Frankreich, was ist dort los?

  • Seite 2 von 17
09.12.2018 12:51 (zuletzt bearbeitet: 09.12.2018 12:54)
#16
avatar

Zitat von Lutze im Beitrag #3
Wer hat denn diese Macron-Regierung gewählt?
Lutze

Die Franzosen wählen nicht aus Überzeugung, sondern wählen denjenigen nicht, welchen sie nicht wollen. In dem Falle galt es Marine Le Pen zu verhindern, weil man Macron für das kleinere Übel hielt. Wohin es führen kann, wenn man nicht weiß was man will, sieht man nun in Form der Proteste.

Ari

Alles wird gut!

 Antworten

 Beitrag melden
09.12.2018 13:46 (zuletzt bearbeitet: 09.12.2018 13:50)
#17
avatar

Mal die Berechtigung der Proteste von ihren Zielen abgeleitet.

Unsere leider zu geringen Proteste richten sich gegen die Destabilisierung des Landes durch unkontrollierte Zuwanderung, gegen die Kungelei der Regierung mit den Autokonzernen und gegen die verlogene Umweltpolitik.
Das alles finde ich berechtigt, weil die Erfüllung daraus resultierender Forderungen dem Land nützen und es stabilisieren würden.

Die französischen Proteste richten sich gegen eine vielfältige staaliche Last.
Aber das Land ist in einer wirtschaftlichen Dauerkrise und trotzdem gehen die Franzosen z. B. noch immer früher in Rente als wir.
Die Erfüllung der für den Einzelnen verständlichen Forderungen würde das Land in noch tiefere Krisen stürzen.
Bei denen hilft nur eine Roßkur.
Nüchtern betrachtet fährt Macron also den richtigen Kurs. Nur müßte er die Reichen mehr in die Pflicht nehmen.

Im noch mehr gebeutelten Griechenland war Tsipras der Volkstribun, der sich bei der auf seine Wahl folgenden Roßkur selbst durch massive Proteste nicht erweichen ließ.
Und scheinbar erholt sich das Land, trotz aller Ungerechtigkeit zum Nutzen aller.
Die ebenso temperamentvollen Griechen haben sich jedenfalls beruhigt.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


 Antworten

 Beitrag melden
09.12.2018 14:29
#18
avatar

Zitat von Freienhagener im Beitrag #17

Die französischen Proteste richten sich gegen eine vielfältige staaliche Last.
Aber das Land ist in einer wirtschaftlichen Dauerkrise und trotzdem gehen die Franzosen z. B. noch immer früher in Rente als wir.
Die Erfüllung der für den Einzelnen verständlichen Forderungen würde das Land in noch tiefere Krisen stürzen.
Bei denen hilft nur eine Roßkur.

Nüchtern betrachtet fährt Macron also den richtigen Kurs. Nur müßte er die Reichen mehr in die Pflicht nehmen.

Im noch mehr gebeutelten Griechenland war Tsipras der Volkstribun, der sich bei der auf seine Wahl folgenden Roßkur selbst durch massive Proteste nicht erweichen ließ.
Und scheinbar erholt sich das Land, trotz aller Ungerechtigkeit zum Nutzen aller.
Die ebenso temperamentvollen Griechen haben sich jedenfalls beruhigt.


Ist das nicht etwas zu viel großdeutscher Klugscheissermodus ? (nicht persönlich gemeint)
Wann wer und warum jemand in Rente geht, das sollte jeder Staat mit sich selbst ausmachen.
Ebenso Zuwanderung, Besteuerung, Arbeitszeiten, Löhne, Gehälter und Preise.
Dazu braucht es nicht, wie in der jüngeren Vergangenheit immer wieder gezeigt, den deutschen erhobenen Zeigefinger.
Wenn in D. nicht bald ein Ruck durch die Politik geht, in Sinne von mehr Bürgernähe, was Mieten, Kosten und Abgaben anbelangt,
befürchte ich, daß nicht ewig diese gegenwärtig noch bleiernder Ruhe Bestand haben wird.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
.Die geistige Blindheit breitet sich weiter aus: Immer mehr sehen nur noch, was ihnen ins Auge springt.
.E.Ferstl

.

 Antworten

 Beitrag melden
09.12.2018 14:29
avatar  ( gelöscht )
#19
avatar
( gelöscht )

Wir sollten uns an Frankreich ein Beispiel nehmen und auch mehr zur Durchsetzung unserer Interessen auf die Straße gehen. Außer nach solchen Morden wie in Chemnitz passiert doch nicht viel, leider.....


