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#41

RE: Preisgestaltung in der DDR

in Leben in der DDR 11.05.2019 14:44
von DoreHolm | 11.821 Beiträge | 22216 Punkte
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #40
Zitat von chantre im Beitrag #39

Wie ging es uns doch schlecht.


Stimmt, Gaststättenbesuch gehörte zum Alltag und war kein Event für die Familie.
War auch meist recht voll in den Lokalitäten.


Wobei man eines berücksichtigen muß, unabhängig davon, daß diese Preise staatlich subventioniert wurden. Die verfügbare Geldmenge war auch entsprechend geringer. Das sehe ich ähnlich wie es in den osteuropäischen Ländern nach der Wende war, zumindest ist es uns da aufgefallen, den Ostdeutschen, die nun Westgeld in der Tasche hatten und inzwischen ganz andere, höhere Preise, gewöhnt waren. Gaststättenpreise wie vorher in der DDR. In Plowdiv (BG) z.B. habe ich für ein Geschäftsessen für 5 Personen (einschl. mir) und drei Gänge weniger als 40,- DM bezahlt. In Plzen für Böhmische Knödel mit Fleisch und Soße umgerechnet keine 3,- DM.


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#42

RE: Preisgestaltung in der DDR

in Leben in der DDR 11.05.2019 19:34
von Freienhagener | 9.440 Beiträge | 26598 Punkte
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Ein Event war das Warten vor dem Schild "Sie werden plaziert", wobei man an vielen Tischen "Reserviert"-Schilder sah, obwohl meist nicht reserviert war.
(Erklärung für Altbundis: Das Personal wollte sich nicht "überarbeiten".)

Zwar gab es noch die Kneipen. Aber darin konnte man die Luft schneiden und mußte hinterher seinen Klamotten und sich selbst eine Vollwaschung verpassen.
Da dort das Bier genauso billig war, wie in der Kaufhalle, hatte man zudem oft Typen um sich herum, die heutzutage mit ner Flasche vor dem Supermarkt herumlungern.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


zuletzt bearbeitet 11.05.2019 19:36 | nach oben springen

#43

RE: Preisgestaltung in der DDR

in Leben in der DDR 11.05.2019 20:02
von GZB1 | 3.617 Beiträge | 1365 Punkte
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In einem Cafe’, in der Berliner Karl-Marx-Allee, in dem nur vier Tische nicht reserviert (bei insgesamt ca.10 Tischen) aber besetzt waren und ich ich mich mit meiner weibl. Begleitung an einen Reservierten setzte, habe ich nachdem der Kellner rumnöhlte kurz mit der ABI gedroht, dann war sofort Ruhe.

ABI --> https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeiter-und-Bauern-Inspektion_(DDR)


DoreHolm und Freienhagener haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.05.2019 20:28 | nach oben springen

#44

RE: Preisgestaltung in der DDR

in Leben in der DDR 11.05.2019 23:14
von Sperrbrecher | 4.151 Beiträge | 17158 Punkte
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #42

Ein Event war das Warten vor dem Schild "Sie werden plaziert", wobei man an vielen Tischen "Reserviert"-Schilder sah,
obwohl meist nicht reserviert war.

Das war verschiedentlich durch Personalmangel begründet und zum Anderen, besonders in Etablissements der oberen
Preisklassen, diente es einer gewissen Gästeauswahl. In Erwartung von Besuchern die zumindest das Trinkgeld in frei
konvertierbarer Währung zahlten und denen man natürlich keine längeren Wartezeiten auf einen freien Tisch zumuten wollte.

Bei Besuchen in Ost-Berlin hatte ich deshalb immer ein westliches Fünfmarkstück parat, welches ich dem Kellner, wenn
er die wartenden Gäste inspizierte, per Begrüßungshandschlag zusteckte. Dadurch wurde meine Wartezeit auf einen
freien Tisch erheblich reduziert.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie bewegte sich in engen Grenzen !
zuletzt bearbeitet 11.05.2019 23:25 | nach oben springen

#45

RE: Preisgestaltung in der DDR

in Leben in der DDR 11.05.2019 23:25
von Pitti53 | 10.514 Beiträge | 11128 Punkte
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[quote="Sperrbrecher"|p710175][quote="Freienhagener"|p710159]
Ein Event war das Warten vor dem Schild "Sie werden plaziert", wobei man an vielen Tischen "Reserviert"-Schilder sah,
obwohl meist nicht reserviert war.
Das war verschiedentlich durch Personalmangel begründet und zum Anderen, besonders in Etablissements der oberen
Preisklassen, diente es einer gewissen Gästeauswahl. In Erwartung von Besuchern die in frei konvertierbarer Währung
zahlten und denen man natürlich keine längeren Wartezeiten auf einen freien Tisch zumuten wollte.

