Oststurm - als Polen die " Berliner Mauer " zum Wanken brachten

  • Seite 3 von 9
26.11.2018 19:03
#31
avatar

Genau das wollen unsere linken Chaoten in unserem Land, mit "Deutschland verrecke"..... oder auch nicht. Denn als unterdrückte Minderheit unter polnischer Herrschaft würden die ihre Meinung im Handumdrehen ändern.
Aber nur soweit zu denken, sind die eben nicht in der Lage.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


 Antworten

 Beitrag melden
26.11.2018 19:40
avatar  Zkom IV
#32
avatar

Auch uns stellten diese neuen verkehrsströme vor ungeahnte Probleme.
Alle polnischen Fahrzeuge die in Berlin (West) eintrafen mussten hier in zweierlei Hinsicht kontrolliert werden.
Als erstes die Zollkontrolle, welche ja je nach Ermessen, länger, kürzer oder auch gar nicht stattfinden musste.

Schwieriger war die Kontrolle der PKW, ob diese auch eine internationale Kfz Versicherung vorweisen konnten.
War diese nicht vorhanden, musste sie in Dreilinden käuflich erworben werden. Dazu fehlte den meisten das Geld.
Also folgte eine Zurückweisung.

Es war schon erstaunlich was in so einen kleinen Polski Fiat 126 so alles rein passte.
Anfangs haben wir die Polen belächelt, später taten sie mir leid.
Manche hatten bestimmt ihre gesamten Ersparnisse in Zigaretten, Wodka, tolle Wurst, Kristall u.ä. investiert, um diese
Waren dann auf dem "Polenmarkt" in harte DM umzusetzen.

Doch dann kamen WIR und mussten oft mehr als die Hälfte beschlagnahmen und vernichten, da die Reise Freimengen natürlich bei Weitem überschritten waren.
So spielten sich oft traurige Szenen ab.
Ich denke mal, dass es den Polen damals wirtschaftlich extrem beschissen ging.

Durch den EU Beitritt 2006 hat sich dort viel zum Positiven verändert.
Davon konnte ich mich bei zwei Urlaubsbesuchen an der polnischen Ostsee in den letzten drei Jahren selbst überzeugen.

Polen ist meiner Meinung nach das einzige Ostblockland, dass aus der EU Unterstützung wirklich was gemacht hat. Es sind halt entgegen der weitläufigen
Meinung keine faulen, arbeitsscheuen Menschen-im Gegenteil.
Ich glaube heute lachen die Polen über uns- und das zurecht.

Gruß Frank


 Antworten

 Beitrag melden
26.11.2018 19:43
avatar  B Man
#33
avatar

Zitat
[quote]Genau das wollen unsere linken Chaoten in unserem Land, mit "Deutschland verrecke"..... oder auch nicht. Denn als unterdrückte Minderheit unter polnischer Herrschaft würden die ihre Meinung im Handumdrehen ändern.Aber nur soweit zu denken, sind die eben nicht in der Lage.




Das ist ja nun wieder etwas ganz anneres

Mal zwischen gestern, vorgestern und heute zu trennen scheint in diesem Forum nicht möglich z sein.
Dies mal noch nicht mal räumlich, es geht um Polen.

Gruss Andreas


 Antworten

 Beitrag melden
26.11.2018 20:11
#34
avatar

Ja, wenn Deutschland abgeschafft würde, so wie es Linksextreme wollen, dann kämen wir im Osten eben zu Polen. Dann wäre es auch hier, so, wie Du es beschreibst.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


 Antworten

 Beitrag melden
26.11.2018 20:20
avatar  Fred.S.
#35
avatar

21. Ja, Gert, ich kann Deinen Beitrag nur beipflichten. Auch als Kind habe ich diese erwähnten Sprüche über die Polen gehört und geglaubt.
Doch diese Meinung schnell revidiert, Besuche von polnischen Postlern hier bei uns in Neubrandenburg, wir zu ihnen nach Stettin, vor der Wende,
brachten den Umschwung in mir.
Und heute Gert, sehe ich tägtäglich eine polnische Bürgerin, die Migranten Deutsch - unsere Sprache -lernt. mfg. Fred


 Antworten

 Beitrag melden
26.11.2018 20:28
#36
avatar

Zitat von Zkom IV im Beitrag #32
Auch uns stellten diese neuen verkehrsströme vor ungeahnte Probleme.
Alle polnischen Fahrzeuge die in Berlin (West) eintrafen mussten hier in zweierlei Hinsicht kontrolliert werden.
Als erstes die Zollkontrolle, welche ja je nach Ermessen, länger, kürzer oder auch gar nicht stattfinden musste.
(...)
Gruß Frank


Es gibt Bildaufnahmen des MfS aus dem Jahre 1988 oder 1989, in denen man einen großen Rückstau bei Dreilinden sieht, der weit bis in die DDR zurückreicht. Könnten das die Polen sein ?
https://www.stasi-mediathek.de/medien/lu...inden/blatt/74/


 Antworten

 Beitrag melden
26.11.2018 21:10
avatar  B Man
#37
avatar

Wie war das eigentlich wo der Johannes Paul Papst geworden ist ?

