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#1

Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 20.09.2018 21:13
von berndk5 | 1.865 Beiträge | 15176 Punkte
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Hallo liebe Mitglieder im Forum,
Hallo liebe lesenden Gäste !

Fast 30 Jahre sind inzwischen vergangen, in denen man sich nicht mehr argwöhnisch beobachten muss, sondern sich gemeinsam an einen Tisch setzen kann. Damals auf der DDR-Seite das strenge Gebot, keinerlei Kontakt mit dem "Gegner" aufzunehmen und seinen Kontaktversuchen ehern zu widerstehen.
Das ist nun glücklicherweise Geschichte. Aber wie war das denn nun genau, damals ? Wer , wie was GEGNER ?

Das zu besprechen, dazu soll diesesa Thema dienen. Ich lade Alle ein, sich hier mit Beirägen oder Fragen zu beteiligen und habe die große Bitte, hier die Sachlichkeit und Höflichkeit zu wahren, die eine öffentliche Plattform erwarten darf. Man darf davon ausgehen, dass das weltweite Web ermöglicht, dass unsere Beiträge auch international gelesen werden.

Zum besseren Verständnis muss ich darauf verweisen, dass verwendete Bezeichnungen wie "Gegner", "Feind" oder ähnliches, sich ausschließlich auf die DDR-Dienstzeit beziehen und heute keinerlei Bezug mehr zur Gegenwart haben.
Die Verwendung dieser Bezeichnungen lässt sich aber nicht immer vermeiden, wenn man die damaligen Zusammenhänge authentisch beschreiben will.

Mit dem Thema soll aufgezeigt werden, was so ein Kompaniechef einer Grenzkompanie über den damaligen Gegner wußte, der seinem Grenzabschnitt gegenüber disloziiert (stationiert/organisiert) war. Was hat bzw. durfte er von diesen Informationen weitergeben ? An die Offiziere ? an die Grenzaufklärer?, was hat am Ende der Kette der Postenführer erfahren ?
Es könnte für die Kameraden Pensionäre oder Aktive des BGS, Zoll, damalige Polizei in den angrenzenden Bereichen zur DDR interessant werden- Euch möchte ich besonders herzlich zur Teilnahme einladen. Sagt ihr hier: das ist falsch, es war ganz anders ! , oder staunt ihr dort: ... was die alles so wußten...

Dieses Thema soll uns gegenseitig informieren und uns bisher Unbekanntes aufhellen.
In diesem Sinne bedanke ich mich schon jetzt für Euer Interesse und wünsche dem Thema einen friedlichen Verlauf.
Tastatur frei.......

Nach diesem Eröffnungsbeitrag folgt der erste Sachbeitrag erst morgen, da noch Vorbereitungen erforderlich sind.
Neben den Zwischenbeiträgen zur Beantwortung von Fragen, soll mindestens 1 - 2 Mal wöchentlich ein weiterer Fachbeitrag zum Thema hier von mir eingestellt werden (soweit der Plan...)


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bis 1990 GR-1 und GKK-304, danach Bundeswehrkommando -OST- Sitz Erfurt; gedient in: Harbke,Lauchröden,Grossensee,Berka/Werra, Ifta, Schnellmannshausen und Treffurt; Mauerabbau in Berlin und Grenzanlagen-Rückbau in Thüringen;
zuletzt bearbeitet 20.09.2018 21:17 | nach oben springen

#2

RE: Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 20.09.2018 21:35
von Gelöschtes Mitglied
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Wimre wurde uns nichts über Strukturen beim BGS, Zoll und Amis erzählt. Bei den Dienstgraden bin ich mir nicht sicher ob wir da eine Schulung hatten.

Hubschrauber, Fahrzeuge und Waffen wurden uns auf Bildern gezeigt um diese richtig identifizieren zu können.

Für uns als Grenzposten war es ja wichtig auftauchende Fahrzeuge und Streifen zu melden. Bei Fahrzeugen möglichst mit Kennzeichen, was insbesondere Nachts schon schwierig war.

Die DF auf welche ich Zugriff hatte waren auch von unterschiedlicher Qualität und hatten schon Jahre auf dem Buckel. Da nicht persönlich zugeteilt, wurden sie auch nicht sehr pfleglich behandelt.

