Grenzbooten,
und Bildern von Angehörigen der Bootsgruppe/Bootsabteilung Dömitz oder Horst, von dem Stützpunkt am Hafen in Dömitz.
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Hallo @Fred.S. , das war ja nur ein paar Tage vor deiner Entlassung.
Entlassung ist gut zweedi,,, Beförderung aufs Abstellgleis trifft es besser ,ne Fred.... .haste auch überstanden,,aber es schmerzt immer noch...bis heute..


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#66

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 06.02.2019 20:07
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@Fred.S. ach so war das, und ich dachte ich hätte dich bei der Verabschiedung in Grabow gesehen. Na ist ja auch egal, es waren ja auch noch andere mollis dort. So u.a. auch mein Freund der StOm Brüggn.. aus der BK Dömitz


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#67

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 06.02.2019 20:17
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66. Nein, zweedi04, keine Verabschiedung, nichts. Ich habe in dieser Zeit für Offiziere eingekauft.
Mit Dienstauftrag, ne Makarow, damit man mir die Sachen nicht unterwegens klaut, Kaffeeservice, Teeservice mit Goldrand
aus Russenmagazine und sonst woher in Leipzig, Dresden, Potsdam u.s.w. eingekauft.
Wenn es mir gefallen hat wie in Dresden umher zu bummeln, sagte ich bei der Rückkehr, "das gibt es nächste Woche "
und schon war ich wieder unterwegens. Alarm im Regimentsstab, alles rannte mit Felddienst, Gasmaske umher, ich in meiner Marineuniform, zog es dann aber vor mich im Fotolabor einzuschließen oder ging spazieren in Grabow.
Ich, zweedi04, war ein 'Nichts', dem man nicht beachtete und sah, außer zum Einkaufen, da wusste man wer ich war. Fred


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#68

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 06.02.2019 20:30
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Erinnere mich bei Musterung kam die Frage würden sie auch auf ihre Eltern schießen bei dem Versuch zu fliehen. Man war verdammt jung und eine verdammt blöde provozierende Frage. Ich sagte nach kurzem nachdenken also erstens meine Eltern würde ich nie bei so einer Situation antreffen und dann kann ich nicht so ohne weiteres sagen ob ich überhaupt auf Menschen schießen kann .Antwort : Sie sind für den Grenzdienst gemustert .Das ich etwas kirchlich war wussten sie garantiert genau und ich keine Jugendweihe hatte nur Konfirmation und seit ich 16 war schulterlanges Haar hatte und mich auch mit solchen Typen rumtrieb trotzdem Grenze. Das die Genossen von jedem alles wissen wurde mir in der Grenzkompanie bewusst bei diversen Einladungen zum Gespräch intern auf der Kompanie es war ein rothaariger MfS Offizier der wollte zu Witzen eine Stellungnahme welche man vor Jahren im Suff in der Kneipe erzählt hat. Ich war jung verheiratet und wir hatten (jeden) Tag einen Brief geschrieben nummeriert da kam es vor das auch mal laufende Nummern fehlten ,ich schrieb auch immer einen Gruß für den mitlesenden Genossen .Demnächst schreibe ich mal wie ich meine Auszeichnung gegen Androhung Schwedt eingetauscht habe,da hat uns der Alte rausgehauen .


Fred.S. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#69

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 06.02.2019 20:58
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68. Ja, Obermatrose, sie wussten alles über Einen. Und man verschwieg auch gegenüber Einen so manches.
Sie wussten wo meine richtige Mutter wohnte, sie verschwiegen mir das mein Pflegevater, später die Pflegemutter verstorben war.
Bis heute weiß ich nicht einmal den Todestag und wo sie beerdigt worden sind.
Später als ich es wissen wollte und wo der Nachlass geblieben ist, sagten die damaligen DDR-Behörden:
" sie sind ja nur ein Pflegesohn gewesen, sie haben daher keine Rechte Auskünfte von uns zu erhalten."
Und die Abteilung 2000 mit Denen ich ja an der Grenze zusammen gearbeitet habe, schwieg. Fred


obermatrose hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#70

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 06.02.2019 22:52
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Zitat von Fred.S. im Beitrag #59
57. In jeder Grenzkompanie befand sich im Keller ein kleines Fotolabos.
Dadurch vs1400 konnten die Grenzaufklärer ihre Filme dort auch entwickeln.
Fred


so kenne ich es ja auch noch, @Fred.S. ,
mit der variante von Ehli konnte ich bis dato jedoch nichts anfangen.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


