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#21

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.02.2019 21:33
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20. Ich grüße Dich recht herzlich, Obermatrose.
Der letzte Tag, unsere Jungs, ob Matrosen und Maaten gröhlten nur,
wenn sie beim durchfahren des Kasernentor der Th.-K.-Kaserne fuhren, ihre Löffel vom W 50 warfen.
Das mit der Erinnerung, ach, Obermatrose, das hat doch vielen von uns Usern so erwischt, meine Person mit einbezogen.
An viele Einzelheiten kann man sich erinnern aber wer das an deiner Seite Damals war, == Lücke =.
Ich denke man soll das nicht so tragisch nehmen.
An vieles konnte ich mich erinnern, durch die Erzählungen, Bildern von Euch Grenzmatrosen aus den Raum Berlin, vor allen von Jörg,
aber auch durch die Berichte in letzter Zeit von Euch Anderen, wie durch Dich, Obermatrose.
Denn durch das erzählen von Erlebnissen aus der Zeit, werden Türen geöffnet und man erinnert sich, :... ja, so etwas ähnliches habe ich auch erlebt...
Schau, in den vielen Erlebnisberichten der User kann man viele Gemeinsamkeiten feststellen, besonders was man so alles angestellt hat.
Mit schmunzeln denke ich dabei an die Threads wenn man im Dienst doch mal musste, austreten, oder die Hose runter lassen.
Was haben die User da alles so gemacht und erlebt, egal ob die in Norden oder Süden === alle waren gleich ===.
Danke für Deine Antwort zu dem Bild, herrlich. Ich hatte mich nämlich gewundert das kein Matrose eine Auszeichnung getragen hat. Nun weiß ich es.
Die Vereidigung. Nicht nur Du fluchst, wenn Du an Deine Ausbildungszeit denkst. Ein jeder User macht das hier und erzählt wie schön es dagegen auf den Grenzkompanien gewesen ist. Geht mir genauso. Ihr 3000m im Park gelaufen, wir mussten im Muni-Gelände von Dömitz, die Hügel hoch und runter mit einen Kameraden noch auf den Buckel. Genug erst einmal. mfg. Fred


Jörg, berndk5 und obermatrose haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#22

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.02.2019 22:12
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Einmal hatte ich als Postenführer einen Uffz. Resi ,der früher im GR.33 gedient hatte und der die Abschnitte von früher kannte.
Jedenfalls goss es in dieser Nacht wie aus Kübeln.Der erste Weg führte sofort zum Postenturm,Hund drin fest gemacht,die Eisenleiter hoch.
Nun gab mir der Resi bekannt,bilde dir bloß nicht ein,das ich bei den Wetter einen Schritt vor die Tür gehe und schon ging er in Ruhestellung.
Ich natürlich auch.So haben wir unseren Dienst als Horchposten überstanden.


„Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht Bankrott gehen will.“
Marcus Tullius Cicero
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zuletzt bearbeitet 01.02.2019 22:13 | nach oben springen

#23

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.02.2019 21:40
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Hallo Obermatrose.
Auch ich bin in Oranienburg im Schloss bei der 5.GAK gelandet. Ab zur Einkleidung. Große Zeltplane und alles rein. Warten und dann mit S4000 nach Germendorf ins Zeltlager. Dort angekommen machte ich zuerst mit dem Spieß Hauptfeld Kolbe Bekanntschaft. Weil ich immmer noch in Zivil rum lief hatte ich gleich, er nannte es Arbeitsverrichtungen, am Hals. Eigendlich war ich noch gar nicht richtig da. In Germendorf wurde ich zum Kraftfahrer ausgebildet auf dem S4000.
Frühsport, Sturmbahn, mit S4000 durchs Gelände fahren und Sand zwischen den Zähnen war mein tägliches Brot. War ja alles gleich hinter unseren Zelten. Vereidigt wurde ich auch in Sachsenhausen. Besonders gefallen hat mir immer das Aufräumen und kehren der Zelte. Der Spieß hat nur gemeckert und Arbeitsverrichtungen verteilt.
Nach vier Monaten wurde ich unerwartet nach Hennigsdorf (Niederneuendorf) versetzt. Dort habe ich in zwei Monaten Boot fahren gelernt und wurde zum Maschinisten ausgebildet. Erst nach Abschluss dieser Ausbildung bekamen wir die Matrosenuniform und es ging nach Potsdam zur Boko.
Ich wurde im Mai1969 eingezogen. Zu dieser Zeit war in ganz Oranienburg und Umgebung kein einziger Matrose zu sehen.
Gruß Beri70