KS


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#3

RE: Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 20.09.2018 22:04
von Cambrino (gelöscht)
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Eine Abbildung der Dienstgradabzeichen von Zoll und BGS hingen zu meiner Zeit oben im B-Turm an der Wand zu Beobachtungszwecken. Über die Strukturen oder deren Standpunkte war mir damals nichts bekannt. Feste Zeiten für die Streifentätigkeit des Zoll war auch nicht bekannt, die tauchten in unregelmäßigen Abständen irgendwo mal auf, manchmal mit Hund. BGS hat sich bei uns kaum sehen lassen, meist nur mit zivilen Besuchergruppen vorn am Schlagbaum vor Offleben. Sonst kamen die mal mit einem VW-Bus bis vorn und fuhren nach ca. 10 bis 20 Minuten wieder weg.

Cambrino


IM Kressin, vs1400 und berndk5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#4

RE: Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 20.09.2018 22:30
von sentry | 1.802 Beiträge | 3034 Punkte
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Für den KC kann ich nicht sprechen, aber wir mit der Aufklärung jenseits der Linie befassten Soldaten wussten eine Menge über unsere Gegenüber. Über das GSK Nord wusste ich jedenfalls mehr als über die Strukturen der GT damals. Lüneburg, Uelzen, Gifhorn, Braunschweig, Goslar, Duderstadt...die Standorte der GSA's, ebenso die Ausbildungsabteilungen in Walsrode und Bodenteich waren in Fleisch und Blut, natürlich auch der Rest, die dazugehörigen gelben taktischen Kennzeichen, Bewaffnung, Technik, Hubschrauber, Dienstgrade, die Systematik der Kfz-Kennzeichen usw. usf. Der Kram wurde während der Schichten da vorne gelernt, im Wesentlichen von den Postenführern vermittelt und natürlich abgefragt. Bei den anderen bewaffneten Organen, die regelmäßig oder gelegentlich auftauchten, war es abgestuft weniger, aber immer noch genug, um die wesentlichen Informationen herauszukriegen, ggf. mit Hilfe umfangreicher Dokumentationen, die uns zugänglich waren. Das ging bis zu Dienstvorschriften und Fotoalben.
Jedes Fahrzeug, das irgendwie "amtlich" unterwegs war, konnten wir zumindest einer Struktur oder gar einer Einheit zuordnen, egal ob BGS, GSE, Zoll, Zollwertgruppe, Alliierte, Bundeswehr...
Kennzeichen wie BG 16-591 oder K-1600 haben wir so oft gemeldet, dass wir schon gar nicht mehr das DF hochnahmen und ich sie bis heute nicht vergessen habe.
Auf jeden Fall wussten wir alles, was der Job, den man uns auftrug verlangte. Wer Interesse hatte, konnte auch deutlich mehr wissen. Ich glaube, ich hätte ohne Mühe das komplette Arsenal der Westalliierten der damaligen Zeit identifizieren können. Durch die vielen Transporte nach Westberlin habe ich viel davon in Marienborn auch tatsächlich zu Gesicht bekommen.


hslauch, Damals87, Pitti53, berndk5 und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.09.2018 22:37 | nach oben springen

#5

RE: Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 20.09.2018 23:03
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zu #4 Hallo @sentry , toll ! und vielen Dank ! Genau so habe ich es mir gedacht, dass immer wieder ergänzende Beiträge kommen, die Neues ins Spiel bringen, altes bestätigen oder ergänzen- und wenn es erforderlich ist auch einmal grundlegend korrigieren.
So entsteht aus dem Puzzle ein für alle Leser sichtbares Bild................ Danke !


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bis 1990 GR-1 und GKK-304, danach Bundeswehrkommando -OST- Sitz Erfurt; gedient in: Harbke,Lauchröden,Grossensee,Berka/Werra, Ifta, Schnellmannshausen und Treffurt; Mauerabbau in Berlin und Grenzanlagen-Rückbau in Thüringen;
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#6

RE: Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 20.09.2018 23:08
von Pitti53 | 10.427 Beiträge | 10487 Punkte
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Man muß dazu sagen das der User @sentry an einer sehr sensiblen Stelle öfter eingesetzt war, Güst Marienborn direkt gegenüber der der Güst Helmstedt an der A2.