Fred.S. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#71

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 06.02.2019 22:58
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70. Ja, vs1400. Damals in der 2. GK Horst, 74/75 hatte ich einen Schlüssel für das Labor,
dann ab 75 für die Theodor Körner kaserne und für die ehemalige 9.GK in der Friedensstr. später Berufssoldatenwohnheim.
Und wenn ich im Stab des Regiment war, auch zu dem sschönen Fotolabor dort. Fred


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#72

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 06.02.2019 23:14
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Zitat von vs1400 im Beitrag #70
mit der variante von Ehli konnte ich bis dato jedoch nichts anfangen.


Jetzt verstehe ich schon wieder Bahnhof?
Habe ich nicht geschrieben,das der Film bei den Aufklärern landete und es ist jetzt so schwer,daraus zu schließen,das dieses Fotolabor kein Hobbyraum war.
Ich fasse es nicht,etwa mal etwas nachdenken.


„Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht Bankrott gehen will.“
Marcus Tullius Cicero
Büdinger hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.02.2019 23:14 | nach oben springen

#73

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 06.02.2019 23:38
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nein Ehli, hast du nicht.
egal, es gab zu deiner zeit wohl auch noch keine gak. doch muss es ja irgendwelche aufklärer ja gegeben haben.
eventuell kann man diese fragen ja noch lösen.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#74

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 06.02.2019 23:47
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Grenzaufklärer,sollte der über die Mauer klettern?
Es gab in Berlin- Mitte nichts aufzuklären,was hinter der Mauer war.
An der Grünen Grenze war es anders,dort kann ich nicht mitreden.
Eventuell hilft das Dir weiter
http://www.berliner-mauer.de/grenzaufklaerer-gak.html


„Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht Bankrott gehen will.“
Marcus Tullius Cicero
zuletzt bearbeitet 06.02.2019 23:51 | nach oben springen

#75

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 21.02.2019 20:17
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Melde mich wieder zu Wort Fällt mir wieder ein wir hatten ja auch Radar auf dem Dach aber wir haben es nicht genutzt wir wollten uns nicht steril machen . Ich weiß auf irgend einem Boot war eine Heizung eingebaut die wollten wir im Winter in Betrieb nehmen das wir es warm bekommen ,doch das qualmte nur und nach endlosen Versuchen hat es dann so gestunken das wir die Nacht draußen gestanden ´haben ganz in der Kälte .


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#76

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 21.02.2019 20:36
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@Ehli

Es gab in den 80ern in jedem Grenzregiment des GKM einen Grenzaufklärer-Zug.

Die hatten auch mal Ausflüge ins Vorgelagerte zur westseitigen Kontrolle der Sperranlagen, selbst wenn das Vorgelagerte nur eine Breite von ca. 2 m hatte. Irgendwo gibt's dazu hier im Forum auch ein Foto --> Agentenschleusen (25)
Ansonsten haben die vom Hinterland aus auch fotografiert, auch die Dienstdurchführung von GP.


Ehli hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.02.2019 21:01 | nach oben springen

#77

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 21.02.2019 21:31
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75. Das Radar habe ich oft genutzt während meiner Zeit. Bei laufenden Radar auf die Gangborg gegangen und --- wachte im Med.-Punkt wieder auf.
Dienstunfall vom Regimenter bestättigt. Der Balken war mir am Kopf geknallt und ab in die Elbe. Funker, Maschi hatten mich wieder rausgefischt und gleich zurück zum Hafen.
Die Heizung, Obermatrose, Objekt 066 eine Sirrokkoheizung, das qualmen aus den Auspuff kenne ich auch. Den Gestank der laufenden Heizung in die Kabine ebenfalls, war deswegen auch mehrmals mit der Besatzung nach dem Dienst im Med.-Punkt. Sicherung kaputt, keine mehr an Bord, was tun:
5-Pfennig Stück eingesetzt und auch so oftmals, nein sehr oft an der Glühkerze mit eingebaut wenn der Glühdraht durch war. Es klappte.
Trotz Geruch, war es schön warm in der Kabine. Fred
Ergänzung:
Und Obermatrose, bei laufender Heizung und Radar brauchte man nicht befürchten das plötzlich Jemand neben dem Boot in die Elbe ging.
Der Lärm den Beide zur Nachtzeit verbreiteten machten Jeden aufmerksam an Land... paß auf, da ist ein Grenzboot ...