 Antworten

 Beitrag melden
09.12.2018 14:36 (zuletzt bearbeitet: 09.12.2018 14:44)
#20
avatar

Das Problem ist, Frankreich ist weitgehend ein Agrarland außer den Speckgürteln von Paris und einigen Regionen.
Sie haben wenig Industrie mit Gewinnpotenzial, dazu kommt das auch die Franzosen ihre Werkbank inzwischen in China haben
was eine Unmenge an Arbeitsplätzen gekostet hat.
Daraus resultieren geringere Einnahmen aus Steuern, Sozialabgaben und logischerweise fehlende Einzahlungen in die Rentenkasse.
Wenn auch bei uns nicht darüber gesprochen wird......Frankreich ist finanziell auf dem Stand wie Italien, also fast am Ende.
Die Gesamtausgaben sind höher als die Einahmen, der Staat muß schon eine Roßkur machen....aber er beginnt wie immer
am falschen Ende.
Zwangsanleihen bei den Superreichen wäre ein Weg, den verhindert aber Brüssel (EU), das mit deutscher Unterstützung.

________________________________________________________________________________________________________________
Jene, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten, pflügen heute für diejenigen die ihre Schwerter behielten.

 Antworten

 Beitrag melden
09.12.2018 14:43
#21
avatar

Da die Arbeitslosigkeit in F. seit Jahren sinkt, kann es aber auch wieder nicht so dramatisch sein.
https://de.statista.com/statistik/daten/...-in-frankreich/
Natürlich darf man den Schulmeistermodus deutscher Quellen dabei nicht als alleinige Wahrheit nehmen.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
.Die geistige Blindheit breitet sich weiter aus: Immer mehr sehen nur noch, was ihnen ins Auge springt.
.E.Ferstl

.

 Antworten

 Beitrag melden
09.12.2018 15:01 (zuletzt bearbeitet: 09.12.2018 15:03)
#22
avatar

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #18
[quote="Freienhagener"|p694722]
Die französischen Proteste richten sich gegen eine vielfältige staaliche Last.
Aber das Land ist in einer wirtschaftlichen Dauerkrise und trotzdem gehen die Franzosen z. B. noch immer früher in Rente als wir.
Die Erfüllung der für den Einzelnen verständlichen Forderungen würde das Land in noch tiefere Krisen stürzen.
Bei denen hilft nur eine Roßkur.

Nüchtern betrachtet fährt Macron also den richtigen Kurs. Nur müßte er die Reichen mehr in die Pflicht nehmen.

Im noch mehr gebeutelten Griechenland war Tsipras der Volkstribun, der sich bei der auf seine Wahl folgenden Roßkur selbst durch massive Proteste nicht erweichen ließ.
Und scheinbar erholt sich das Land, trotz aller Ungerechtigkeit zum Nutzen aller.
Die ebenso temperamentvollen Griechen haben sich jedenfalls beruhigt.


Ist das nicht etwas zu viel großdeutscher Klugscheissermodus ? (nicht persönlich gemeint)
Wann wer und warum jemand in Rente geht, das sollte jeder Staat mit sich selbst ausmachen.
Ebenso Zuwanderung, Besteuerung, Arbeitszeiten, Löhne, Gehälter und Preise.
Dazu braucht es nicht, wie in der jüngeren Vergangenheit immer wieder gezeigt, den deutschen erhobenen Zeigefinger.
Wenn in D. nicht bald ein Ruck durch die Politik geht, in Sinne von mehr Bürgernähe, was Mieten, Kosten und Abgaben anbelangt,
befürchte ich, daß nicht ewig diese gegenwärtig noch bleiernder Ruhe Bestand haben wird.

-------------------------------------------------------

Hake ruhig nach. Ich erkläre mich gerne.


An Bevormundung von außen habe ich gar nicht gedacht.
Ich meine nur, daß eine schlechte wirtschaftliche Lage durch Erhöhung der Sozialausgaben nur schlimmer werden kann - so sehr der Verdruß der Betroffenen verständlich ist.
Da auch eine stärkere Belastung der Reichen nichts grundsätzlich ändern würde (selbst eine Enteignung brachte ja woanders bekanntlich nichts) - bleibt nur eine Roßkur.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


 Antworten

 Beitrag melden
09.12.2018 15:09 (zuletzt bearbeitet: 09.12.2018 15:11)
#23
avatar

Macron ist in einer Zwickmühle:
Um das Land zu beruhigen, muß er nachgeben.

