Was wußte der KC einer GK über den damaligen Gegner?

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22.09.2018 08:09 (zuletzt bearbeitet: 22.09.2018 09:11)
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#61
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Bereits vor einiger Zeit fand ich diesen Spiegelartikel aus dem Jahr 1973. Ich glaube, er schildert ganz anschaulich die westliche Sichtweise auf die Grenze.

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky
Weisheit hat Grenzen, Dummheit nicht. Stefan Rogal

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22.09.2018 08:11
#62
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Zitat von bolzo im Beitrag #40
[...]
Wir wurden ausgebildet und eingewiesen über die Typen der bei der BW verwendeten Fahrzeuge. [gruen]Wir sollten diese Fahrzeuge nämlich reparieren und nicht abschießen [...]



Verstehendes lesen des Beitrages #15 ist hier gefragt.

Wo bitte steht das BW Fahrzeuge abgeschossen werden? Es ging in dem Lehrgang um die Kampfpanzer T ? des Warschauer Vertrags, der NVA. Oder hatte der M 48, der Leo Stahlfässer hinten aufgeschnallt, mit jeweils 200 l Kraftstoff? Habe ich nicht gesehen.

Ansonsten stimme ich Dir zu, auch ich wurde eingewiesen wie man BW Fahrzeuge repariert. Nur konnten sie mir im Falle VW Bus oder dem 181 nichts beibringen, dass konnte ich aufgrund der Lehre bei VW sogar besser als die Ausbilder.

Repariert wurde dort auch alles, "Kerngeschäft" waren jedoch die Kettenfahrzeuge M 48, HS 30, MTW (Alubusse).

Und nun erzähle mir mal ob ihr auch Einweisungen in die Reparatur W 50, LO oder P3, UAZ, der Panzer T (?) bekommen habt. Ich nicht.

Ist doch wohl logo das man dem Soldaten versucht "beizubringen" wo die Schwächen der Technik des "Gegners" im E Fall ist. Oder schließt die Tätigkeit in rückwärtigen Reihen der Instandsetzung automatisch ein Zusammentreffen mit T (?) Panzern des Warschauer Vertrages aus?

Ist mir aber zu doof, hier weitere Argumente zu schreiben, hab´ eh´ das Gefühl das Du am Giftweizen genascht hast und so einiges mies machen willst, war ja schon im Fred Treffen in Treffurt von berndk5 so, Stichwort "Visa".

Berlin

Aber nochmal die Frage an die NVA "Leute", an berndk5, waren in den Fässern tatsächlich Kraftstoffe?

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Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !

Ein Holder geht durch dick und dünn...

Der Holder auf dem Acker, der kleine Racker schlägt sich wirklich wacker....

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22.09.2018 08:28 (zuletzt bearbeitet: 22.09.2018 08:29)
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#63
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@berlin3321

Zitat von berlin3321 im Beitrag #62
Aber nochmal die Frage an die NVA "Leute", an berndk5, waren in den Fässern tatsächlich Kraftstoffe?
Das auf den Panzern Kraftstoffreserven in Fässern mitgeführt wurden gab es schon im II. WK.

Diese Fässer wurden dann kurz vor dem Einsatz nochmal zum nachtanken benutzt und entfernt. Mein Vater hat öfter erzählt, dass bei den Russen oft ganze Kolonnen von Frauen die Spritfässer bis zu den Panzern mit dar Hand hingerollt haben.

Bei Panzern war ja die Reichweite immer sehr begrenzt duch den hohen Spritverbrauch. Nachtanken war genau so wichtig wie aufmunitionieren.

Ob das bei den Russen und bei der NVA auch noch so praktiziert wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.

Werde mal meinen Bruder fragen, denn er war Richtschütze auf einem Panzer.

KS


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22.09.2018 08:31
#64
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Zitat
Aber nochmal die Frage an die NVA "Leute", an berndk5, waren in den Fässern tatsächlich Kraftstoffe?



Das kann ich nur bestätigen. Und zwar Diesel zum manuellen nach tanken, falls es zu Gefechtshandlungen kommt.

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Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!

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22.09.2018 08:35 (zuletzt bearbeitet: 22.09.2018 08:37)
avatar  chantre
#65
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Bei den angesprochenen Fässern handelt es sich um externe Tankbehälter zur Erhöhung der Reichweite von 450 auf 600 Km.
Antrieb 12-Zylinder-Mehrstoffmotor mit mechanischem Lader, 840 PS (618 kW),
ach so, ich rede hier vom T-72.

