DDR-Grenzer und tote Briefkästen auf westdeutschem Gebiet?

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19.11.2018 21:06
#46
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Zitat von Kalubke im Beitrag #45
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #36
Zitat von Merkur im Beitrag #18
I Auch die Sache, dass ein HV A-Angehöriger eine Mine ausgelöst haben soll, ist mir gänzlich unbekannt.


Es war auch kein Angehöriger der HV-A.
Am 20.05.1973 trat ein Offizier der HA-I, UA-Aufklärung ..., in Vorbereitung eines Treffs in einer gesicherten Minengasse auf eine Mine PMN der ersten Minenreihe.
Der Offizier wurde nach dem Unfall in eine andere Verwendung gebracht. Einige Jahre später verstorben.


Stimmt dann #32 nicht, oder gab es da zwei Ereignisse an einem Tag?


An dem "Halbwissen" scheint ja nun was dran zu sein, wie sich jetzt rausstellt, selbst wenn es nicht die HV A, sondern nur die HA I war.

Der Tunnel auf der Gobert z.B. ging so wie er angelegt ist, definitiv ehem. unter einer Minensperre MS 66 durch. Und der wurde auch nicht erst in den 80ern gebaut.

Gruß Kalubke.


Schau mal bei den Beiträgen 36 und 40 auf die Datumsangaben.

Zu dem definitiv MS 66 Gobert.
1973 und 1976 wurden dort Anlagen 501 errichtet.

Im übrigen sprechen selbst im dortigen Bereich über lange Jahre tätige ehemalige Angehörige der GT nicht von einer Röhre für Agentenschleusungen.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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19.11.2018 21:44 (zuletzt bearbeitet: 19.11.2018 21:54)
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#47
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Zitat von Thunderhorse im Beitrag #46
Schau mal bei den Beiträgen 36 und 40 auf die Datumsangaben.Zu dem definitiv MS 66 Gobert. 1973 und 1976 wurden dort Anlagen 501 errichtet. Im übrigen sprechen selbst im dortigen Bereich über lange Jahre tätige ehemalige Angehörige der GT nicht von einer Röhre für Agentenschleusungen.
Also 1973 und 1976 wurde auf der Gobert definitiv keine Anlagen 501 errichtet.

Bis zu meiner Entlassung im April 77 stand dort noch der doppelte Zaun aus Stacheldraht zwischen dem sich keine Minen befunden haben sollen. Unsere Offiziere sind dort an mehreren Stellen durchgelaufen wenn sie sich ihre Postenversorgung bei mir abgeholt haben. Ich habe dort mehrmals auf dem Kolonnenweg mit dem P 3 die Offiziere begleitet welche die Markierung abgelaufen sind.

Während meiner Dienstzeit brauchte da niemand durch das Betonrohr (Wasserdurchlass) zu kriechen, da der Stacheldrahtzaun ordentliche Lücken hatte.

Kontrollstreife


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19.11.2018 21:57 (zuletzt bearbeitet: 19.11.2018 21:59)
#48
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Zitat von Thunderhorse im Beitrag #46
Zitat von Kalubke im Beitrag #45
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #36
Zitat von Merkur im Beitrag #18
I Auch die Sache, dass ein HV A-Angehöriger eine Mine ausgelöst haben soll, ist mir gänzlich unbekannt.


Es war auch kein Angehöriger der HV-A.
Am 20.05.1973 trat ein Offizier der HA-I, UA-Aufklärung ..., in Vorbereitung eines Treffs in einer gesicherten Minengasse auf eine Mine PMN der ersten Minenreihe.
Der Offizier wurde nach dem Unfall in eine andere Verwendung gebracht. Einige Jahre später verstorben.


Stimmt dann #32 nicht, oder gab es da zwei Ereignisse an einem Tag?


An dem "Halbwissen" scheint ja nun was dran zu sein, wie sich jetzt rausstellt, selbst wenn es nicht die HV A, sondern nur die HA I war.

Der Tunnel auf der Gobert z.B. ging so wie er angelegt ist, definitiv ehem. unter einer Minensperre MS 66 durch. Und der wurde auch nicht erst in den 80ern gebaut.

Gruß Kalubke.


Schau mal bei den Beiträgen 36 und 40 auf die Datumsangaben.

Zu dem definitiv MS 66 Gobert.
1973, 1976 und 1979 wurden dort Anlagen 501 errichtet.

Im übrigen sprechen selbst im dortigen Bereich über lange Jahre tätige ehemalige Angehörige der GT nicht von einer Röhre für Agentenschleusungen.


