Objekt "Rennsteig"

  • Seite 2 von 2
04.11.2018 13:48
avatar  pattex
#16
avatar

Dem würde ich mal widersprechen. Das Objekt im runden Grundstück mit dem Betondreibein wurde Anfang der 60er im Auftrag der SED errichtet und diente als passives Relais zur RiFu Umlenkung vom A-Turm Münchenbernsdorf zur Kreisleitung Lobenstein. Der Turm ist ein Typbau und wurde so mehrfach gebaut. Es ist gut möglich, dass das MfS dann irgendwann Bedarf angemeldet hat und das Grundstück intensiver nutzte und erweiterte. An sich waren die Standorte der passiven Relais ja unbesetzt. Daher stand einer Nutzung des Geländes und des Turmes durch das MfS sicher nichts im Wege. Ich habe hier das Problem der zeitlichen Einordnung. Laut Zeugenaussagen wurde der Reflektor vom großen Turm Anfang der 80er abgebaut. Zur selben Zeit bezog die SED ihren Neubau. Dort stand ein 35 m Mast mit Parabolschüssel oben drauf Richtung Sieglitz. Wenn beide Objekte vom MfS belegt waren und bei beiden auf dem Luftbildern kein Reflekor zu sehen ist - wo war dann der Standort?
Hier noch der Betonturm etwa 1989.


 Antworten

 Beitrag melden
04.11.2018 14:01
#17
avatar

Was sollte auch gegen eine Nutzung durch mehrere Institutionen sprechen.
Der Tybau war auch in den 80er Jahren vorhanden. Auf den Fotos kann ich jedoch keine entsprechende Schüssel erkenn.
Unter errichten ist nicht unbdedingt ein Neubau zu verstehen.

Das Objekt "Blitz" bei Frankenheim in der Rhön war als Gebäude schon vorhanden, ehe es durch das MfS für die Funkaufklärung genutzt wurde.

"Mobility, Vigilance, Justice"

 Antworten

 Beitrag melden
04.11.2018 14:06
avatar  pattex
#18
avatar

Naja, urprünglich war das Gelände leer und mit einem kreisrunden Zaun von 60m Durchmesser umgrenzt. In der Mitte stand der Turm. Vermutlich hat das MfS dann die Gebäude hin gebaut um zum Abhören die Westverbindungen nicht im LKW hocken zu müssen.


 Antworten

 Beitrag melden
04.11.2018 14:09 (zuletzt bearbeitet: 04.11.2018 14:21)
#19
avatar

Zitat von pattex im Beitrag #18
Naja, urprünglich war das Gelände leer und mit einem kreisrunden Zaun von 60m Durchmesser umgrenzt. In der Mitte stand der Turm. Vermutlich hat das MfS dann die Gebäude hin gebaut um zum Abhören die Westverbindungen nicht im LKW hocken zu müssen.


Möglich.

Rennsteig diente der Informationsgewinnung und war zugleich ein Ausweichobjekt.
In der Phase der Aufklärung von Standorten wurden grundsätzlich mobile Kräfte zum Einsatz gebracht.

"Mobility, Vigilance, Justice"

 Antworten

 Beitrag melden
04.11.2018 14:11 (zuletzt bearbeitet: 04.11.2018 14:21)
#20
avatar

Foto aus 11:
Am Mast befindet sich mindestens eine Antenne für die Funkversorgung der GT und eine für die VP.

"Mobility, Vigilance, Justice"

 Antworten

 Beitrag melden
04.11.2018 14:28
avatar  pattex
#21
avatar

Ich habe hier noch eins:


 Antworten

 Beitrag melden
04.11.2018 14:37 (zuletzt bearbeitet: 04.11.2018 14:38)
#22
avatar

Zitat von pattex im Beitrag #21
Ich habe hier noch eins:


Luftaufnahme, komprimiert.
Quelle/Archiv: BGS /TH

Nun schau mer mal!

"Mobility, Vigilance, Justice"

 Antworten

 Beitrag melden
04.11.2018 15:10
avatar  pattex
#23
avatar

Gibts das Bild auch umkomprimiert?


 Antworten

 Beitrag melden
04.11.2018 15:18 (zuletzt bearbeitet: 04.11.2018 15:19)
#24
avatar

Zitat von pattex im Beitrag #23
Gibts das Bild auch umkomprimiert?



Klären wir per PN!

"Mobility, Vigilance, Justice"

 Antworten

 Beitrag melden
04.11.2018 15:22
avatar  pattex
#25
avatar

:-)


 Antworten

 Beitrag melden
06.11.2018 07:07
#26
avatar

Zitat von pattex im Beitrag #21
Ich habe hier noch eins:


Erkennbar, Antennentechnik die bei der VP zum Einsatz gekommen ist.

"Mobility, Vigilance, Justice"

 Antworten

 Beitrag melden
07.10.2020 08:58 (zuletzt bearbeitet: 07.10.2020 15:11)
avatar  pattex
#27
avatar

Inzwischen konnte ich einiges in Erfahrung bringen und das Probelm lösen.
Der Dreibeinturm war ursprünglich 1961 als passives Richtfunkrelais geplant. Die Verbindung sollte vom A-Turm Eyba bei Saalfeld kommen und zur Kreisleitung Bad Lobenstein umgelenkt werden. Das hat jedoch nicht so recht funktioniert und die Strecke wurde nie in Betrieb genommen. Der Reflekor wurde statt dessen an dem Funkturm der Post montiert und die Strecke direkt zum Turm 10A1 bei Münchenbernsdorf geleitet. Das klappte dann. Das Betondreibein samt Gelände wurde um 1970 an das MfS verkauft. Nach dem Umzug der Kreisleitung in das neue Objekt wurde die Richtfunkstrecke direkt, ohne Reflekor, zur 10A1 entfaltet. Der Reflekor am Postturm wurde abmontiert. Der Postturm diente auch als Antennenträger für das MfS.

VG Patrick


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!