Da lief schon sehr viel Verkehr und man konnte so einiges erleben. War auf jeden Fall nicht langweilig.


hslauch, berndk5 und sentry haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#7

RE: Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 20.09.2018 23:12
von vs1400 | 4.178 Beiträge | 9402 Punkte
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kurze frage an sentry,
dass man bei interesse mehr erfahren konnte.
aus welcher quelle?

gruß vs ... der damals gern mal die gak'se fragte.


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#8

RE: Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 20.09.2018 23:24
von B Man | 423 Beiträge | 1531 Punkte
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Moin

Über dem Beitrag sieht man das Bild das man im Forum immer sieht.

2 BGS ( ? ) Beamte in ziemlich lockerer Pose in einer Polizeiartigen Uniform. Vom Auftreten ganz offensichtlich ziemlich entspannt und vom Erscheinungsbild ganz sicher keine Feindselig gesinnten Soldaten.
Gegner, gar Feinde ?

Die Amis, na gut,als Wessi kennt man das, die hatten immer so eine JohnWayne Nummer drauf, aber das war auch mehr Show.

Welcher Grenzer hat das denn geglaubt das der Klassenfeind im kurzen Hemd, mit 2 Takt Munga oder VW Knetterbus nur darauf wartet den Antifaschistischen Schutzwall zu durchbrechen


Gruss Andreas


IM Kressin und berndk5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#9

RE: Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 20.09.2018 23:34
von vs1400 | 4.178 Beiträge | 9402 Punkte
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eher keiner, B Man,
doch es wurden zb. nicht nur schüler an der grenze eingewiesen.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#10

RE: Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 20.09.2018 23:43
von berndk5 | 1.865 Beiträge | 15176 Punkte
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zu #8 von @B Man sind wir natürlich auch gleich mitten im Thema. Es mag vielleich doof klingen, ist aber leider dennoch wahr. Um so besser wenn wir uns heute (hoffentlich) entspannt über den damaligen "Irrsinn" offen und ohne Zurückhaltung unterhalten können.

Es war der Gegner. Punkt um !
Da gab es kein HALB und kein VIELLEICHT, völlig egal ob mit Stahlhelm und Waffe im Anschlag, oder als "biedere Beamte" mit kurzärmligem Hemd "getarnt" . (so hat man das damals formuliert)

Bitte versteht es nicht falsch- ich versuche nur zu erklären, wie es damals indoktriniert, wie es propagandamäßig an "den Mann gebracht" wurde.
Das war auch keine "Einmal-Kiste" vom Polit-Offizier, sondern "Dauerbrenner", bei dem von jeder Führungsperson, egal ob KC , ZF oder Hfw. und den gesellschaftlichen Organisationen in der GK (FDJ + SED) ständig und ununterbrochen nachgelegt wurde.
Klar waren die Soldaten nicht doof und haben sich zu vielen Dingen einen eigenen Reim gemacht- aber ganz ohne Wirkung war die Dauerberieselung nicht- jedenfalls bei den Meisten in der GK .

Im Verlauf des Themas werde ich auch noch originale Schulungsdokumente (nur Auszüge, damit es nicht langweilig wird) einstellen, die diesen Prozess deutlicher erscheinen lassen- klarer, als man es sich vielleicht vorstellen kann.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bis 1990 GR-1 und GKK-304, danach Bundeswehrkommando -OST- Sitz Erfurt; gedient in: Harbke,Lauchröden,Grossensee,Berka/Werra, Ifta, Schnellmannshausen und Treffurt; Mauerabbau in Berlin und Grenzanlagen-Rückbau in Thüringen;
IM Kressin, Früher Beobachter, B Man und polsam haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.09.2018 23:44 | nach oben springen

#11

RE: Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 20.09.2018 23:45
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Zitat von vs1400 im Beitrag #7
aus welcher quelle?