Ergänzt mit 1979.
Beginnend an der Regimentsgrenze in Richtung s - so

P.S.: Kontrollstreife, Tack für den Hinweis.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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21.11.2018 09:53 (zuletzt bearbeitet: 21.11.2018 10:06)
avatar  Hanum83
#49
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Kein Tunnel, aber dort bin auch ich mal durchgeschlüpft

http://www.forum.hunsrueckquerbahn.de/viewtopic.php?t=7938

Im Beitext kann man schön herauslesen das so manche Legende gesponnen wurde, der Gakel den ich sogar persönlich gekannt habe, konnte nämlich garantiert nicht sofort in die Eule eilen die im Text als Anbau mit Rundumblick bezeichtet wird, nee, das ging nicht, definitiv.
So entstehen dann wohl solche Berichte wo jemand das und das gesehen haben will und wenn es der größte Unsinn ist.

--------------------------------------------------------------------------
Wer nichts weiß muss alles glauben.

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26.11.2018 12:29 (zuletzt bearbeitet: 26.11.2018 14:12)
avatar  Kalubke
#50
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Zitat von Kontrollstreife im Beitrag #47
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #46
Schau mal bei den Beiträgen 36 und 40 auf die Datumsangaben.Zu dem definitiv MS 66 Gobert. 1973 und 1976 wurden dort Anlagen 501 errichtet. Im übrigen sprechen selbst im dortigen Bereich über lange Jahre tätige ehemalige Angehörige der GT nicht von einer Röhre für Agentenschleusungen.
Also 1973 und 1976 wurde auf der Gobert definitiv keine Anlagen 501 errichtet.

Bis zu meiner Entlassung im April 77 stand dort noch der doppelte Zaun aus Stacheldraht zwischen dem sich keine Minen befunden haben sollen. Unsere Offiziere sind dort an mehreren Stellen durchgelaufen wenn sie sich ihre Postenversorgung bei mir abgeholt haben. Ich habe dort mehrmals auf dem Kolonnenweg mit dem P 3 die Offiziere begleitet welche die Markierung abgelaufen sind.

Während meiner Dienstzeit brauchte da niemand durch das Betonrohr (Wasserdurchlass) zu kriechen, da der Stacheldrahtzaun ordentliche Lücken hatte.

Kontrollstreife


Wozu brauchten die da oben auf dem Kamm einen Wasserdurchlass? Wg. des Karstes im Muschelkalk ist es außerdem überall auf der Gobert knochentrocken, keine Bäche weit und breit. Schichtquellen gibts erst im Tal, da wo die Grenze zwischen Muschelkalk und Buntsandstein ist.





Gruß Kalubke


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17.12.2018 16:48 (zuletzt bearbeitet: 17.12.2018 16:50)
avatar  Ratze
#51
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Moin
ich beziehe mich auf #31
die Abteilung Koordinierung Referat I, Berlin, hatte am 31.05.68 den "Vorschlag zum Anlegen einer Übertrittsstelle" "Nord-West" erarbeitet. In dem Vorschlag ist bereits genau aufgeführt, wie man diese Stelle vom Bahnhof Lübeck aus erreichen kann. Ferner ist aufgezeigt, was die Grenztruppe sehen kann und was den BGS und den Zoll nicht interessiert. "Personenkontrollen" werden nicht gemacht.
In einem ergänzenden Bericht vom 18.08.73 wird dann die Nutzung noch mal genau beschrieben.
Interessant ist vor allen Dingen die Legende des Geschleusten, der ohne "Schleusungshelfer" da rüber muss. Was soll er den Grenzern erzählen, wie kann er Kontakt zum MfS aufnehmen. Er soll darum bitten mit einem von 2 Offizieren in Berlin Verbindung aufnehmen zu können. Die Namen habe ich verdeckt, obwohl ich davon überzeugt bin, dass diese sowieso "Künstlernamen" führten und nicht identifizierbar sind.
Überraschend für mich war, dass 16 (wenn ich mich nicht verzählt habe) IME theoretisch eingewiesen waren und dass ein IME die Stelle feindwärts aufgeklärt hatte udn sogar angegeben wurde.
Viel Spaß beim Lesen der Anlagen
@Waldersee und @Krelle was wußtet ihr davon?

Quelle: MfS HA I NR. 2602

[[File:Schleusung_S_1.pdf]][[File:Schleusung_S_2.pdf]][[File:Schleusung_S_3.pdf]][[File:Schleusung_S_4.pdf]][[File:Schleusung_S_5.pdf]]

17.12.2018 18:00
#52
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Ja, das ist ja unsere bekannte Stelle "An der Landesgrenze / Stumpfer Weg", wo wir dann in den späten 80zigern mit dem BND durch Anmietung eines Zimmes in einem Haus genau an der Ecke "versucht" haben, aufzuklären. Ist aber hier im Forum bereits ausgiebig dargestellt worden. Video-Anlage stand dann bei mir im Büro. Foto vom Bildschirm - woher auch immer - hängt ja heute im Grenzmuseum in Schnackenburg / Elbe.
Ist aber schon toll, jetzt diese detailierten Anweisungen zu sehen.