Fred.S., Ehli, vs1400 und obermatrose haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#24

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.02.2019 22:40
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23. Interessant Beri70, Dein Anfang bei den GT.
Auch ich wurde zum Grenzsoldaten an Land ausgebildet,
unverhofft dann als Funker in der Bootsgruppe Dömitz danach eingesetzt.
Nach meiner weiter Verpflichtung auf 3 Jahre ohne Ausbildung als Motorenmeister auf einer Hafenbarkasse.
Erst im Februr 1968 eine 14-tätige Ausbildung mit anderen Bootsführern und Maschinisten auf unseren Reparaturstützpunkt am Objekt 066,
wie Du unten auf dem Bild siehst.
Das Objekt 075 habe ich mit unseren Offizier für Bootstechnik auf der Werft Rechlin dann auf seine Fahreigenschaften auf der Müritz ausgiebig getestet für 14 Tage und zuerst auf der Elbe damit gefahren, alles zu Testzwecken und einen " Andrang von Zollbooten " auf dieses Objekt dabei gehabt.
Eintrag zum führen des Objekt 075 - Fehlanzeige, aber für das Objekt 12, wie Du siehst, auch ohne Ausbildung.
Wie schon oft erwähnt kamen dann ab 1967 die Matrosen aus Oranienburg und die Motorenmeister von Prora zu uns.
Und eine Ausbildung eines Motorenmeister zum Bootsführer, erfolgte bis 1983 in der Praxis auf der jeweiligen Besatzung durch den Bootsführer für ein halbes oder max, ein Jahr. Dann wurde der Obermaat zum Bootsführer ernannt und versah für 1 Jahr hier seinen Dienst. Fred

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 02.02.2019 22:40 | nach oben springen

#25

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.02.2019 22:48
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Zitat von Beri70 im Beitrag #23
Hallo Obermatrose.
Auch ich bin in Oranienburg im Schloss bei der 5.GAK gelandet. Ab zur Einkleidung. Große Zeltplane und alles rein. Warten und dann mit S4000 nach Germendorf ins Zeltlager. Dort angekommen machte ich zuerst mit dem Spieß Hauptfeld Kolbe Bekanntschaft. Weil ich immmer noch in Zivil rum lief hatte ich gleich, er nannte es Arbeitsverrichtungen, am Hals. Eigendlich war ich noch gar nicht richtig da. In Germendorf wurde ich zum Kraftfahrer ausgebildet auf dem S4000.
Frühsport, Sturmbahn, mit S4000 durchs Gelände fahren und Sand zwischen den Zähnen war mein tägliches Brot. War ja alles gleich hinter unseren Zelten. Vereidigt wurde ich auch in Sachsenhausen. Besonders gefallen hat mir immer das Aufräumen und kehren der Zelte. Der Spieß hat nur gemeckert und Arbeitsverrichtungen verteilt.
Nach vier Monaten wurde ich unerwartet nach Hennigsdorf (Niederneuendorf) versetzt. Dort habe ich in zwei Monaten Boot fahren gelernt und wurde zum Maschinisten ausgebildet. Erst nach Abschluss dieser Ausbildung bekamen wir die Matrosenuniform und es ging nach Potsdam zur Boko.
Ich wurde im Mai1969 eingezogen. Zu dieser Zeit war in ganz Oranienburg und Umgebung kein einziger Matrose zu sehen.
Gruß Beri70