Wie @Pitti53 schon sagte, waren wir so ein kleiner Hotspot mit gutem Einblick und vielen Aktivitäten, sowohl jenseits der Linie als auch in der Durchreise. Da gab es viel Material, das sich mit dem Gegner befasste. Das war zwar nicht allen Soldaten zugänglich, aber einigen eben doch, wenn sie mit der speziellen "Blutgruppe" auf den ebenso speziellen Posten eingesetzt waren.
Als Gehilfe des Diensthabenden Offiziers Eisenbahn in Marienborn beispielsweise hatte man viel Zeit zu lesen und wenn es wie hier der Dienstdurchführung diente, hatten die meisten OSL's auch gar nichts dagegen oder man tat es eben, wenn sie ein Nickerchen machten. Die Bibliothek im Office des DHO war jedenfalls gut gefüllt mit derlei Zeug.
Für die Technikaufklärung fand ich auch "Die Streitkräfte der NATO auf dem Territorium der BRD" damals super, das ich im GAR Halberstadt in der Bibliothek geklaut hatte.


berndk5 und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.09.2018 23:53 | nach oben springen

#12

RE: Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 20.09.2018 23:48
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zu #11 @sentry , hast Du denn Deine Beute aus Halberstadt wenigstens noch ???

Es könnte sich als interressant erweisen .


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#13

RE: Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 20.09.2018 23:49
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Selbstverständlich


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#14

RE: Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 21.09.2018 00:47
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Da ich nicht weiß, wie ich mit dem Zeitlimit des gleich anbrechenden Tages zurecht komme, nutze ich jetzt die Chance für den

ersten offizielen Themenbeitrag: Wer, Wie, Was ist als "Gegner" im Sprachgebrauch der DDR-Grenzer bezeichnet worden und warum ? Wie kann man das
heute erklären ?
Um die Beantwortung der Frage zu verstehen, muß man alle Schilderungen und Erklärungen immer in dem geschichtlichen Kontext sehen, in dem sie entstanden sind.
Die "Gegner"-Bezeichnung oder oft auch das "Feindbild des Grenzsoldaten" sind Indoktrinationen und gezielt herbeigeführte, gewollte Haltungen und Meinungsbilder bei allen mit der Grenzsicherung beauftragten Personen.
Es sind natürlich nicht ununterbrochen, pausenlos irgendwelche plumpen Berieselungsvorträge abgespult worden- dennoch wurde kaum ein Platz, kaum eine Zeit, kaum ein Ereignis ausgelassen um ein Feindbild aufzubauen, zu erhärten und zu festigen.
Auch die Finesse, mit der agiert wurde hat sich den jeweiligen Zeitepochen angepasst. Es gab in den 80èr Jahren keine FDJ`ler mehr, die Antennen für West-Empfang von den Dächern gerissen haben.
So erinnere ich mich an eine Episode aus dem Kindergarten, wo ich meine jüngere Schwester abholte oder hin brachte. Ein Kind hatte "Westspielzeug", ein simples Matchbox-Auto, wie es wohl damals jeder Juinge gerne gehabt hätte. Es wurde eingezogen, den Eltern zurückgegeben und durfte nicht mehr mitgebracht werden. "Wir haben auch gute Spielsachen, unsere sind besser..." Ein anderes Kind durfte seinen fernlenkbaren Spielzeug-Panzer T-55 mitbringen, das war dann der Magnet der nächsten Tage. Die "Blue-Jeans-Problematik" an einigen Schulen sei nur am Rande erwähnt. "Eine Rose für Angela Davis" , Freiheit für Nelson Mandela, oder der Putsch von Pinochet in Chile- welches Thema auch immer man nimmt, es hat sich immer ein Bezug zur Bundesrepublik und deren Staatsdienern herstellen lassen- oder wurde konstruiert.
Da diese Prozesse mit unterschiedlicher Aktivität und Qualität, aber trotzdem nahezu permanent stattfanden- so war es nach der Einberufung nur noch eine Fortsetzung das Feindbild zu formen. Da wurde dann auch nichts mehr ausgelassen, zumal die Lehrer/Pädagogen ja bereits "vorgewärmt" waren.
Auch die Aufbereitung des Materials war meist durch die Politabteilungen der Stäbe in höherer "Argumentations-Qualität". Aktuelle Bezüge aus dem Dienst und dem Leben an der Grenze wurden geschickt mit "verwoben" . Ermordete Grenzsoldaten waren da immer ein Dauerbrenner- egal durch wen sie umgekommen sind. Egal wann es geschah. Ob gleich nach dem Krieg, oder erst Ende der 1980èr Jahre .
Es war immer der Feind ! War der vorher der Posten oder PF, oder Soldat der NVA- so hatte trotzdem der böse Imperialistische Feind die Schuld.
Der Feind hat diesen Mann zum Feind gemacht. Ich habe es jetzt mal brutal vereinfacht dargestellt- im Wesentlichen war es aber so.

