Welche bundesdeutschen Unternehmen profitierten von dieser menschenverachtenden DDR-Grenze?

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03.12.2018 23:24von Westfale63
Frage
Welche bundesdeutschen Unternehmen profitierten von dieser menschenverachtenden DDR-Grenze?

Ich selbst sah in den 80ern Fahrzeuge der westdeutschen Baufirma Heitkamp bei Bauarbeiten an der Grenze, also auf DDR-Seite.
Und hier https://www.youtube.com/watch?v=6uBT7cXWibw&list=RDQMcGj9Y0F4sdk&index=13 ist von der westdeutschen Firma Krupp die Rede.
Gab es neben Heitkamp und Krupp weitere bundesdeutsche Unternehmen, die als Dienstleister für die DDR tätig waren und an dieser menschenverachtenden Grenze Geld verdienten?

19.12.2018 17:25von ( gelöscht )
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Nicht alles was die DDR geliefert hat, wurde auch mit DM bezahlt. Ich weiß noch, da gab es doch auch so ein Warenaustausch Programm oder Abkommen mit der DDR. Da hat die DDR Ware in der BRD gekauft und hat diese dann mit Warenlieferungen in die BRD bezahlt b.z.w. wurde miteinander verrechnet. Mit DM konnte die DDR doch nicht bezahlen. Die ganze Sache war also kein einseitiges Geschäft. Das gab es schon vor und auch nach dem Mauerbau. Aber ich halte mich mal wieder aus dieser Diskussion heraus, für viele hier ist so etwas ja ganz neu.

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19.12.2018 17:59von ( gelöscht )
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Hallo Alle zusammen, hallo @harbec ,
ich denke, da brauchen wir uns nicht drüber aufregen. Für mich ist das eigentlich ne ganz normale Sache. Na klar macht sich das für die Gazetten gut, jetzt mit der "Knast-Arbeit" der armen Inhaftierten irgendwelche Konzerne an den Pranger zu stellen.
Ich will das auch unter keinen Umständen verharmlosen oder irgendwie bemänteln.
Sachlich gesehen ist es doch ein ganz normaler Deal- ein ganz normales Geschäft. Die DDR produziert (wo und wie jetzt mal außen vor), und der West-Konzern kauft. Da ist es egal, wo das Zeug hergestellt wird (egal ob im Knast, oder von Kindern in Indien), es wird gekauft und bezahlt, wenn der Preis dem Konzern einen ordentlichen Gewinn garantiert.
Ja, es gibt die moralische Verantwortung der Konzerne dafür. Sich dafür zu interessieren, unter welchen Bedingungen die Ware hergestellt wird.
Aber wenn wir ehrlich sind können wir der Bekleidung an unserem Körper nicht ansehen, wo diese genäht wurde, oder ob Kinderhände das Deutesche Markenschild eingenäht haben. So ist das mit dem Käse , der Wurst und nahezu allen anderen Artikeln, einschließlich der Gebrauchsgüter.
Auch bei Made in China wissen wir nicht, ob gerade dieser Artikel von einem Häftling produziert wurde, der bereits öffentlich erschossen war, als das Schiff mit den Waren in Deutschland angelegt hat.
Da helfen auch keinerlei Transparenz-Versprechen, egal von wem, ob Wirtschaft oder Politik. Irgendwer lügt immer. Viele sind dann noch ganz frech der Meinung, ..."bei einer Lüge nicht erwischt zu werden, sei die Wahrheit".... . Der Spruch ist nicht von mir, stammt aus einem Film- passt aber recht gut.

Wie schon gesagt, vieles wird da künstlich hochgepuscht, damit der Otto-Normalbürger mal wieder was hat, wo er sich aufregen kann.

Ich war noch nicht im Gefängnis, könnte mir aber durchaus vorstellen, dass manche Häftling ganz froh ist, wenn er dort arbeiten darf. Wir brauchen uns nicht darüber aufregen, dass das Ausbeutung ist- das die Leute geknechtet werden. das alles ist unbestritten. Aber war das nicht immer so ? Das ist keine Entschuldigung, aber Tatsache. Frankreich(wimre) schickt seine Leute wie bei Papillon nicht mehr zur Sklavenarbeit auf die Insel, in des USA werden Häftlinge auch unter bewaffneter Bewachung zur Arbeit geführt- denke nicht, dass da Mindestlohn gezahlt wird.

