Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

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03.02.2019 20:53
avatar  Fred.S.
#31
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30. Grüß Dich, Beri70,
Hafenlimousinen wie Ihr sie hattet, haben wir nicht gehabt. Die Kurierboote, als Schnellboote.- siehe Bild.
Mit dem An-und Ablegen der Hafenbarkassen hatte ich keine Schwierigkeiten und mit den Objekten 066
auch nicht. Das kam auch daher das wir in der Elde übten und somit immer längsseits an den Anleger fuhren.
Aufgelaufen mit meiner Barkasse bin ich mehrmals auf der Elbe zum Anfang als Bootsführer.
Oft von alleine wieder durch Schaukelbewegungen freigekommen, aber einmal im Raum der Stadt Hitzacker, sah das Zollboot " Hitzacker " meine Bemühungen frei zu kommen, da warfen sie mir ein Seil zu, ohne nachzudenken, befestigte ich es am Heck und man zog mich von der unter Wasser liegenden Sandbank runter. Natürlich mich militärisch bedankt. Aber kein Wort haben wir darüber gemeldet.
Mit den Objekt 066 bin ich auch eine Nacht bei Hochwasser auf einer unter Wasser liegenden Buhne gefahren.
Mit dem Lecksegel am Bug vertäut, links und rechts ein 066er, ging es ab nach Boizenburg. Ich Esel, dachte als ich die Flurplatten hochhob in der Kabine, ein Leck... Beri, das war Wasser was bei stürmischen Wellengang durch die Vorpiekluke ins Boot geschwappt war.
Da stand ich dann vor meinen Zugführer, wie ein begossener Pudel da. Fred

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03.02.2019 21:26
#32
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Zitat von Beri70 im Beitrag #30
Hallo DoreHolm.
Leider muss ich dir sagen, dass ich nur sehr kurz in Niederneuendorf war und zwar vom Sep. bis Okt. 1969. Was den Grenzdienst betrifft habe ich keine Ahnung von Straßen und Abschnitten. Ich weiß nicht mal, ob ich jemals in Niederneuendorf an der Grenze war. Vielleicht mal Objektwache. Aber was mir noch gut in Erinnerung ist, wenn wir mal Ausgang hatten, der lange Weg nach Hennigsdorf über die Brücke und zurück.
Namen und Dienstgrade totale Fehlanzeig. Aber an meine Ausbildung als Maschinist und die Fahrschule auf den zwei Bootstypen kann ich mich noch genau erinnern. Mein Ausbilder war ein Obermeister. Der hat sich manchmal die Haare gerauft, wenn ich mit der Hafenlimousine entweder gegen den Steg gebumst bin oder 2-3m vor dem Steg gestanden habe und ein Festmachen des Bootes unmöglich war. Mit dem neun GB 066 ging es etwas einfacher, aber das Anlegen hatte auch so seine Tücken. Alle die mal Boot fahren gelernt haben und vorher LKW gefahren sind, wissen wovon ich spreche. Übrigens die Matrosenuniform haben wir erst nach dem Lehrgang in Niederneuendorf bekommen. Dann ging es ab zur Boko nach Potsdam.
Gruß Beri70


