Welche bundesdeutschen Unternehmen profitierten von dieser menschenverachtenden DDR-Grenze?

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03.12.2018 23:24von Westfale63
Frage
Welche bundesdeutschen Unternehmen profitierten von dieser menschenverachtenden DDR-Grenze?

Ich selbst sah in den 80ern Fahrzeuge der westdeutschen Baufirma Heitkamp bei Bauarbeiten an der Grenze, also auf DDR-Seite.
Und hier https://www.youtube.com/watch?v=6uBT7cXWibw&list=RDQMcGj9Y0F4sdk&index=13 ist von der westdeutschen Firma Krupp die Rede.
Gab es neben Heitkamp und Krupp weitere bundesdeutsche Unternehmen, die als Dienstleister für die DDR tätig waren und an dieser menschenverachtenden Grenze Geld verdienten?

31.10.2019 09:35von Ebro
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Ich denke da eher an Brückenkrane in Produktionshallen.

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31.10.2019 10:35von Rostocker
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Zitat von Ebro im Beitrag #180
Ich denke da eher an Brückenkrane in Produktionshallen.


Hallenportalkrane wurden doch viel in Eberswalde produziert--wenn ich mich nicht irre.

31.10.2019 10:40von furry
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So ein kleines Etwas an Ahnung vom Kranbau hatte man in der DDR auch. Einfach mal nach TAKRAF googeln.

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31.10.2019 10:43von Rostocker
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Zitat von Gert im Beitrag #178
Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #177
An eine Düsseldorfer Firma bezüglich Krane namens DEMAG kann ich mich im Moment nicht erinnern. Irgend so eine ähnliche Abkürzung gab es aber so glaube ich mich zu erinnern hier für Portalkrane. Aber Portalkrane sind keine Baukrane.

@Gert, ich hatte später im eigenen und Prinzip fast lebenslangen beruflichen Bauleiterleben nur noch mit Hebezeugen aus DDR-Produktion zu tun. Damal in Berlin am Palast hatte auch nur IMO diese bundesdeutschen Hebezeuge. Mit unserer Technik wären diese Arbeiten schwieriger realisierbar und mit bedeutend längeren Bauzeiten verbunden gewesen. Man hätte Krane mit Gitterauslegern nehmen müssen. Daraus schlussfolgernd hätte man dieses Bauwerk mit einer komplett anderen Bautechnologie errichten müssen.

das ist richtig, die DEMAG war auch sehr verbreitet bei Portalkränen, das hab ich in meiner beruflichen Arbeit beobachten können, weil ich dadurch in viele Fabriken hineinkam. Aber auch große Autokräne waren sehr verbreitet zu sehen, gebaut von der DEMAG. IM Baugewerbe waren und sind wohl noch die Liebherr Kräne allererste Wahl. Diese Firma ist auch ein führender Anbieter von Kühlgeräten , ein seltsamer Produktmix Kühlgeräte und Gittermastkräne


Die Firma Liebherr, hat auch heute eine Produktionsstätte in Rostock--auf dem Gelände,des ehm. Überseehafens.

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31.10.2019 10:48von Rostocker
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Zitat von furry im Beitrag #182
So ein kleines Etwas an Ahnung vom Kranbau hatte man in der DDR auch. Einfach mal nach TAKRAF googeln.



Das stimmt--da gibt es Krane,die im hohen Norden in Russland noch im Einsatz sind. Und wie man so sagt,die laufen wie geschmiert.

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31.10.2019 10:55von Ebro
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Zitat von Rostocker im Beitrag #181
Hallenportalkrane wurden doch viel in Eberswalde produziert--wenn ich mich nicht irre.


Anfang der 70-er schon mit Funkfernsteuerung. In meiner Lehrzeit gesehen!

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31.10.2019 12:14von Hohenstücken7072
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Zitat von Ebro im Beitrag #180
Ich denke da eher an Brückenkrane in Produktionshallen.


