DDR-Grenzer und tote Briefkästen auf westdeutschem Gebiet?

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18.11.2018 14:17
#1
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In diesem Thema

https://www.forum-ddr-grenze.de/t2949f76-Fahnenflucht-eines-Gefreiten-der-GT-5.html

schrieb der Ex-User Sennewald am 23.11.2010 in Beitrag 107 folgendes: „ich kann aus Erfahrung reden, bin am 18.01.1985 in der genannten Grenzkompanie , mit meinem Posten!!, geflüchtet, im Frühjahr wäre ich entlassen worden, es ist richtig so, das es lange dauert um einen sicheren , für alle sicheren weg zu finden. ich war zum Beispiel "feindbestaetigt", musste mit den Grenzaufklaerern feindwaerts rumlatschen, die sind über die Grenze rueber auf westdeutsches Gebiet,haben mir stille Briefkästen gezeigt etc. bei uns wurde damals wohl viel geschleust..!!!??' z.b,. an die Zollhütten, war aber eben alles zu gefährlich, die hätten mich im Endeffekt noch vor den Augen des BGS oder GSD abgeknallt“

Dass DDR-Grenzer tote Briefkästen auf westdeutschem Gebiet kannten, diese womöglich auch leerten oder bestückten, habe ich bisher noch nie gehört. Sind solche Aktivitäten bekannt? Wer kennt konkrete Fallbeispiele? Wie lief so etwas ab? Was war in diesen toten Briefkästen drin? Vielleicht können andere User hierzu etwas schreiben.


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18.11.2018 14:34
avatar  Hanum83
#2
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Ich ordne das mal in den Bereich der Fabel ein.
Wie heißt das gleich, Grenzerlatein?


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18.11.2018 14:45
avatar  Merkur
#3
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Sehe ich auch Hanum83.
Operative Grenzarbeit (Grenztreffs, Grenz-TBK) gab es. Ist aber nicht durch die GT realisiert worden.


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18.11.2018 15:08
#4
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Ich meine das es hier irgendwo in den Tiefen des Forum´s einen bericht gibt das da irgendwas unter einem Brett lag, in Grenznähe. Von einer Landwirtin zufällig entdeckt. Verdacht toter Briefkasten, ich kann mich aber an Näheres nicht mehr erinnern.

War, wimre, noch zu Zeiten der DGP.

MfG Berlin


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18.11.2018 17:37
#5
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Nehmen wir nur mal an,es war so,mit den toten Briefkästen--nur mal angenommen. Dann waren in der Sache mit Sicherheit,keine GWLer mit eingebunden. Die GWLer-- die ins Vorgelagerte durften, waren schon bestätigte Posten, und dann noch tote Briefkästen leeren--na das waren sicher 200% tige. Glaube nicht, das so was die GT abwickelten--war dann wohl eher Sache der Schneewittchen-Truppe.
Aber wie schon gesagt--alles nur mal angenommen.


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18.11.2018 18:00
avatar  Hanum83
#6
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Die Agenten, Spione, Kundschafter damals hatten zur Nachrichtenübermittlung garantiert andere Möglichkeiten als ganz "schnöde" Angehörige der Grenztruppen ihre Post abholen oder deponieren zu lassen.


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18.11.2018 18:05
#7
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Mal etwas Ironie.
Schlepp mal so ein UPS-Paket, durchs Vorgelagerte.


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18.11.2018 18:15
avatar  Hanum83
#8
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Auch die Räuberpistolen mit den Schleusertunneln die an der grünen Grenze für Durchgänge nach Hüben und Drüben gebaut wurden.
Die Westgrenzschützer waren doch nicht bescheuert, die wussten alles was an der Grenze abging, die hätten einen Spion der durch so eine Betonröhre in den Westen gekrochen wäre gleich mit einem Blumenstrauß begrüßt mit "Glückwunsch, sie sind Kundschafter 100 der diese Röhre passiert hat".


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18.11.2018 18:17
#9
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Tote Briefkästen in Grenznähe. Ist das überhaupt sinnvoll? Und wie wurden die Information über die Grenze verbracht? Im diplomatischen Kuriergepäck?


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18.11.2018 18:23
avatar  ( gelöscht )
#10
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( gelöscht )

@Hanum83

Schleusertunnel gab es zu 100%...und durch diese gingen "Agenten"..kannste glauben.
...aber auch mal MfS Angehörige zum See ( Waldgebiet) im VGH..um zu Angeln. Kein Scherz.
Geschehen im I.GB/ GR6


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18.11.2018 18:26
#11
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #8
Auch die Räuberpistolen mit den Schleusertunneln die an der grünen Grenze für Durchgänge nach Hüben und Drüben gebaut wurden.
Die Westgrenzschützer waren doch nicht bescheuert, die wussten alles was an der Grenze abging, die hätten einen Spion der durch so eine Betonröhre in den Westen gekrochen wäre gleich mit einem Blumenstrauß begrüßt mit "Glückwunsch, sie sind Kundschafter 100 der diese Röhre passiert hat".