Kann mich noch erinnern, daß die Mollies immer beklagten, daß die Sportboote von drüben mt ihnen Haschen spielten. Unsere waren viel zu langsam und da waren die von Drüben schon längst wieder in WB Gewässern. Bis dann neue Boote mit Volvo-Motor kamen. Die hatten das im Griff. Stimmte das so ? Weißt Du, wie die Mollies auch genannt wurden ? Die U-Boot-Fahrer. Das kam, weil bei Geikelei, sich gegenseitig im sehr spitzen Winkel zu rammen, der Winkel doch nicht so spitz war und eines der Boote auf Grund gegangen ist. Weiter hat sich mal ein Bootsführer (Maat) 10 Tage Bau eingehandelt, weil er in der Nacht ein Wildschwen erschossen hat, welches im Uferstacheldraht randaliert hatte. Das sind so Stories, die so erzählt wurden und als Nachbarkompanie und weil man sich im Ausgang immer mal sah, haben wir das auch mitbekommen.
Ja, an den langen Fußmarsch zum LEW-Klubhaus kann ich mch auch noch erinnern. Ich glaube, so etwa 4 km waren das mindestens. Naja, heimwärts haben wir das nicht mehr so gemerkt, so voll wie wir da meist waren. An den KP kannst Du Dich doch aber erinnern ? Dort den KS etwa noch 200 m weiter, hatte ich als Postenführer und Kradfahrer meinen ersten und einzigen Durchbruch, aber im frischen Schnee haben wir ihn 10 - 15 min später gehabt. Posten am KP und das in der Nacht im Winter, das war der schlimmste Posten. Langweilig, nichts zum Hinsetzen und arschkalt. Hatte mich auch ein paar mal erwischt, obwohl ich sonst Kradfahrer war.
Gruß Frank


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03.02.2019 21:56
avatar  Fred.S.
#33
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32. Ja, Dore Holm, bis zu den Einsatz der Schnellboote der Objekte 066 hatten die Zollboote auch bei uns auf der Elbe,
das " Sagen". Man fuhr neben unsere Barkassen nebenher und -- warf in den damaligen Zeiten,
Bananen , Apfelsinen zu uns in den Booten, welche wir LEIDER nach Dienstende abgeben mussten.
Auch ich, habe nachdem ich ein 066 bekommen hatte, es drauf gehabt, den Zollbooten jetzt " Paroli " zu bieten.
Dann brachte der Zoll ihre neuen Schnellboote auf der Elbe vom Typ " Coronet " habe ein Bild eingestellt, zum Einsatz.
Man war ebenbürtig dann in der Schnelligkeit.
Nun in der Elbe haben wir kein Boot versenkt, aber ein Motorenmeister wusch intensiv mit Waschbenzin bei geschlossenen Fenstern,
den Dieselmotor seiner Hafenbarkasse um nach getaner Arbeit sich dann in der gleichen Kabine eine Zigarette anzuzünden.
Ich kam gerade von einen Einsatz zurück und wir sahen schon Kilometer weit eine schwarze Rauchwolke. Das Boot ausgebrannt und Dore Holm, wie immer in solchen Fällen, man sagte beim nächsten Morgenappell nur das es zu einen Unfall auf dem Boot gekommen sei, dann RUHE.
Auch kein Hinweis, was und wie es dem Maschi gegangen ist. Fred


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03.02.2019 22:12
avatar  Fred.S.
#34
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Unser Waschraum, in der Mitte auf jeder Seite drei große Bottiche, links in der Ecke ein übergroßer Wasserboiler,
den alle ob Maat oder Matrose schön fütterten, damit man immer heißes Wasser hatte,
und neben den Boiler drei offene Duschen, davor eine Leine bis zum Fenster gespannt um unsere Sachen zu trocknen.
Ein Matrose hängt seine stark verschmutzte Arbeitshose auf und reinigt intensiv Diese mit Waschbenzin. Fenster geschlossen.
Ein Maat kommt mit Kohlen in den Raum , öffnet die Ofenklappe, fummelt mit den Schürhaken im Feuer, === Ein Knall, ===
die Fliesen platzen und sprangen von den Wänden, die Wäsche stand in Flammen und Gott sei Dank unser Held nur leichte Verbrennungen an den Händen und Armen und der Maat saß rußverschmiert auf den Boden. Das wichtigste aber war, === das der Ofen noch funktionsfähig war. Fred


