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#21

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 27.09.2018 22:21
von Gelöschtes Mitglied
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Es bleiben leider immer welche auf der Strecke. Damals waren es welche aus der DDR heute sind es welche die erst nach 90 geboren wurden.

Kein Staat kann jeden an der Hand halten und durch sein Leben führen.

Auch in der DDR sind welche auf der Strecke geblieben. Das stand aber nicht im ND oder der Jungen Welt.

Da sind sogar welche aufgrund der Willkür des Staates auf der Strecke geblieben.

KS


Freienhagener, IM Kressin und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#22

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 27.09.2018 22:24
von DoreHolm | 10.225 Beiträge | 13967 Punkte
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RE: Rosinenpickerei • Absender: Kontrollstreife, Heute 19:54
quote Diesen Beitrag zitieren

Ja das war in der DDR nicht anders.
Ich wohne ja im ländlichen Bereich und bin auch heute noch mit der Landwirtschaft verbunden.
Wenn ich da mal vergleiche wie sich da vieles gewandelt hat.
Die meisten größeren Agrarbetriebe haben eine moderne Technikausstattung und gut sanierte und auch neu errichtete Gebäude.
Die Arbeitsproduktivität ist enorm gestiegen aber die Gigantomanie ist wie zu DDR Zeiten. Je größer umso besser.
Zu DDR Zeiten wurde der Umwelt aus mangelnder Weitsicht viel Schaden zugefügt. Heute geschieht es aus Profitgier, obwohl die Folgen wie Überdüngung oder die Schäden durch Pflanzenschutzmitteler und die Probleme der Massentierhaltung erkennbar sind.
KS


Kann ich nur bedingt zustimmen. Die Umweltprobleme waren den Politikern durchaus bewußt. Sie konnten sie schon allein aus einem Grund nicht ignorieren und es gab meines Wissens auch ernsthafte Untersuchungen dazu, die allerdings wegen ihrer Brisanz nie das Licht der Öffentlichkeit erblickt hatten. Umweltschäden bildeten auch ind er DDR eine Faktor zum Schaden des Volksvermögens. Wenn diese Dinge nicht ernsthaft angegangen wurden und Leute, die da öffentlich den Finger in die Wunde legten Probleme bekamen, hatte das m.E. einzig seine Gründe im finanziell nicht können und nicht im nicht wollen. Spürbare Inverstitionen in den Umweltschutz bedeutete daher weniger soziale Wohltaten, noch weniger Waren, noch weniger Importprodukte aus dem NSW u.s.w. Da bin ich wieder beim Nationalökonom Max Weber (um 1910) gelandet, der um diese Zeit die Begriffe "Gesinnungsethik" und "Verantwortungsethik" prägte. Wohltaten werden sofort honoriert, die Nachteile weit in die Zukunft. geschoben. Verantwortliches Handeln - unpopulär und die SED hatte eine riesen Angst vor einer Wiederholung des 17. Juni. Deshalb hielt man es auf Sparflamme und tat nur so viel, wie unumgänglich.


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#23

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 27.09.2018 22:25
von Mike59 | 10.175 Beiträge | 9555 Punkte
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Zitat von Rostocker im Beitrag #20
#19 Und was ist aus denen--die auf der Strecke geblieben sind, trotz guter Ausbildung. Sollen die heute still halten und nur zu heutigen Mitläufern werden.

Wenn sie die gute Ausbildung hatten (30 Jahre) ist ein langer Zeitraum - dann lief da was falsch. Eigeninitiative ist immer ein Schrittmacher aber wenn ich mich 2018 über meine Versäumnisse von 1989 beklage - doof.
Da sind wir wieder bei der Motivation - dafür ist der Staat nicht zuständig.


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#24

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 27.09.2018 22:27
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Aber die auf der Strecke geblieben sind, habe das Recht dagegen aufzubegehren. Und jedes System muss damit leben, das es auch Andersdenkende gibt-und das ist gut so.


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 27.09.2018 22:29
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Zitat von Rostocker im Beitrag #24
Aber die auf der Strecke geblieben sind, habe das Recht dagegen aufzubegehren. Und jedes System muss damit leben, das es auch Andersdenkende gibt-und das ist gut so.

