Erich Mielke

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27.10.2018 18:22
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#46
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Sag mal Gert, warum legendierte eigentlich das BfV seine Dienststelle im Hamburger Mayenweg als „Institut für Nautik“?


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27.10.2018 18:37
#47
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #43
Noch zu tiefsten DDR-Zeiten wurde im Westfernsehen in den Werbesendungen immer Reklame von einer Rechtsversicherung gemacht. War es die ARAG ? Es hieß da etwa so schön: "Recht haben, ja, Recht bekommen ? ". Nach der Wende merkte ich bald, was darunter zu verstehen ist. Die Gesetze waren in der DDR leichter zu durchschauen. Jetzt ist man in Gottes Hand, wie auf See.

Man sagt doch so: "Vor Gericht und auf hoher See ist man allein in Gottes Hand!"
Vor Gericht bekommt man nicht Recht, sondern ein Urteil.


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27.10.2018 18:43
#48
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Zitat von Ebro im Beitrag #44
@Gert, verwechseltst Du jetzt nicht was?
Wo kann ich was lesen, dass sich geschämt wurde, als Angehöriger des MfS aufzutreten?
Da, wo es angeraten war, nicht als Angehöriger des MfS erkannt zu werden, hieß es Legendierung.

Sicher haben viele darauf verzichtet herum zu posaunen wer ihr Brötchengeber ist. Wenn es dann doch bekannt wurde,
sind sie häufig sehr einsam geworden, ihnen blieben dann meistens auch in ihrer Freizeit nur noch ihre Arbeitskollegen.
In meinem Freundes- und Bekanntenkreis hat man solche Personen jedenfalls gemieden.


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27.10.2018 18:47
#49
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Zitat von Gert im Beitrag #45
Zitat von Ebro im Beitrag #44
@Gert, verwechseltst Du jetzt nicht was?
Wo kann ich was lesen, dass sich geschämt wurde, als Angehöriger des MfS aufzutreten?
Da, wo es angeraten war, nicht als Angehöriger des MfS erkannt zu werden, hieß es Legendierung.



wenn ich recht informiert bin, sind Angehörige des MfS auch im Inland mitunter unter "falscher Flagge gesegelt". Wenn das so richtig ist, dann kann es nur den Schluß geben, dass sie ihr eigenes Volk als Feinde angesehen haben. Eine mehr als fragwürdige Einstellung für einen Inlandsgeheimdienst


Schaut es denn heute anders aus? Was meinste was dieser Verein von Schredderclub heute macht.Aber im Prinzip brauchen wir darüber nicht zu diskutieren--weil kaum oder keiner hier aus den Forum dort Einblick hat.


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27.10.2018 18:50
#50
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Zitat von Ebro im Beitrag #30
Was verstehst Du unter mental?

....den Bereich des Verstandes betreffend; geistig


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27.10.2018 18:54
#51
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Aber @Gert , warum sollte ich mich oder andere MA "schämen" dem MfS anzugehören ? Unser Auftrag war die DDR als Staat und seine Bevölkerung zu schützen und zu sichern. Natürlich war die GT-Uniform eine legale Legendierung für unsere spezifische Tätigkeit. Steht auch sinngemäß in der PKO das die MA der PKE in den Uniformen der Grenztruppen ihren Dienst an der Staatsgrenze zu versehen haben. Kein MA eines GD weltweit hat ein Schild um den Hals worauf steht wer sein Brötchengeber ist



passport


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27.10.2018 18:56
#52
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #48
Zitat von Ebro im Beitrag #44
@Gert, verwechseltst Du jetzt nicht was?
Wo kann ich was lesen, dass sich geschämt wurde, als Angehöriger des MfS aufzutreten?
Da, wo es angeraten war, nicht als Angehöriger des MfS erkannt zu werden, hieß es Legendierung.

Sicher haben viele darauf verzichtet herum zu posaunen wer ihr Brötchengeber ist. Wenn es dann doch bekannt wurde,
sind sie häufig sehr einsam geworden, ihnen blieben dann meistens auch in ihrer Freizeit nur noch ihre Arbeitskollegen.
In meinem Freundes- und Bekanntenkreis hat man solche Personen jedenfalls gemieden.


Sperrbrecher--Bei uns auf der Werft im Verwaltungsgebäude,gab es ein Büro,wo an der Tür dran stand--Ministerium für Staatssicherheit-- was meinste wem das gestört hat. In meiner langjährigen Tätigkeit, hab ich nicht einen getroffen, den es gestört hat. Naja -Arbeit war wichtiger.


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27.10.2018 19:33
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#53
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Zitat von passport im Beitrag #51
Aber @Gert , warum sollte ich mich oder andere MA "schämen" dem MfS anzugehören ? Unser Auftrag war die DDR als Staat und seine Bevölkerung zu schützen und zu sichern. Natürlich war die GT-Uniform eine legale Legendierung für unsere spezifische Tätigkeit. Steht auch sinngemäß in der PKO das die MA der PKE in den Uniformen der Grenztruppen ihren Dienst an der Staatsgrenze zu versehen haben. Kein MA eines GD weltweit hat ein Schild um den Hals worauf steht wer sein Brötchengeber ist



passport


na dann will ich nicht hoffen, dass die Bundespolizei z.B. am Flughafen demnächst in Uniformen der Wach und Schließgesellschaft auftreten.