Bei Besuchen in Ost-Berlin hatte ich deshalb immer ein westliches Fünfmarkstück parat, welches ich dem Kellner, wenn
er die wartenden Gäste inspizierte, per Begrüßungshandschlag zusteckte. Dadurch wurde meine Wartezeit auf einen
Tisch erheblich reduziert. Reserviert oder plaziert gibts heute auch noch.



War mit Familie vor 3 Wochen in Scharbeutz. Cafe Wichtig. Einlaß nur mit Platzierung. Leute die einfach durchmarschierten wurden rausgeworfen.


Wahlhausener und Ebro haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.05.2019 23:27 | nach oben springen

#46

RE: Preisgestaltung in der DDR

in Leben in der DDR 12.05.2019 09:02
von Heckenhaus | 10.873 Beiträge | 31225 Punkte
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #42
Ein Event war das Warten vor dem Schild "Sie werden plaziert", wobei man an vielen Tischen "Reserviert"-Schilder sah, obwohl meist nicht reserviert war.
(Erklärung für Altbundis: Das Personal wollte sich nicht "überarbeiten".)

Zwar gab es noch die Kneipen. Aber darin konnte man die Luft schneiden und mußte hinterher seinen Klamotten und sich selbst eine Vollwaschung verpassen.
Da dort das Bier genauso billig war, wie in der Kaufhalle, hatte man zudem oft Typen um sich herum, die heutzutage mit ner Flasche vor dem Supermarkt herumlungern.

Was wieder typische übertriebene Kritik und gewohntes DDR-Bashing ist.
Natürlich gab es auch Negativbeispiele, doch waren genügend Gaststätten problemlos ohne Platzierung nutzbar, mit gutem Service.
Andere wiederum, besonders Ausflugsgaststätten oder höherpreisige (weil ja das Geld so knapp war ) platzierten eben, weil die
Gasträume voll waren durch hohen Ansturm von Hungrigen. Was auch ok war, denn wer ißt schon gern genußvoll, wenn der nächste
Gast hinter dir trampelt.
Es gibt auch heute Gaststätten, wo dich am Eingang gleich das Personal abfängt und dir Plätze "zuweist", und es gibt auch heute
welche mit saumäßigem Service, bundesweit.
Zu keiner Zeit war man aber gezwungen, dort hineinzugehen, auch früher nicht.
Und Kneipen, naja, man brauchte sie oder eben auch nicht. War schon immer ein spezielles Klientel, was sich dort allabendlich
versammelte.
Doch das war/ist ein gesamtdeutsches Phänomen, keines der DDR.

Natürlich kann man immer alles miesmachen, was mit DDR zu tun hat, trotzdem haben wir schöne Stunden in den bösen Ostgaststätten
verbracht, vom Erzgebirge über Thüringen bis zum Ostseestrand.
In Oberweißbach bekamen wir sogar noch Mittagessen, obwohl eigentlich schon geschlossen war. Auch das gab es.
Und es schmeckte sogar, Im August 1989 !

Oder ist das jetzt wieder Erinnerungsamnesie ?


.
.

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Wahlhausener, Bastler100, Ebro, chantre, Ehli, DoreHolm und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#47

RE: Preisgestaltung in der DDR

in Leben in der DDR 12.05.2019 10:13
von Freienhagener | 9.440 Beiträge | 26598 Punkte
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Kein Einwand.
Die Kehrseite sollte aber nicht unerwähnt bleiben. Das hat nichts mit Ärger oder Gehässigkeit zu tun. Eher bin ich heute darüber belustigt.

Was mir noch einfällt, auch wenn man Plätze ergattert hatte: Das mitunter langwierige Rufen und Winken nach dem Kellner.....


