Nächtlicher Anruf - nachrichtendienstlicher Hintergrund?

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11.09.2018 22:11
#1
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Hallo allseits, vor einigen Tagen habe ich mich im Zeitzeugen-Vorstellungsforum vorgestellt, seht bei Interesse bitte hier:
https://www.forum-ddr-grenze.de/t17120f43-Vorstellung-von-Westfale.html


Trotz inzwischen über 2000 Aufrufen hat es dort keine Antworten auf meine Frage nach möglichen Hintergründen des geschilderten nächtlichen Anrufes gegeben. Da der User thomas 48 mich darauf hingewiesen hat, dass man hier im Forum eigentlich zwischen Vorstellung und einem Thema trennt, will ich es an dieser Forumsstelle erneut probieren, die möglichen Hintergründe dieses merkwürdigen Anrufes aufzuhellen. Vielleicht wird es ja hier Beiträge von Usern geben. Dank und Gruß!


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11.09.2018 22:34
avatar  Mike59
#2
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Mach doch mal Piano - das ist hier keine Quiz Show - manchmal tauchen User nach ein paar Wochen/Monaten auf und geben Input.

Lustig finde ich immer das kaum ein User hier ganz normaler Soldat war. Irgend eine Spezialverwendung findet sich halt immer.

Achso welcome.


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11.09.2018 23:27
#3
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Das ist so lange her, das wird heute vermutlich niemand mehr konkretisieren und aufklären können.


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11.09.2018 23:27
avatar  berndk5
#4
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Hallo @Westfale63 , was willst Du den hören/lesen ??? Meine Glaskugel funktioniert gerade nicht und die Kaffeesatz-Leserei ist auch nicht so mein Ding.

Gehe doch selber einmal analytisch an die Sache `ran. Ich will Dir gerne dabei helfen (ist ehrlich und nicht sarkastisch gemeint!!!) .
Also 1.) Wer warst Du damals ? Hattest Du geheime Raketenpläne ? Starcodes für Raketen ? Sonst auch nur irgend etwas, was einen Geheimdienstapparat in gang setzen würde ? Ohne Dich zu kennen und niemals beleidigend gemeint: Nein ! -nein das warst Du nicht. Hilfsfrage, wieviele in Deine Reservisteneinstufung gab es 1 oder 2 , oder eher zig-Tausende ?
2.) Warst Du vorher schon per Delikt in irgend ein "Aufmerksamkeitsnetz" gestolpert, dass Anlass für eine Aktion um Dich gebnen könnte ? - ich denke NEIN !
3.) Was könnte sonst für ein Zusammenhang "an den Haaren herbeigezogen" werden ?
a) eigene Überprüfungen vom MAD, BfV, Feldjäger ?
b) eine scharfe "Kirsche" in Sehnsucht oder Eifersucht
c) ein Streich von Freunden

Mach Dir bitte klar, dass das Alles leider nur Spekulationen sind- wenn auch nicht grundlose und auf Lebenserfahrung beruhend.
Aber es bleiben trotzdem Spekulationen- ein tatsächlicher Zusammenhang wir sich meiner Meinung nach nicht aufklären lassen. Du wirst damit leben müssen, dass die (wer auch immer) Dich nicht so wichtig genommen haben.
Könntest höchstens noch BStU fragen- mehr kann ich auch nicht sagen.

Ich hoffe, Du fühlst Dich nicht verarscht- war nicht meine Absicht ! Auch wenn ich es halt mal etwas salopp geschrieben habe.

Schreib ruhig mal weiter was Vernünftiges und natürlich auch Fragen- vielleicht kann man ja auch mal was wirklich Interessantes antworten.
Und DANKE , dass Du im Forum bist........


