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#21

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 12.11.2018 17:42
von Hanum83 | 9.133 Beiträge | 17689 Punkte
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Zitat von vs1400 im Beitrag #17
ich hätte zb. keine waffe einfach so aus er waffenkammer gegeben, nur weil es mir ein kc befehlen wollte ... dieses thema wurde jedoch nicht von mir geschlossen ...

gruß vs ... nun sind wir jedoch voll ot ...


Klingt geheimnisvoll.
Hast du deinem KC das mal verweigert, weil du so durch die Blume andeutest das es da mal ein geschlossenes Thema gab?
Falls ja, war er da sternhagelvoll das du ihm die Ausgabe einer Waffe verweigern konntest und anschließend wohl am Ende deiner gedienten Zeit ganz normal entlassen werden konntest?
Normal wärst du da postwendend deine Litzen losgewesen und bestenfallls als Gefreiter gen Heimat gerollt, nachdem der Sonnenschein paar Karos durch den Schatten auf den Boden deiner Zelle gezaubert hätte.


Das einzige Grün dem ich etwas abgewinnen kann ist das Suppengrün.
linamax und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.11.2018 17:47 | nach oben springen

#22

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 12.11.2018 18:42
von Hanum83 | 9.133 Beiträge | 17689 Punkte
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Habe per PN einen Link zu dem Thema erhalten.
Alle Fragen also beantwortet.


Das einzige Grün dem ich etwas abgewinnen kann ist das Suppengrün.
zuletzt bearbeitet 12.11.2018 18:43 | nach oben springen

#23

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 12.11.2018 20:52
von Hackel39 | 3.978 Beiträge | 5237 Punkte
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Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #20
EBEN nicht!! @Hackel39

Zurück zum genannten Ausbilder: „Wenn mündliche Aufforderungen und auch ein Warnschuss in die Luft nicht fruchten, hilft nur noch ein gezielter Schuss in die Menge, im Idealfall ins Gesicht eines Kleinkindes auf dem Arm der Mutter.“


@Westfale63 ,
Dieser Ausbilder ist in meinen Augen ein Sadist der völlig "FEHL AM PLATZE" in der Ausbildung von Rekruten ist.

Ich will hier nicht erklären, was passiert, wenn man einem Kleinkind ins Gesicht schießt.....,(ob nun mit 7,62x39 oder 8x59), mit Sicherheit trägt auch die das Kind tragende Person tödliche Verletzungen davon.....Für mich ein Horrorszenario... Unmenschlich und Menschenverachtend....


Ich denke mal der Ausbilder war weder Vater eines eigenes Kleinkindes noch hatte er eine Frau/Braut.

Hinzu kommt , dass so ein Befehl völlig unangemessen ist.


gruß h.


Wenn einer so krank im Kopf ist, so etwas ernsthaft von Rekruten zu verlangen muß er auf irgendeine Weise intern bekämpft werden, Vorgesetzter hin oder her, Spott ist ein probates Mittel von vielen, denk mal an „ den großen Diktator“ mit Charlie Chaplin.
So einen würde ich im Unterricht glatt fragen, warum man eigentlich Sanitätsbatallione braucht, das bindet doch nur unnütz Soldaten, die mit der Waffe in der Hand viel sinnvoller eingesetzt werden als mit Tupfer und Pinzette, noch einen drauf setzen und den Spiegel vors dumme Gesicht halten...warum nicht?
Ich bin mir sicher, daß es eine gewisse Zahl von Sadisten gibt, die militärisch unterwegs sind, sowohl in regulären Armeen als auch in Söldnertruppen und zwar unabhängig vom Dienstrang, Personen, die aus dem Kadavergehorsam ihrer Truppe Energie schöpfen und dort ihre krankhaften Allmachtsfantasien ausleben.
Es gibt auch bei der Eisenbahn hirnrissige Weisungen, die zu allgemeingültigkeiten Regeln erklärt werden und keinen Praxisbezug haben und es obliegt in bestimmten Grenzsituationen dem Lokführer selbst eigene Entscheidungen zu treffen, ein kleines Beispiel dazu.
Im Falle einer unausweichbaren, offensichtlichen Suizidabsicht einer Person im Gleis soll auf jedem Fall das Rollo runtergezogen werden und sich der Lokführer die Ohren zu halten wenn es poltert.
Mag ja sein, daß ein Ausbilder ja auf die Frage eines jungen unerfahrenen Kollegen irgendwas antworten muß und Anleitung geben muß, was der nachher macht, wenn‘s ernst wird, muß das Leben ihm flüstern.
Was wenn der Selbstmörder selbst nicht schlüssig ist, ob es richtig ist, was er tut, wenn er doch noch wankelmütig ist und er die Zeichen des Lokführers zum Ausweichen aus 50–60 m Entfernung doch noch befolgt, sich hinlegt (wie hier u.a. beschrieben Der Wunsch über (das Ende) sein(es) Lebens selbst zu entscheiden (2)) oder aus dem Gleis geht?
Was, wenn er sich fragt, ob er wirklich alles getan hat, um den Unfall zu vermeiden, ist da Passivität wirklich besser?
Bezogen auf den Major kann ich nur resümieren „ einfach labern lassen und mit dem Kopf schütteln“ , auch ich habe schon Vorgesetzte kennen lernen dürfen, die mit ihren haarsträubenden Ideen für Belustigung und Befremden (je nach Gemüt des Adressaten) sorgten, jedoch kein langes Leben in der Firma hatten.
Wäre mal interessant, wie es mit dem Major bezüglich seiner Karriere weiter ging.