Ronald Reagen war wohl klar, wo der Papst in Warschau war, das da gerade etwas ganz ausergewöhnliches passiert.

Das Politbüro muss doch kurz vorm Herzkasper gestanden haben, oder haben die gar nicht realisiert was da gerade passiert ?

Gruss Andreas


 Antworten

 Beitrag melden
26.11.2018 22:43 (zuletzt bearbeitet: 26.11.2018 22:45)
#38
avatar

Zitat von ABV im Beitrag #28
Nicht auszudenken, wenn damals auch die CSSR ihren Bürgern erlaubt hätte, problemlos über die DDR nach Westberlin zu reisen.

Hat sie das nicht? Etwa Mitte der 60er Jahre heiratete ein Kollege eine Tschechin und übersiedelte in die damalige CSSR.
Etwa ein Jahr später besuchte er uns in Dresden auf der Arbeitsstelle und erklärte das er jetzt auf dem Weg nach West-Berlin sei.
In den 70ern traf ich in dann dort wieder.

Zu dieser Zeit (1969) arbeiteten bereits etliche Kollegen aus der CSSR, meistens Slowaken, für einen bestimmte Zeitraum (so ich
mich recht erinnere für ein Jahr) ganz offiziell als Gastarbeiter in der Bundesrepublik.


 Antworten

 Beitrag melden
27.11.2018 00:36 (zuletzt bearbeitet: 27.11.2018 00:58)
avatar  Hanum83
#39
avatar

Also ist das eine Legende das bei uns so gut wie niemand in den Westen durfte, weil das die Russen dem Politbüro befohlen hätten?
Die Pfefferköpfe um Ulbricht und Honecker haben das also wie vermutet alles selber ausgeheckt.
Obwohl, die anderen Vasallen der Sowjetunion hatten vielleicht doch ein wenig noch eigene Entscheidungsfreiheit.
Wir hatten zwar einen Namen verpasst bekommen und waren so eine Art von eigener Staat für die Galerie, aber im Grunde genommen waren wir ja doch bis 1990 die sowjetisch besetzte Zone in Deutschland als Folge des WK wo so gut wie nichts ging, bis Gorbatschow, was nicht in Moskau abgesegnet wurde.
Musste nicht Honecker erst mal bei den Chefs vorsichtig nachfragen ob er Ulbricht absägen durfte?
Ich glaube auch nicht das der Ulbricht 73 an Altersschwäche gestorben ist, Honecker traue ich zu das der dem was ins Essen rühren ließ.

----------------------------------------------------------------------------
Wer nichts weiß muss alles glauben.

 Antworten

 Beitrag melden
27.11.2018 12:12
#40
avatar

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #36

Es gibt Bildaufnahmen des MfS aus dem Jahre 1988 oder 1989, in denen man einen großen Rückstau bei Dreilinden sieht, der weit bis in die DDR zurückreicht. Könnten das die Polen sein ?
https://www.stasi-mediathek.de/medien/lu...inden/blatt/74/


In Dreilinden wie auch an anderen Güst der Transitstrecken stauten sich die Fahrzeuge der "Wessis", und das ganz besonders zu Feiertagen
und zur Urlaubszeit.

.
.

.

 Antworten

 Beitrag melden
27.11.2018 14:47 (zuletzt bearbeitet: 27.11.2018 14:54)
#41
avatar

Zitat von Hanum83 im Beitrag #39
Also ist das eine Legende das bei uns so gut wie niemand in den Westen durfte, weil das die Russen dem Politbüro befohlen hätten?
Die Pfefferköpfe um Ulbricht und Honecker haben das also wie vermutet alles selber ausgeheckt.

Obwohl, die anderen Vasallen der Sowjetunion hatten vielleicht doch ein wenig noch eigene Entscheidungsfreiheit.
Wir hatten zwar einen Namen verpasst bekommen und waren so eine Art von eigener Staat für die Galerie, aber im Grunde genommen waren wir ja doch bis 1990 die sowjetisch besetzte Zone in Deutschland als Folge des WK wo so gut wie nichts ging, bis Gorbatschow, was nicht in Moskau abgesegnet wurde.
Musste nicht Honecker erst mal bei den Chefs vorsichtig nachfragen ob er Ulbricht absägen durfte?
Ich glaube auch nicht das der Ulbricht 73 an Altersschwäche gestorben ist, Honecker traue ich zu das der dem was ins Essen rühren ließ.