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04.02.2019 14:04
#35
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Zitat von Fred.S. im Beitrag #34
Unser Waschraum, in der Mitte auf jeder Seite drei große Bottiche, links in der Ecke ein übergroßer Wasserboiler,
den alle ob Maat oder Matrose schön fütterten, damit man immer heißes Wasser hatte,
und neben den Boiler drei offene Duschen, davor eine Leine bis zum Fenster gespannt um unsere Sachen zu trocknen.
Ein Matrose hängt seine stark verschmutzte Arbeitshose auf und reinigt intensiv Diese mit Waschbenzin. Fenster geschlossen.
Ein Maat kommt mit Kohlen in den Raum , öffnet die Ofenklappe, fummelt mit den Schürhaken im Feuer, === Ein Knall, ===
die Fliesen platzen und sprangen von den Wänden, die Wäsche stand in Flammen und Gott sei Dank unser Held nur leichte Verbrennungen an den Händen und Armen und der Maat saß rußverschmiert auf den Boden. Das wichtigste aber war, === das der Ofen noch funktionsfähig war. Fred
fred,da sag ich ,haste glück gehabt,,


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04.02.2019 18:49
avatar  Beri70
#36
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Hallo Frank.
Ja das stimmt. Die alten Hafenlimousinen waren nicht so schnell. Das hat sich mit den damals neuen GB 066 erledigt. In Potsdam bei der Boko sind wir dann damit übers Wasser „geflogen“. Hatte keiner eine Chance. Na gut vielleicht ein paar kleine super Sportboote. In Niederneuendorf haben wir aber nur brav Bootfahren gelernt.
Der Namen „Mollis, Entenpolizei und Havelenten“ waren mir in Potsdam bekannt. Den Namen U-Bootfahrer kannte ich noch nicht. Habe ich erst im Forum gelernt. So langsam tauchen einige Erinnerungen an Hennigsdorf, aus dem Nebel der Vergangenheit, auf. Der KP gehört leider nicht dazu. Aber an das Klubhaus vom LEW kann ich mich erinnern. Vor allen Dingen an den langen Heimweg. Als wir die Brücke erreicht hatten wurde uns mit schwerer Zunge von den EK`s erzählt, dass die mutigsten von ihnen, natürlich nur im Sommer, über den Brückenboden gelaufen oder gekrochen sind. Ich stand auch davor, aber getraut hätte ich mir das nicht. Hast du davon auch gehört? Aber ich glaube die Geschichte gehört ins Reich der Phantasie.
Gruß Beri70


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04.02.2019 19:17
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#37
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Stimmt Jörg hat ein paar Namen genannt gleich waren die Gesichter wieder vor mir und etwaige Gegebenheiten .Mir fällt immer mehr ein bei sehr schlechtem Wetter starkem Nebel oder Eis sollte die Bootschicht eigentlich immer ausfallen aber wir wollten es trotzdem versuchen ,der Grund lag auf der Hand rausfahren ,reinfahren ,nachbereiten und an Land einsetzen war meist die halbe Schicht vorüber . Man versuchte, es kam auf den Dienstplan an so weit wie möglich rauszufahren . Dann war so viel Nebel das bald unser Boot vom Führungspunkt zurück beordert wurde . Dann ging es zurück zum Hafen ich liege auf der Bootspitze denn man sah überhaupt nichts mehr und taste nur nach den Grenzbojen wenn es schepperte . Ich hatte nur die Aufgabe festzustellen welche Farbe die Boje hat also ob wir gerade in Freundes oder Feindesland sind vor allem ganz hinten Griebnitzsee wo es zwischen den Ufern enger war . Im Winter ich weiß nicht mehr mit welchem Boot, das nahmen wir zum Eisbrechen das war schwerer . Einmal in der Nähe der Pfaueninsel sah ich einen Schwan der war über Nacht fest gefroren also hin und frei gepickert ,gerettet.


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04.02.2019 19:37
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#38
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Germendorf hat mich unheimlich viele Blasen an den Füßen gekostet wir sind in voller Montur vom Schloss dort hin marschiert auch mit Einlage Gas .Unser Fähnrich in O-burg hieß Hüselitz. Wir haben über dem Speisesaal geschlafen und mal einen getrunken .Weil man ja nichts mehr vertragen hat hatte ich aus dem Fenster gekotzt bei Nebel hörte sich das bestimmt bei dem umbauten Schlosshof schlimm an. Am anderen Morgen beim Apell sagte der Fähnrich nur ich habe gar nicht gewusst das bei uns in der Kompanie Hirsche sind .