BRB und hundemuchtel 88 0,5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.11.2018 10:20 | nach oben springen

#24

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 12.11.2018 21:09
von Westfale63 | 126 Beiträge | 3078 Punkte
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Er war bestimmt Anfang 50, viele Dienstjahre wird er nicht mehr gehabt haben. Ich gehe davon aus, dass er mit demselben Folienordner noch vor einigen weiteren "Quartals-Jahrgängen" gestanden hat.


Hackel39 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 12.11.2018 21:50
von SEG15D | 1.420 Beiträge | 1269 Punkte
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Zum Thema:

Ja, ich habe mit anderen Kameraden den Zwergenaufstand geprobt.
Wir sollten Batteriesäure ins Erdreich verklappen, in unmittelbarer Nähe des Elbe-Seitenarms.
Unser Aufschrei hatte beim Vorgesetzten nur den Hinweis "Entweder Ihr tut es, oder Verfahren wegen Befehlsverweigerung und Konsequenz
Militärhaft zur Folge.

WIr sind alle umgefallen und der Dreck wurde ins Erdreich gekippt.

Grüße vom SEG15D


Fred.S. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 12.11.2018 22:34
von der alte Grenzgänger | 2.152 Beiträge | 6717 Punkte
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Mach Dir keine Sorgen- Mutter Natur hat sich längst davon erholt... alles richtig gemacht ..mit der Dummheit solcher Leute ist (war) nicht zu spaßen...

Siggi

PS: wieviel Liter waren es denn?


"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
zuletzt bearbeitet 12.11.2018 22:35 | nach oben springen

#27

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 28.11.2018 18:33
von Westfale63 | 126 Beiträge | 3078 Punkte
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Gibt es weitere Erlebnisberichte von Forumsnutzer bzgl. Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen (oder anderen Gründen) in bewaffneten Einheiten in Ost oder West?


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#28

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 28.11.2018 18:44
von Mike59 | 10.242 Beiträge | 9891 Punkte
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Zitat von Westfale63 im Beitrag #27
Gibt es weitere Erlebnisberichte von Forumsnutzer bzgl. Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen (oder anderen Gründen) in bewaffneten Einheiten in Ost oder West?

Es gibt ein (für mich war es ein) interessantes Buch, "Grenzpolizisten" von Gerhard Sälter, ISBN 978-3-86153-529-4


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#29

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 28.11.2018 23:00
von vs1400 | 4.173 Beiträge | 9368 Punkte
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Zitat von Westfale63 im Beitrag #27
Gibt es weitere Erlebnisberichte von Forumsnutzer bzgl. Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen (oder anderen Gründen) in bewaffneten Einheiten in Ost oder West?


unser damaliger zf brachte eine meuterei in's spiel, nachdem wir uns verweigerten weiterhin schnee vom gsz zu schaufeln und dieser hinten wieder herein wehte.

