Nutzung des NS-Archivs für Erpressungen von Bundesbürgern durch das MfS?

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23.09.2018 16:13
#1
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In der DDR verfügte das MfS über ein NS-Archiv.


Ist bekannt, wie viele Personen darin insgesamt erfasst waren und wie viele davon Bundesbürger waren?

Kennt jemand Erpressungsfälle, also Fälle, in denen das MfS an Bundesbürger heran trat, um diese unter Hinweis auf das NS-Archiv zur Mitarbeit zu „motivieren“?

Dank und Gruß an alle User, die hierzu etwas schreiben können.


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23.09.2018 17:17
#2
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Moin Moin,

damit dürften auch genug DDR Bürger zur freiwilligen Zusammenarbeit überredet wurden sein.


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23.09.2018 22:03
avatar  Merkur
#3
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Also ich kenne einen Fall, wo einem Kulturfunktionär der DDR, Jahrgang 1925, in der BRD anlässlich einer NSW-Reise die Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst "nahegelegt" wurde. Die westdeutschen Schlapphüte wussten, dass er in der DDR seine Militärzeit bei der Waffen-SS verschwiegen hatte. Er wurde später vom MfS enttarnt.


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24.09.2018 22:39
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#4
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Google mal „Roter Koffer“. Kein geringerer als EM hat keinen geringeren als EH erpresst. Der Koffer soll unter anderem Gestapo-Verhörakten von EH enthalten haben.

https://www.google.de/amp/s/m.bild.de/politik/inland/erich-honecker/wollte-hitler-im-krieg-dienen-18225752,view=amp.bildMobile.html


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24.09.2018 22:54
#5
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Nur, was hat das mit dem Ref. IX/11 zu tun ?



passport


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25.09.2018 07:40
avatar  Lutze
#6
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Der "Rote Koffer" ist in unserer Fotogalerie abgebildet,was da nun wirklich drinne ist?
Lutze


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25.09.2018 07:50
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#7
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Habe oben noch einen link eingefügt.


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25.09.2018 08:23
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#8
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Sorry ein link auf die Zeitung ist soviel wert, wie ein link auf die Gebrüder Grimm.


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25.09.2018 09:07
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#9
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Der "Rote Koffer" ist in unserer Fotogalerie abgebildet,was da nun wirklich drinne ist?http://www.bilder-hochladen.net/files/5siy-r.gif
Lutze


Ja @Lutze das ist eine gute Frage. Ich habe bisher keinen Link gefunden, in dem der Inhalt wirklich gezeigt wird - das wäre dann je nach Art und Qualität des Materials überzeugend.
Liest man die dazu veröffentlichten Beiträge genau, wird auch immer nur von dem ominösen roten Kunstlederkoffer geschrieben, vom Inhalt ist nie die Rede, geschweige denn, dass was davon gezeigt wird.
Woran liegt das?
Die Scheu der beteiligten Journalisten von STERN, WELT und co, Honnecker-Interna aus dem Krieg zu veröffentlichen kann man wohl ausschließen. Auch der Schließmechanismus des Koffers sollte heute beherrschbar sein. Vielleicht müssen die Dokummente ja erst restauriert werden - dafür hätte man in der Vergangenheit 28 Jahre Zeit gehabt - kann es also alles nicht so richtig sein.

Was ist es dann?

Ich weiß es nicht.


andy


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25.09.2018 09:40
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#10
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Die DDR-Staatsawaltschaft hatte sich den Koffer in der Wendezeit zeitweise abluchsen lassen. Deshalb weiss keiner, was genau drin war. http://m.bpb.de/mediathek/227908/stasi-akte-honecker

Da waren noch zuviele alte Kader, die Spuren verwischt haben. Angeblich hatte EH bei der Gestapo auch eigene Leute verraten.


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25.09.2018 10:24
avatar  Kalubke
#11
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Es wurden schon vom MfS angefertigte Inhaltsauszüge auf der BSTU Web Site veröffentlicht, die anscheinend so geheim waren, dass die Textstellen mit den Personennamen leer blieben und erst durch Befugte entanonymisiert werden durften. Es handelt sich um Gerichtsakten des NS-Prozesses gegen die Widerstandsgruppe Herbert Baum, der Erich Honecker angehörte. Die Einschätzung war, dass Honecker zwar umfassende Aussagen machte, aber mit Ausnahme einer Kurierin keine neuen Personen in das Verfahren hineingezogen wurden.

Das zweite Gnadengesuch von Honeckers Vater wurde vom Anstaltsleiter des Gefängnisses, in dem Honecker inhaftiert war befürwortet, möglicherweise, weil Honecker ein Verhältnis mit seiner Tochter hatte.

Nach dem Krieg wandte sich dieser an Honecker mit der Bitte um Hilfe, weil seine Familie Probleme wg. ihrer Zugehörigkeit zu den Zeugen Jehovas bekam. Das wurde jedoch von Honecker, der am Beginn seiner FDJ- und SED-Karriere stand, völlig ignoriert.

Diese Akten wurden nicht wie üblich in der HA IX (Untersuchungen) bzw. in der Abt. XII (Archiv) aufbewahrt, sondern im BdM (Büro des Ministers) in den schon erwähnten roten Koffer.

Gruß Kalubke

25.09.2018 10:57
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#12
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Das MfS hatte in Hoppegarten ein eigenes Archiv für seine extra geführten und auch sonst intern gesperrten Nazi Akten. Auf die heissesten Fälle hatte nur Mielke Zugriff.


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27.09.2018 21:30
#13
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Von diesem Archiv in Hoppegarten habe ich noch nie etwas gehört. Ich kenne nur das "NS-Archiv" in Hohenschönhausen. Wo findet man einen Hinweis ? Würde vielleicht auch erklären, dass es nach der "Wende" ein Zwischenarchiv gab. Allerdings für die Unterlagen von NVA und GT.


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28.09.2018 10:42
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#14
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Der Bestand ist heute über BStU zugänglich.


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28.09.2018 10:53
avatar  BRB
#15
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BRB

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #14
Der Bestand ist heute über BStU zugänglich.
da liegt auch der Hase im Pfeffer begraben ! Heute wird es genau so gehandhabt !
Da nimmt sich kein System etwas !


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