Das wäre mir, aus allen Erlebnissen und bekanntgewordenen Fakten, daß die SU, was die Reiseerlaubnisse in das NSW für Bürger betraf, hier irgendwie die Entscheidung hatten, neu. Weder bei Bekannten noch Kollegen, die aus privaten Gründen fuhren, gab es dafür irgendein Zeichen, auch nicht bei einer Ablehnung. Hatte aus persönlichem Erleben über die mir bekannt gewordenen Hintergründe der Nicht-Genehmigung einer Cuba-Reise geschrieben. Mein Vater war Reisekader, war wegen böser Zuträgerei eines IM zeitweise davon entbunden, aber später wieder eingesetzt aus fachlichen Gründen. Stets hatten die Entscheidungen bei Dienstfahrten beim MfS gelegen. Wäre auch nicht logisch nachvollziehbar, daß sich die Genossen vom Politbüro der KPdSU oder des KGB noch mit solchen Banalitäten befassten.
Daß Reisetätigkeit privater Natur versucht wurde, so weit wie möglich klein zu halten, hatte vor allem auch handfeste ökonomische Gründe. Es war einfach nicht möglich, einem Vielfachen der DDR-Bürger genug Devisen zur Verfügung zu stellen, um sie nicht dauernd als arme Bettelstudenten im Westen vor ihrer Verwandschaft erscheinen zu lassen. So auch die Aussagen meines Vaters damals, mit dem ich mal über diese Frage sprach. Ich glaube ihm das unbesehen, hatte er doch auf Grund seiner gesellschaftlichen Position in der Wirtschaft einiges Insiderwissen.


 Antworten

 Beitrag melden
27.11.2018 14:53
#42
avatar

Hallo berndk5, hatte nach Deinem Bedankenknopf noch einen Zusatz reingegeben.


 Antworten

 Beitrag melden
27.11.2018 15:27 (zuletzt bearbeitet: 27.11.2018 15:29)
avatar  berndk5
#43
avatar

Zitat von DoreHolm im Beitrag #41
Das wäre mir, aus allen Erlebnissen und bekanntgewordenen Fakten, daß die SU, was die Reiseerlaubnisse in das NSW für Bürger betraf, hier irgendwie die Entscheidung hatten, neu.
Bezug nehmend auf Deinen Beitrag #41 muss ich sagen @DoreHolm , dass nicht alles das was Du nicht wusstest oder nicht bemerkt hast auch nicht vorhanden war.
Wenn da in der Abteilung PM =Pass- und Meldewesen des VPKA=VolksPolizeiKreisAmtes nun nicht gerade ein sowjetischer Uniformierter saß, so heißt es doch nicht, dass kein Einfluss genommen wurde.
Es gibt auch in den letzten Wochen in anderen Themen im Forum recht umfangreiche Hinweise dazu, wie das da so mit dem Einfluß auf viele Entscheidungen der DDR-Regierung aus Moskau tatsächlich war.
Es gab wohl kaum eine sowjetische Einzelfall-Prüfung, gundsätzliche Regelungsvorgaben wohl schon.
Bitte dazu mal im Forum stöbern. Auch bei Anordnungen zum Grenzregime und Zeugenaussagen in Verfahren gegen die Grenzsicherung nach der Wende müsste man fündig werden.
Clevere User können sich auch noch mit Tipp`s und Verlinkungen helfen.
Vielen Dank schon jetzt dafür.

Den Beitrag #42 hab ich ja wohl jetzt mit erledigt @DoreHolm ?

NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bis 1990 GR-1 und GKK-304, danach Bundeswehrkommando -OST- Sitz Erfurt; gedient in: Harbke,Lauchröden,Grossensee,Berka/Werra, Ifta, Schnellmannshausen und Treffurt; Mauerabbau in Berlin und Grenzanlagen-Rückbau in Thüringen;

 Antworten

 Beitrag melden
27.11.2018 16:27
avatar  Alfred
#44
avatar

Zitat von berndk5 im Beitrag #43
[quote="DoreHolm"|p693144]Das wäre mir, aus allen Erlebnissen und bekanntgewordenen Fakten, daß die SU, was die Reiseerlaubnisse in das NSW für Bürger betraf, hier irgendwie die Entscheidung hatten, neu.


Es gab wohl kaum eine sowjetische Einzelfall-Prüfung, gundsätzliche Regelungsvorgaben wohl schon.



Wie sahen denn die grundsätzlichen Regelungsvorgaben aus ? Ich habe von entsprechenden Vorgaben bis heute nichts gehört.


 Antworten

 Beitrag melden
27.11.2018 17:55
avatar  B Man
#45
avatar

der alte Schlesier

Zitat
die Ossis waren schlimmere Kommunisten wie die Russen


Etwas in der Art habe ich schon öfter von Osteuropäern gehört.

Wenn die Deutschen etwas machen, dann machen sie es gründlich.

Das was von vielen hier beklagt wird, das heute EU Vorgaben sofort mit Punkt und Komma durchgesetzt werden, war in der DDR nicht anders.Man wollte immer Klassenbester sein, während andere sagten
jaaa
hmmm
jaa wir machen da mal was

bei dem es dann oft geblieben ist.

Gruss Andreas


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!