Na endlich mal einer, der fast zur gleichen Zeit in Niederneuendorf war. 1968 im Frühjahr nach der GA in Hohenneuendorf (Schwere Kompanie) zur 1.GK dort versetzt. Bis etwa März 68 "hausten" wir noch in der Baracke, den KS von Euch geradeaus ca. einen Km am Oberjägerweg. Dann sind wir die letzten beiden Monate zu Euch in das feste Gebäude umgezogen. Von dem ganzen Gelände einschl. Kaserne steht nichts mehr. Alles Neubauten. Nur der Bootsschuppen steht noch und wird von einem Jachtclub genutzt. Unserer Berührungspunkt war de Exklave Erlengrund/Fichtewiese, wo wir tolle Sachen bezüglich Kontaktaufnahmen durchzogen. Ich war dort mal illegal ca. 10 m "drüben". Bezüglich Mädchen hattet Ihr ja die etwas größeren Chancen wegen der Uniform. Ansonsten wollten die "anständigen" Mädchen dort kaum was von uns wissen. Vor ein paar Jahren war ich mit zwei anderen Ehemaligen dort und haben alles abgelaufen.


Fred.S. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.02.2019 22:54
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Fred, wenn man den Schein für den 066iger hatte, bräuchte man für die 075iger nur noch n paar Fahrübungsstunden und eine kurze Unterweisung. Der 075iger wurde dann nicht mehr extra eingetragen. Steht bei mir auch nicht drin. Nur der 066iger und das 12 Boot.

Angefügte Bilder:
Fred.S. hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.02.2019 23:15 | nach oben springen

#27

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.02.2019 10:33
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26. Danke, Jörg, man lernt nie aus.
Ein oder zwei User haben auf der Weft in Rechlin/ Müritz/Elbe gearbeitet
und hier auch von den Objekten 066 und 075 berichtet,
Die Herstellung der 075, mein Offizier und ich, durften uns die Fertigung des Bootskörper mit ansehen.
Das war sehr interessant, wie der Bootskörper so geschaffen wurde.
Das kennenlernen der neuen Technik war ein bischen anstrengend,
aber dann Jörg, zum erstenmal auf das Boot am Ruder, langsam rauf auf die Müritz und die Techniker der Werft an Bord forderten mich nun auf,
mit Vollgas die verschiedensten Manöver durchzuführen.
Sagen dazu -- einfach herrlich --, mehr brauche ich nicht, denn ihr Jungs von Berlin habt ja zu den Fahreigenschaften der 075 schon genug geschrieben.
Eine Woche lang, von Morgens bis Nachts Testfahrten durchgeführt, protokolliert und DANN == Dömitz auf der Elbe.
Ich platzte fast vor Stolz als ich Zollboote begegnete. Und die schauten erst. Ich wollte mal so richtig aufdrehen,
Denen wegfahren--- das Testprogramm verbot mir sowas zu machen.
Und der eindringliche Befehl der Vorgesetzten: " Keine Schaufahrten mit Zollbooten "
Die versuchten es immer wieder besonders mit ihren neuen schnellen Coronetbooten.- siehe Bild Mitte
Aber Jörg, im Gegensatz zu Euch liebte ich die 066 - Bild links, und bin auch bis zum Schluss nur auf diesen Typ gefahren, nachdem die Testreihe mit der 075 auf der Elbe beendet war und sie nun in den regulären Grenzdienst mit aufgenommen wurde. - Bild rechts. Fred

Angefügte Bilder:
Jörg und der sturmbahn könig haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.02.2019 11:08 | nach oben springen