Eines muss ich auch ganz offen aussprechen, als einer der damaligen Akteure bei der Ausprägung/Festigung des Feindbildes meiner Unterstellten.
Ich höre den Aufschrei all derer, die es besser gewußt haben und sich nicht von den "dummen Offizieren einlullen" ließen. Die schon immer gewußt hatten, dass die Leute auf der anderen Seite von humanen Idealen geprägt und geleitet waren- wie es sich dann ja auch rausgestellt hat.

Glaubt es pauschal, oder nicht. Wäre diese so genannte "Rotlicht-Bestrahlung" so wirkungslos gewesen, wie manch einer heute behauptet- so hätte die DDR wesentlich früher und wesentlich größere Probleme mit dem eigenen Personal an der Grenze gehabt.

Abschließend für den ersten Teil kann man für die Gegner-Definition (hier im Thema) feststellen:
Unterschieden nach -Gegner aus dem eigenen Hoheitsgebiet (Fahnenflüchtige der NVA oder Sowjetarmee; Grenzverletzer)
-Gegner auf dem Hoheitsgebiet des angrenzenden Staates (also der BRD) wie z.B. Besatzungstruppen, andere NATO-Streitkräfte,
Geheimdienste; die GÜO (Grenzüberwachungsorgane) der BRD , wie BGS, Zoll, Landespolizei, sowie zivile Provokateure

(als zivile Provokateure wurden Leute eingestuft, die z.B. wiederholt Einweisungen von Besuchergruppen auf der BRD-Seite an der Grenze machten; Personen, die sich durch ihr auffälliges Verhalten verdächtig gemacht hatten, wie mehrfaches Auftauchen zu Beobachtungen, bewerfen der Grenze mit Steinen, Beschädigungen oder Diebstahl von GSi-Anlagen, Aufforderungen an Grenzposten zur Fahnenfluch) um nur einige Beispiele zu nennen .

Damit sende ich hier den heutigen Tages-Beitrag.
Je nach Aufwand zur Beantwortung ausgelöster Fragen, geht es dann weiter.....

Ich weise nochmals darauf hin, dass ich hier nur meine Sicht und meine Erkenntnisse schildern kann. Das ist auf einen klaren Zeitraum und an die konkreten Bedingungen gebunden, die es zu meiner Zeit gab. Auf gar keinen Fall soll irgend etwas verbrämt oder beschönigt werden, auch eine nachträgliche Verteufelung ist nicht beabsichtigt.

Nur wenn man unvoreingenommen (wer ist das schon) versucht diese Dinge zu erfassen, wird sich dem Leser ein annähernd realistisches Bild erschließen.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bis 1990 GR-1 und GKK-304, danach Bundeswehrkommando -OST- Sitz Erfurt; gedient in: Harbke,Lauchröden,Grossensee,Berka/Werra, Ifta, Schnellmannshausen und Treffurt; Mauerabbau in Berlin und Grenzanlagen-Rückbau in Thüringen;
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#15

RE: Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 21.09.2018 07:31
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Morjen....

Schönes Thema, danke berndk5....

Ich habe lange überlegt (bin schon einige Zeit wach) ob die Sicht bzw. die Info´s der Bundeswehr über NVA Truppen und Warschauer Pakt hier passen. Wenn nicht passend oder nicht vom TE gewünscht, kurze Info per PN, dann lösche ich das.

Ist schon eine irre lange Zeit her, die Erinnerung an die Schulung in der Kompanie des Instandsetzungsbattallions in Flensburg- Weiche.

Ich erinnere mich an eine Schulung, wurde vom KpChef abgehalten. Es ging da um die Bewaffnung der Truppen, insbesondere um die Kettenfahrzeuge, wie diese am wirkungsvollsten zu bekämpfen sind.

Dazu vielleicht die Info, die 5. Kompanie setzte M 48 Kampfpanzer instand. Diese wurden mit denen der NVA Truppen bzw. den Truppen des Warschauer Paktes indirekt verglichen.

Was da noch so erzählt wurde weiß ich garnicht mehr, ob AK 47, AK 74, RPG oder ähnliches mit der Nato Panzerfaust, Gewehrgranate oder nur dem G 3 besprochen wurde, ist einfach zu lange her.