Genau, die meinte ich doch. Wir haben früher für diese Krane(Brückenkrane) demnach fälschlicherweise immer "Portalkrane" gesagt.
Einbauen ließen wir sie in Hallen, wenn wir z.B. GU waren und zwar über den Hauptauftragnehmer Ausrüstung. Hatten damit selber wenig zu tun.
Kann aber auch sein, dass ich dies ganz einfach nur verwechselt habe, bin ja nicht mehr der Jüngste. Die ich meinte liefen immer an den Auflagern auf Schienen, die auf Stützenkonsolen aufsaßen, millimetergenau eingemessen und dies in ziemlicher Höhe.

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31.10.2019 12:54von DoreHolm
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Zitat von Ebro im Beitrag #185
Zitat von Rostocker im Beitrag #181
Hallenportalkrane wurden doch viel in Eberswalde produziert--wenn ich mich nicht irre.


Anfang der 70-er schon mit Funkfernsteuerung. In meiner Lehrzeit gesehen!

So ein Ding bin ich nach der Fahne im VEB Chemieanlagenbau Rudisleben gefahren. Zwei Flaschen, eine 40 t, die andere kleinere 8 t. War schon etwas, wenn da ein Behälter von einigen Meter Durchmesser und 8 m Länge am Haken hing und man den dann mit Hilfe der kleineren Flasche wenden mußte. Auch das Gekurve zwischen den einzelnen Bearbeitungsmaschinen durch die Halle von eienr Maschine zur Anderen hatte es in sich, weil die Last nicht über die maschinen hinweggehoben werden konnte. Viel Feingefühl erfoderte es auch, eine Rührerwelle von 8 m Länge in die Drehbank hineinzuheben oder wieder heraus. Sie durfte nich einige cm herunterfallen beim Ausspannen, aber auch nicht durch zu viel Zug verbogen werden. Dann wäre ein Tag Arbeit für den Dreher für die Katz. Ich glaube, daß ich da recht gut war. Jedenfalls, wenn komplizierte Sachen zu bewegen waren, haben sie nach meinem Kran von den insgesamt drei Kränen in der Halle grufen. Heute aus Arbeitsschutzgründen auch unvorstellbar: der Gang vom Kran zur Steigleiter, wenn man mal runter mußte aus 12 m Höhe, wenn der Kran in der Mitte der Halle stand, wenn was am Haken hing. Ein schmaler Sims mit Gitterrosten, ohne Geländer nach der Hallenseite. Am Geländer an der Wandseite hat wohl seit des Baues der Halle niemand mehr angefasst, so eine dicke Staubschicht lag da drauf.

31.10.2019 13:17von Gert
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Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #179
Zitat von Gert im Beitrag #178
...die DEMAG war auch sehr verbreitet bei Portalkränen...ein seltsamer Produktmix Kühlgeräte und Gittermastkräne...


...aber Portalkrane sind keine "Gittermastkräne" oder?

richtig, habe ich aber auch nicht behauptet, sondern ich schrieb Gittermastkräne von LIEBHERR gebaut

31.10.2019 15:13von icke46
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Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #177
An eine Düsseldorfer Firma bezüglich Krane namens DEMAG kann ich mich im Moment nicht erinnern. Irgend so eine ähnliche Abkürzung gab es aber so glaube ich mich zu erinnern hier für Portalkrane. Aber Portalkrane sind keine Baukrane.

@Gert, ich hatte später im eigenen und Prinzip fast lebenslangen beruflichen Bauleiterleben nur noch mit Hebezeugen aus DDR-Produktion zu tun. Damal in Berlin am Palast hatte auch nur IMO diese bundesdeutschen Hebezeuge. Mit unserer Technik wären diese Arbeiten schwieriger realisierbar und mit bedeutend längeren Bauzeiten verbunden gewesen. Man hätte Krane mit Gitterauslegern nehmen müssen. Daraus schlussfolgernd hätte man dieses Bauwerk mit einer komplett anderen Bautechnologie errichten müssen.


Ich weiss ja nicht, ob einer den von @polsam verlinkten Artikel in der wikipedia über den ASK 125 ganz gelesen hat ( https://de.wikipedia.org/wiki/Autodrehkran_125 ) ?