#28

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.02.2019 12:13
von Jörg | 116 Beiträge | 1578 Punkte
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Ja, Fred, die 066iger waren auch gut. Geräumiger, Robuster, konnten auch mal n Rempler ab. Für die Elbe, denke mal besser, gut geeignet. Bin die ja auch noch ne Weile gefahren. So ab Mitte 79 hatten wir in Potsdam aber keine mehr!
Die 075 waren in der Höchstgeschwindigkeit geringfügig langsamer wie die 066 iger. Aber halt leichter und unglaublich wendig. Also gut für die doch teilweise engeren Gewässer in und um Berlin gut geeignet. Mit dem PVC verbundgeklebten Bootskörper mußte man etwas vorsichtiger Umgehen.
Die größte Schwachstelle, technischer Seite, war meines Erachtens das hydraulische Wendegetriebe aus DDR - Produktion. Da flog bei etwas ruppiger Behandlung schon mal ein Öldruckschlauch, eine Schelle usw. weg. Da war dann ordentl.Hydraulickölwischen im Maschinenraum angesagt. Trotsdem, ein feines Schiffchen gewesen.

Angefügte Bilder:
Fred.S. hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.02.2019 12:29 | nach oben springen

#29

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.02.2019 14:11
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28. Ja, Jörg, ich war auch nach der ersten Probefahrt volles Lobes über die 075 gewesen.
Während der Testzeiten sind keine Probleme oder Mängel mit den Antrieben und Motoren aufgetreten.
Siehst Du, muss denken, geschrieben schon oft, mit zwei Besatzungen und zwei 066 abgeholt von Euch.
Welche Einheit ? Frag mich nicht, mit dem LO dahin, Boote übernommen,keine Zeit gehabt sich näher dort umzusehen.
Rauf auf die Boote, ein Bootsführer von dieser Kompanie stieg bei den führenden Bootsführer von uns,
ein alter erfahrener Stabsobermeister, zu und führte uns bis zu der Grenzstelle im Kanal,
dort stieg der Bootsführer, der uns bis dahin durch die Gewässer führte, von Bord.
Das war die Zeit wo Ihr die 075 bekommen habt, gleich zum Anfang der Umstruktuierung von 066 auf 075. Fred


zuletzt bearbeitet 03.02.2019 17:00 | nach oben springen

#30

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.02.2019 18:31
von Beri70 | 19 Beiträge | 201 Punkte
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Hallo DoreHolm.
Leider muss ich dir sagen, dass ich nur sehr kurz in Niederneuendorf war und zwar vom Sep. bis Okt. 1969. Was den Grenzdienst betrifft habe ich keine Ahnung von Straßen und Abschnitten. Ich weiß nicht mal, ob ich jemals in Niederneuendorf an der Grenze war. Vielleicht mal Objektwache. Aber was mir noch gut in Erinnerung ist, wenn wir mal Ausgang hatten, der lange Weg nach Hennigsdorf über die Brücke und zurück.
Namen und Dienstgrade totale Fehlanzeig. Aber an meine Ausbildung als Maschinist und die Fahrschule auf den zwei Bootstypen kann ich mich noch genau erinnern. Mein Ausbilder war ein Obermeister. Der hat sich manchmal die Haare gerauft, wenn ich mit der Hafenlimousine entweder gegen den Steg gebumst bin oder 2-3m vor dem Steg gestanden habe und ein Festmachen des Bootes unmöglich war. Mit dem neun GB 066 ging es etwas einfacher, aber das Anlegen hatte auch so seine Tücken. Alle die mal Boot fahren gelernt haben und vorher LKW gefahren sind, wissen wovon ich spreche. Übrigens die Matrosenuniform haben wir erst nach dem Lehrgang in Niederneuendorf bekommen. Dann ging es ab zur Boko nach Potsdam.
Gruß Beri70