Aber damit verschärfen sich die wirtschaftlichen Probleme.
Letztendlich werden die Bürger noch unzufriedener.

Es droht eine Abwärtsspirale, die zu griechischen Verhältnissen führen könnte. Ich meine die Verhältnisse vor dem Eingreifen der EU.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


 Antworten

 Beitrag melden
09.12.2018 15:52
avatar  TOMMI
#24
avatar

Ich denke mal, es ist eine allgemeine "Schauze-voll-Stimmung" dort. Zumal sind die Franzosen ein rebellisches Volk.Allein das ist eine explosive Mischung. Was Macron betrifft, erinnern wir uns doch, wie er an die Macht kam: Alle Vertreter der etablierten Parteien bekamen eine Abfuhr. Da kam Macron als scheinbahr unabhängiger, damals parteiloser Kandidat gerade recht, so dachte man. Nun zieht er einen knallharten neoliebralen Kurs durch und der Wähler erkennt, dass man den Bock zum Gärtner gemacht hat.

EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


 Antworten

 Beitrag melden
09.12.2018 16:19
#25
avatar

Zitat von Freienhagener im Beitrag #23
Macron ist in einer Zwickmühle:
Um das Land zu beruhigen, muß er nachgeben.

Aber damit verschärfen sich die wirtschaftlichen Probleme.
Letztendlich werden die Bürger noch unzufriedener.

Es droht eine Abwärtsspirale, die zu griechischen Verhältnissen führen könnte. Ich meine die Verhältnisse vor dem Eingreifen der EU.


Und wenn man den Berichten glauben schenkt ... knackern auch die Wirtschaftsbeine von Italien und Spanien, da werden wir wohl wieder mal die Spendenbox aufmachen müssen.

-------------------------------
Grün ja grün war'n alle meine Streifen
-- Harbker EK-Zappel 79-2 --


 Antworten

 Beitrag melden
09.12.2018 16:57
avatar  furry
#26
avatar

Zitat von Zappel-EK-79-2 im Beitrag #25

Und wenn man den Berichten glauben schenkt ... knackern auch die Wirtschaftsbeine von Italien und Spanien, da werden wir wohl wieder mal die Spendenbox aufmachen müssen.


Warten wir mal ab, welche grandiosen Einfälle die Frau AKK und ihr Hilfssheriff Paul Ziemiak in der nächsten Zeit haben. Viele Freunde haben die beiden nicht. Ich habe so ein Gefühl im Urin, dass es bei uns in Deutschland auch noch lustig werden kann, weniger auf der Straße aber dafür in den heiligen Hallen von Berlin.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)

 Antworten

 Beitrag melden
09.12.2018 17:18
avatar  Mike59
#27
avatar

 Antworten

 Beitrag melden
09.12.2018 19:08
avatar  Ehli
#28
avatar

Proteste weiten sich auf Belgien und Niederlande aus
Die Gelbwesten-Bewegung breitet sich aus: Demonstranten ziehen durch Brüssel und Rotterdam.
Die Proteste haben sich auch auf das Nachbarland Belgien ausgeweitet. In Brüssel sind am Samstag bei Protesten der Gelbwesten etwa hundert Menschen festgenommen worden. Die meisten von ihnen wurden noch vor Beginn der Demonstration im Rahmen von «präventiven Massnahmen» in Gewahrsam genommen, wie die Polizei mitteilte.
Etwa 400 Menschen beteiligten sich demnach an einem Protestzug am Rand des Europaviertels. Einige von ihnen griffen die Polizei mit Wurfgeschossen an. Nach den Festnahmen habe sich die Lage aber schnell beruhigt, erklärte eine Polizeisprecherin.
Das Europaviertel, in dem Institutionen wie die EU-Kommission, der EU-Rat und das EU-Parlament ihren Sitz haben, wurde wegen der Demonstration komplett abgeriegelt.
https://bazonline.ch/ausland/europa/prot.../story/25698575

Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

 Antworten

 Beitrag melden
09.12.2018 19:18
avatar  Mike59
#29
avatar

Bei all den Krawallen, wird es aber wirklich mal Zeit über weitere Sanktionen gegen Russland nachzudenken. Es gibt doch bestimmt eine Firma in Russland wo die gelben Westen produziert werden.
Zumindest werden die doch von China über Russland nach Frankreich transportiert - da wird sich doch was finden.


 Antworten

 Beitrag melden
09.12.2018 20:54
avatar  Lutze
#30
avatar

Absoluter Blödsinn, was Russland mit den Gelbwesten angeht
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!