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


zuletzt bearbeitet 12.05.2019 12:50 | nach oben springen

#48

RE: Preisgestaltung in der DDR

in Leben in der DDR 12.05.2019 10:19
von Freienhagener | 9.440 Beiträge | 26598 Punkte
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Zitat von GZB1 im Beitrag #43
In einem Cafe’, in der Berliner Karl-Marx-Allee, in dem nur vier Tische nicht reserviert (bei insgesamt ca.10 Tischen) aber besetzt waren und ich ich mich mit meiner weibl. Begleitung an einen Reservierten setzte, habe ich nachdem der Kellner rumnöhlte kurz mit der ABI gedroht, dann war sofort Ruhe.

ABI --> https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeiter-und-Bauern-Inspektion_(DDR)

Manchmal konnte man eine Unaufmerksamkeit der Kellner nutzen, sich flugs an einen nur halb besetzden Tisch niederlassen und so tun, als wäre man längst dagewesen.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


zuletzt bearbeitet 12.05.2019 12:49 | nach oben springen

#49

RE: Preisgestaltung in der DDR

in Leben in der DDR 12.05.2019 10:42
von furry | 5.911 Beiträge | 15806 Punkte
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Mir gefallen die alten Speisekarten. Was zu der Zeit alles angeboten wurde und es wurde selbst gekocht in den Kneipen. Da schmeckte das gleiche Gericht bei A völlig anders als bei B.
Heute gibt es reichlich Platz aber vieles schmeckt gleich, weil mirkowellengerecht von "Deutscher See" oder "Transgourmet" geliefert.
Kreativität, die man teilweise noch bei den Italienern findet, ist in den deutschen Restaurants aus meiner Sicht dünn gesät.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


Wahlhausener, Sperrbrecher, Heckenhaus, Ehli, DoreHolm, Rostocker und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.05.2019 10:43 | nach oben springen

#50

RE: Preisgestaltung in der DDR

in Leben in der DDR 12.05.2019 10:44
von Heckenhaus | 10.873 Beiträge | 31225 Punkte
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #47

Was mir noch einfällt, auch wenn man Plärtze ergattert hatte: Das mitunter langwierige Rufen und Winken nach dem Kellner.....


Auch das passiert heute auch noch, vermutlich nicht mehr und nicht weniger als früher.
Nur, heute geht man dann nur einmal in dieses Lokal, dann nie wieder.
Und die hohe Anzahl italienischer, türkischer, griechischer oder asiatischer Lokalitäten hat meist schnellen Service.
Damals war die Auswahl eben etwas begrenzter.
Und wie launisch und stur der Deutsche eben sein kann, das wissen wir fast alle. Auch in der Gastronomie.


.
.

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Ebro und Rostocker haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#51

RE: Preisgestaltung in der DDR

in Leben in der DDR 12.05.2019 23:58
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #42
Ein Event war das Warten vor dem Schild "Sie werden plaziert", wobei man an vielen Tischen "Reserviert"-Schilder sah, obwohl meist nicht reserviert war.
(Erklärung für Altbundis: Das Personal wollte sich nicht "überarbeiten".)

Zwar gab es noch die Kneipen. Aber darin konnte man die Luft schneiden und mußte hinterher seinen Klamotten und sich selbst eine Vollwaschung verpassen.
Da dort das Bier genauso billig war, wie in der Kaufhalle, hatte man zudem oft Typen um sich herum, die heutzutage mit ner Flasche vor dem Supermarkt herumlungern.
Ich weiß ja nicht was du für Kneipen kanntest, aber meine alte Kneipe *Die Linde* habe ich sehr gut in Erinnerung.
Sicher wurde da geraucht, wie überall........aber sonst waren es keinesfalls die sonst an den Kiosken standen.
Wir trafen uns Sonntags 10°° zum Frühschppen und zum Billard oder Skat. Wenn ich 22:15 von der zweiten Schicht kam
standen meine Bratkartoffelln mit Hausmachersülze auf dem Tisch, das Bier dazu........alles für 1,95 M.
In der Kneipe wurden die in der DDR üblichen Tauschgeschäfte gemacht und du bekamst deine Tipps wo es was gab was du brauchtest.
Eigentlich war es wie Familie und ein guter Zusammenhalt.
Wenn du heute mal einen Skat spielen willst machst du das lieber zu Hause, in der Kneipe bist du sonst am Abend 50-70 € los.