Jörg hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.02.2019 21:38 | nach oben springen

#78

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2019 14:07
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Hallo Obermatrose H. R. H.

Ich habe von Beri70 den Tipp erhalten, dass in diesem Thema etwas über die Bootskompanie Potsdam (nachfolgend BoKoPo genannt), geschrieben wird. Da hab ich mich mal eingeklinkt, weil ich da auch ein bischen Staub gewischt habe.
Ich habe mir nun auch mal die Beiträge durchgelesen. Einige Episoden bzw. Angaben konnte ich nicht nachvollziehen. Deshalb mal ein paar Nachfragen, damit ich das auch mal verstehe.
Besonders in Bezug zu den Booten bin ich einigermaßen ins Grübeln gekommen.
Also nachfolgend mal ein paar Anfragen und eventuelle Erläuterung meinerseits dazu.

Wie ich Deinen Schilderungen entnehmen konnte, warst Du von Mai bis Oktober 1977 in Schloss Schleifenstein[/i] und dann 1 Jahr also November 1977 bis Oktober 1978 bei der BoKoPo. Zum Vergleich: Ich war 11/69 bis 04/70 auch im Schloss und dann 1 Jahr in der BoKoPo, also 7,5 Jahre vor Deiner Zeit.
Soweit erst mal der Zeitvergleich.
Zu Beginn hast Du geschrieben, dass Du 100 Grenzschichten geschoben hast, davon ca. 98 auf Boot. Das Jahr hat aber 365 Tage, schätze ich mal davon 15 Tage Urlaub vielleicht auch 10 Tage Ausbildung und eventuell 20 x Objektwache. Dazu meine [/b]
1. Frage: Was hasst Du denn da in den anderen 320 Tagen gemacht?[/b]
2. Das mit den Russen auf der BdE[/b]. Da warst Du aber ganz schön mutig. Du allein gegen 40 Russen!
7,5 Jahre vorher hätte sich keine Sau gewagt auch nur ansatzweise gegen die Russen vorzugehen, es sei denn, ein einzelner wäre mal ausgebüchst und wurde dann zum Abschuss frei gegeben.
3. Wo habt Ihr die Boote in Oranienburg stationiert (eventuell im Schlosshafen?). [/b]
Du schriebst, dass Du bereits die Grundausbildung zum Maschinisten, also ein halbes Jahr in Oranienburg absolviert hast. Das kannte ich so nicht. Zu meiner Zeit war Grundausbildung 4 Monate Mot oder Ari und dann im März/April 1970 2 Monate Bootsausbildung in Niederneuendorf. Gut, das war eben etwas früher. An der Grenze änderte sich manches sehr schnell.
4. Schwan im Eis über Nacht festgefroren[/b]: Also lieber Hans, das gehört ganz sicher in da Reich eines gewissen Barons ..., denn
4.1. ist die Havel dort ein Fließgewässer und friert, wenn überhaupt sehr langsam zu (im Gegensatz zum Griebnitzsee).
4.2 müssten über Nacht sehr tiefe 2-stellige Temperaturen geherrscht haben, wenn das Gewässer so schnell zufriert. Und wenn es wirklich so war, hätten sich Schwäne rechtzeitig aus dem Staub (Wasser) gemacht, denn die haben ein Gespür dafür, wenn’s ernst wird. Der Katastrophenwinter, als uns die Arktis besuchte[/i], war 1 Jahr später (1978/79)!
4.3 Wegen einem Schwan eventuell mehr als 150 m ins Feindesland schippern ?? Ich weiß nicht, ob dass … Vielleicht wäre es zu unserer Zeit event. noch möglich gewesen, aber in Eurer scharfen Zeit[/i]?
4.4 Na ja, und dann das leidige Thema „Boote im Winter im Wasser“.[/i] Da werde ich mich etwas weiter unten (später) äußern, da das ja ein sehr komplexes Thema für sich ist.
5. Radar:[/b] Da widersprichst Du Dir auch, denn zum einen habt ihr mal vor Suppe die Hand nicht vor Augen gesehen[/i] und beim anderen mal habt Ihr es einfach nicht benutzt, obwohl es vorhanden war. Und ob Radar gesundheitsschädlich ist, das traue ich mir zu behaupten, habt Ihr doch gar nicht gewusst!
Und wenn überhaupt, fallen da so kleine Anlagen mit der äußerst geringen (zeitlichen) Anwendung (nur zurück bis in den Hafen) überhaupt nicht ins Gewicht. Das habt Ihr sicher mit Röntgenstrahlen verwechselt! Nur noch das: Das Radar wurde bei der BoKoPo im Spätsommer1970 eingeführt.
6. Die Storys aus dem Grenzdienst[/b]: Ja Hans, da kann ich mich nur der Meinung von Jörg anschließen. Er war ja noch etwas später bei der BoKoPo und da herrschte zum größten Teil nur tote Hose[/i]. Warum auch sollte soviel Action gewesen sein? Wer sollte denn so beknackt sein, so einen verhältnismäßig langen Weg und dann noch durch das Wasser durch das Grenzgebiet in den Westen zu nehmen, wenn es an fast allen anderen Stellen um Berlin doch viel kürzer war. Das besagen auch meine Erfahrungen. Ihr hattet ja schon eine ordentliche Mauer. Zu unserer Zeit gab es bis in den Spätsommer 1970 noch das durchsichtige Metall![/b]
Und auf der Brücke war überhaupt kein Durchkommen, denn da gab es noch ordentliche Sperren. Die wurden später rückgebaut, weil es die Busse bei den Spiogentenaustauschen[/i] sehr schwer hatten, sich da durch zu manövrieren. Und prompt hat es 1988 ein W50 geschafft, über die Brücke nach WB abzuhauen, auch wenn er dann Totalschrott war.