Das stimmt und das ist wirklich gut so.


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#26

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 27.09.2018 23:22
von BRB | 310 Beiträge | 3300 Punkte
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Lustig ist , wenn Korinthenkacker sich über Rosinenpicker monieren !


Bastler100, Harzwald, 94, der alte Grenzgänger, Wahlhausener und Büdinger haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#27

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.09.2018 00:12
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Zitat von RalphT im Beitrag #4
"Früher war alles besser". Ich muss gestehen, dass ich auch sehr oft darüber nachdenke und dabei feststelle, dass früher wirklich einiges gegenüber heute besser war. Es war aber früher einiges schlechter. Nur diese negativen Gedanken werden dabei schnell verdrängt.

Wer das Gute vergisst wird böse, wer das Schlechte vergisst wird dumm.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie bewegte sich in engen Grenzen !
IM Kressin und Harzwanderer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#28

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.09.2018 05:35
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #22
Kann ich nur bedingt zustimmen. Die Umweltprobleme waren den Politikern durchaus bewußt. Sie konnten sie schon allein aus einem Grund nicht ignorieren und es gab meines Wissens auch ernsthafte Untersuchungen dazu, die allerdings wegen ihrer Brisanz nie das Licht der Öffentlichkeit erblickt hatten. Umweltschäden bildeten auch ind er DDR eine Faktor zum Schaden des Volksvermögens. Wenn diese Dinge nicht ernsthaft angegangen wurden und Leute, die da öffentlich den Finger in die Wunde legten Probleme bekamen, hatte das m.E. einzig seine Gründe im finanziell nicht können und nicht im nicht wollen. Spürbare Inverstitionen in den Umweltschutz bedeutete daher weniger soziale Wohltaten, noch weniger Waren, noch weniger Importprodukte aus dem NSW u.s.w. Da bin ich wieder beim Nationalökonom Max Weber (um 1910) gelandet, der um diese Zeit die Begriffe "Gesinnungsethik" und "Verantwortungsethik" prägte. Wohltaten werden sofort honoriert, die Nachteile weit in die Zukunft. geschoben. Verantwortliches Handeln - unpopulär und die SED hatte eine riesen Angst vor einer Wiederholung des 17. Juni. Deshalb hielt man es auf Sparflamme und tat nur so viel, wie unumgänglich.
Ich habe ja nicht geschrieben, dass sie nichts wußten.

Das Hemd war ihnen näher als der Rock. Was gehen mich die Probleme von morgen an, die sollen doch gefälligst andere lösen.

Um dem Volk Zucker in die Augen zu streuen wurde gelogen und betrogen, genauso wie heutzutage.

KS


IM Kressin und miethpaul66 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#29

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.09.2018 05:39
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Rostocker im Beitrag #24
Aber die auf der Strecke geblieben sind, habe das Recht dagegen aufzubegehren. Und jedes System muss damit leben, das es auch Andersdenkende gibt-und das ist gut so.
Natürlich soll es Andersdenkende geben.

Darum muss man aber nicht gleich aufgeben und alles nur schlechtreden.

Wie ich heute arbeite kann ich morgen leben. Wer nichts tut, ist auf die Hilfe anderer angewiesen die die Ärmel hochkrempeln und arbeiten. Dann muss er sich aber auch mit dem begnügen was die ihm abgeben.

KS


Rostocker hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#30

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.09.2018 09:09
von bürger der ddr (gelöscht)
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Ich gebe ja @Kontrollstreife in vielen Dingen Recht....

Nur in einem denke ich etwas "speziell", die DDR war eine Diktatur "des Proletariats" und die BRD ist eine Diktatur "des Kapitals". Klar gehen die Spielräume im privatebn Bereich sehr auseinander. Die finanziell stärkere Gesellschaft kann ihren "Knechten" auch eine breitere persönlöiche Fraiheit (basierend auf finanziellen Möglichkeiten) bieten. Doch im Bezug Demokratie sind beide Formen gleich weit vom "Ideal" entfernt.
Mir ging es in der DDR finanziell gut und jetzt geht es mir nicht schlechter, soviel ist erst einmal klar. Doch gerade jetzt zeigt sich wie diese BRD mit der "Demokratie" umgeht. Man hat es nicht nötig Menschen wegen jedem "politischen Furz" einzusperren, nein das macht man auf der feinen Ebene - das macht man z.B. finanziell.

