Oststurm - als Polen die " Berliner Mauer " zum Wanken brachten

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25.11.2018 11:54
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#16
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@berndk5 , wenn ich nicht selbst dabei gewesen wäre, würde ich das eventuell auch anzweifeln. Aber es war so, dass wir bei der Kälte auf unserem GAS hocken mussten. Und es war nicht ein Alarm von der üblichen Sorte. Da merkte man schon, dass die Stabsoffiziere wie aufgescheuchte Hühner unterwegs war. Bedenke auch, ich war bei der BePo und nicht bei der NVA. Ob da jemand Muffensausen hatte und die Bürgermeisterschutztruppe in Marschbereitschaft versetzte. Das weiß ich leider nicht.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)

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25.11.2018 12:56
avatar  berndk5
#17
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zu #16 , neee neee @furry , da ging es nich nur mal so um Muffensausen.

Aus meinem (miltärischen + taktischen) Verständnis heraus , hatte die DDR-Führung damit rechnen müssen dass die Ereigneisse in Polen (wie man so sagt) "außer Kontrolle" geraten .

Für diesen Fall galt es Vorsorge zu treffen und deshalb hat man ganz sicher über die Umsetzung einer militärischen Grenzsicherung zur damaligen VR Polen nachgedacht.

Egal ob nur vorübergehend, oder für längere Zeit und egal in welchem Ausmaß. Erst einmal mussten "Feuerwehr-Einheiten" gebildet werden, Kräfte in einer minimal möglichen Zeit bereitgestellt werden. Nachträgliche Korrekturen und Verstärkungen konnte man dann immer noch nachschieben.

Noch vor eventuellen Überlegungen über auch nur die erste Rolle Stacheldraht, galt es meiner Meinung nach "Operative Kräfte", also Personal (sprich: Bewaffnete Kräfte) zur Verfügung zu haben.

Das ein Einmarsch zur eventuellen Unterstützung der bedrängten polnischen Regierung grundsätzlich nicht zur Debatte stand, oder in Erwägung gezogen wurde, sollte man nicht extra erklären müssen. Das war garantiert zu keiner Zeit im Plan.
So etwas hätte schon im Ansatz zu einem Aufschrei in der Welt geführt, deren Echo die DDR-Regierung nicht überlebt hätte.

Na klar kann man dem untergegangenen Sozialismus in der DDR alles unterstellen, aber so blöd sollte man auch die SED-Führung nicht einschätzen.


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25.11.2018 13:49
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#18
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Zitat von berndk5 im Beitrag #17

Aus meinem (miltärischen + taktischen) Verständnis heraus , hatte die DDR-Führung damit rechnen müssen dass die Ereignisse in Polen (wie man so sagt) "außer Kontrolle" geraten.
Für diesen Fall galt es Vorsorge zu treffen und deshalb hat man ganz sicher über die Umsetzung einer militärischen Grenzsicherung zur damaligen VR Polen nachgedacht.



Das meinte ich doch mit Muffensausen. Die Staatsmacht wollte schneller sein als die, die den polnischen Werftarbeitern nacheifern und sich eventuell zusammenrotten könnten. So wurden erst mal die mobilisiert, die vorrangig polizeiliche Aufgaben im Inland zu erledigen hatten.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)

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25.11.2018 14:31
#19
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Ich bin am 2.11.1970 zum NAB der GT in Frankfurt Oder eingezogen worden. Nach Abschluss der Grundausbildung Ende November sollten wir in zwei Raten zum Jahreswechsel (Weihnachten und Sylvester) unseren ersten Urlaub erhalten. Infolge der Ereignisse in Polen wurde aber Anfang Dezember eine erhöhte Gefechtsbereitschaft verhängt. Begründet wurde das mit den Ereignissen in Polen. Es gab keinen Ausgang und der Urlaub zum Jahreswechsel wude in vier Raten gewährt. Die erste Urlaubsrate war vor Weihnachten und die vierte nach Sylvester. Am 22. oder 23.12. wurde durch das Kdo der GT dann für das NAB Gefechtsalarm ausgelöst. Das kam auch für die Btl.-Führung überraschend. Wir mussten mit den zugeteilten Fahrzeugen ein Marschband bilden. Nach Überprüfung durch die Kontrollgruppe konnte das Marschband wieder aufgelöst werden. Am 24.12. wurde die EG aufgehoben und ab 25.12. wurde auch wieder Ausgang gewährt.