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17.12.2018 18:31
#53
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Hallo zusammen
Bei den IME"s fällt mir etwas auf "Hempel und Berg" - Diese beiden Kollegen waren auf mich
angesetzt um meinen Aufenthalt in der BRD aufzuklären.Bin im Okt.72 geflüchtet.
In meiner STASI Akte werden die Beiden erwähnt.
Ihre Aufklärungsergebnisse habe ich in meiner Akte.Wurden bestimmt auch geschleust-aber wo??
mfG henning


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17.12.2018 21:20 (zuletzt bearbeitet: 17.12.2018 21:24)
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#54
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( gelöscht )

Folgendes hat sich an der Schleusungsstelle mal abgespielt:

Welches Jahr weiß ich nicht mehr....
Zeitpunkt: so gegen 23:00 Uhr



Eine männliche Person begab sich an den Grenzaun I ..gegenüber des dortigen BT...und rief das dortige Postenpaar an.
Die spulten natürlich ihre Zurückweisung ab....aber die Person blieb hartnäckig...und rief: "...ich möchte einen Offizier sprechen".
Das Postenpaar meldete "..Person auf dem VGH und so weiter..und so weiter"
Der OOffz. GAK fuhr den Postenturm an und begab sich zum Zaun....er fragte die Person was er wolle.
Die Person..und jetzt fast wörtlich:"...Mensch..wo bleibt ihr denn..ich habe seit heute Mittag am Busbahnhof Lübeck gewartet..keiner ist gekommen...holt mich rüber" ( dieser Satz verstieß eigentlich gegen die Geheimhaltung )
Der Gak sagte: " Halt jetzt lieber den Mund...und steig rüber"
Die Person war eine Sporttasche rüber..kletterte am Betonpfahl hoch..stieg rüber..auf die Schultern des Gak und dann auf die Erde.
Beide ab in den Kübbel und zur GK Selmsdorf...dort wartete schon das MfS.

In diesem geschilderten Fall könnte es sein das die Person eigentlich in Lübeck nur was übergeben wollte...zumindestens scheint er im dortigen Ablauf der Schleusung/Übertritt nicht eingeweiht gewesen zu sein...sonst hätte er sich nicht so verhalten.


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17.12.2018 21:24
avatar  mibau83
#55
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Zitat von henning194902 im Beitrag #53

Bei den IME"s fällt mir etwas auf "Hempel und Berg" - Diese beiden Kollegen waren auf mich
angesetzt um meinen Aufenthalt in der BRD aufzuklären.Bin im Okt.72 geflüchtet.
In meiner STASI Akte werden die Beiden erwähnt.
Ihre Aufklärungsergebnisse habe ich in meiner Akte.Wurden bestimmt auch geschleust-aber wo??



schon mal darüber nachgedacht, dass diese beiden eventuell bundesbürger waren?


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18.12.2018 09:33 (zuletzt bearbeitet: 18.12.2018 09:33)
#56
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Nein,das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
In der Akte steht ja auch wie Sie zum Aufklärungsort kamen.
Kein PKW - Zug und Bus !!!!
mfG henning


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18.12.2018 20:04
avatar  BRB
#57
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BRB

na Henning . Meinst Du solch Zinnober wäre wegen so einem kleinem Licht veranstaltet worden ?!

Man sucht wohl die Glorifizierung im Nachhinein ?!

Wenn dieser Thread nicht so abschweifend wäre, könnte man ja mal wieder zu Grenzposten und toten Briefkästen zurückkommen !

Ach, kante jemand die alte Laterne am Rande des Campingplatzes Gross Zecher ?


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18.12.2018 20:48
avatar  Ratze
#58
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Ja, was war da?


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18.12.2018 21:11
avatar  BRB
#59
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BRB

Zitat von Ratze im Beitrag #58
Ja, was war da?


Worum geht es in diesem Thread ? Denk mal nach und lass die alten Zellen rotieren.

Hinweis. Ich war nach dem 22.04. 1989 nicht mehr dort.


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18.12.2018 21:22
avatar  Ratze
#60
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Bischen mehr Butter bei de Fische wäre schon gut.
Also eine kleine Geschichte, wer hat abgelegt und wer hat abgeholt z.B.
Sei mal ein Geschichtenerzähler!


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