dazu erklärend, alle damaligen agt waren, in der masse, gwd'ler und nur zwei uaz + eben ein recht unerfahrener zf/ leutnant. dieser dienst, zaunfelder vom schnee befreien, ist mir bis dato nur aus schierke bekannt und war eine absolut unnütze sowie zusätzlich extrem belastende situation für die damals ausführenden. während der übergangszeiten herbst auf winter, verlängerte sich der dienst, in teilen, auch schon mal auf 14 bis 16 stunden und für den nächsten tag wollte man nicht in nasse klamotten steigen.

der noch junge offizier wurde von seinem stellv. überzeugt keine meldung abzugeben, denn er hatte wohl etwas zu emotional reagiert und dabei seine pistole gezogen.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#30

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 29.11.2018 22:59
von Westfale63 | 126 Beiträge | 3078 Punkte
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Mir fällt auch noch eine kleine Geschichte ein: Die ganz heissen Berufs- und Zeitsoldaten meiner Truppe hofften bei Friedensbewegungsdemos oder auch Geldtransporten immer darauf, unter den ganzen harmlos erscheinenden Kinderwagenschiebern/Radfahrerinnen irgendeine RAF-Frau auf Waffenraubausschau erkennen zu können. Habe ich heute noch im Ohr: „Gleich an der nächsten Ampel eben ne Mohnhaupt abgreifen, und heute Abend bin ich in der Tagesschau und morgen ohne Lehrgang Oberstleutnant.“

Bei Geldtransporten mußten wir zusätzlich zur normalen Dienstpistole (Uniform: P1; Zivilkleidung: PPK) immer so ein Teil auf dem Schoß mitführen bzw. knapp unterhalb des Fensterrahmens halten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Uzi#/media...rmed_forces.jpg

Als ich, damals Student und junger Unteroffizier der Reserve, mit einem unberechenbaren extremsuperheissen Vorgesetzten (Berufs-Hauptfeldwebel) mal einen Geldtransport von Düsseldorf (Bataillon) nach Münster (Kompanie) machte, warf ich unsere Uzis nach hinten zu den Geldkisten und deckte alles mit einer Zeltplane ab. Ich sagte: „Sonst fahre ich keinen Meter, ich lass mich doch für diesen lächerlichen Wehrsold nicht abknallen. Wenn wirklich wer kommt, nehmen wir schön unsere Händchen hoch.“

Der Kamerad schnaubte etwas, aber gab dann doch klein bei. Er verschlief fast die ganze Fahrt, war später aber wieder hellwach und schiss mich wg. Befehlsverweigerung bei unserem KP an. Ehe der, ein Major, anfangen konnte, den Sachverhalt zu klären, brachte ich in Erinnerung, wer während stundenlanger Einsatzfahrten gerne seine Familie besuchte, Jeanshosen in Kaufhäusern kaufte und in Clubs wie „No Tabu“ und „Yes Sir“ verkehrte.

Ende vom Lied: Ein Beruhigungs-Konjäckchen für uns vom Major, der nur noch grinsend meinte: „Das war das letzte Mal, dass Ihr beiden zusammen im Einsatz gewesen seid. Und jetzt aber raus mit Euch.“


Büdinger, Harsberg und Fred.S. haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.11.2018 23:26 | nach oben springen

#31

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 30.11.2018 08:42
von berndk5 | 1.855 Beiträge | 14997 Punkte
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Also Zivil haben wir im Dienst nicht getragen, den monatlichen Wehrsold (sofern der nicht für die BS sowieso auf`s Konto ging) hat bei uns der Spieß bei der Kasse im Regiment geholt, aber sonst ist der Beitrag #30 von @Westfale63 echt wie aus dem Leben gegriffen. (Gut, wir hatten ja auch keine Westmark, dafür "Alu-Chips". Sonst könnte es so auch bei uns auch abgelaufen sein. Gut wir hatten statt der UZI `ne AK-47 und statt der erwarteten Mohnhaupt, hat man bei uns eher nach potentiellen "Grenzverletzern" oder DDR-Flüchtlingen Ausschau gehalten. Aber nicht Alle und nicht überall. Nicht Wenige haben auch mal gepennt, nicht Wenigen war das drum herum völlig egal.