Hinweis für @berndk5 und @Kalubke:
Bitte meldet Euch direkt über meine Mailadresse bei mir.


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25.11.2018 17:41
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#20
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ABV

Hallo an alle!
Erstmal vielen herzlichen Dank an Gert, Bernd, Andyman und andere, für die lobenden Worte.
Ich habe mich in letzter Zeit hier im Forum sehr rar gemacht. Der Grund dafür liegt nicht im Forum. Ich habe seit einiger Zeit sehr viel um die Ohren. Anfang Januar haben wir in Küstrin-Kietz einen Verein gegründet, der sich um den Erhalt und die Umwandlung des früheren Grenzbahnhof in geschichtliches und touristisches Zentrum kümmert. Dazu gehört unter anderem die Erforschung der regionalen Geschichte und die Betreuung verschiedener Ausstellungen.
Auf die Vorkommnisse mit den polnischen Reisenden bzw. Händlern bin ich eigentlich mehr durch Zufall bei einer Recherche in der BSTU -Außenstelle Frankfurt ( Oder) gestossen. Ich dachte sofort - Mensch das ist doch was für unser Forum! Eine schöne Gelegenheit, mich mal wieder konstruktiv am Forengeschehen zu beteiligen.
Die Grenze zu Polen gehört ohnehin zu meinen Lieblingsthemen. Bin ich doch an dieser durchaus sensiblen Grenze aufgewachsen. Heute habe ich täglich beruflich mit dieser Grenze und den polizeilichen Problemen zwischen Deutschen und Polen zu tun.
An die Ereignisse bezüglich der Verhängung des Kriegsrechts sowie deren Vorgeschichte, habe ich verschiedene Erinnerungen. Damals , 1980 - 1982, war ich Lehrling bei der Binnenfischerei in Peitz bei Cottbus. Sonntags fuhr ich regelmäßig mit dem Zug von meinem damaligen Wohnort via Frankfurt ( Oder) nach Peitz. Den Zug in Richtung Cottbus nutzten auch viele Polen, die im Kraftwerk Peitz-Ost arbeiteten. Die Polen zogen jedes Mal, unter lauten, rhythmischen " Solidarnoc-Rufen", durch die Gänge des Frankfurter Bahnhofs. Ich kann mich nicht erinnern, dass die Transportpolizei dagegen eingeschritten ist. Obwohl sich eine Streife stets in der Nähe befand.
Begegnungen zwischen Polen und Deutschen gab es auch in der Bahnhofsgaststätte. Wobei sich die Deutschen gegenüber den Polen zumeist abweisend verhielten. So betrat eines Abends ein junger Pole die Gaststätte. Als er sich an einigen Tischen schüchtern nach einem freien Platz erkundigte, erhielt der junge Mann jedes Mal eine rüde Abfuhr. Da der Platz neben frei war, winkte ich ihn zu mir an den Tisch. Darauf musste ich mir vom Nebentisch die Frage " Und du willst ein Deutscher sein?", gefallen lassen.
Die Ereignisse in Polen wurden von sehr vielen Bewohnern des DDR - Grenzgebietes, auch von jenen welcher der SED kritisch gegenüber standen, mit Unverständnis aufgenommen. Der fast einhellige Tenor lautete " die Polen sollten lieber erstmal Arbeiten, statt zu streiken." Das Klischee von den " faulen Polen" wurde von der SED geschickt für eigene Zwecke ausgenutzt. Versorgungsmängel, die den eigenen Unzulänglichkeiten geschuldet waren, wurden gerne dem " unverschämten Einkaufsverhalten" polnischer Bürger angelastet. Zuletzt übrigens im Herbst 1989.
Von einem ehemaligen Grenz - Abschnittsposten habe ich erfahren, dass man nach der Verhängung des Kriegsrechts in Polen, zu einer verstärkten Überwachung der Grenze übergegangen ist. Allerdings ohne Zuführung von Verstärkungskräften. Die hin und wieder zu lesende These, dass die Grenztruppen an der polnischen Grenze ihre Präsenz ab 1981 erhöht hätten, kann ich auch aus persönlichen Beobachtungen nicht bestätigen. Bis zum Herbst 1989 begegnete man an der Oder kaum je einen Angehörigen der Grenztruppen.
Fakt ist aber auch, dass es Pläne seitens der DDR- Führung zu einem Einmarsch in Polen gab. Einheiten der Grenztruppen und der NVA befanden sich damals eine Zeitlang in erhöhter Alarmbereitschaft. Gott sei Dank gab es im " Warschauer Vertrag" kluge Köpfe, die Honecker von seiner Wahnidee eines Einmarsches in Nachbarland abhielten.