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11.09.2018 23:54
#5
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Hallo Westfale,
ich wollte als Wehrpflichtiger bei der Bundeswehr zur einer Beerdigung in der zweiten Hälfte der 1980iger Jahre nach Berlin-Ost (Pankow) fahren.
Ich fragte in der Kompanie nach, wurde dann zum Gespräch bestellt. Mir wurden keine Steine in den Weg gelegt, es ging alles reibungslos, Fazit keine militärischen Geheimnisse ausplauern.
Ich bin dann über die Transitstrecke nach Berlin-West gefahren, habe dort ein oder zwei Nächte bei Verwandten geschlafen um dann über Bornholmer Straße nach Berlin-Ost zu kommen und an der Beerdigung teilzunehmen.
Ich kannte die Grenzkontrollen schon von früher als Kind und Jugendlicher, es war kein Unterschied.....alles wie immer. Jetzt blicke ich mal in die Glaskugel wie berndk5..... wenn du bei der Bundeswehr ein ähnlich kleines Licht wie gewesen bist, hat sich eher jemand aus dem Bekanntenkreis einen blöden Scherz erlaubt. Vielleicht die zweite Kirsche, die wissen wollte, ob du tatsächlich in Berlin rum springst.


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12.09.2018 00:01
avatar  andyman
#6
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Hallo @Westfale63
Willkommen im Forum.Vielleicht sollte dein Opa oder du mal Einsicht in seine Stasiakte anfordern,wenn es sie denn je gegeben hat.Nach deinen bisherigen Informationen,denke ich ist das reichlich überbewertet aber man kann ja nie wissen.
Lgandyman


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12.09.2018 02:22
avatar  Kalubke
#7
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Zitat von Westfale63 im Beitrag #1
Hallo allseits, vor einigen Tagen habe ich mich im Zeitzeugen-Vorstellungsforum vorgestellt, seht bei Interesse bitte hier:
https://www.forum-ddr-grenze.de/t17120f43-Vorstellung-von-Westfale.html


Trotz inzwischen über 2000 Aufrufen hat es dort keine Antworten auf meine Frage nach möglichen Hintergründen des geschilderten nächtlichen Anrufes gegeben. Da der User thomas 48 mich darauf hingewiesen hat, dass man hier im Forum eigentlich zwischen Vorstellung und einem Thema trennt, will ich es an dieser Forumsstelle erneut probieren, die möglichen Hintergründe dieses merkwürdigen Anrufes aufzuhellen. Vielleicht wird es ja hier Beiträge von Usern geben. Dank und Gruß!


Also das kann durchaus sein, dass es es sich beim diesem Anruf um eine Kontaktaufnahme im Rahmen des Anbahnungsversuches eines östlichen gND gehandelt hat. Welcher, dass wird sicher schwer zu ermitteln sein. Neben den DDR-Diensten (MfS, BA der NVA) können auch gND anderer Ostblockstaaten dahinter gesteckt haben. Warum Du denen aufgefallen bist und warum bei denen die Entscheidung getroffen wurde, einen Anbahnungsversuch zu starten, wird wahrscheinlich im Dunklen bleiben. Eine Möglichkeit wäre, dass jemand in Deiner Einheit schon angeworben war und Informationen über weitere potenzielle Werbekandidaten weitergegeben hat. Daher könnten sie z.B. auch erfahren haben, dass Dein Berlinbesuch nicht ganz legal war.

