DDR-Grenzer und tote Briefkästen auf westdeutschem Gebiet?

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22.12.2018 11:58 (zuletzt bearbeitet: 23.12.2018 20:02)
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#91
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Kann jemand was zum Reg.-Nr. System des MfS sagen?

Die römischen Zahlen I - XV sollen ja die mit den Bezirken identischen territorialen Reg. Nr. Bereiche darstellen. In der von @Ratze eingestellten HIME-Liste der OGS "Nord-West" taucht aber die Nr. XVIII auf:

Kann es sein, dass einige HA ihren eigenen Reg. Nr.-Bereich hatten? Der von der HA I federführend bearbeitete OV "Terrorist" (Werner Weinhold) hat z.B. die Reg.-Nr. XVIII 855/76.

weitere Vorgänge der HA I:

ZOV "Verräter" (XVIII 699/82) Fahnenflüchtige
SiVo »..........« (XVIII 2600/76) Bereich Aufklärung des MfNV
OPK »Granada« (XVIII 1323/86) Überprüfung eines MA des Bereiches Aufklärung des MfNV
OV »Detonation«, (XVIII 3300/86) Sprengstoffanschlag auf die Berliner Mauer, Juli 1986,
Feindobjekt »..........« (XVIII 4475/85) Deutsche Gesellschaft für Sozialbeziehungen (DGfSB), Bonn-Bad Godesberg
Feindobjekt »..........« (XVIII 4503/82) Verein Grenzopfer e. V. , Barum (LK Uelzen)
Feindobjekt »Institut« (XVIII 461/86) Deutschlandpolitisches Bildungszentrum, Schnakenburg
Feindobjekt »..........« (XVIII 3894/82) Deutsch-deutsche Arbeitsgruppe, Wolfsburg
ZGI »Ina Flohr« (XVIII-2908/65), Geheimer Informator unter den Zvilbeschäftigten
SiVo »..........« (XVIII 2774/76) Überwachung Bausoldaten bei den LSK/LV
SiVo »..........« (XVIII 2744/76) Überwachung Bausoldaten im Bereich MB V


Gruß Kalubke


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22.12.2018 12:23
#92
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Reg.-Nr. XVIII 855/76.

Hauptabteilung I (Abwehr) - Vorgangsnummer - Jahr

VI - BV Cottbus
XVII = Verwaltung Wismut (bis 1982)

"Mobility, Vigilance, Justice"

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16.07.2019 10:54 (zuletzt bearbeitet: 16.07.2019 15:20)
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#93
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( gelöscht )

zu # 70
Hallöchen, der vorstehende Artikel ist zwar schon älter, ich bin aber heute erst darauf gestoßen.
Ich diente zwischen 1967 und 1969 in der Grenzkompanie Barneberg. Als ich morgens die Frühschicht raus gefahren hatte, musste ich am Bahndamm auf einen Posten der Nachtschicht warten. Während des Wartens sahen wir eine Person den Bahndamm entlang, aus dem Westen kommend, auf uns zu marschieren. Er trug Zivil, einen brauen Anzug, und hatte über der Schulter eine MPi. Anruf, Hände hoch, Waffe ablegen. Er tat es sofort. Als ich näher kam, sprach er mich an, ich soll, er nannte den Tarnnamen des GR25, Apperat xxx anrufen. Ich verständigte den Führungspunkt und bekam den Befehl, ihm die MPi zurück zu geben. Er solle warten, bis er abgeholt wird. Es dauerte nicht lange und ein P3 kam. Man begrüßte sich mit Handschlag, er verabschiedete sich und war weg.
Es wurde also zu dieser Zeit noch geschleust. Er schien die Zeit verpasst zu haben. Dass aber Angehörige der GT sich mit toten Briefkästen und ähnlichem befasst haben, scheint mir auch in den Bereich der Fabeln zu gehören. Wer kam schon vor das vordere Sperrelement. Außerdem war Agententätigeit nicht bei den GT angesiedelt.

meint mifra


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16.07.2019 15:16
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zu #88

Aber Du kannst es glauben, mir hat es hat 40 Jahre Spaß gemacht, 26 Jahre davon als Grenzsoldat, BASF, Siemens, Rheinmetall und Co. die Grenzen ihrer Macht aufzuzeigen. 108 000 Quadratkilometer Deutschland ohne Konzerne. Herrlich!
Sicher, den ökonomischen Wettbewerb habe sie gewonnen, weil einfach die Zeit noch nicht reif war für bessere Produktionsverhältnisse. Alle produzieren und alle profitieren vom Ergebnis, und nicht nur ein paar der oberen Zehntausend. Ist dieser Traum falsch?
Aber was meinst Du, warum mit allen Mitteln die DDR verunglimpft werden muss? Nur damit keiner daran denken sollte, solches zu wiederholen. (Kinkel: Die DDR sei zu delegitimieren)
Nur dass es nicht ganz so funktioniert, wie es Herr Kinkel wollte. Stell Dir nur mal vor, in den 70-er Jahren hätte jemand laut geäußert, dass eine große Bank unter staatliche Kontrolle gestellt werden muss. Sofort hätten alle geschrien, dass das Kommunismus sei. Heute ist es gang und gäbe, darüber nicht nur nachzudenken.
Und alle, die, die Kinder haben, werden auch denen etwas über die DDR erzählen. Was, ist erst einmal völlig nebensächlich. Die DDR aber aus den Köpfen der Menschen auslöschen klappt in den nächsten Generationen auch nicht. Und was weiter in der Zukunft steht, warten wir´s ab.