Hier einige Beispiele:
- Aufruf gaststätten zu meiden, welche der AfD versammlungräume bieten
- Anleitung von "Verdi" zum Umgang mit "Populisten" im Betrieb und am Arbeitsplatz
- Druck auf Mitarbeiter im öffentlichen Dienst die "richtige Richtung" in der Öffentlichkeit zu vertreten
- Einflußnahme der Industrie auf gesetzgebeung (freie Berater) und direkter Einfluß (Dieselskandal)
- keine direkte Demokratie in wichtigen Fragen für die deutsche Nation
- Politiker sind nur ihrem "Gewissen" verpflichtet (Kotzsmiley)
- gezielte Einflußnahme durch die Medien

Irgendwie hatten wir doch so ähnliche Verhätnisse, nur mit diametralen Vorzeichen?


Bastler100, 1941ziger, DoreHolm, miethpaul66 und Ehli haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#31

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.09.2018 11:19
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #5
Ist wohl bei manchen auch so ne Altersfrage. Manche Leute werden dann zunehmend mürrisch und verklären die und ihre Vergangenheit. Gute neue Dinge kriegen sie oft nicht mehr mit und wollen sich nicht mehr drauf umstellen. Ich kenne aber auch viele Gegenbeispiele.


Stimmt, es ist altersabhängig. Wenn die Rente da ist, hat der Mensch mehr Zeit, sich mit dem Leben zu beschäftigen.
Zusammenhänge werden klarer, Zeit für Nachforschungen ist reichlich vorhanden.
Natürlich nur bei denen, die geistig aktiv geblieben sind und nicht schon mit 50 zunehmend mürrisch wurden.
Ja, die gibt es auch, denen das Arbeiten vorzeitig derart auf den berühmten Sack geht, daß sie ab 50 zunehmend abbauen
und den Tag im Rausch beenden müssen. Habe ich alles kennengelernt in meinem abwechslungsreichen Arbeitsleben..


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#32

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.09.2018 11:22
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #11
Sozialismus und Kommunismus gehen einfach nicht. Sieht man auch daran, dass man zum Mitmachen gezwungen werden muss. Am Ende bereichert sich nur eine kleine Machtclique mit ihrem Mitläuferhofstaat. Nichts ist mit Gerechtigkeit, Diktatur mehr ist es nicht.


Wie sich die Gesellschaftsordnungen doch schon immer ach so ähnlich sind, bis zum heutige Tage.


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#33

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.09.2018 13:13
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Die Schärfsten mit Hammer und Sichel sind aber ganz junge Radikale.
.........
Was die Abgehängten betrifft.
Mein Vater war in der frühen DDR arbeitslos und Arbeitslosigkeit hätte es in einer weiter bestehenden DDR wieder gegeben.
Die paar Jahre ohne dies als Maßstab zu nehmen, bedeutet, statisch zu denken.

Wohin der Sozialismus des 21. Jahrhunderts führt, zeigt drastisch das Beispiel Venezuela.
Nur die kommunistischen Parteien, welche den Kapitalismus wiedereinführten, haben ihre Länder vor dem allgemeinen Niedergang gerettet. Aber das geht eben einher mit Arbeitslosen.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.09.2018 13:21 | nach oben springen

#34

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.09.2018 13:43
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RE: Rosinenpickerei • Absender: Heckenhaus, Heute 11:22
quote Diesen Beitrag zitieren

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #11Sozialismus und Kommunismus gehen einfach nicht. Sieht man auch daran, dass man zum Mitmachen gezwungen werden muss. Am Ende bereichert sich nur eine kleine Machtclique mit ihrem Mitläuferhofstaat. Nichts ist mit Gerechtigkeit, Diktatur mehr ist es nicht.