Zu Boot fahren meist waren die Bootführer froh wenn sie mal nicht fahren brauchten und da übernahm ich, wie gesagt es machte schon was her wenn ich unter der Brücke mit voll Speed durch da stand das Boot oder wenn man mal im Kreis gefahren ist gab es einen Sog.


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04.02.2019 20:06
avatar  Fred.S.
#39
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37. zu Nebel, Obermatrose, da kann der User Boizenburg auch einiges erzählen aber auch ich.
Am 03.12.65 mit einer Barkasse auf Streife, Nebel der immer dichter wurde, schließlich fuhr mein Bootsführer auf einer Buhne auf.
Aber wo ?
Und so kam es: " S. geh gucken wo wir sind, ist auf den Deich Stacheldraht sind wir bei uns, wenn nicht, komm zurück. "
Obermatrose, Ohren wie ein Hase, langsam im feuchtn Gras schlurfend ich los. Kam auch auf ein Deich oben an.
Keine Stacheldrahtrolle, dafür etwa Dunkles auf dem Deich. Eine Holzhütte vom Zoll. Da hatte ich die Erkennznis:
=== Ich bin im Westen ===, wie zurück, Nebel, aber ich sah im feuchten Gras meine Spur, die entlang, gerufen nach dem Boot, man antwortete mit dem Signalhorn. An Bord sagte ich ihm ganz aufgeregt das wir im Westen seien, was ihm nicht störte. Er wartete den Nebel ab und wir setzten unseren Dienst fort. Fred


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04.02.2019 20:34
avatar  Fred.S.
#40
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zu 37. das Radar, ein schönes und lautes Hilfsmittel. Wenn man an einer Buhne zur Nachtzeit lag,
konnte eine Person uns hören wenn das Radar in Betrieb war. Wie das bei Euch war, Ihr müsstest eigentlich die Umrisse
von den Kanal erkannt haben. Hier auf der Elbe sah es anders aus.
Die Kenntnisse zum fahren mit Radar konnte man sich nur am Tage erwerben.
Der Maschi fuhr langsam und ich saß auf den Funkersitz, ein Blick auf die Elbe und der Umgebung, dann wie sieht es auf dem Radarschirm aus.
Nur so konnte man sich den Verlauf der Elbe einprägen. Nachts mit Radar ging ja noch, da konnte man ja nach Draußen gucken, doch im Nebel, Jungs, das war das blödeste Gefühl was man je hatte. Graue wand um Dir umher und du sollst dich auf den Bildschirm verlassen, wo es nun lang geht,
bei Alarmfahrt gar noch mit Vollgas. Oder, eine Nachtfahrt bei Hochwasser, wenn die Buhnen unter Wasser sind.
Das erste Mal mit Radar wollte ich von der Trennungslinie wo die Grenze von Land in die Elbe übergeht, nach Dömitz fahren. Ich los, dann kam mir das Gelände komisch vor und Tatsache statt talwärts nach Dömitz bin ich bergwärts Richtung Wittenberge gefahren.
Erst hinter der GÜST Cumlosen habe ich das bemerkt.
1974 im Bootszug Horst, hatte ich eine Spezialaufgabe dort zu lösen und über ein Monat Zeit gehabt, an einer bestimmten Buhne auf BRD- Gebiet in der Nacht anzulegen. Das Wetter spielte keine Rolle, auch Nebel nicht. Dank des intensiven Training konnte ich den Auftrag im Nebel auch zur höchsten Zufriedenheit der Abteilung 2000 ausführen. Ein Orden war die Belohnung.
Ohne Radar, vor Dömitz gefahren, DA, ein Frachtschiff vor Anker, weiter, das ging dreimal bis der Funker mich aufmerksam machte:
" Meester, das ist ja immer das gleiche Schiff."
Ja, so können wir, Ihr von Berlin und wir von der Elbe viele Erlebnissee erzählen nur über das Thema NEBEL. Es fehlt der Kollege vom Schaalsee, der ist wohl im Urlaub. Fred