Fred.S. und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#31

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.02.2019 20:53
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30. Grüß Dich, Beri70,
Hafenlimousinen wie Ihr sie hattet, haben wir nicht gehabt. Die Kurierboote, als Schnellboote.- siehe Bild.
Mit dem An-und Ablegen der Hafenbarkassen hatte ich keine Schwierigkeiten und mit den Objekten 066
auch nicht. Das kam auch daher das wir in der Elde übten und somit immer längsseits an den Anleger fuhren.
Aufgelaufen mit meiner Barkasse bin ich mehrmals auf der Elbe zum Anfang als Bootsführer.
Oft von alleine wieder durch Schaukelbewegungen freigekommen, aber einmal im Raum der Stadt Hitzacker, sah das Zollboot " Hitzacker " meine Bemühungen frei zu kommen, da warfen sie mir ein Seil zu, ohne nachzudenken, befestigte ich es am Heck und man zog mich von der unter Wasser liegenden Sandbank runter. Natürlich mich militärisch bedankt. Aber kein Wort haben wir darüber gemeldet.
Mit den Objekt 066 bin ich auch eine Nacht bei Hochwasser auf einer unter Wasser liegenden Buhne gefahren.
Mit dem Lecksegel am Bug vertäut, links und rechts ein 066er, ging es ab nach Boizenburg. Ich Esel, dachte als ich die Flurplatten hochhob in der Kabine, ein Leck... Beri, das war Wasser was bei stürmischen Wellengang durch die Vorpiekluke ins Boot geschwappt war.
Da stand ich dann vor meinen Zugführer, wie ein begossener Pudel da. Fred

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 03.02.2019 20:57 | nach oben springen

#32

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.02.2019 21:26
von DoreHolm | 11.830 Beiträge | 22266 Punkte
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Zitat von Beri70 im Beitrag #30
Hallo DoreHolm.
Leider muss ich dir sagen, dass ich nur sehr kurz in Niederneuendorf war und zwar vom Sep. bis Okt. 1969. Was den Grenzdienst betrifft habe ich keine Ahnung von Straßen und Abschnitten. Ich weiß nicht mal, ob ich jemals in Niederneuendorf an der Grenze war. Vielleicht mal Objektwache. Aber was mir noch gut in Erinnerung ist, wenn wir mal Ausgang hatten, der lange Weg nach Hennigsdorf über die Brücke und zurück.
Namen und Dienstgrade totale Fehlanzeig. Aber an meine Ausbildung als Maschinist und die Fahrschule auf den zwei Bootstypen kann ich mich noch genau erinnern. Mein Ausbilder war ein Obermeister. Der hat sich manchmal die Haare gerauft, wenn ich mit der Hafenlimousine entweder gegen den Steg gebumst bin oder 2-3m vor dem Steg gestanden habe und ein Festmachen des Bootes unmöglich war. Mit dem neun GB 066 ging es etwas einfacher, aber das Anlegen hatte auch so seine Tücken. Alle die mal Boot fahren gelernt haben und vorher LKW gefahren sind, wissen wovon ich spreche. Übrigens die Matrosenuniform haben wir erst nach dem Lehrgang in Niederneuendorf bekommen. Dann ging es ab zur Boko nach Potsdam.
Gruß Beri70


Kann mich noch erinnern, daß die Mollies immer beklagten, daß die Sportboote von drüben mt ihnen Haschen spielten. Unsere waren viel zu langsam und da waren die von Drüben schon längst wieder in WB Gewässern. Bis dann neue Boote mit Volvo-Motor kamen. Die hatten das im Griff. Stimmte das so ? Weißt Du, wie die Mollies auch genannt wurden ? Die U-Boot-Fahrer. Das kam, weil bei Geikelei, sich gegenseitig im sehr spitzen Winkel zu rammen, der Winkel doch nicht so spitz war und eines der Boote auf Grund gegangen ist. Weiter hat sich mal ein Bootsführer (Maat) 10 Tage Bau eingehandelt, weil er in der Nacht ein Wildschwen erschossen hat, welches im Uferstacheldraht randaliert hatte. Das sind so Stories, die so erzählt wurden und als Nachbarkompanie und weil man sich im Ausgang immer mal sah, haben wir das auch mitbekommen.
Ja, an den langen Fußmarsch zum LEW-Klubhaus kann ich mch auch noch erinnern. Ich glaube, so etwa 4 km waren das mindestens. Naja, heimwärts haben wir das nicht mehr so gemerkt, so voll wie wir da meist waren. An den KP kannst Du Dich doch aber erinnern ? Dort den KS etwa noch 200 m weiter, hatte ich als Postenführer und Kradfahrer meinen ersten und einzigen Durchbruch, aber im frischen Schnee haben wir ihn 10 - 15 min später gehabt. Posten am KP und das in der Nacht im Winter, das war der schlimmste Posten. Langweilig, nichts zum Hinsetzen und arschkalt. Hatte mich auch ein paar mal erwischt, obwohl ich sonst Kradfahrer war.
Gruß Frank