Genau erinnere ich mich daran das die Fässer Thema waren die hinten auf den Panzern "aufgeschnallt waren. Es hieß, die verbrauchen soviel Kraftstoff das diese Fässer Zusatz/ Reservekraftstoff enthielten und dadurch extrem verwundbar seien wenn man diese seitlich beschießen und treffen könne.

Man erzählte uns, es seien "normale" Stahlfässer, die Geschosse des MG und des G 3 würden diese ohne Probleme durchschlagen können. Der dadurch entstehende Brand würde die Besatzung aus dem Panzer treiben. Der Panzer selbst würde intakt bleiben, jedoch aufgrund der großen Hitze würde die Besatzung aussteigen, könnte dann bekämpft werden, der Panzer danach als Beutewaffe genutzt werden.

Weiter hieß es dann, die Kettenlaufwerke sollten beschossen werden, oder Handgranaten, Gewehrgranaten, Panzerfaust.

Es gab, wimre, auch Info´s wie man was instand setzen könne, sicher bin ich mir da aber nicht mehr, dass ist einfach zu lange her.

Waren diese Fässer wirklich mit Kraftstoff befüllt? Waren das Benziner? Oder Dieselmotoren, Vielstoffmotoren?

Der M 48 zu der Zeit war ein wimre amerikanischer Kampfpanzer mit Benzinmotor. 2 Zündkerzen pro Zylinder. Der Leo hatte einen Diesel- bzw. Vielstoffmotor von MTU. 2 Abgasturbolader, ein irres Teil mit 10 oder 12 Zylindern in V Anordnung wimre.

Doch nochmal kurz zurück zum Feindbild. Ich kann mich zu keiner Zeit daran erinnern das ein direktes Feindbild aufgebaut wurde. Es hieß, die NVA ist im Warschauer Pakt Mitglied, wenn die "losschlagen" muss die NVA mit, genauso die Bundeswehr, wenn die Nato loslegt. Vertragspartner halt...

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !

Ein Holder geht durch dick und dünn...


Der Holder auf dem Acker, der kleine Racker schlägt sich wirklich wacker, ...
berndk5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#16

RE: Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 21.09.2018 07:53
von Rostocker | 9.215 Beiträge | 9054 Punkte
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Ich möchte es mal etwas verallgemeinern-da ja von Gegner und Feind gesprochen wird
Ob Damals,Heute oder Morgen--hat nicht jeder Soldat ein Bild vor Augen-- wo ihm sein Gegenüber als Feind oder Gegner präsentiert wird. Es war im Osten so und im Westen ebenfalls. Ich kenne persönlich in meinen Bekanntenkreis einige die in der BW dienten, die mir sagten--selbstverständlich war die NVA unser Feind.Und so war es auch umgekehrt.Sicher war dieses --Gegner,Feinbild--nicht so ausgeprägt bei den Wehrpflichtigen, die sich sowieso sagten,in einigen Monaten bin ich wieder weg.Aber bei Berufssoldaten,kann ich mir das schon etwas anders vorstellen. Im Prinzip, kann man sagen,so lange es Armeen gibt, so lange wird auch im Wortschatz--das Feind und Gegner vorkommen.


vs1400 und berndk5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#17

RE: Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 21.09.2018 08:09
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Warum war es so wichtig irgendwelche gegnerischen Diensteinheiten detailiert identifizieren zu können?
Die sind doch nur Streife gefahren und haben sich nach Dienstschluss (im Gegensatz zu den GT) wahrscheinlich einen Fetten gemacht.
Verstehe das Grundprinzip natürlich, aber wir befanden uns ja nicht im Krieg.

Wofür soll das nützlich gewesen sein, zu wissen, wer da mit welchem Fahrzeug seine eigene Grenze kontrolliert ? DDR-typische Logik ?


Démerde-toi !
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#18

RE: Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 21.09.2018 08:23
von Rostocker | 9.215 Beiträge | 9054 Punkte
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[quote="Blitz_Blank_Kalle"|p685262]Warum war es so wichtig irgendwelche gegnerischen Diensteinheiten detailiert identifizieren zu können?
Die sind doch nur Streife gefahren und haben sich nach Dienstschluss (im Gegensatz zu den GT) wahrscheinlich einen Fetten gemacht.
Verstehe das Grundprinzip natürlich, aber wir befanden uns ja nicht im Krieg.