Wie sich die Gesellschaftsordnungen doch schon immer ach so ähnlich sind, bis zum heutige Tage.


Das wissen aber nur diejenigen, die im Osten mindestens 10 Jahre bewußt gelebt haben, also so etwa ab Beginn Jugendalter, besser noch mit 20-jähriger Erfahrung und die ganz wenigen Westdeutschen, die sich sehr lange Zeit, nicht nur durch Verwandtenkontakte, mit dem Innenleben der DDR befasst haben. Diese unterschiedlichen Erfahrungswerte werden für lange Zeit noch für Meinungsverschiedenheiten sorgen. Es sind eben immer Menschen, die ihre seit Urzeiten geprägten Eigenschaften in ihrem persönlichen Verhalten zeigen, ob nur aus heutiger Sicht moralisch schlecht oder positiv. Beim Lagerfeuer wird sich wohl und sicher gefühlt, in der Gaststätte sitzt man nicht gern mit dem Rücken zum Eingang und beim Sex kann der Mann sofort aufspringen und das eindringende Raubtier bekämpfen und sich den Ranzen ordentlich vollzuschlagen heißt, sich Reserven für schlechte Zeiten anzufressen und Güter zusammenraffen bedeutet, immer noch was zusetzen zu können, wenn andere schon nichts mehr zu beißen haben. Alles mehr oder weniger verschüttete Rudimente, die aber auch heute noch voll zur Anwendung kommen, wenn es die Situation gebietet.


BRB hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.09.2018 13:51 | nach oben springen

#35

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.09.2018 14:40
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@bürger der ddr

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #30
Nur in einem denke ich etwas "speziell", die DDR war eine Diktatur "des Proletariats"
Ich dachte, dass Du Dich bei deiner Entwicklung von der These gelöst hattest.

Das Proletariat hatte in der DDR nichts zu sagen.

Am Anfang wurde das gemacht, was der Russe befohlen hat.

Später gab es dann die Machtclique der DDR die aus vorauseilendem Gehorsam manche Dinge noch etwas straffer durchgesetzt hat wie vom Russen vorgeschrieben.

Bei mir in der Nachbarschaft steht noch ein ehemaliger Offenstall für Milchkühe.

Das mit den Offenställen wurde gegen alle Mahnungen der Fachleute von oben angeordnet und durchgezogen.

Erst als die Tierverlußte anstiegen und die Leistung rapide zurückging wurden die Ställe dann geschlossen.

Diese diktatorischen Entscheidungen kann man wie viele andere auch, nicht dem Proletariat in die Schuhe schieben.

Das mit der Machtausübung durch Arbeiter und Bauern war nur ein Aushängeschild um die Massen zu gewinnen/beruhigen.

Nochmal zu den Kühen. Die Tiere gehen gern an die frische Luft und haben auch keine Scheu vor Regen, Schnee oder Frost. Nur sie müssen sich da frei Entscheiden und Bewegen können und dürfen nicht angekettet sein.

Irgendwie erinnern mich die beiden letzten Sätze an mein Leben in der eingezäunten DDR. Meine Kette war nur etwas länger als Kuhketten.

KS


Tobeck, 1941ziger, miethpaul66 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.09.2018 15:18
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Weswegen nochmal ham'se die Rosa erschossen?

Na doch nicht weil sie mit Kautsky und andern Bolschwiken (Lenin-Trotzki) in der Frage zur Frage ob Diktatur Demokratie ausschließt etwas im Streit war, hier mal ihre Auffassung ...