Ich denke auch, das war nur was für den Film, ...die Kriecherei sieht eben cool aus
Beispiel: For Eyes only, DDD Spionagefilm 1963, bei Minute 1:20
https://vimeo.com/139925798


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18.11.2018 18:36
#12
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #9
Tote Briefkästen in Grenznähe. Ist das überhaupt sinnvoll? Und wie wurden die Information über die Grenze verbracht? Im diplomatischen Kuriergepäck?

Warum dieser Aufwand? Irgendwelche Papiere oder Dokumente hätte man doch völlig unproblematisch durch Kuriere der DDR von West nach
Ost verbringen können. Auf westlicher Seite ist doch kein Reisender kontrolliert worden. Da brauchte doch auch keiner (s)einen Ausweis zeigen,
ganz gleich in welcher Richtung er unterwegs war.

Ebenso unsinnig finde ich irgendwelche Tunnel oder Röhren zum Ein- oder Ausschleusen der Stasiagenten in oder aus dem Westen. Die hätten
doch ganz gemütlich mit dem Zug fahren können, kontrolliert wurde doch da kaum und schließlich hatten die ja auch kein Schild um den Hals, dass
sie als Stasimitarbeiter deklarierte. Die dürften für solche Fälle einer, sehr unwahrscheinlichen Befragung durch den BGS, schon eine glaubwürdige
Legende für den Grund ihrer Reise auf der Pfanne gehabt haben.

Beim Grenzübertritt durch so einen Tunnel hingegen, wäre die Entdeckung durch Einwohner, Beschäftigte in Forst- in Landwirtschaft doch viel eher
möglich und auffälliger gewesen, wenn da plötzlich jemand aus einem Loch kriecht oder in einsamer Gegend in Grenznähe ein "Spaziergängen" in
Erscheinung tritt. Auch die Bestreifung der Grenze durch BGS und Zoll barg doch gewisse Risiken für den "Grenzverletzer" aus dem Osten. Bei BGS
und Zoll waren doch nicht nur Blinde beschäftigt, die hätten bei ihren Streifengängen sicher auch irgendwann die Ein- bzw. Ausstiegslöcher entdeckt.?
Es fällt mir jedenfalls schwer zu glauben, dass dies alles so funktioniert haben soll.


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18.11.2018 18:46
avatar  Hanum83
#13
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Zitat von Rothaut im Beitrag #10
@Hanum83

Schleusertunnel gab es zu 100%...und durch diese gingen "Agenten"..kannste glauben.
...aber auch mal MfS Angehörige zum See ( Waldgebiet) im VGH..um zu Angeln. Kein Scherz.
Geschehen im I.GB/ GR6


Wie soll man sich das vorstellen mit den MfSlern die mal auf das VGH zum Angeln wollten?
Also mal ehrlich, ich kann mir das nicht vorstellen.


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18.11.2018 18:46
#14
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Zitat von Rothaut im Beitrag #10
@Hanum83

Schleusertunnel gab es zu 100%...und durch diese gingen "Agenten"..kannste glauben.
...aber auch mal MfS Angehörige zum See ( Waldgebiet) im VGH..um zu Angeln. Kein Scherz.
Geschehen im I.GB/ GR6


Rothaut--kann es sein, das das südlich von Herrnburg geschah.


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18.11.2018 18:49
avatar  Kalubke
#15
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #8
Auch die Räuberpistolen mit den Schleusertunneln die an der grünen Grenze für Durchgänge nach Hüben und Drüben gebaut wurden.
Die Westgrenzschützer waren doch nicht bescheuert, die wussten alles was an der Grenze abging, die hätten einen Spion der durch so eine Betonröhre in den Westen gekrochen wäre gleich mit einem Blumenstrauß begrüßt mit "Glückwunsch, sie sind Kundschafter 100 der diese Röhre passiert hat".



Hanum, die Tunnel endeten nicht im Westen, sondern im vorgelagerten DDR-Gebiet an Stellen, die vom Westen aus nicht einsehbar waren. Die letzen Meter bis zum Übertritt wurden über der Erde zurückgelegt. M. E. wurden Tunnel in den 60er und 70 Jahren hauptsächlich in Abschnitten gebaut in denen sich Bodenminensperren befanden, um sie gefahrlos unterqueren zu können. Es gab auch geheime minenfreie Gassen. Da ist es aber z.B. am 20. 05. 1973 bei einer Schleusung zu einem tödlichen Unfall gekommen, weil einer der HV A-Schleuser dennoch auf eine Mine getreten ist.

Gruß Kalubke


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