Nachsatz:
So `ne direkte Befehsverweigerung war es ja eigentlich nicht, wenn man vom Grundsatzbefehl absieht ...immer wachsam zu sein.... , besonders ...bei Fahrten im Grenzgebiet.... Passt aber mMn. trotzdem mal hier.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bis 1990 GR-1 und GKK-304, danach Bundeswehrkommando -OST- Sitz Erfurt; gedient in: Harbke,Lauchröden,Grossensee,Berka/Werra, Ifta, Schnellmannshausen und Treffurt; Mauerabbau in Berlin und Grenzanlagen-Rückbau in Thüringen;
zuletzt bearbeitet 30.11.2018 08:49 | nach oben springen

#32

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 01.12.2018 15:51
von Westfale63 | 126 Beiträge | 3078 Punkte
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An den letzten beiden Beiträgen sieht man sehr schön die Vorzüge dieses "innerdeutschen" Forums: Ein User erzählt eine West-Geschichte von damals, und ein anderer User vergleicht und kommentiert dies aus der seinerzeitigen Ost-Sicht.


Fred.S. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#33

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 01.12.2018 16:24
von Fred.S. | 2.741 Beiträge | 23683 Punkte
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27. Eine Frage, Westfale63, auf die wohl viele User eine Antwort Dir geben könnten aus ihren eigenen Erleben.

Was tun wenn man einen jungen Matrosen an Bord hat und ihm erklärt, das im Fall wenn eine Person,
die Elbe durchschwimmen will um in den Westen zu fliehen, er auch die Waffe gegen diese Person anwenden müsste.
Der Matrose aber mir erklärt: " .. ich schieße nicht, nur wenn die da Drüben auf mich schießen, dann wende ich die Waffe an..."
Oft, sehr oft ist mir das in meinen 14 Jahren als Bootsführer passiert.
Nein, zum Anfang wurde immer gesagt: " ... jawohl, ich schieße ..." Erst in Gesprächen ( man war ja täglich an Bord zusammen,bzw. bei mir zu Hause ), sagte er die Wahrheit. Wie damit umgehen wenn ein Besatzungsmitglieg Einen das sagt.
Den Vorgesetzten melden ?
Das machte ich nicht, man hätte mir vielleicht einen anderen Funker gegeben und dann das gleiche "Spiel" mit der Frage: --wird er oder wird er nicht...
Ich wusste nun voran für so einen Fall ich war, wir kamen aber immer überein, das er ein Warnschuß in die Luft abgeben konnte.
Doch in all den Jahren kam es nicht zu einen solchen Fall. Schwimmende Personen mit anderen Mitteln an Bord bekommen konnte und bekam. Fred
Ist so eine Offenbarung' nicht schießen zu wollen aus Gewissensgründen' schon eine Befehlsverweigerung.
Ich war mit meiner Besatzung zu Dritt, Ihr an Land stets zu Zweit und im Dienst sollte sich Einer auf den Anderen verlassen können bei bestimmten
Situationen, und nun sagt Einer: NEIN.


zuletzt bearbeitet 01.12.2018 16:28 | nach oben springen

#34

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 01.12.2018 17:18
von DoreHolm | 10.454 Beiträge | 15357 Punkte
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Zitat von Fred.S. im Beitrag #33
27. Eine Frage, Westfale63, auf die wohl viele User eine Antwort Dir geben könnten aus ihren eigenen Erleben.

Was tun wenn man einen jungen Matrosen an Bord hat und ihm erklärt, das im Fall wenn eine Person,
die Elbe durchschwimmen will um in den Westen zu fliehen, er auch die Waffe gegen diese Person anwenden müsste.
Der Matrose aber mir erklärt: " .. ich schieße nicht, nur wenn die da Drüben auf mich schießen, dann wende ich die Waffe an..."
Oft, sehr oft ist mir das in meinen 14 Jahren als Bootsführer passiert.
Nein, zum Anfang wurde immer gesagt: " ... jawohl, ich schieße ..." Erst in Gesprächen ( man war ja täglich an Bord zusammen,bzw. bei mir zu Hause ), sagte er die Wahrheit. Wie damit umgehen wenn ein Besatzungsmitglieg Einen das sagt.
Den Vorgesetzten melden ?
Das machte ich nicht,
man hätte mir vielleicht einen anderen Funker gegeben und dann das gleiche "Spiel" mit der Frage: --wird er oder wird er nicht...
Ich wusste nun voran für so einen Fall ich war, wir kamen aber immer überein, das er ein Warnschuß in die Luft abgeben konnte.
Doch in all den Jahren kam es nicht zu einen solchen Fall. Schwimmende Personen mit anderen Mitteln an Bord bekommen konnte und bekam. Fred
Ist so eine Offenbarung' nicht schießen zu wollen aus Gewissensgründen' schon eine Befehlsverweigerung.
Ich war mit meiner Besatzung zu Dritt, Ihr an Land stets zu Zweit und im Dienst sollte sich Einer auf den Anderen verlassen können bei bestimmten
Situationen, und nun sagt Einer: NEIN.