Das Alles ist keine Entschuldigung, soll und kann es auch nicht sein. Der jeweilige Staat und seine Justiz tragen da meiner Meinung nach die höhere Verantwortung- in dem Fall die DDR.
Bedenkt man die schon benannte Geschichte der Häftlingsarbeit , so würde ich sagen, dass auch diese Häftlingsarbeit genau wie alle anderen Abläufe sich mit der zeitgeschichtlich Entwicklung verändert haben.
So glaube ich nicht mehr an willkürliche Hinrichtungen und tägliche Auspeitschungen, aber erniedrigend und Ausbeutung ist es allemal.
Eine andere Frage, die nicht unerwähnt bleiben soll bei der Betrachtung. Viele Häftlinge haben finanzielle Schäden zu verantworten (Uli Höneß sicherlich ausgenommen), und wenn es Prozesskosten sind , die ihnen auferlegt wurden.
Dass ein Staat da versucht auch mit Häftlingsarbeit Geld zu erwirtschaften, ist für mich nachvollziehbar.

Wie gesagt, es trotzdem verachtungswürdig hat hat wie so Vieles andere auch, mehrere Gesichter ........

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19.12.2018 18:52von berlin3321
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#87, absolut unpassend. Bitte derart flache (und dumme) Kommentare zukünftig unterlassen.

Berlin

19.12.2018 19:01von ( gelöscht )
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Zitat von berlin3321 im Beitrag #92
#87, absolut unpassend. Bitte derart flache (und dumme) Kommentare zukünftig unterlassen.

Berlin


@berlin3321
warst du heute schon im Keller lachen ?

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19.12.2018 19:10von 94
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Och, gehm mer heut ma wieder zum Lachen in den Keller?

Na wie auch immer, die Biere auf dem zweiten Trekkerbild(-ausschnitt) sind aus dem Westen. Dresdner Feldschlößchen hat zwar fast das gleiche Logo, aber erstens ist da seinerzeit das Pichelmännel zentrales Gestaltungselement gewesen und zweitens die Flaschenform ist eindeutig nicht nach TGL. Also bring mal lieber einen stichhaltigen Nachweis das 'deine' Trekkerbilder bereits 1987 aufgenommen wurden sein sollen, bis dahin bleibe ich mal beim Frühjahr 1990.

P.S. Damit nicht ganz ohne Inhalt bleibt zu der Frage aus #73 ...
ein Auszug aus der Liste von Andreas Herzfeld Band 2 (Seite 60)

VonBisFz-ArtKreis
MZ 50-01MZ 99-993-8Wanzleben
(Fz-Art 5 war Trekker)

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19.12.2018 19:22von furry
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Mal kurz zum heutigen Strafvollzug in Deutschland. Nachlesbar in den Strafvollzugsgesetzen der jeweiligen Bundesländer. Strafgefangene sind zur Arbeit verpflichtet. Nur, es gibt nicht für alle Arbeit. Die nicht arbeiten, bekommen für ihre persönlichen Bedürfnisse ein kleines Taschengeld. Die arbeiten, tilgen mit einem Teil ihres Lohnes erstmal die Kosten ihres Gerichtsverfahrens, den anderen Teil bekommen sie für persönlichen Bedarf ausgezahlt. Ist das Gerichtsverfahren getilgt, geht dieser Anteil auf die hohe Kante als Wiedereingliederungshilfe. In einen Steinbruch marschieren die wohl heute nicht mehr. Die JVA haben ihre eigenen Werkstätten, aus denen heraus der "Hotelbetrieb" aufrecht erhalten wird, z.b. Bäckereien, Tischlereien für Mobilar. Weiterhin arbeiten diese Werkstätten in größerem Umfang für die öffentliche Verwaltung, z.B. Druckereien und Tischlereien.

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19.12.2018 19:44von harbec
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@furry!
Zum Strafvollzug: Alles was Du schreibst ist mir auch weitestgehend so bekannt. Leider wurde das in der DDR nicht so umgesetzt.
Die Recherchen des Fernsehens waren m.E. recht gut und werfen kein gutes Licht auf den damaligen Strafvollzug. Von der
schlechten Behandlung und Bezahlung wollen wir gar nicht reden!