Gruß an alle
Uwe

25.11.2018 17:59
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#21
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( gelöscht )

hallo Uwe , wieder sehr interessant dein Post,
ich habe wenig bis gar keine Erfahrung mit deinem Landstrich Oder/Neiße Grenzgebiet. Deine geschilderten Vorbehalte der Deutschen gegen die Polen kann ich aber bestätigen. In der Nachkriegszeit hörte ich als Kind schon solche Sprüche wie Polnische Wirtschaft ( für Chaos und Durcheinander ), die Polacken ( als herabwürdigende Bezeichnung für Polen ). usw. Ich habe vor einigen Jahren sehr gute Erfahrung mit einer polnisch geführten Firma aus dem Raum Köln gemacht. Sie renovierten von Grund auf unser Bad und WC in einer sehr guten Handwerksqualität zu unschlagbaren Preisen ( keine Schwarzarbeiter sondern auf Rechnung) Es sind excellente Handwerker, ich war begeistert von der Qualität

Grüße an die Oder Gert


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25.11.2018 19:40
avatar  icke46
#22
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Ergänzend sollte man vielleicht, dass die von @ABV beschriebenen Zustände wohl mit dem Ende des Kriegsrechts in Polen zu tun haben.

Die Polen hatten ihre Reisegesetze schon in den 70er Jahren liberalisiert, der Höhepunkt wurde 1980 erreicht, als 1.274.000 Pässe für Westreisen ausgestellt wurden. Danach kam dann das Kriegsrecht und die Grenze wurde geschlossen. (Zitiert aus http://www.expolis.de/polen_in_der_bunde...eutschland.html).

Ich kann mich noch gut an die vielen Polski Fiat 126 p erinnern, die Ende der 70er Jahre über Drewitz nach West-Berlin einreisten, ebenso auch über Marienborn in die Bundesrepublik. Die haben sich damals schon meist als Erntehelfer (Spargelstechen) verdingt, wie wohl auch heute noch. Laut damaligen Berichten waren unter den Erntehelfern relativ viele Lehrer, die dann die gegenüber Journalisten die Rechnung aufmachten, dass sie mit 6 Wochen Spargelstechen soviel verdienten wie im ganzen Jahr in Polen in ihrem Beruf.


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25.11.2018 20:26
avatar  B Man
#23
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Moin

Ich habe eine Abteilung in der Firma, die besteht fast nur aus Polen und Schlesiern.

Was die da aus Polen in den 80er Jahren so berichten kann man als Deutscher nur schwer verstehen.
Gerade im Ländlichen Raum war die Zeit irgendwann bei Kriegsende WK II stehen geblieben.

Ackerbau und Viehzucht wie in den 30 er Jahren nebenbei. Viele Dinge des täglichen Lebens die auch in der DDR selbstverständlich waren, gab es dort gar nicht, waren rationiert oder gab es nur auf Lebensmittelmarken.

