Hatte das MfS in Bonn auch Julias im Einsatz?

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07.10.2018 17:44
#1
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Über männliche DDR-Agenten, die bei Bonner Sekretärinnen als Romeos landen konnten, gibts ja so einige Informationen.
Aber sind auch Fälle entsprechender DDR-Julias in Bonn bekannt geworden?


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07.10.2018 19:17
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#2
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Auf der Leipziger Messe soll es die in ganz großem Stil gegeben haben. In Bonn habe ich noch nicht gehört.


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07.10.2018 21:30 (zuletzt bearbeitet: 07.10.2018 21:37)
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#3
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Es machte im Großraum Bonn aufgrund operativer Erfahrungen und psychologischer Gesichtspunkte auch wenig Sinn.


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07.10.2018 21:39
avatar  Larissa
#4
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Es gab diese nicht nur in Bonn.


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07.10.2018 21:48
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08.10.2018 06:15 (zuletzt bearbeitet: 08.10.2018 14:42)
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#6
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@Harzwanderer


Ein Focus-Artikel darüber:
https://www.focus.de/politik/deutschland...aid_166367.html



Ja, dieser Artikel passt wieder gut in das Klischee, bedient er doch die allgemeine Erwartungshaltung an die Berichterstattung über die Stasi.

Prostitution ist nun mal eines der ältesten Gewerbe in dieser Welt und diese Erkenntnis ging sicher nicht nur an östlichen Geheimmdiensten nicht spurlos vorbei. Nur über die westlichen GD schweigt man hier lieber, so viel genaues weiss man ja auch gar nicht... Vielleicht haben sie - die westl. GD - aus rein moralischen Erwägungen heraus aber auch auf die Möglichkeiten weiblicher Verführungskünste verzichtet - wer weiss das schon sicher...


Der Punkt scheint mir in diesem Thema aber eher ein anderer zu sein.

Der TE fragte in seinem Eingangsbeitrag explizit nach "Julias" - nicht nach HWG-Personen mit ostdeutschem Hintergrund und ausgeprägtem Interesse an westdeutschem Luxus, die in dem eingestellten Beitrag ja mit den typischen journalistischen Freiheiten umfassend beschrieben wurden.

Den Unterschied zwischen einer schlichten Nutte und einer "Julia", gemessen an den Ansprüchen an einen typischen "Romeo" aus dem Geheimdienst-Milieu werde ich hier hoffentlich nicht erläutern müssen. Notfalls würde ich das aber hinkriegen.

Insofern hast Du, @Harzwanderer das Thema doch wohl eher verfehlt und Dir damit ne fette 6 eingehandelt.

Mit nachrichtendienstlichen "Julias" habe ich keinerlei Erfahrungen, kann insofern zur Beantwortung der Ausgangsfrage wenig bis nix beitragen.

Dieses Eingeständnis der Ahnungslosigkeit eines ehemaligen MA's der Aufklärung erscheint mir in diesem Thema dann aber doch wesentlich zielführender als auf die Berichterstattung eines freien MA's eines (vermeintlich) freien Nachrichtenmagazins zu vertrauen und zu verweisen.

An einer Frage komme ich nach dem Studium des Artikel allerdings auch nicht vorbei: Woher hat dieser Vertreter der schreibenden Zunft seine detallierten Erkenntnisse?

andy


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08.10.2018 06:45
avatar  Larissa
#7
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Vielen Dank Andy fuer die Aufklaerung.
Larissa

Ich schreibe in den naechsten Tagen dazu.


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08.10.2018 08:10 (zuletzt bearbeitet: 08.10.2018 08:10)
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#8
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Zitat
Insofern hast Du, @Harzwanderer das Thema doch wohl eher verfehlt und Dir dammit ne fette 6 eingehandelt.


Andy, haste noch alle Tassen im Schrank?

Der Verfasser wurde 08.10.2018 11:01 von exgakl für den Inhalt dieses Beitrags verwarnt.
Nachricht: Forum REGEL: \"Andere Mitglieder nicht beleidigst, verleumdest oder in irgendeiner Weise belästigst oder schädigst\"
Verwarnung ausgesprochen

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08.10.2018 09:55
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#9
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #8

Andy, haste noch alle Tassen im Schrank?


Wurde nicht erst kürzlich der Umgangston bemängelt ?


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08.10.2018 10:02
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#10
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Schulnoten von der Stasi?


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08.10.2018 10:38
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#11
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Manchmal wär´s angebracht, mit anschließendem in der Ecke stehen.

Tja, wenn die Kinderstube versagt...


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08.10.2018 10:47
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#12
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Stockschläge.


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08.10.2018 17:48
#13
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Zitat von Merkur im Beitrag #3
Es machte im Großraum Bonn aufgrund operativer Erfahrungen und psychologischer Gesichtspunkte auch wenig Sinn.
Hallo @Merkur

Zwei Nachfragen:

Meinst Du mit operativen Erfahrungen, dass Julia-Versuche unternommen wurden, diese aber scheiterten?

Welche psychologischen Gesichtspunkte sprachen denn gegen Julia-Einsätze?


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08.10.2018 19:02
avatar  Alfred
#14
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #2
Auf der Leipziger Messe soll es die in ganz großem Stil gegeben haben. In Bonn habe ich noch nicht gehört.


Angebot und Nachfrage ....

Und man möchte doch bitte nicht so tun, als wäre immer alles nur eine Arbeitsmethode des MfS oder der DDR gewesen.

Und auch zu den "Romeos", was da immer so berichtet wird, ist doch sehr einseitig. Ich habe mich erst vor kurzen Zeit mit einigen getroffen, die sind auch heute mit ihren Ehefrauen glücklich verheiratet und haben die schweren Probleme nach 1990 gemeinsam durchgestanden.

Also nicht immer alles glauben was in der Glotze kommt oder in der Presse steht.


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08.10.2018 19:16 (zuletzt bearbeitet: 08.10.2018 19:38)
avatar  Merkur
#15
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Zwei Fragen, eine Antwort. Bei den Romeos war die Taktik auf alleinstehende Sekretärinnen ausgerichtet. Diese Sekretärinnen hatten aufgrund ihrer Tätigkeit ein entsprechendes Überblickswissen bzw. Zugang zu operativ interessierenden Dokumenten. Wie hätte die Konstellation bei Julias ausgesehen, wenn sie nach Bonn gesandt worden wären? Männliche Angestellte in dieser Form gab es kaum, also hätte man sich auf Beamte oder Politiker konzentrieren müssen.
Zum einen gab es aber in Bonn nur wenige höhere Beamte oder Politiker, die alleinstehend und offen für eine solche Beziehung gewesen wären. Bliebe also nur eine Affäre, die aber aus operativer Sicht entsprechend risikobehaftet gewesen wäre. Zum anderen waren höhere Beamte und Politiker entsprechend ideologisch gefestigt, was eine Werbung wesentlich erschwert oder gar ausgeschlossen hätte. Bliebe also nur die relativ unergiebige Abschöpfung durch die Julia. Hier hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit der Nutzen in keinem vertretbaren Verhältnis zum Aufwand gestanden. Effektiver als ein Julia-Einsatz war da schon die Realisierung einer fremden Flagge. Aber das war reine Männerdomäne. Welche Julia hätte denn im konservativen Bonn eine fremde Flagge über einen längeren Zeitraum glaubhaft verkörpern können? Ein Julia-Einsatz in Bonn machte unter Betrachtung und Wertung der dortigen Gegebenheiten und Regimeverhältnisse wenig Sinn.


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