Da gibt es eine Abschnitt, überschrieben HC 38, den ich mal zitiere:

Der Hydraulic Crane mit maximalen Lastmoment 38 Mpm (HC 38) entstand aufgrund einer Vertriebsvereinbarung zwischen dem Außenhandelsunternehmen Maschinenexport Berlin und Mannesmann DEMAG Baumaschinen Düsseldorf. Demnach übernahm die DEMAG den Vertrieb der ADK 125-2 über ihre Verkaufsbüros. Der Name HC 38 entstand in Anpassung an die DEMAG übliche Produktpalette. Der HC 38 war im Grunde mit dem ADK 125-2 identisch, jedoch wurden einige Details an Ober- und Unterwagen den gesetzlich-technischen Bestimmungen in der Bundesrepublik Deutschland angepasst. Der HC 38 war ebenfalls in Frankreich für den Vertrieb zugelassen.

Insofern war die Firma DEMAG vermutlich auch in der DDR ein Begriff, wenn auch vielleicht nicht für jeden.

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31.10.2019 19:46von Hohenstücken7072
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Zitat von icke46 im Beitrag #189
...Ich weiss ja nicht, ob einer den von @polsam verlinkten Artikel in der wikipedia über den ASK 125 ganz gelesen hat ( https://de.wikipedia.org/wiki/Autodrehkran_125 ) ?

Da gibt es eine Abschnitt, überschrieben HC 38, den ich mal zitiere:

Der Hydraulic Crane mit maximalen Lastmoment 38 Mpm (HC 38) entstand aufgrund einer Vertriebsvereinbarung zwischen dem Außenhandelsunternehmen Maschinenexport Berlin und Mannesmann DEMAG Baumaschinen Düsseldorf. Demnach übernahm die DEMAG den Vertrieb der ADK 125-2 über ihre Verkaufsbüros. Der Name HC 38 entstand in Anpassung an die DEMAG übliche Produktpalette. Der HC 38 war im Grunde mit dem ADK 125-2 identisch, jedoch wurden einige Details an Ober- und Unterwagen den gesetzlich-technischen Bestimmungen in der Bundesrepublik Deutschland angepasst. Der HC 38 war ebenfalls in Frankreich für den Vertrieb zugelassen.

Insofern war die Firma DEMAG vermutlich auch in der DDR ein Begriff, wenn auch vielleicht nicht für jeden.


Nun, als leistungsstärkster Autokran mit Teleskopausleger aus eigener, also DDR-Produktion waren seine technischen Parameter aber auch nicht allzu berauschend für unsere Montagebetriebe:

maximale Tragfähigkeit: 12,5 t/13 t bei max. 2,5 m, Ausladung abgestützt
maximale Ausladung: 16,5 m / 0,18 t
maximale Hubhöhe: 20,3 m (mit Spitzenausleger)
maximale Drehgeschwindigkeit: 2/min
maximale Hubgeschwindigkeit: 45 m/min

Am Palast hätte der max. am Materialzwischenlager eingesetzt werden können und dort auch nicht für alles. Im Vergleich mit den damals notwendigerweise eingesetzten Gottwald-Kränen fast ein Spielzeug.

Wozu brauchten wir auch leistungsstarkes Hebezeug für unsere Bau- oder Montagearbeiter? Es gab wichtigeres...wie Atombunker für Honecker, Mielke...

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01.11.2019 08:37von sentry
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Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #190
Wozu brauchten wir auch leistungsstarkes Hebezeug für unsere Bau- oder Montagearbeiter?

Ich hatte die letzten "Kran-Beiträge" allerdings so verstanden, dass es leistungsstarke Hebezeuge durchaus gab. Auch aus eigener Erinnerung weiß ich, dass man auf entsprechenden Hochbaustellen Mobil- und Turmdrehkrane der üblichen Verdächtigen (DEMAG, Gottwald, Liebherr) immer wieder mal sehen konnte.
Insbesondere die gewaltigen Mobilkrane waren immer sehr beeindruckend...sind es eigentlich noch.

Ich erinnere mich noch, wie damals in den Achtzigern im Umfeld der 750-Jahr-Feier in Berlin die Türme auf die Nikolaikirche in Mitte gesetzt wurden.
Die Turmspitzen wurden am Boden vormontiert und dann im ganzen auf die Kirche gesetzt und die hatten am Ende immerhin eine Höhe über Grund von ca. 80 m. Das entspricht in etwa einem 25-etagigen Hochhaus.