Jene, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten, pflügen heute für diejenigen die ihre Schwerter behielten.
Wahlhausener, furry, Hauptmann, Ebro, Rostocker, Freienhagener und Ehli haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#52

RE: Preisgestaltung in der DDR

in Leben in der DDR 13.05.2019 09:06
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Man , das waren noch Zeiten. Als man nach der Schicht, noch bei Jungmann oder im Seehund in Warnemünde am Alten Strom einkehrte--zum Glas Bier. Ja das waren noch einige gemütliche Fischerkneipen. Oder man aß in der Broilerstube noch einen halben Broiler,und zwar benutze man die Hände dazu. Bis nach der Wende--da kamen so einige Exoten und aßen den Broiler,mit Messer und Gabel. Ja das waren schon gemütliche Zeiten.


zweedi04 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.05.2019 09:06 | nach oben springen

#53

RE: Preisgestaltung in der DDR

in Leben in der DDR 13.05.2019 10:36
von Freienhagener | 9.440 Beiträge | 26598 Punkte
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Zitat von 1941ziger im Beitrag #51
Zitat von Freienhagener im Beitrag #42
Ein Event war das Warten vor dem Schild "Sie werden plaziert", wobei man an vielen Tischen "Reserviert"-Schilder sah, obwohl meist nicht reserviert war.
(Erklärung für Altbundis: Das Personal wollte sich nicht "überarbeiten".)

Zwar gab es noch die Kneipen. Aber darin konnte man die Luft schneiden und mußte hinterher seinen Klamotten und sich selbst eine Vollwaschung verpassen.
Da dort das Bier genauso billig war, wie in der Kaufhalle, hatte man zudem oft Typen um sich herum, die heutzutage mit ner Flasche vor dem Supermarkt herumlungern.
Ich weiß ja nicht was du für Kneipen kanntest, aber meine alte Kneipe *Die Linde* habe ich sehr gut in Erinnerung.
Sicher wurde da geraucht, wie überall........aber sonst waren es keinesfalls die sonst an den Kiosken standen.
Wir trafen uns Sonntags 10°° zum Frühschppen und zum Billard oder Skat. Wenn ich 22:15 von der zweiten Schicht kam
standen meine Bratkartoffelln mit Hausmachersülze auf dem Tisch, das Bier dazu........alles für 1,95 M.
In der Kneipe wurden die in der DDR üblichen Tauschgeschäfte gemacht und du bekamst deine Tipps wo es was gab was du brauchtest.
Eigentlich war es wie Familie und ein guter Zusammenhalt.
Wenn du heute mal einen Skat spielen willst machst du das lieber zu Hause, in der Kneipe bist du sonst am Abend 50-70 € los.


Ich sag mal so: Interessant sind "verrückte Sachen" , die es heute nicht mehr gibt, so wie auch die Preise.
Keine Rede davon, daß es überall so war.


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zuletzt bearbeitet 13.05.2019 10:37 | nach oben springen

#54

RE: Preisgestaltung in der DDR

in Leben in der DDR 15.05.2019 18:44
von Hackel39 | 4.318 Beiträge | 7395 Punkte
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #42
Ein Event war das Warten vor dem Schild "Sie werden plaziert", wobei man an vielen Tischen "Reserviert"-Schilder sah, obwohl meist nicht reserviert war.
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Zwar gab es noch die Kneipen. Aber darin konnte man die Luft schneiden und mußte hinterher seinen Klamotten und sich selbst eine Vollwaschung verpassen.
Da dort das Bier genauso billig war, wie in der Kaufhalle, hatte man zudem oft Typen um sich herum, die heutzutage mit ner Flasche vor dem Supermarkt herumlungern.