Fred.S. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#33

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.02.2019 21:56
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32. Ja, Dore Holm, bis zu den Einsatz der Schnellboote der Objekte 066 hatten die Zollboote auch bei uns auf der Elbe,
das " Sagen". Man fuhr neben unsere Barkassen nebenher und -- warf in den damaligen Zeiten,
Bananen , Apfelsinen zu uns in den Booten, welche wir LEIDER nach Dienstende abgeben mussten.
Auch ich, habe nachdem ich ein 066 bekommen hatte, es drauf gehabt, den Zollbooten jetzt " Paroli " zu bieten.
Dann brachte der Zoll ihre neuen Schnellboote auf der Elbe vom Typ " Coronet " habe ein Bild eingestellt, zum Einsatz.
Man war ebenbürtig dann in der Schnelligkeit.
Nun in der Elbe haben wir kein Boot versenkt, aber ein Motorenmeister wusch intensiv mit Waschbenzin bei geschlossenen Fenstern,
den Dieselmotor seiner Hafenbarkasse um nach getaner Arbeit sich dann in der gleichen Kabine eine Zigarette anzuzünden.
Ich kam gerade von einen Einsatz zurück und wir sahen schon Kilometer weit eine schwarze Rauchwolke. Das Boot ausgebrannt und Dore Holm, wie immer in solchen Fällen, man sagte beim nächsten Morgenappell nur das es zu einen Unfall auf dem Boot gekommen sei, dann RUHE.
Auch kein Hinweis, was und wie es dem Maschi gegangen ist. Fred


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.02.2019 22:23 | nach oben springen

#34

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.02.2019 22:12
von Fred.S. | 3.540 Beiträge | 29754 Punkte
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Unser Waschraum, in der Mitte auf jeder Seite drei große Bottiche, links in der Ecke ein übergroßer Wasserboiler,
den alle ob Maat oder Matrose schön fütterten, damit man immer heißes Wasser hatte,
und neben den Boiler drei offene Duschen, davor eine Leine bis zum Fenster gespannt um unsere Sachen zu trocknen.
Ein Matrose hängt seine stark verschmutzte Arbeitshose auf und reinigt intensiv Diese mit Waschbenzin. Fenster geschlossen.
Ein Maat kommt mit Kohlen in den Raum , öffnet die Ofenklappe, fummelt mit den Schürhaken im Feuer, === Ein Knall, ===
die Fliesen platzen und sprangen von den Wänden, die Wäsche stand in Flammen und Gott sei Dank unser Held nur leichte Verbrennungen an den Händen und Armen und der Maat saß rußverschmiert auf den Boden. Das wichtigste aber war, === das der Ofen noch funktionsfähig war. Fred


DoreHolm und der sturmbahn könig haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 04.02.2019 14:04
von der sturmbahn könig | 1.134 Beiträge | 6339 Punkte
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Zitat von Fred.S. im Beitrag #34
Unser Waschraum, in der Mitte auf jeder Seite drei große Bottiche, links in der Ecke ein übergroßer Wasserboiler,
den alle ob Maat oder Matrose schön fütterten, damit man immer heißes Wasser hatte,
und neben den Boiler drei offene Duschen, davor eine Leine bis zum Fenster gespannt um unsere Sachen zu trocknen.
Ein Matrose hängt seine stark verschmutzte Arbeitshose auf und reinigt intensiv Diese mit Waschbenzin. Fenster geschlossen.
Ein Maat kommt mit Kohlen in den Raum , öffnet die Ofenklappe, fummelt mit den Schürhaken im Feuer, === Ein Knall, ===
die Fliesen platzen und sprangen von den Wänden, die Wäsche stand in Flammen und Gott sei Dank unser Held nur leichte Verbrennungen an den Händen und Armen und der Maat saß rußverschmiert auf den Boden. Das wichtigste aber war, === das der Ofen noch funktionsfähig war. Fred
fred,da sag ich ,haste glück gehabt,,