Vlt. stellst Du mal einen BSTU-Antrag und wenn Du Glück hast, finden die was im MfS-Nachlass. Oft haben die auch auf "Perspektive" gearbeitet, d.h. ein westlicher Militärangehöriger mit momentan unbedeutender Dienststellung wurde angeworben, in der Hoffnung, dass der eines Tages in nachrichtendienstlich interessante Positionen aufsteigt. Zumindest müssen die von Dir einiges gewussst haben, wenn sie über Deine Reise informiert waren, Deine Angehörigen kannten und versucht haben mit dem Anruf Deine Angehörigen zu verunsichern. Nicht zu vergessen die Angehörigen der PKE an den Grenzübergangsstellen, die zwar Uniformen der Grenztruppen trugen, aber in Wahrheit der HA VI des MfS angehörten, Die führten bei den in die DDR Einrreisenden insgeheim sog. Flitrierungstätigkeit nach nachrichtendienstlich interessanten Personen durch. Evt. bist Du auch denen ins Netz gegangen. Vlt. haben sie sich bei ihrem weiteren Vorgehen davon versprochen, dass der durch die legendierte Geschchte "besorgte Opa" weitere für sie interessante Informationen preisgibt. Westberlin als Ort für Kontakte der Ost-gND mit dem westlichen Rekrutierungskandidaten war natürlich ideal. Die Werber/Instrukture in Ostberlin brauchten zu dem Treff nur in die U-Bahn oder S-Bahn zu steigen, bzw. sich durch die Mauer schleusen zu lassen und konnten innerhalb von einer Stunde vor Ort sein.

Gruß Kalubke


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12.09.2018 06:39
#8
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Kann das sein, dass die Anruferin eine heimliche Verehrerin von dir war, die irgendwie wußte wo du hinreisen willst?
Habe so eine ähnliche Geschichte auch mal im Bekanntenkreis miterlebt bzw. miterfahren. Im meinigen Fall hat man sogar die Kripo eingeschaltet, weil man befürchtete, dass jemand während der Abwesenheit einbrechen wolle.
Am Ende stellte sich heraus, dass nur zwei Frauen auf den selben Kerl scharf waren.

Will dein Erlebnis nicht klein reden, aber manchmal stecken ganz unspektakuläre Gründe dahinter.

In Sachen Geheimdienst gab es sicher auch andere Möglichkeiten, als nachts jemanden anzurufen !


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12.09.2018 09:07
avatar  Merkur
#9
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Ich gehe auch davon aus, dass sich ein Nachrichtendienst auf andere Art und Weise mit Dir in Verbindung gesetzt hätte, wenn ein Kontakt gewollt worden wäre. In der Regel hätte "zufällig" ein professioneller Werber im Operationsgebiet (also im Westen) Deinen Weg gekreuzt. Ein Anruf barg unkalkulierbare Risiken und mit Deinem Opa hätte es einen Mitwisser gegeben. So etwas wollte man i.d.R. nicht.


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12.09.2018 09:09
avatar  Kalubke
#10
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Zitat von andyman im Beitrag #6
Hallo @Westfale63
Willkommen im Forum.Vielleicht sollte dein Opa oder du mal Einsicht in seine Stasiakte anfordern,wenn es sie denn je gegeben hat.Nach deinen bisherigen Informationen,denke ich ist das reichlich überbewertet aber man kann ja nie wissen.
Lgandyman


Die Tatsache, dass er sich unerlaubt in Westberlin aufgehalten hat, könnte schon ein Ansatzpunkt für einen Werbeversuch auf kompromittierender Basis gewesen sein. Vom Opa wollten sie mit Hilfe desTelefontricks wahrscheinlich erfahren, in welchem Hotel @Westfale63 abgestiegen war, um ihn dort abzupassen und evt. mit dem Wissen über die Vorschriftswidrigkeit seines Berlinbesuches zu konfrontieren.

Gruß Kalubke


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12.09.2018 11:05
#11
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User @Kalubke ,

hat wieder eine blühende Phantasie, insbesondere was eine Filtrierungsmaßnahme in einen durchgehenden Reisebus im TW angeht. Denn der fragende User war ja im KOM unterwegs. Man sollte sich schon ein bisschen auskennen wie die Abfertigung und Kontrolle eines Reisebusses im TW erfolgte.


passport


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12.09.2018 12:23
avatar  andyman
#12
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Das heißt,eine Filtrierungsmaßnahme war nicht möglich?oder warum?
Wozu dann der Aufwand?
Lgandyman


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12.09.2018 12:49
avatar  Kalubke
#13
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Zitat von passport im Beitrag #11
User @Kalubke ,

hat wieder eine blühende Phantasie, insbesondere was eine Filtrierungsmaßnahme in einen durchgehenden Reisebus im TW angeht. Denn der fragende User war ja im KOM unterwegs. Man sollte sich schon ein bisschen auskennen wie die Abfertigung und Kontrolle eines Reisebusses im TW erfolgte.


passport


Musste im Transitbus von den Reisenden nichts vorgezeigt werden? Wenn doch, war aus den Eintragungen im Pass evt. ersichtlich, dass @Westfale63 gerade beim Bund war?