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04.02.2019 20:34
#41
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Zitat von Beri70 im Beitrag #36
Hallo Frank.
Ja das stimmt. Die alten Hafenlimousinen waren nicht so schnell. Das hat sich mit den damals neuen GB 066 erledigt. In Potsdam bei der Boko sind wir dann damit übers Wasser „geflogen“. Hatte keiner eine Chance. Na gut vielleicht ein paar kleine super Sportboote. In Niederneuendorf haben wir aber nur brav Bootfahren gelernt.
Der Namen „Mollis, Entenpolizei und Havelenten“ waren mir in Potsdam bekannt. Den Namen U-Bootfahrer kannte ich noch nicht. Habe ich erst im Forum gelernt. So langsam tauchen einige Erinnerungen an Hennigsdorf, aus dem Nebel der Vergangenheit, auf. Der KP gehört leider nicht dazu. Aber an das Klubhaus vom LEW kann ich mich erinnern. Vor allen Dingen an den langen Heimweg. Als wir die Brücke erreicht hatten wurde uns mit schwerer Zunge von den EK`s erzählt, dass die mutigsten von ihnen, natürlich nur im Sommer, über den Brückenboden gelaufen oder gekrochen sind. Ich stand auch davor, aber getraut hätte ich mir das nicht. Hast du davon auch gehört? Aber ich glaube die Geschichte gehört ins Reich der Phantasie.
Gruß Beri70


Durch den KP mußtet Ihr auf jeden Fall durch, wenn Ihr, ob zu Fuß oder mit Fahrzeug, nach Hennigsdorf wolltet. Das mit der Brücke kenne ich auch. Müssen aber Ausnahmen gewesen sein, denn aus unserer GK kenne ich keinen Fall, daß einer von uns das mal gemacht haben soll. Wimre, hat es da auch mal lange vor mir einen bösen Unfall gegeben, als einer von da oben den Abflug gemacht hatte. Zur Erinnerung hänge ich mal ein paar Fotos ran. Mir war es gelungen, über einen Zeitraum von etwa einem Jahr meine Kamera geheimzuhalten. Angefangen von der GA bis ca. 2 Monate vor der Entlassung konnte ich so etliche Fotos machen. Ich hätte aus heutiger Sicht noch viel mehr fotographieren sollen.
Die Fotos hatte ich am Tag der Entlassung vom LKW aus gemacht, nachdem ich meine konfiszierte Kamera zurückerhalten hatte. Daher die Bemerkungen unter den Bildern.


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04.02.2019 20:41
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#42
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( gelöscht )

Auf wie war die Stimmung in der DDR : Damals hatte man Geld und keine Möglichkeit heute ,Möglichkeit aber kein Geld. (gag )
Boko Potsdam entweder im zweiten oder dritten Diensthalbjahr bei unserer Vorschicht im Grenzdient ist mir ein besonderes Vorkommnis noch bekannt . Weil die Mannschaft zahlenmäßig nicht voll wurde musste unser Mann von der BA Kammer (Wäschekammer) mit zum Dienst als Neuling ahnungslos . Ende der Schicht wurde am Sammelpunkt die Waffe entladen bevor wir in den LKW einstiegen . (Glinickerbrücke) Es gab eine Vorschrift wie das von statten zu gehen hat aber wir alten Hasen machten das im gehen die Waffe hing natürlich mit dem Gurt bald bis zum Stiefel und wir zogen das volle Magazin, entsicherten zogen durch und fertig .Der Neuling wollte das auch so machen und es hatte ihn keiner beachtet. Er entsicherte zog durch und gab natürlich zwei kurze Feuerstöße von sich Aufregung pur nun er hatte eben das Magazin nicht entfernt. Dicht gedrängt auf dem LKW ging es zur Kompanie, da wird automatisch vor eintritt ins Gebäude noch mal durchgezogen . Nun der Neuling auch und alle sind jetzt hell wach in der Kompanie denn der Genosse hatte noch eine Mumpel im Lauf und das war seine erste und letzte Schicht am Kanten . Gut das er auf dem Lkw nicht mit der Waffe gespielt hat . Man hatte schon ein wenig aufpassen müssen denn es gab auch kaputte Typen man wollte in Friedenszeiten ganz nach Hause kommen .