Einige waren auch über Sportvereine oder die Schule in der DDR.
Das waren wohl vergleichsweise von der Lebensmittelversorgung paradisische Zustände in den DDR Ferienlagern.

Womit sie allerdings so ihre Schwierigkeiten hatten, war das die in der DDR zumindest nach aussen noch so stramme Sozialisten waren.

Viele von den Schlesiern hatten schon 88 / 89 die Möglichkeit als Spätaussiedler nach Deutschland auszuwandern.
Keiner wollte in die DDR.
Die die ausgereist sind fühlten sich auf der Fahrt durch die DDR extrem unwohl und erst sicher wo sie in der Bundesrepublik ankamen.

Gruss Andreas


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26.11.2018 10:15 (zuletzt bearbeitet: 26.11.2018 11:17)
avatar  StabHF
#24
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Was ??? Ein DDR - Polenfeldzug ??? Hätte Honecker so viel Schneid gar nicht zugetraut ! Es hat damals aber tatsächlich nicht wenige Polen gegeben, die auch gerne beigetreten wären......zur BRD !


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26.11.2018 10:44
avatar  ( gelöscht )
#25
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( gelöscht )

Ich habe, wie ich schon mal schrieb, mit einem Spätaussiedler (in die DDR) an der Grenze gedient.
Die Schreibweise seines Namens im Personalausweis/Wehrdienstausweis war polnisch, das war schon bemerkenswert.


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26.11.2018 11:09
#26
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Zitat von StabHF im Beitrag #24
Was ??? Ein DDR - Polenfeldzug ??? Hätte Honecker so viel Schneid gar nicht zugetraut ! Es hat damals aber tatsächlich nicht wenige Polen gegeben, die auch gerne beigetreten wären......zur BRD !


Die BRD hätte sich einschließlich ihrer Bevölkerung dafür bedankt, wenn es die polnische Regierung allen in den ehem. Grenzen von 1937 lebenden Polen damals freigestellt hätte, einschließlich dieses Territorium einen Beitritt zur BRD zu verlangen. Ihr Recht wäre es lt. lt. Bundesrecht gewesen und die BRD hätte sie wohl oder übel nehmen müssen. Hatte schon mit den Transferleistungen nach Ostdeutschland genug zu tun, da die tatsächlichen Großgewinner der Einheit relativ wenig zu diesem finanziellen Kraftakt beigesteuert hätten (Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren).


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26.11.2018 13:57 (zuletzt bearbeitet: 26.11.2018 14:04)
#27
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Zitat von Gert im Beitrag #21
die Polacken ( als herabwürdigende Bezeichnung für Polen )

Hierbei übersiehst Du geflissentlich, dass der Begriff "POLAK" die Eigenbezeichnung der Polen ist.
"Jestem Polakiem" heißt schlichtweg "Ich bin Pole".
Die angefügte Endung "en" entspricht lediglich dem Plural in der deutschen Sprache. Insofern vermag ich
keine Herabwürdigung empfinden.

Ein guter Mensch, in seinem dunklen Drange, ist sich des rechten Weges wohl bewusst.


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26.11.2018 17:02
avatar  ABV
#28
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ABV