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22.09.2018 08:38
avatar  Winch
#66
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Ein 1000er Objektiv war doch nix besonderes, hatte ich in der GK Gehrendorf auch in der Ausrüstung des GAK Zuges. Hinter Bahrdorf auf dem Butterberg befand sich das Gelände einer funktechnischen Einheit,(welche genau weiss ich heute leider nicht mehr) aber der aktuelle Antennenausbaustand musste immer dokumentiert werden und die haben sehr oft umgebaut.


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22.09.2018 08:41
#67
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Danke, Frage beantwortet.

Dann ist da ja was dran mit der "Verwundbarkeit" über die Stahlfässer.

Dieses Konzept gab es bei der Bundeswehr nicht, wenn Feldbetankung, dann aus 20 l Blechkanistern die mit einem LKW angefahren wurden.

MfG Berlin

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Ein Holder geht durch dick und dünn...

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22.09.2018 09:11
avatar  vs1400
#68
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Zitat von Winch im Beitrag #66
Ein 1000er Objektiv war doch nix besonderes, hatte ich in der GK Gehrendorf auch in der Ausrüstung des GAK Zuges. Hinter Bahrdorf auf dem Butterberg befand sich das Gelände einer funktechnischen Einheit,(welche genau weiss ich heute leider nicht mehr) aber der aktuelle Antennenausbaustand musste immer dokumentiert werden und die haben sehr oft umgebaut.


deshalb ja meine frage, Winch,
derartige ausrüstung war auch in schierke vorhanden.

gruß vs

04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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22.09.2018 09:46
#69
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Zitat von vs1400 im Beitrag #68
Zitat von Winch im Beitrag #66
[b]Ein 1000er Objektiv


deshalb ja meine frage, Winch,
derartige ausrüstung war auch in schierke vorhanden.

gruß vs


Gab es auf beiden Seiten.

Heute so für 5500.- + zu kaufen!

"Mobility, Vigilance, Justice"

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22.09.2018 10:52
avatar  sentry
#70
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Zitat von Winch im Beitrag #66
Ein 1000er Objektiv war doch nix besonderes, hatte ich in der GK Gehrendorf auch in der Ausrüstung des GAK Zuges.


Ich wollte auch gar keinen Größenvergleich anzetteln. Bei uns stand das Ding auf dem Turm auf einem Stativ, Blickrichtung West und wurde eben benutzt, wenn es sich ergab...wie all der andere Kram auch.
Ich habe keine Ahnung davon, aber das Spiegelobjektiv war bestimmt 50x25 cm und an die 15 kg schwer. Ich hätte das nicht mit mir rumtragen wollen.


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22.09.2018 10:57
#71
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Zitat von sentry im Beitrag #70
Zitat von Winch im Beitrag #66
Ein 1000er Objektiv war doch nix besonderes, hatte ich in der GK Gehrendorf auch in der Ausrüstung des GAK Zuges.


Ich wollte auch gar keinen Größenvergleich anzetteln. Bei uns stand das Ding auf dem Turm auf einem Stativ, Blickrichtung West und wurde eben benutzt, wenn es sich ergab...wie all der andere Kram auch.
Ich habe keine Ahnung davon, aber das Spiegelobjektiv war bestimmt 50x25 cm und an die 15 kg schwer. Ich hätte das nicht mit mir rumtragen wollen.


Hallo Sentry,

waren auch da vor Ort.
Foto: Quelle/Archiv; TH

"Mobility, Vigilance, Justice"
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GÜST Marienborn -BT Stahl

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22.09.2018 11:05
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#72
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Guten Morgen an alle Leser,
gerne möchte ich davon ausgehen, dass sich die emotionalen Wogen aus Missverständnissen nun gelegt haben, alle offenen Fragen zufriedenstellend beantwortet sind- soweit so etwas überhaupt möglich ist.
Noch ein paar Gedanken auf die Schnelle:
Ja meine GK hatte auch ein 1000èr Teleobjektiv. Das war schon im Bestand der Fototechnik, als wir nur 4 GAK hatten, die dem KC direkt unterstellt waren.
Es blieb natürlich als der GAK-Zug aufgestellt wurde.

Was die Kraftstoff-Fässer auf den Panzern angeht. Ist doch logisch, es war ne Reserve um schnell noch mal Nachzutanken, wenn es doch kurzfristig in ein Gefecht gehen sollte. Die Dinger wurden natürlich entfernt (egal ob voll oder leer), wenn nur der Verdacht "gegnerischen Feuers" in der Luft lag. Wer wollte schon mit einem "Molotow-Coktail" am Ar...h einem potentiellen "Feind entgegenrollen. Aber wimre war das ja länst geklärt.