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04.02.2019 20:49
avatar  Fred.S.
#43
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38. ich musste schon bei meinen 2. Einsatz als Matrose, an das Ruder der Barkasse, Obermatrose,
mein erster Bootsführer war der Meinung:
.. jedes Besatzungsmitglied musss in der Lage sein, alleine das Boot zurück in den Hafen Dömitz zu bringen...
Als Bootsführer hielt ich es genauso.
Grundsätzlich sind bei mir nur der Maschi und der Funker gefahren, da ich mit der Spezialaufklärungstechnik in der Achterplicht,
auch während der Fahrt das westliche Vorgelände aufklärte. Natürlich habe ich auch das Boot gefahren, besonders wenn wir Gäste an Bord hatten.
Hochwasser, Nachtfahrt mit Offiziere des GR-8 und unseren Kommandeur. Einer wollte wissen wo wir jetzt sind und ich sage ihm:
" im westlichen Elbvorgelände, was auch der Fall war. Keine Buhne, nur hier und da ein Strauch, die Bojen ebenfalls unter Wasser.
Die Genossen waren entsetzt, verlangten sofort das ich zur DDR-Seite fahre, ich zeigte auf die dunkle Wassermasse, und fragte: " WO ? "
Man wandte sich an den Kommandeur, der blieb ruhig und sagte: " das passiert mir auch in so einer Lage, S. zurück. " Was ich auch machte. Fred


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04.02.2019 21:11
avatar  Fred.S.
#44
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42. Zu dieser Problematik, können aber viele unser User hier etwas sagen, Obermatrose. Viele Umstände spielen dabei
eine Rolle. Du nanntest die Aufregung.
Es ist Nacht, ein GSB liegt an einen dicht von Gebüschen umgebenes Buhnenfeld an der Buhne. Der Funker der auf Posten steht,
hatte sich zum Vorschiff begeben, hört etwas, winkt den Bootsführer. Beide stehen nun auf dem Vorschiff lauschen, DA--
wieder ein Geräusch.
Der Bootsführer zieht die Pistole aus der Pistolentasche,... nimmt die Waffe, lädt durch ... ein Schuß, der Funker sackt zusammen.
Vor Aufregung hatte der Bootsführer beim ziehen der Pistole in den Abzug gegriffen mit ein Finger und das nicht bemerkt.
Dank der sofortigen Erste-Hilfe-Maßnahmen durch den Bootsführer und anlaufen des Hafen Dömitz, kam der Funker in ein Krankenhaus.
Ich sagte es ja schon mal, Obermatrose, kurze Mitteilung vor versammelter Mannschaft dann RUHE.
Der Bootsführer wurde versetzt, der Funker ??? Fred


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05.02.2019 09:31
avatar  Jörg
#45
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Das sind ja alles tolle Geschichten hier! Da wohl die allermeisten hier den Dienst am Kanten kennengelernt haben und Wissen was ich jetzt Sagen und Klarstellen möchte :
Es könnte der Eindruck entstehen, daß in den Schichten immer was los war!
Aus meinem Erleben bei weitem nicht. Überwiegend war der GD Öde und Langweilig. Manchmal hatte man schon zu tun, die Zeit rumzubekommen. Vorallem auf dem Boot, wo oft die gleichen Besatzungen Rausfuhren und dann die Gesprächsthemen immer weniger wurden. Also, ich habe in meiner Zeit auf der Boko nur ganz wenig "Aufregendes" Erleben müssen. (Gott sei Dank auch!)


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