Soweit erst mal ein paar Sachen die mir hier im Thema aufgefallen sind.
Wenn ich den Umfang sehe, sollte ich es erst mal bei diesen Zeilen belassen, obwohl ich weiter oben etwas anderes geschrieben habe. Aber die Sache mit den Booten würde den Rahmen für einen Kommentar doch erheblich sprengen. Dazu werde ich später mal etwas in geeigneter Weise schreiben, da es sich in diesem Zeitraum ja nicht nur um einen Bootstyp handelt.

Abschließend noch ein Tipp: Wer von den hier Anwesenden noch nicht in meine Fotogalerie „Bootskompanie Potsdam“[/i] geschaut hat, kann es gern tun. Da habe ich bisher 40 Bilder von der BoKoPo eingestellt. Es werden noch welche folgen. Dank der zahlreichen Kommentare gibt es auch interessante Infos. Im Zusammenhang mit den Bildern macht sich das relativ gut.


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#79

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

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Ja, ich melde mich auch mal wieder!
Ist ja Ordentl.was los hier.
Nun, als Obermatrose Heimging von Potsdam, bin ich dort angekommen. Dadurch haben wir natürlich noch gemeinsame Bekannte, vor allem an Maaten und BU. Auch die Dienstdurchführung war wohl in etwa gleich. Ganz anders als die Jahre vorher von Eil-Radler.
Zum Thema Grenzaufklärer. Die waren damals nicht meine Freunde. Ich durfte damals öfter bei unserem Alten antanzen, weil er "tolle Fotos" von mir bzw. meiner Besatzung aus den unterschiedlichsten Gründen auf dem Tisch liegen hatte. Meist alles Pille Palle. Ich Denke, die wurden dann doch schon ein bissel aus Neid oder Mißgunst gemacht. Wir im Sommer schön aufm Boot und die Moosbuckel mußten an Land rumlatschen. Mal ganz ehrlich, auf solchen Dienst auf dem Wasser, der doch bei weitem besser aussehenden Uniform und den "Vorteilen" im Ausgang bei der holden Weiblichkeit, waren doch so einige Neidisch.
Zum Thema, was weit vor meiner Zeit am Kanten so Abging.
Ich mir die Stories natürlich interessiert Reingezogen und nur so mit den Ohren geschlackert. Alles schöne Geschichten. Aber den Flunkerprozentsatz halte ich doch schon für hoch. Das kannte ich aus meiner Zeit nicht so. Undenkbar, das meiste jedenfalls. Klar, längerer Waffenriemen und solch Kleinkram meine ich nicht damit. Aber Nachts Rüberschwimmen und am Häuschen in Bln. West anschlagen und wieder zurück usw., kann ich nicht glauben. Und davon kenne ich noch einige "Geschichten"!
Thema Radar und Heizung :
Als ich in Potsdam ankam, hatten wir, glaube 2 Boote (066iger) und ein 012 mit Radar.
Wir hatten das Radar nur ganz selten in Betrieb. Und das auch nur, fast nur, aus Jucks und Dollerei. Mal n Dachs drauf Sitzen lassen und ne Weile Durchgedreht, usw.