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#36

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 04.02.2019 18:49
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Hallo Frank.
Ja das stimmt. Die alten Hafenlimousinen waren nicht so schnell. Das hat sich mit den damals neuen GB 066 erledigt. In Potsdam bei der Boko sind wir dann damit übers Wasser „geflogen“. Hatte keiner eine Chance. Na gut vielleicht ein paar kleine super Sportboote. In Niederneuendorf haben wir aber nur brav Bootfahren gelernt.
Der Namen „Mollis, Entenpolizei und Havelenten“ waren mir in Potsdam bekannt. Den Namen U-Bootfahrer kannte ich noch nicht. Habe ich erst im Forum gelernt. So langsam tauchen einige Erinnerungen an Hennigsdorf, aus dem Nebel der Vergangenheit, auf. Der KP gehört leider nicht dazu. Aber an das Klubhaus vom LEW kann ich mich erinnern. Vor allen Dingen an den langen Heimweg. Als wir die Brücke erreicht hatten wurde uns mit schwerer Zunge von den EK`s erzählt, dass die mutigsten von ihnen, natürlich nur im Sommer, über den Brückenboden gelaufen oder gekrochen sind. Ich stand auch davor, aber getraut hätte ich mir das nicht. Hast du davon auch gehört? Aber ich glaube die Geschichte gehört ins Reich der Phantasie.
Gruß Beri70


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#37

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 04.02.2019 19:17
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Stimmt Jörg hat ein paar Namen genannt gleich waren die Gesichter wieder vor mir und etwaige Gegebenheiten .Mir fällt immer mehr ein bei sehr schlechtem Wetter starkem Nebel oder Eis sollte die Bootschicht eigentlich immer ausfallen aber wir wollten es trotzdem versuchen ,der Grund lag auf der Hand rausfahren ,reinfahren ,nachbereiten und an Land einsetzen war meist die halbe Schicht vorüber . Man versuchte, es kam auf den Dienstplan an so weit wie möglich rauszufahren . Dann war so viel Nebel das bald unser Boot vom Führungspunkt zurück beordert wurde . Dann ging es zurück zum Hafen ich liege auf der Bootspitze denn man sah überhaupt nichts mehr und taste nur nach den Grenzbojen wenn es schepperte . Ich hatte nur die Aufgabe festzustellen welche Farbe die Boje hat also ob wir gerade in Freundes oder Feindesland sind vor allem ganz hinten Griebnitzsee wo es zwischen den Ufern enger war . Im Winter ich weiß nicht mehr mit welchem Boot, das nahmen wir zum Eisbrechen das war schwerer . Einmal in der Nähe der Pfaueninsel sah ich einen Schwan der war über Nacht fest gefroren also hin und frei gepickert ,gerettet.


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#38

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 04.02.2019 19:37
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Germendorf hat mich unheimlich viele Blasen an den Füßen gekostet wir sind in voller Montur vom Schloss dort hin marschiert auch mit Einlage Gas .Unser Fähnrich in O-burg hieß Hüselitz. Wir haben über dem Speisesaal geschlafen und mal einen getrunken .Weil man ja nichts mehr vertragen hat hatte ich aus dem Fenster gekotzt bei Nebel hörte sich das bestimmt bei dem umbauten Schlosshof schlimm an. Am anderen Morgen beim Apell sagte der Fähnrich nur ich habe gar nicht gewusst das bei uns in der Kompanie Hirsche sind .