Inständig hoffen, daß ein solcher Fall nie eintreten möge. War zwar nie Vorgesetzter, außer eben Postenführer im III.Hj. und da war das überhaupt kein Diskussionsthema. Kann mich auch nicht daran erinnern, daß mich das ein Vorgesetzter je gefragt hätte, mit dem ich Streifen gelaufen bin. Diese Frage war eigentlich mit dem Versetzungsgespräch von der GAK in die GK abgehakt. Die Lösung mit wenigstens ein paar Mumpeln in die Luft oder den Dreck oder in´s Wasser wäre schon ein guter Kopromiss, mit dem jeder halbwegs menschlich denkender Vorgesetzter hätte leben können. Aber dann wäre dann auch noch die Frage gekommen "Genosse Leutnant, Unteroffizier, Gefreiter, warum haben Sie dann nicht geschossen ? Sie schießen doch bei Übungen sonst nie daneben ?" Ja, was dann ? Dann nur noch rausreden. GV schon außerhalb Schussfeld, Projektile sonst BRD-Territorium, zu dunkel, Kahn hat zu sehr geschaukelt, dachte es wäre ein größeres Kind, mit dem Fuß irgendwo hängengeblieben u.s.w. Meist leicht durchschaubare Gründe, aber erst mal was gesagt als Begründung.


Fred.S. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 01.12.2018 17:44
von Fred.S. | 2.741 Beiträge | 23683 Punkte
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34. Den Einsatz der Schußwaffe direkt auf der Elbe, nein, Dore Holm,
zu viele unbekannte und bekannte Faktoren, die hätten mir das nicht zugelassen.
Nur, die Kompliziertheit des Grenzverlauf auf der Elbe als Beispiel.
Und Du hast Recht mit der dann folgenden Frage: .. aber auf dem Schießplatz Genosse...

Ja, ich gebe zu, ich wollte Einen festnehmen um ausgezeichnet zu werden, um den Vorgesetzten zu zeigen, ... man kann sich auf mich verlassen.
Heute sage ich, ein Glück das es dazu nicht kam.
Nun das habe ich bei andere Gelegenheiten mehrmals bewiesen.
Und anderseits war man froh, wenn man am Steg angelegt hat und ... ohne Vorkommnisse... den Dienst beendet hat.

Ein Widerspruch, den wohl ein Jeder von uns auf irgendeiner Weise in sich trägt. Fred


vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 01.12.2018 17:55
von DoreHolm | 10.454 Beiträge | 15357 Punkte
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Ich hatte in dem ganzen Jahr eine einzige Festnahme eines GV, und das als Postenführer. Verlief alles völlig friedlich. Gott sei Dank. Der hat sich aber auch dermaßen blöd angestellt, den mußte man ja ganz einfach kriegen. Hatte den Vorgang vor einiger Zeit schon mal ausführlich geschildert. Scharf auf eine solche Situation war kaum einer, wobei sich der andere Posten des von mir gerade abgelösten Postenpaares für meine Begriffe als sehr eifrig gegeben hat.
Belohnung war für uns vier jeweils 50,- Mark und Handschlag vom Regimenter. "Ich diene der Deutschen Demokratischen Republik" kam dann als eingeübte Antwort.