Echt gebraucht, kann ich mich nicht Erinnern. Bei Nebel wurde das Nebelhorn im Hafen aktiviert. Das hat zum Reinfahren immer gereicht. Wir wurden aber fast immer schon bei aufkommenden Nebel über Funk zurückbefohlen und besetzten dann einen Postenpunkt an Land. Und da die 066iger dann auch schnell aus Potsdam verschwunden waren, 79 wohl die letzten, hatte sich das Thema Radar, außer auf dem 012 Boot auch erledigt. Die 075iger dann hatten in Potsdam alle kein Radar. Zumindest zu meiner Zeit da bis 81. Und ganz ehrlich, für Potsdamer Abschnitt unnötig. Das stelle ich mir bei dem sehr großen Abschnitt auf der Elbe schon ganz anders vor.
Heizung:
Auf dem 066iger und auch auf dem PVC Bomber 075iger vorhanden aber zumindest zu meiner Zeit, alle kaputt.
Es gab zu Anfang meiner Zeit pro Schicht nur ganz knappes Spritkontigent für die Heizung. Und Weil das bei weitem nicht Reichte, kippten besonders Schlaue da alles rein, was irgendwie Verbrannte. Also, alle Futsch.!
Ich habe die Worte unseres Stabsobermeister Schul.. z noch in den Ohren. (Werkstattmeister) "Für Euch Idioten werden die nicht mehr Repariert"
Die wurden dann auch alle ausgebaut.
Wurde dann im Okt. und Nov. schon empfindlich Kühl auf m Kahn!
So, Männer, für heute genug von mir!
So sind meine Erinnerungen zu diesen Themen. Muß mich jetzt wieder um meine krebskranke Frau kümmern und antworte jetzt zur Zeit nicht so oft. Aber ich lese kräftig mit!
Also, bis später.


Fred.S. hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.02.2019 16:45 | nach oben springen

#80

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2019 16:19
von EX DM (gelöscht)
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[quote="Jörg"|p703276] Ja, ich melde mich auch mal wieder!
Ist ja Ordentl.was los hier.
Nun, als Obermatrose Heimging von Potsdam, bin ich dort angekommen. Dadurch haben wir natürlich noch gemeinsame Bekannte, vor allem an Maaten und BU. Auch die dienstdurchführung war wohl in etwa gleich. Ganz anders als die Jahre vorher von Eil-Radler.
Zum Thema Grenzaufklärer. Die waren damals nicht meine Freunde. Ich durfte damals öfter bei unserem Alten Antanzen, weil er "tolle Fotos" von mir bzw. meiner Besatzung aus den unterschiedlichsten Gründen auf dem Tisch liegen hatte. Meist alles Pille Palle. Ich denke die wurden dann doch schon ein bissel aus Neid oder Mißgunst gemacht. [quote/]

Ich habe mit den Aufklären im GR 44 ähnliche Erfahrungen gemacht.
Danke für die Bestädigung!


Fred.S. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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