Zu Boot fahren meist waren die Bootführer froh wenn sie mal nicht fahren brauchten und da übernahm ich, wie gesagt es machte schon was her wenn ich unter der Brücke mit voll Speed durch da stand das Boot oder wenn man mal im Kreis gefahren ist gab es einen Sog.


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#39

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 04.02.2019 20:06
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37. zu Nebel, Obermatrose, da kann der User Boizenburg auch einiges erzählen aber auch ich.
Am 03.12.65 mit einer Barkasse auf Streife, Nebel der immer dichter wurde, schließlich fuhr mein Bootsführer auf einer Buhne auf.
Aber wo ?
Und so kam es: " S. geh gucken wo wir sind, ist auf den Deich Stacheldraht sind wir bei uns, wenn nicht, komm zurück. "
Obermatrose, Ohren wie ein Hase, langsam im feuchtn Gras schlurfend ich los. Kam auch auf ein Deich oben an.
Keine Stacheldrahtrolle, dafür etwa Dunkles auf dem Deich. Eine Holzhütte vom Zoll. Da hatte ich die Erkennznis:
=== Ich bin im Westen ===, wie zurück, Nebel, aber ich sah im feuchten Gras meine Spur, die entlang, gerufen nach dem Boot, man antwortete mit dem Signalhorn. An Bord sagte ich ihm ganz aufgeregt das wir im Westen seien, was ihm nicht störte. Er wartete den Nebel ab und wir setzten unseren Dienst fort. Fred

Angefügte Bilder:
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#40

RE: Episoden im im Grenzdienst die man nicht vergißt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 04.02.2019 20:34
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zu 37. das Radar, ein schönes und lautes Hilfsmittel. Wenn man an einer Buhne zur Nachtzeit lag,
konnte eine Person uns hören wenn das Radar in Betrieb war. Wie das bei Euch war, Ihr müsstest eigentlich die Umrisse
von den Kanal erkannt haben. Hier auf der Elbe sah es anders aus.
Die Kenntnisse zum fahren mit Radar konnte man sich nur am Tage erwerben.
Der Maschi fuhr langsam und ich saß auf den Funkersitz, ein Blick auf die Elbe und der Umgebung, dann wie sieht es auf dem Radarschirm aus.
Nur so konnte man sich den Verlauf der Elbe einprägen. Nachts mit Radar ging ja noch, da konnte man ja nach Draußen gucken, doch im Nebel, Jungs, das war das blödeste Gefühl was man je hatte. Graue wand um Dir umher und du sollst dich auf den Bildschirm verlassen, wo es nun lang geht,
bei Alarmfahrt gar noch mit Vollgas. Oder, eine Nachtfahrt bei Hochwasser, wenn die Buhnen unter Wasser sind.
Das erste Mal mit Radar wollte ich von der Trennungslinie wo die Grenze von Land in die Elbe übergeht, nach Dömitz fahren. Ich los, dann kam mir das Gelände komisch vor und Tatsache statt talwärts nach Dömitz bin ich bergwärts Richtung Wittenberge gefahren.
Erst hinter der GÜST Cumlosen habe ich das bemerkt.
1974 im Bootszug Horst, hatte ich eine Spezialaufgabe dort zu lösen und über ein Monat Zeit gehabt, an einer bestimmten Buhne auf BRD- Gebiet in der Nacht anzulegen. Das Wetter spielte keine Rolle, auch Nebel nicht. Dank des intensiven Training konnte ich den Auftrag im Nebel auch zur höchsten Zufriedenheit der Abteilung 2000 ausführen. Ein Orden war die Belohnung.
Ohne Radar, vor Dömitz gefahren, DA, ein Frachtschiff vor Anker, weiter, das ging dreimal bis der Funker mich aufmerksam machte:
" Meester, das ist ja immer das gleiche Schiff."
Ja, so können wir, Ihr von Berlin und wir von der Elbe viele Erlebnissee erzählen nur über das Thema NEBEL. Es fehlt der Kollege vom Schaalsee, der ist wohl im Urlaub. Fred


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