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27.10.2018 19:37
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#54
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Zitat von passport im Beitrag #51
Aber @Gert , warum sollte ich mich oder andere MA "schämen" dem MfS anzugehören ? Unser Auftrag war die DDR als Staat und seine Bevölkerung zu schützen und zu sichern. Natürlich war die GT-Uniform eine legale Legendierung für unsere spezifische Tätigkeit. Steht auch sinngemäß in der PKO das die MA der PKE in den Uniformen der Grenztruppen ihren Dienst an der Staatsgrenze zu versehen haben. Kein MA eines GD weltweit hat ein Schild um den Hals worauf steht wer sein Brötchengeber ist



passport


ich meine ja nicht schämen im wortwörtlichen Sinne, sondern schon so wie du es kennst, eben verschämt in Maskerade auftreten. Das war sicher an der Güst noch am unverfänglichsten aber es gab andere Situationen in dem Staat, wo sie mit gezinkten Karten spielten.


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27.10.2018 19:46
#55
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Zitat von Rostocker im Beitrag #52
Sperrbrecher--Bei uns auf der Werft im Verwaltungsgebäude,gab es ein Büro,wo an der Tür dran stand--Ministerium für Staatssicherheit--

Das gab es auf jeden größeren Bahnhof auch.
Es ging doch aber um den privaten Bereich. Ein Freund aus jüngeren Tagen, der in unserer Siedlung wohnte und bei dieser "Firma" angestellt war
musste wohl oder übel zur Kenntnis nehmen, dass ihn alle seiner vormaligen Freunde mieden und ihm aus dem Weg gingen. So sehr er sich auch
bemühte, den Kontakt mit unserer Clique, die vormals auch die seinige war, aufrecht zu erhalten, fruchteten nichts. Er tat mir manchmal wirklich ein
bisschen leid, aber er hatte sich einfach den falschen Brötchengeber ausgesucht.


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27.10.2018 19:48
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#56
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zu 48 und 55 @Sperrbrecher

kann ich so überhaupt nicht bestätigen,, in meinem Handballverein in einer BSG damals hat jeder gewusst, was ich so mache, zumal ja der DA immer offen auf dem Tisch lag


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27.10.2018 19:48
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#57
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DoreHolm, was du schreibst ist mir nahe gegangen. Es tut mir leid, dass du soviel Pech hattest.
In solch einem Fall kann mal tatsächlich ins zweifeln kommen.
bolzo


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27.10.2018 19:51
#58
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Zitat von Ebro im Beitrag #56
kann ich so überhaupt nicht bestätigen,, in meinem Handballverein in einer BSG damals hat jeder gewusst, was ich so mache, zumal ja der DA immer offen auf dem Tisch lag

Warum nicht, ich will doch gar nicht bestreiten, dass es auch in der DDR viele Personen gab, die staatsnah eingestellt waren, auch wenn ich
persönlich (und wohl auch etliche andere) den Kontakt zu solchen Leuten eher vermieden haben.


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27.10.2018 20:13
#59
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Warum sollten Angehörige des MfS damals und auch nach der Wende gemieden werden ? Hier im Forum haben doch auch alle Kontakt untereinander, tauschen ihre meinungen aus, wenn auch manchmal etwas kräftig, reden zu den Forumstreffen miteinander. Es sind doch die gleichen Menschen und nicht alles Systemanhänger der DDR. Wenn einer dumm tut, weil er mit einem von der "Firma" nichts zu tun haben will, dann hat er entweder ganz schlechte (und nicht nur eingebildete oder Bagatellen) persönliche Erfahrungen gemacht und das dürften die allerwenigsten gewesen sein oder man kann ihn in die Nähe der notorischen Antikommunisten stellen, nicht fähig und nicht gewillt, sich vernünftig auseinanderszusetzen. Weit weg von innerer Größe und mit Scheuklappen. Kohl, Strauß und Honecker unterhielten sich normal, Reagan und Gorbatschow, Putin und Merkel. Hart, aber nicht unter der Gürtellinie. In unserer Kakteen-Fachgruppe war ein Mitglied, von dem jeder wußte, daß er bei der Firma war, ein ernsthafter Kakteenliebhaber und niemand hat da dumm getan. Nach der Wende hat unser damaliger Chef vier Ehemalige eingestellt. Drei davon sind heute noch dabei und mir ist nicht zu Ohren gekommen, daß es da Probleme in der Zusammenarbeit gegeben hätte.


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27.10.2018 20:31
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#60
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Jeder Staat wird sich Organe zum Schutz schaffen, ansonsten existiert er nicht lange.

Das ich mit solchen Mitarbeitern keinen Umgang pflege liegt einfach daran, dass mir die Methoden nicht gefallen.

Auch die Bundesrepublick hat ja Geheimdienst, Armee, Polizei und Grenzschutz. In deren Mühlen will ich auch nicht geraten.

Was mir in der DDR so ins Auge gestochen ist doch die sehr niedrige Schwelle zwischen einem "staatstreuen Bürger" und einem "Feind des Staates".

Jede von der Staatsdoktrien abweichende Meinung wurde bekämpft, egal ob sie dem System gefährlich werden konnte oder nicht.

Dazu kam das ständig geschürte Misstrauen beginnend in der Schule, den Massenorganisationen, Studium, Beruf und Freizeitaktivitäten.

Gegipfelt hat das Ganze dann in Enteignungen, Umsiedelungen, Inhaftierung und sogar Verkauf der Häftlinge an den "Klassenfeind".

Kontrollstreife


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