Was die Wirksamkeit der Rotlicht-Bestrahlung im Ostteil Deutschlands angeht, oder analog die Auswirkungen der "Aufklärung und Erklärungen" an die "Landeskinder" im West-Teil Deutschlands- da brauchen wir uns hier auch nicht weiter zu rupfen.
Ziel war es doch nicht irgend jemanden zu überzeugen, oder etwas zu begründen ! Das Ziel bestand n u r darin das Erlebte aus der Sicht des jeweiligen Betrachters darzustellen.
Das dies trotzdem jemandem die Zornesröte ins Gesicht treibt muss man wohl hinnehmen. beabsichtigt ist es aber niemals ! Ein Ausschweigen und "Schwamm drüber" sollten wir aber auch nicht machen müssen, nur weil es unbequem ist.

Ich teile die von @Kontrollstreife getroffenen Einschätzungen nicht vollständig, eher orientiere ich mich an den Beiträgen von @der 39. - aber man kann und muss nicht immer zu einer einheitlichen Auffassung kommen. Ich habe kein Problem damit, auch andere Meinungen mit Respekt zu akzeptieren.

Weitere Fragen werden wir zwischendurch trotzdem beantworten, gern werde ich heute Abend im Thema mir einem anderen Abschnitt weiter machen.
Also bis später !


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22.09.2018 11:25
avatar  vs1400
#73
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Zitat von sentry im Beitrag #70
Zitat von Winch im Beitrag #66
Ein 1000er Objektiv war doch nix besonderes, hatte ich in der GK Gehrendorf auch in der Ausrüstung des GAK Zuges.


Ich wollte auch gar keinen Größenvergleich anzetteln. Bei uns stand das Ding auf dem Turm auf einem Stativ, Blickrichtung West und wurde eben benutzt, wenn es sich ergab...wie all der andere Kram auch.
Ich habe keine Ahnung davon, aber das Spiegelobjektiv war bestimmt 50x25 cm und an die 15 kg schwer. Ich hätte das nicht mit mir rumtragen wollen.


ich fragte nur aus interesse, sentry, und muss meine vorherige aussage etwas korrigieren. ob wir in der gk eins hatten, keine ahnung. doch auf dem brocken und demnach im bestand des brocken zuges. doch auch dort oben hat es nur der brockenkommandant genutzt.

gab es damals irgend eine einweisung, ausbildung oder ähnliches für euch?

gruß vs

04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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22.09.2018 12:06 (zuletzt bearbeitet: 22.09.2018 12:33)
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#74
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( gelöscht )

@berndk5

Zitat von berndk5 im Beitrag #72
Ich teile die von @Kontrollstreife getroffenen Einschätzungen nicht vollständig, eher orientiere ich mich an den Beiträgen von @der 39. - aber man kann und muss nicht immer zu einer einheitlichen Auffassung kommen. Ich habe kein Problem damit, auch andere Meinungen mit Respekt zu akzeptieren.

Das man sich bei der Schätzung von prozentualen Angaben sehr vertun kann hatte ich ja eingangs geschrieben.

Wenn Du mal von den GWD deiner GK absiehst, denn denk doch mal darüber nach mit wem Du viel Umgang hattest. Ausser deiner Familie und alten Bekannten waren das doch im wesentlichen Berufsunteroffiziere und Offiziere und davon auch noch ein Teil, welche schon eine Sprosse weiter oben auf der Leiter standen.

Das schon allein dadurch ein anderes Bild entsteht ist doch normal.

Bei mir war es doch ganz entgegengesetzt. Ich lebte und arbeitete in einem kleinen Dorf. Respekt hatte ich vor Lebensleistung und vor fachlicher Kompetenz. Phrasendreschern bin ich wenn möglich aus dem Weg gegangen oder ich habe mich aufgrund meiner Sturheit mit ihnen angelegt.

KS


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22.09.2018 12:16 (zuletzt bearbeitet: 22.09.2018 12:19)
avatar  sentry
#75
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Zitat von vs1400 im Beitrag #73
gab es damals irgend eine einweisung, ausbildung oder ähnliches für euch?


Auf dem "Schiff" da vorn war neben dem Postenpaar immer ein Uffz. im Einsatz, dem u.a. diese Aufgabe zukam. Diese "Schiffs-Uffze" waren speziell für diese Aufgabe in der SiK und hatten sicher eine entsprechende Ausbildung. Andere User hier könnten mehr dazu sagen.
Auf dem schönen Bild von @Thunderhorse in #71 (thx dafür) sieht man an Pos. 4 den Uffz. am Gerät, während die beiden Soldaten draußen stehen. Wir Soldaten haben eigentlich nur gelegentlich einen Blick hindurch geworfen, wenn die DF's nicht ausreichten.
Ich erinnere mich, dass ich es mal nutzte, um die Embleme an den Baretten einer Gruppe britischer Soldaten aufzuklären, weil mir die aus der Literatur beim DHO Eisenbahn recht geläufig waren und den anderen Kameraden in der Schicht eben nicht.


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