Jawohl: Diktatur! Aber diese Diktatur besteht in der Art der Verwendung der Demokratie, nicht in ihrer Abschaffung, in energischen, entschlossenen Eingriffen in die wohlerworbenen Rechte und wirtschaftlichen Verhältnisse der bürgerlichen Gesellschaft, ohne welche sich die sozialistische Umwälzung nicht verwirklichen läßt. Aber diese Diktatur muß das Werk der Klasse, und nicht einer kleinen, führenden Minderheit im Namen der Klasse sein, d. h. sie muß auf Schritt und Tritt aus der aktiven Teilnahme der Massen hervorgehen, unter ihrer unmittelbaren Beeinflussung stehen, der Kontrolle der gesamten Öffentlichkeit unterstehen, aus der wachsenden politischen Schulung der Volksmassen hervorgehen.
Luxemburg, Rosa: Zur russischen Revolution. Berlin 1922
marxists.org/deutsch/archiv/luxemburg/1918/russrev/teil4.htm


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#37

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.09.2018 15:40
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Zitat von Rostocker im Beitrag #20
#19 Und was ist aus denen--die auf der Strecke geblieben sind, trotz guter Ausbildung. Sollen die heute still halten und nur zu heutigen Mitläufern werden.

Naja wer ist von denen die eine gute Ausbildung hatten auf der Strecke geblieben?
Ich glaube keiner, das heißt wenn er nicht eine Scheinausbildung hatte, z.B. der Ökonom der nach dem Besuch der Bezirksparteischule
zugesprochen wurde, oder eine Fachschulausbildung die dann befähigen sollte die TKO....die Quallitätskontrolle in den Betrieben zu leiten,
ist hängen geblieben.
Wir haben alle 5 Jahre ein Klassentreffen unserer Berufsschulklassen Abgang 1959 (Werkzeugmacher/Maschinenschlosser).
Von denen war nach der Wende keiner länger als 6 Monate arbeitslos und ganz wenige sind vor dem 63 Lebensjahr in Rente gegangen.
Wenn man gesund ist, muss man nur wollen und auch mal unbequemlichkeiten in kauf nehmen.
Aber darüber wurde schon ausreichend geschrieben.


Jene, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten, pflügen heute für diejenigen die ihre Schwerter behielten.
Freienhagener, IM Kressin und Ehli haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#38

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.09.2018 16:41
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Fachliche Kompetenz ist der erste Schritt um nicht auf der Strecke zu bleiben und das war zu allen Zeiten und in alle Systemen so.

Eng wird es dann, wenn ein Konkurrent mit weniger Kompetenz die politische Schiene benutzt um den Fachmann auszuschalten und das ist in der DDR oft praktiziert worden.

Viele Fachleute haben dann kleinere aber bessere Brötchen gebacken.

Den wirtschaftlichen Schaden, den sich überschätzende Parteikader angerichtet haben, ist auch ein Grund für den Niedergang gewesen.

Ich selber habe in meiner Zusatzfunktion als Energetiker in der Zeit der Energieträgerumstellung von Erdöl auf Rohbraunkohle einige dieser Fehlentscheidungen live erleben können. Getreu dem Motto "Spare mit jedem Pfennig, koste was es wolle" sind da sehr teure Fehlentscheidungen getroffen worden.

KS


Ebro und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.09.2018 18:14
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Auf der Strecke blieben diejenigen, die den "falschen" Beruf hatten nach der Wende, und wenn dann noch das Alter nicht paßte,
war für viele kaum noch eine Chance zu finden. Da gab es dann auch keine Umschulungen o.ä..
Ich erinnere mich gut an Zeiten, in denen selbst Fachleute über 30 im Osten zu alt waren.
Mit brauchbarem Job und notwendiger Flexibilität gab es im Westen hingegen kaum Probleme.


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#40

RE: Rosinenpickerei

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.09.2018 18:22
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #39
Auf der Strecke blieben diejenigen, die den "falschen" Beruf hatten nach der Wende, und wenn dann noch das Alter nicht paßte,
war für viele kaum noch eine Chance zu finden. Da gab es dann auch keine Umschulungen o.ä..
Ich erinnere mich gut an Zeiten, in denen selbst Fachleute über 30 im Osten zu alt waren.
Mit brauchbarem Job und notwendiger Flexibilität gab es im Westen hingegen kaum Probleme.


Das war in den 90ern/00er Jahren ein echtes Problem - alle wollten 25 Jährige mit 30 Jähriger Berufserfahrung am besten aus dem Osten - die bekamen türkische Löhne und sprachen fließend (ost)deutsch.


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