Man hat die Krane eben lediglich nicht selbst gebaut sondern auf dem Weltmarkt beschafft. In einer vernünftigen Welt ist das doch ein legitimer Weg. Man muss nicht alles selbst entwickeln...und ich weiß auch gar nicht, ob man in der DDR (oder im RGW) dazu technisch in der Lage war, solche Fahrzeuge mit solchen Aufbauten und der notwendigen Technik komplett selbst herzustellen.
Ich habe jedenfalls keine Erinnerung an solche oder ähnliche "Ostprodukte"...außer natürlich die gewaltigen Fahrzeuge mit denen man Interkontinentalraketen über den Roten Platz paradierte.

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01.11.2019 09:45von Hohenstücken7072
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Zitat von sentry im Beitrag #191

...Ich hatte die letzten "Kran-Beiträge" allerdings so verstanden, dass es leistungsstarke Hebezeuge durchaus gab. Auch aus eigener Erinnerung weiß ich, dass man auf entsprechenden Hochbaustellen Mobil- und Turmdrehkrane der üblichen Verdächtigen (DEMAG, Gottwald, Liebherr) immer wieder mal sehen konnte.
Insbesondere die gewaltigen Mobilkrane waren immer sehr beeindruckend...

...Ich erinnere mich noch, wie damals in den Achtzigern im Umfeld der 750-Jahr-Feier in Berlin die Türme auf die Nikolaikirche in Mitte gesetzt wurden.

...Man hat die Krane eben lediglich nicht selbst gebaut sondern auf dem Weltmarkt beschafft. In einer vernünftigen Welt ist das doch ein legitimer Weg...



Sicher sahst Du auch ab und an "leistungsstarke Hebezeuge"! Beim Gros der DDR-Baubetriebe und deren Baustellen jedoch sicher nicht!

Das Profil der DDR-Baubetriebe begann unten mit den Kreisbaubetrieben , den ZBO, weiter den Betriebsteilen der WBK, den Betriebsteilen der BMK und...und bei denen waren Mobilkrane oder auch Autokrane der Bezeichnung Panher 6.3 oder ADK 125 das mögliche Repertoire und damit das Ende der Mobilkranfahnenstange erreicht.

Wobei die sich schon glücklich schätzen konnten, die überhaupt einen 125er besaßen. Denen wurde kein Hebezeug auf dem "Weltmarkt beschafft", die riskierten die Knochen der Leute mit solchen Kapazitäten wie:

maximale Tragfähigkeit: 12,5 t/13 t bei max. 2,5 m, Ausladung abgestützt
maximale Ausladung: 16,5 m / 0,18 t
maximale Hubhöhe: 20,3 m (mit Spitzenausleger)

Wohin nur unsere vielen ADK 125 alle gegangen sind? Westeuropa, Afrika, Asien...

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01.11.2019 10:27von Gert
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Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #192
Wobei die sich schon glücklich schätzen konnten, die überhaupt einen 125er besaßen. Denen wurde kein Hebezeug auf dem "Weltmarkt beschafft", die riskierten die Knochen der Leute mit solchen Kapazitäten wie:

maximale Tragfähigkeit: 12,5 t/13 t bei max. 2,5 m, Ausladung abgestützt
maximale Ausladung: 16,5 m / 0,18 t
maximale Hubhöhe: 20,3 m (mit Spitzenausleger)

Wohin nur unsere vielen ADK 125 alle gegangen sind? Westeuropa, Afrika, Asien...



@Hohenstücken7072 ist in Post # 189 genau beschrieben, die Vermarktung managte die DEMAG Baumaschinen Düsseldorf, vermutlich nicht nur D sondern gesamte EU

17.03.2021 20:47von Westfale63
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Nachdem zu meiner Frage "Welche bundesdeutschen Unternehmen profitierten von dieser menschenverachtenden DDR-Grenze?" schon länger keine Beiträge mehr kamen, will ich das Thema heute mal wieder hochholen. Vielleicht hat ja jemand noch neue "alte" Informationen.

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