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#37

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 09.12.2018 15:57
von Westfale63 | 126 Beiträge | 3078 Punkte
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14.0pt; line-height: 115%;]Und hier noch eine kleine West-Geschichte von damals von mir: Keine offene Befehlsverweigerung aus Gewissensgründen, mehr eine stille sprich unbemerkte Befehlsverweigerung aus Sicherheitsgründen:[/style]

In meiner W15-Zeit wurde ich an diversen Waffen ausgebildet. Egal ob irgendwelche normalen Pistolen, Gewehr G3, Uzi-MP, Maschinengewehr, Handgranaten, leichte + schwere Panzerfaust: Die Ausbildung war immer sehr intensiv und auf größtmögliche Sicherheit bedacht, also perfekt und einwandfrei, sowohl im Unterricht als auch beim Schießen selbst.

Derartige Sicherheits-Standards gewöhnt, erlebte ich dann in den späten 80ern aber mal eine durch große Fahrlässigkeit geprägte Situation, über die ich auch heute noch mit dem Kopf schütteln muß, vor allem wenn ich so etwas aus den 90er lese: „ … kamen in den 90er-Jahren durch Fehlbedienung mehrere Menschen zu Tode.“ Mehr hier: https://de.wikipedia.org/wiki/HK_P7#Probleme_und_Kritik

Nach diesem Einleitungstext nun zur eigentlichen Geschichte, es war im Herbst 1987: Zum Antritt meiner letzten Wehrübung (ich hatte also zwei Jahre keine Waffe mehr gesehen) kam ich staubedingt gut zwei Stunden verspätet in meine alte Münsteraner Einheit, die anderen Resis waren schon in Ruhe eingekleidet, verpflegt worden und längst rausgerödelt. Ich meldete mich mit Seesack lässig hinter mir her schleifend beim mir zufälligerweise bekannten Tagesschicht-Führer (der reguläre Dienst lief ja rund um die Uhr mit drei, vier Streifen normal weiter), der freundlich, aber bestimmt sofort Dampf machte.

In einer Ecke lag bereits ein Riesenklamottenstapel mit meinem Namen und vielen Zetteln, die ich unterschrieben musste (besondere Feldjägerausrüstung samt Streifenfahrzeug , Knarre, Munition usw.). Während wir einen Kaffee tranken und er parallel telefonierend mir den ersten Einsatzauftrag/Fahrtziel verklickerte, zog ich mich um. Als ich mehr beiläufig ein Magazin in die Waffe stecken wollte, kam mir die Knarre irgendwie anders vor. Ich kannte an Dienstpistolen nur PPK und natürlich P 1.

„Hauptfeld, was ist denn das fürn Ding?“ „Och, wir haben jetzt P 7, nix Wildes, hat ein neues
Handspannsystem, müssense bisken üben. Jetzt aber ab, draußen wartet schon einer unserer Jungs auf Sie, Ihr müsstet eigentlich schon längst kurz vor Bad Sowieso sein. Dort Meldung da und da bei dem und dem. Machenses gut.“ So war das in meiner Truppe. Irgendein Funktionssoldat bekam meinen Restsack inkl. Privattasche in die Hand gedrückt zur Aufbewahrung/Bulli-Mitführung, das wars auch schon. Vom Eintreffen in Jeans+Pulli bis zur dienstlichen Abfahrt (mit Schlafsack in der Karre) vergingen höchstens 15 Minuten.

Der mir fremde Streifenkumpan, ein junger aktiver Uffz, war fit: Auf dem Beifahrersitz lag neben weiterem Papierkram mit meinem Dienstausweis und BW-Führerschein ein von ihm für mich organisierter Beutel mit Verpflegung. Sofort brauste er los. Wir stellten uns einander etwas vor, dann habe ich mich in der Streifenkarre (hier mal ein Beispielbild: http://www.panzerbaer.de/helper/pix/bw_pkw_vw_181_fjgtr_1982-001.jpg )
selbst rumbastelnd in die für mich völlig neue Pistole http://de.wikipedia.org/wiki/HK_P7 eingewiesen: also erst mal in Ruhe beguckt, dann Magazin raus, die Knarre einmal komplett auseinandergenommen, wieder zusammengebaut und mir das mit der neuartigen Sicherung von dem Uffz am Steuer ein, zweimal erklären lassen.