Wofür soll das nützlich gewesen sein, zu wissen, wer da mit welchem Fahrzeug seine eigene Grenze kontrolliert ? DDR-typische Logik ?[/quot

Ja man kann darüber diskutieren , solange wie man will, man kann in den Keller gehen und versuchen die Kohlen weiß zu putzen. Aber ob man auf einen Nenner kommt,steht auf einen anderen Blatt. Schau, Du führst das Wort -gegnerisch--selbst an. Man bekommt es einfach nicht weg. Übrigens auch die andere Seite hat Aufklärung geführt--nicht nur Streife gefahren. So ist das mal ebend , wenn 2 Systeme aufeinander stoßen--die sich nicht gerade freundschaftlich gesinnt waren.


berndk5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.09.2018 08:25 | nach oben springen

#19

RE: Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 21.09.2018 08:25
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@berndk5

Zitat von berndk5 im Beitrag #10
Es war der Gegner. Punkt um !
Da gab es kein HALB und kein VIELLEICHT, völlig egal ob mit Stahlhelm und Waffe im Anschlag, oder als "biedere Beamte" mit kurzärmligem Hemd "getarnt" . (so hat man das damals formuliert)

Bitte versteht es nicht falsch- ich versuche nur zu erklären, wie es damals indoktriniert, wie es propagandamäßig an "den Mann gebracht" wurde.
Das war auch keine "Einmal-Kiste" vom Polit-Offizier, sondern "Dauerbrenner", bei dem von jeder Führungsperson, egal ob KC , ZF oder Hfw. und den gesellschaftlichen Organisationen in der GK (FDJ + SED) ständig und ununterbrochen nachgelegt wurde.
Klar waren die Soldaten nicht doof und haben sich zu vielen Dingen einen eigenen Reim gemacht- aber ganz ohne Wirkung war die Dauerberieselung nicht- jedenfalls bei den Meisten in der GK .
Die Dauerberieselung kann ich bestätigen, aber ich hatte den Eindruck das viele GWD das nicht so ernst gesehen haben. Ich selber hatte keine Angst vor dem BGS und habe mich auch nicht extra in Deckung begeben wenn sie auftauchten. Durch mein Fahrzeug war ja eh sichtbar, dass wir vor Ort waren, selbst wenn wir es abgestellt hatten und uns zu Fuß bewegten.

Wenn zwischen der Dauerberieselung und dem täglich Erleben so eine Diskrepanz besteht, nimmt man vieles nicht für voll.

Uns wurde öfters erzählt das der BGS über tausend Provokationen/Jahr begehen würde. Erlebt habe ich selber keine.

Das Auftreten des BGS habe ich immer als sehr korrekt empfunden. Beim ZOLL wurde da schon eher mal eine Kontaktaufnahme zu uns versucht bzw. Zeitschriften, Zigaretten oder Schokolade über den Zaun geworfen.

Bei den Amis wurden regelrechte Zielübungen mit dem SMG oder der Kanone des SPW auf uns abgehalten. Das habe ich mehrere Male im Bereich gegenüber Döringsdorf erlebt.

KS


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#20

RE: Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 21.09.2018 08:37
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@berndk5

Zitat von berndk5 im Beitrag #14
Glaubt es pauschal, oder nicht. Wäre diese so genannte "Rotlicht-Bestrahlung" so wirkungslos gewesen, wie manch einer heute behauptet- so hätte die DDR wesentlich früher und wesentlich größere Probleme mit dem eigenen Personal an der Grenze gehabt.

Ich bin mir da aber nicht sicher ob viele Grenzer wegen der Rotlichtbestrahlung oder aus Angst vor angedrohter Bestrafung entsprechend gehandelt haben?

Dieses Szenario wurde ja auch immer aufgebaut. "Wer absichtlich daneben schießt wird bestraft, denn wir kennen die Schießergebnisse" war da eine öfters gehörte Drohung.

Heute ist bekannt, dass wahrscheinlich keiner nach Schwedt gekommen wäre nur weil er nicht geschossen/getroffen hätte. Von meiner GK sind mindestens zwei nach Schwedt gekommen und bei beiden waren es mehrere Delikte, welche letztendlich zur Bestrafung führten.

KS


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