Gruß Kalubke


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12.09.2018 12:49
#14
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Wozu dann der Aufwand?

Was meinst Du damit. Natürlich gab einen Anforderungskatalog mit konkreten Bedarfsforderungen des MfS. Dieser Katalog wurde dann speziell aufgeschlüsselt für die einzelnen Fachabteilungen. Auch die einzelnen PKE,s hatten entsprechend ihres Einzuggebietes (West) ihren abgestimmten Katalog.
Das erste Problem war das man mit den Reisenden kein Gespräch, ausser die zur Abfertigung nötigen Sätze, sprechen durfte. Die Initiative ging also fast immer von den Reisenden, bewußt oder unbewußt, aus. Einen "Aufhänger" für eine Gesprächsführung waren Beanstandungen, verkehrte oder fehlende Dokumente. Auch konnten in den Reisedokumente einliegende (vergessene) Betriebsausweise, Firmenkarten o.ä. wie. z.B. die Zählkarte Hinweise auf die Tätigkeit der Person geben. Eine andere Möglichkeit war das der Reisende äusserte mit einen kompetenten MA sprechen zu dürfen. Eine offensive Befragung war dem Passkontrolleur untersagt. Die Klärungsfälle wurden nur durch den GF oder KE bearbeitet.



passport


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12.09.2018 12:50
#15
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@Kalubke ,

seit wann werden im PA oder RP Eintragungen über die Wehrtätigkeit eingetragen ?


passport


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12.09.2018 13:59
avatar  Kalubke
#16
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O.K. stimmt, dafür gabs ja den Wehrdienstausweis.

Es gäbe neben der liebestrunkenen Stalkerin und der hier allgemein für unwahrscheinlch gehaltenen Werbung durch einen östlichen Dienst noch eine dritte Möglichkeit: Die bundesdeutsche Militärabwehr (MAD) hatte kurzfristig von der Reise Wind bekommen und versuchte verdeckt zu überprüfen, ob der Berlinaufenthalt für Kontakte in Richtung Osten genutzt wird (siehe auch Beitrag #4 von @berndk5).


Gruß Kalubke


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12.09.2018 14:07
#17
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MAD kenne ich. Das sind doch die mit dem Magazin. Somit wäre geklärt: Kontaktversuch durch den "Klassenfeind". ;)


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12.09.2018 14:19
#18
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@Kalubke
Wessen Erlaubnis war denn notwendig, um sich in Berlin (West) aufhalten zu dürfen?


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12.09.2018 14:23
avatar  Kalubke
#19
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Das hat doch @Westfale63 in seinem Vorstellungsthread geschrieben, dass wg. seiner Dienststellung bei den Feldjägern die Fahrt nach Westberlin auf dem Landweg für ihn verboten war. Er hätte eigentlich dorthin fliegen müssen. Sorry, insofern wurde das in #10 von mir nicht korrekt ausgedrückt, muss heißen "....unerlaubt mit dem Transitbus nach Westberlin fuhr."

Gruß Kalubke


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12.09.2018 18:21
avatar  andyman
#20
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Zitat von passport im Beitrag #14
Wozu dann der Aufwand?

Was meinst Du damit.

Mit Aufwand meine ich die Anwesenheit der Mitarbeiter des MfS,an den Grenzübergangstellen,getarnt als GT Angehörige.Wenn es nur um Kontrollaufgaben gegangen wäre hätten es ja auch BU der GT sein können oder?
Lgandyman


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