[/style]Da mir das Ganze aber nicht wirklich geheuer war, brachte ich das Magazin einstweilen irgendwo im Wageninneren unter. Ich habe Waffen sowieso immer nur als Abschreckung angesehen (außer im Verteidigungsfall natürlich). Zwei oder drei Tage später besorgte mir auf mein Bitten hin ein alter Bekannter (Berufs-Hauptmann) eine mir vertraute P1 und ich war das fremde Ding wieder los.

Korrekt wäre gewesen,

[/style]Erstens: dass der Berufs-Hauptfeldwebel von sich aus vor meiner Abfahrt eine kurze Einweisung veranlasst hätte und ich wenigstens zwei/dreimal auf einen Baum oder alten Reifen hätte schießen können. Das wäre in 5 Minuten erledigt gewesen.

[/style]Zweitens: dass ich selbst auf obige Einweisung inkl. Schußabgabe hätte bestehen müssen. Aber ich wollte den Laden nicht noch weiter aufhalten, zumal es ja kein Verteidigungsfall, sondern nur eine Übung war.


zuletzt bearbeitet 09.12.2018 21:56 | nach oben springen

#38

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 09.12.2018 16:21
von EX DM (gelöscht)
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Ich glaube, der Vorgesetzte hat zu lange mit einem Weltkriegsveteran gequatscht. So ein Befehl hätte keinen Sinn ergeben, und hätte in beiden deutschen Armeen locker verwei
gert werden können.
und nur OT Dank der überall verfügbaren Bierdosen wären unsere Truppen doch nicht so schnell an der Westgrenze der BRD gewesen.


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#39

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 14.12.2018 04:21
von S51 | 3.841 Beiträge | 676 Punkte
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Zu meiner Zeit gab es in der GK Schierke einen Uffz H., der in der evangelischen Kirche war und sagte, das er nicht schießen würde. Hptm. N. hat nur die Achseln gezuckt. Musste er auch nicht in den Abschnitt außer zur Wartung der Signalgeräte. Er wurde als Waffen-Uffz eingesetzt und hatte die Waffenkammer unter sich. Das war denn kein Problem.
Befehle wie von Westfale 63 geschildert hätte ich mir zu DDR-Zeiten überhaupt nicht vorstellen können. Ich hätte so etwas auch nicht als Aufforderung in irgendeiner Form verstanden sondern als blöden Spruch. "Geboren" aus der Nervosität eines Einsatzes heraus. Einen Befehl an sich durchzuziehen wäre immer die eine Sache gewesen aber ganz gezielt auf Zivilisten loszugehen eine ganz Andere. Da änderte auch der Grenzdienst nichts. Denn die uns da begegnen konnten waren ja in dem Moment keine "normalen Zivilisten" mehr sondern Rechtsbrecher und nur deswegen konnte, musste man gegen sie im Rahmen der Gesetze vorgehen. Den Gedanken, da einen Befehl zu verweigern, den hatte ich zu keiner Zeit. Denn Befehle der Vorgesetzten hatten sich ebenfalls an den Gesetzen zu orientieren. Etwas anderes hätte ich schlicht überhört, nicht für ernst genommen. Dumme Sprüche waren für mich kein Befehl, denn die waren unter Soldaten "normal".


GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
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zuletzt bearbeitet 14.12.2018 04:43 | nach oben springen

#40

RE: Befehlsverweigerungen aus Gewissensgründen in bewaffneten Einheiten?

in DDR Zeiten 14.12.2018 06:56
von Blitz_Blank_Kalle | 1.170 Beiträge | 3768 Punkte
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Der Ausbildungsmajor hat das sicherlich nur symbolisch gemeint, um zu testen wie weit ihr gehen würdet. Was hätte man denn machen sollen , wenn kein zu erschiessendes Kleinkind verfügbar gewesen wäre? Rückzug??? Sowas ist eh immer situationsbedingt und wie hier schon jemand schrieb, einfach langsam weiterfahren. Die hätten schon Platz gemacht. Weiß ja nicht, wie das bei den Feldjägern ist. Gab`s da keine Gummiknüppelausbildung oder Wasserwerfer? Letzteres sicherlich nicht. Da hätte man sich dann die Bundespolizei zur Hilfe kommen lassen müssen, sofern möglich. Alles andere kann man imaginär eh nicht vorher entscheiden. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt....


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