19.12.2018 19:49von ( gelöscht )
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Zitat von 94 im Beitrag #94
VonBisFz-ArtKreisMZ 50-01MZ 99-993-8Wanzleben(Fz-Art 5 war Trekker)


Institute und Landwirtschaftsbetriebe welche in der Forschung (zB. Sortenzucht und Saatgutproduktion) eingebunden waren haben auch immer mal bestimmte Landtechnik aus dem NSW erhalten.
Die Landwirtschaft hatte in der DDR einen höheren Stellenwert als in der BRD und da wurde auch mal im Ausland nach neuen Wegen gesucht.

Kontrollstreife

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19.12.2018 19:58von ( gelöscht )
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Zitat von Kontrollstreife im Beitrag #97
Zitat von 94 im Beitrag #94
VonBisFz-ArtKreisMZ 50-01MZ 99-993-8Wanzleben(Fz-Art 5 war Trekker)


Institute und Landwirtschaftsbetriebe welche in der Forschung (zB. Sortenzucht und Saatgutproduktion) eingebunden waren haben auch immer mal bestimmte Landtechnik aus dem NSW erhalten.
Die Landwirtschaft hatte in der DDR einen höheren Stellenwert als in der BRD und da wurde auch mal im Ausland nach neuen Wegen gesucht.

Kontrollstreife

habe gerade im ZDF info einen Bericht über die Landwirtschaft in den neuen Ländern gelesen. Das ist offenbar eine einzige Erfolgsgeschichte. Basierend auf den großen Gütern der LPG , die oft 1:1 privatisiert wurden, wirtschaften diese Güter erfogreicher als die westdeutsche Landwirtschaft. Ich finde das großartig, aber davon wird von der Nörgeltruppe des Forums, die zZ. eben intensiv mit Flüchtlingsbashing beschäftigt ist, kein Wort gesagt. Das ist doch etwas worauf ihr stolz sein könnt, warum wird das nicht dargestellt stattdessen fortwährend mimimimimi , da kommt die Bartwickelmaschine überhaupt nicht mehr nach

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19.12.2018 19:59von Blitz_Blank_Kalle
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Im DDR-Strafvollzug galt Arbeitspflicht. Was ich so gehört habe, gab es da mitunter bedeutend schlimmere "Arbeitsplätze" als IKEA-Teile zu produzieren.
Ich denke da nur an Bergbau oder Rostklopfen auf Schiffswerften.

19.12.2018 20:06von ( gelöscht )
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Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #99
Im DDR-Strafvollzug galt Arbeitspflicht. Was ich so gehört habe, gab es da mitunter bedeutend schlimmere "Arbeitsplätze" als IKEA-Teile zu produzieren.
Ich denke da nur an Bergbau oder Rostklopfen auf Schiffswerften.


muss wohl so nicht ganz stimmen, mit der Arbeitspflicht. Ich sprach mit einem Gefangenen der Strafvollzugsanstalt Untermaßfeld in Thüringen und er erzählte, dass er sich im Gefängnis weigerte für diesen Staat zu arbeiten, etwas zu produzieren. Er war wegen Republikflucht eingesperrt.Er wurde dann zum Hofkehren eingeteilt, das machte er

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19.12.2018 20:09von Blitz_Blank_Kalle
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Zitat von Gert im Beitrag #100
Er wurde dann zum Hofkehren eingeteilt, das machte er


Und als was bezeichnest du "Hofkehren", als Entspannungsübung? Für mich ist das auch Arbeit.

19.12.2018 20:25von ( gelöscht )
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Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #101
Zitat von Gert im Beitrag #100
Er wurde dann zum Hofkehren eingeteilt, das machte er


Und als was bezeichnest du "Hofkehren", als Entspannungsübung? Für mich ist das auch Arbeit.


nun du hast wohl meinen Text nicht verstanden oder nicht richtig gelesen.

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19.12.2018 20:38von mibau83
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Zitat von Gert im Beitrag #100
Ich sprach mit einem Gefangenen der Strafvollzugsanstalt Untermaßfeld in Thüringen und er erzählte, dass er sich im Gefängnis weigerte für diesen Staat zu arbeiten, etwas zu produzieren. Er war wegen Republikflucht eingesperrt.


könnte die schildkröte gewesen sein.

19.12.2018 20:41von Blitz_Blank_Kalle
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Zitat von Gert im Beitrag #102
nun du hast wohl meinen Text nicht verstanden oder nicht richtig gelesen.


Habe das schon verstanden. Ich schrieb aber "Arbeitspflicht" nicht "Arbeitspflicht produktiver Art oder zur Aufrechterhaltung der DDR".

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