Hallo an alle!
Die Bezeichnung " Polacke" ist sehr wohl als abwertendes Schimpfwort benutzt. Selbst wenn " Polak" tatsächlich Pole bedeutet. Ich bin mir sicher, dass der größte Teil all jener welche das abwertende Schimpfwort benutzen, die eigentliche Bedeutung überhaupt nicht kennen. Wahrscheinlich kennen Sie nicht einmal einen Polen persönlich.
Aber jetzt noch mal zum eigentlichen Thema: Ist es nicht eigenartig wie störanfällig die DDR gegenüber Veränderungen in den übrigen Mitgliedsstaaten des " Ostblocks" war? Nicht auszudenken, wenn damals auch die CSSR ihren Bürgern erlaubt hätte, problemlos über die DDR nach Westberlin zu reisen.
So oder so - die DDR hätte das System der restriktiven Grenzkontrollen spätestens ab dem Sommer 1989 nicht mehr lange aufrecht erhalten können. Auch wenn sich die politische Wende im eigenem Land noch ein paar Jahre verzögert hätte.
Zwischen der DDR und der damaligen Volksrepublik Polen wurde 1988 ein Abkommen geschlossen, dass unter anderem den Ausbau vorhandener und die Errichtung neuer Grenzübergangsstellen beinhaltete.
Ein " luftleeres" Abkommen, weil die DDR aus volkswirtschaftlicher Hinsicht kaum, bzw. gar nicht in der Lage war, die notwendigen Arbeiten zu leisten.
Dennoch war man natürlich bestrebt, den " schönen Schein zu wahren ". Offiziell galt Polen noch immer als
" Bruderland". Selbst dann noch, als die politischen Veränderungen nicht mehr übersehen werden konnten.
Das zeigte sich auch im Verhalten der polnischen Grenztruppen gegen Flüchtlinge aus der DDR, im Spätsommer/ Frühherbst 1989. Zunächst wurde jeder der beim lebensgefährlichen Durchschwimmen der Oder und damit beim illegalen Grenzübertritt, gestellt wurde, festgenommen, in Auslieferungshaft genommen und später an die DDR überstellt. All jene jedoch die ausserhalb einer 10 km - Zone im Inland angetroffen wurden, durften ihren Weg nach Warschau zur Botschaft der Bundesrepublik, unbehelligt fortsetzen.
Gesichert wurde die Staatsgrenze zur DDR zumeist durch Fuss oder - motorisierte Streifen. An einigen Stellen existierten 1989 noch Beobachtungstürme. Diese wurden zu diesem Zeitpunkt kaum noch besetzt und sukzessive abgebaut. Die Gefahr beim Grenzübertritt von einem polnischen Soldaten erwischt zu werden, erwies sich als durchaus kalkulierbar. Allerdings erwies sich die Oder als " Grenzwall" mit nicht zu unterschätzenden natürlichen " Sperrelementen". Beispielsweise die selbst für geübte Schwimmer oft tödlichen Strudel.

Gruß an alle

Uwe

26.11.2018 18:20
avatar  B Man
#29
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #26
Zitat von StabHF im Beitrag #24
Was ??? Ein DDR - Polenfeldzug ??? Hätte Honecker so viel Schneid gar nicht zugetraut ! Es hat damals aber tatsächlich nicht wenige Polen gegeben, die auch gerne beigetreten wären......zur BRD !


Die BRD hätte sich einschließlich ihrer Bevölkerung dafür bedankt, wenn es die polnische Regierung allen in den ehem. Grenzen von 1937 lebenden Polen damals freigestellt hätte, einschließlich dieses Territorium einen Beitritt zur BRD zu verlangen. Ihr Recht wäre es lt. lt. Bundesrecht gewesen und die BRD hätte sie wohl oder übel nehmen müssen. Hatte schon mit den Transferleistungen nach Ostdeutschland genug zu tun, da die tatsächlichen Großgewinner der Einheit relativ wenig zu diesem finanziellen Kraftakt beigesteuert hätten (Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren).


was

Die Polen wollten ganz bestimmt nicht wieder irgendwem/ irgendwas beitreten, die wollten einfach wieder Polen sein.

Was die Schlesier wollten ist wieder etwas ganz anderes.

Was beide einigte, war endlich die Kommunisten los zu werden.

Gruss Andreas


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26.11.2018 18:35
avatar  B Man
#30
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Zitat von EX DM im Beitrag #25
Ich habe, wie ich schon mal schrieb, mit einem Spätaussiedler (in die DDR) an der Grenze gedient.
Die Schreibweise seines Namens im Personalausweis/Wehrdienstausweis war polnisch, das war schon bemerkenswert.

Die verbliebenen Deutschen in Polen wurden eben zu Polen gemacht.

In der Schule wurde nur noch polnisch unterrichtet und je nach Region wurden eben auch die Namen angepasst.
Im Öffentlichen Leben sollte das deutsche verschwinden.

Gruss Andreas


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