Streckenweise ist die ostdeutsche Gastronomie aber tatsächlich eine Rückreise in die DDR, das kann ich mir hier nicht verkneifen.
Es ist keine zwei Wochen her, als ich zwei dicke Backen des Betreibers zu sehen bekam als ich 1,5 h vor Feierabend ein Schnitzel mit Brot zu bestellen wagte,
zugegeben es war eine offensichtlich halbherzig betriebene Raucherstube in der Bahnhofsnähe von Ruhland aber wir Wanderarbeiter sind auf solche Futterstationen angewiesen, aber auch der Heimatort kann es sich inzwischen wieder leisten, nur vorbestellte Gäste zu bewirten, wie zuletzt im „ Schmiedestein“ erlebt.
„Spontan is nich“, resümierte ich mit meiner Liebsten nach einer anstrengenden Radwanderung, das ist einfach unfaßbar und wer meint, daß die Betreiberin der Pferdegaststätte „Hämmel“ Eisleben Spaß versteht, wenn einer der Gäste zum Spaß mal wiehert kann er sich schnell vor der Tür wieder finden, so zumindest die unmißverständliche Ansage.
Solche Zeitreisen sind immer wieder mal heilsam und ein ostdeutsches Phänomen, das ich ausnahmsweise mal nicht wirklich gut finde.


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#55

RE: Preisgestaltung in der DDR

in Leben in der DDR 15.05.2019 18:58
von Alfred | 8.603 Beiträge | 7473 Punkte
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Hackel,

ich würde nichts an Ost / West festmachen.

Jeder wird solche und solche Beispiele bringen können. Ich habe dies auch mal in den ALTEN Bundesländern erlebt. Um 20.33 Uhr wurde und mitgeteilt, dass Küche nur bis 20.30 Uhr ist. Aber ich würde dies nicht verallgemeinern.

In der DDR habe ich oft meine Tische reserviert und so gab es nie Probleme, weder im Ganymed oder im Haus Stilbruch in Berlin oder in Restaurants in Dresden.


zuletzt bearbeitet 15.05.2019 19:03 | nach oben springen

#56

RE: Preisgestaltung in der DDR

in Leben in der DDR 15.05.2019 19:42
von Hackel39 | 4.318 Beiträge | 7395 Punkte
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Nun ja Alfred, ich bin kein Gastronom, sehe aber Reservierungen immer als kontraproduktiv an.
Es ist ähnlich den Reservierungen von Sitzplätzen im Zug, da ist der Suchaufwand der ausgewiesenen Plätze dermaßen nervig und am Ende von 95% aller meiner Fahrten reichen die Plätze ja trotzdem für alle und genauso muß doch ein Tisch, der erst in 45 min gebraucht wird nicht so lange vorher blockiert werden.
Für mich ist das ein Indiz für überfordertes Personal, aus welchen Gründen auch immer, kann ja auch Personalmangel sein, dann wäre es ja auch legitim.
Aber wenn der Laden regulär besetzt ist, sind solche Reservierungen nahe des 100%– Kontingents für mich ein Grund, nicht wieder zu kommen.
Im Westen ist mir derartiges ehrlich gesagt noch nicht passiert, zumindest war immer noch ausreichend frei verfügbarer Platz vorhanden.
Übrigens scheinen auch Taxibetriebe in ostdeutschen Kleinstädten nur die Fahrer bereit zu halten, die sie auch dauerhaft voll beschäftigt bekommen, da sind die Kapazitäten im Westen für Belastungsspitzen eher verfügbar als in Wustermark, Merseburg oder anderswo, aber wie gesagt, die Zwänge der jeweiligen Unternehmer kann ich nur vermuten.
Die Preisgestaltung im DDR– Taxi fand mitunter erst im Fahrzeug statt.
So bin ich mal nachts nicht mehr in Eisleben weg gekommen, so daß ich für 30 Mark einen Schwarzwartburg über einen Bekannten orderte, der im Gespräch sich noch auf einen 75er Zander runterhandeln ließ, den ich tags zuvor gefangen und ausgenommen im Kühlschrank gelagert hatte.


zuletzt bearbeitet 15.05.2019 19:44 | nach oben springen

#57

RE: Preisgestaltung in der DDR

in Leben in der DDR 15.05.2019 21:46
von der alte Grenzgänger | 2.482 Beiträge | 8815 Punkte
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Zitat von Alfred im Beitrag #55
...
In der DDR habe ich oft meine Tische reserviert und so gab es nie Probleme, weder im Ganymed oder im Haus Stilbruch in Berlin oder in Restaurants in Dresden.


... also ich bin bei Fleeschers Else immer so reinjejangn ...

Siggi


"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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