Aber was soll´s. Ich will Dich nicht überzeugen. Aber ich wünsche Dir vielleicht etwas mehr zu denken vor dem Schreiben.

meint mifra


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16.07.2019 18:09
#95
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Zitat von mifra im Beitrag #93
zu # 70
Hallöchen, der vorstehende Artikel ist zwar schon älter, ich bin aber heute erst darauf gestoßen.
Ich diente zwischen 1967 und 1969 in der Grenzkompanie Barneberg. Als ich morgens die Frühschicht raus gefahren hatte, musste ich am Bahndamm auf einen Posten der Nachtschicht warten. Während des Wartens sahen wir eine Person den Bahndamm entlang, aus dem Westen kommend, auf uns zu marschieren. Er trug Zivil, einen brauen Anzug, und hatte über der Schulter eine MPi. Anruf, Hände hoch, Waffe ablegen. Er tat es sofort. Als ich näher kam, sprach er mich an, ich soll, er nannte den Tarnnamen des GR25, Apperat xxx anrufen. Ich verständigte den Führungspunkt und bekam den Befehl, ihm die MPi zurück zu geben. Er solle warten, bis er abgeholt wird. Es dauerte nicht lange und ein P3 kam. Man begrüßte sich mit Handschlag, er verabschiedete sich und war weg.
Es wurde also zu dieser Zeit noch geschleust. Er schien die Zeit verpasst zu haben. Dass aber Angehörige der GT sich mit toten Briefkästen und ähnlichem befasst haben, scheint mir auch in den Bereich der Fabeln zu gehören. Wer kam schon vor das vordere Sperrelement. Außerdem war Agententätigeit nicht bei den GT angesiedelt.

meint mifra


So so, eine Mpi!

"Mobility, Vigilance, Justice"

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06.10.2019 19:58
avatar  Ratze
#96
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Moin
Ich habe gerade gefunden, das die Bstu ein neues Heft auf dem Markt hat.
Unser "Lieblings IM" Wallis ist da an Seite 22 vertreten. Download unter bstu.de
Schaut mal


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07.10.2019 03:35
#97
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Zitat von Kalubke im Beitrag #15
Zitat von Hanum83 im Beitrag #8
Auch die Räuberpistolen mit den Schleusertunneln die an der grünen Grenze für Durchgänge nach Hüben und Drüben gebaut wurden.
Die Westgrenzschützer waren doch nicht bescheuert, die wussten alles was an der Grenze abging, die hätten einen Spion der durch so eine Betonröhre in den Westen gekrochen wäre gleich mit einem Blumenstrauß begrüßt mit "Glückwunsch, sie sind Kundschafter 100 der diese Röhre passiert hat".



Hanum, die Tunnel endeten nicht im Westen, sondern im vorgelagerten DDR-Gebiet an Stellen, die vom Westen aus nicht einsehbar waren. Die letzen Meter bis zum Übertritt wurden über der Erde zurückgelegt. M. E. wurden Tunnel in den 60er und 70 Jahren hauptsächlich in Abschnitten gebaut in denen sich Bodenminensperren befanden, um sie gefahrlos unterqueren zu können. Es gab auch geheime minenfreie Gassen. Da ist es aber z.B. am 20. 05. 1973 bei einer Schleusung zu einem tödlichen Unfall gekommen, weil einer der HV A-Schleuser dennoch auf eine Mine getreten ist.

Gruß Kalubke
solch einen Tunnel gab es in Meilschnitz


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07.10.2019 10:20
#98
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Zitat von Ratze im Beitrag #96
Moin
Ich habe gerade gefunden, das die Bstu ein neues Heft auf dem Markt hat.
Unser "Lieblings IM" Wallis ist da an Seite 22 vertreten. Download unter bstu.de
Schaut mal
Ich staune über das weite Umfeld, das er beackerte. Beruf (Redakteur), Freizeitaktivitäten, Kundschafter, Informant, Hobby Fotografie usw., kaum noch unterscheidbar.

Zugutehalten muss man ihm wohl oder übel, dass seine Fotodokumentation vom Mai 1979 über die Elbbrücke bei Geesthacht und die Staustufe
für alle Welt und jeden Touristen zugänglich und dementsprechend durchführbar war.

Die Objekte und Anlagen gehörten als Bauwerk zu keinem explizit hervorgehobenen, militärischen Sicherungsbereich,
wenngleich Zweck und Funktion für die Infrastruktur militärischer Anlagen von Bedeutung war.

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"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner!
Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!

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Zitat von DoreHolm im Beitrag Das bumsfidele DDR-Verteidigungsministerium
"Wo ein Genosse ist, da ist die Partei und wo ein Genosse und eine Genossin ist, da ist die Hurerei".
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07.10.2019 10:31
avatar  Ratze
#99
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Dem halte ich NICHTs zu Gute!!!!!!!


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11.05.2020 12:44
#100
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Zitat von mibau83 im Beitrag #55
Zitat von henning194902 im Beitrag #53

Bei den IME"s fällt mir etwas auf "Hempel und Berg" - Diese beiden Kollegen waren auf mich
angesetzt um meinen Aufenthalt in der BRD aufzuklären.Bin im Okt.72 geflüchtet.
In meiner STASI Akte werden die Beiden erwähnt.
Ihre Aufklärungsergebnisse habe ich in meiner Akte.Wurden bestimmt auch geschleust-aber wo??



schon mal darüber nachgedacht, dass diese beiden eventuell bundesbürger waren?
Hallo
Die Beiden IME waren mit Sicherheit keine Bundesbürger.
Schau mal die letzte PDF von Ratze an.Da werden die IME "Hempel und Berg" genannt.
Die kannte im Lübecker Raum die Übertrittstellen genau.
MfG


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