Hundeschule Bleckede

06.09.2018 18:21
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#1
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Heute haben meine Frau und ich einen "Ausflug" nach Bleckede gemacht. Anja wollte diesen Ort, von dem ich zu meiner Zeit als Zollhundführer manches Mal erzählt habe, gern mal sehen. Damals, 1987 und 1989, als ich dort mit meinem vierbeinigen Kollegen ARIE den A- bzw. B-Lehrgang besuchte, war die Hundeschule eine "reine" Einrichtung der Bundeszollverwaltung. Zwar waren bei den Lehrgängen auch einige wenige BGS-Beamte zugegen (welche Diensthunde für den Dienst zu ihrem Schutz bei den Bonner Ministerien ausbildeten), aber diese Kollegen waren zahlenmäßig so gering, dass es für sie nach erfolgreichem Bestehen der Lehrgänge noch nicht mal eine BGS/Polizei-bezogene Urkunde gab; sie mussten sich mit dem Zollemblem "zufrieden" geben.
Seit nunmehr einigen Jahren ist die Bundespolizei mit im "Boot" - die Diensthundeschule der Bundespolizeiakademie ist hier nun genauso "zu Hause" wie die Zollhundeschule der Generalzolldirektion (es gibt noch eine ZH-Schule in Neuendettelsau).
Meine Frau und ich haben heute (nach eingeholter Genehmigung) das Gelände der Hundeschule teilweise besichtigen können. Manches hat sich hier verändert. Ja, es ist viel Geld in den Bau bzw. die Renovierung von Gebäuden geflossen. Als wir die Hunde, welche im Gelände ausgebildet wurden, bellen und Kommandos der Hundeführer hörten, war ich gedanklich wieder bei ARIE. Die "alte Zeit" holte mich für ein paar Augenblicke ein und ließ mich mit meinem besten Freund wieder zusammen sein...

Etwas später sind wir dann zu Fuß an die nahe Elbe gegangen, nachdem wir unseren Wagen im Zentrum des Ortes geparkt hatten. Die Fähre nach Neu Bleckede fährt wegen Niedrigwassers zurzeit nicht, sonst hätten wir der schräg gegenüberstehenden ehemaligen FÜSt der DDR-Grenztruppen mal einen Besuch abgestattet. Schade! Wenigstens konnte ich aus der Entfernung ein Foto "knipsen" und möchte es hier Euch zeigen zusammen mit der Bildcollage von der Hundeschule Bleckede.

06.09.2018 18:34
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#2
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Hallo @krelle lwurden die Diensthunde auch mit privat bei den Hundeführen untergebracht?


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06.09.2018 18:44 (zuletzt bearbeitet: 06.09.2018 18:45)
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#3
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Beim Zollkommissariat Lübeck-Süd in Lübeck gab damals die Möglichkeit, Diensthunde in zollverwaltungseigenen Hundezwingern unterzubringen. Kollegen, welche seinerzeit nicht die Möglichkeit hatten, den Hund mit zu sich nach Hause zu nehmen, nutzten das Angebot. Auch ich habe meinen Diensthund dort zunächst lassen müssen. Erst nachdem ich innerhalb Lübecks umzog und auf dem Hof des Mehrfamilienhauses (welches meinen Eltern gehörte) einen großen Zwinger bauen/aufstellen konnte, kam er mit zu mir nach Hause. So hatte dann auch meine Frau jederzeit Zutritt zu unserem Hund und konnte mit ihm spazieren gehen, sofern ARIE und ich keinen Dienst an der Grenze hatten.


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06.09.2018 21:49 (zuletzt bearbeitet: 06.09.2018 21:49)
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https://www.alamy.de/stockfoto-elbeufer-...6customgeoip%3D


@krelle

Schau mal..die Füst von deinem Foto...auf diesem...hinter der Zahl 5.


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06.09.2018 22:02
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#5
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@krelle , es gibt ja die 6 anerkannten Schutz- und Gebrauchshunderassen in Deutschland.
- Deutscher Schäferhund
- Rottweiler
- Deutscher Boxer
- Airdaele Terrier
- Dobermann
- Hovawarte

Welche Hunde hattet ihr im Einsatz?
Ich persönlich schwöre auf den Deutschen Boxer, diese Hunde haben einen hohen Schutztrieb, sind sehr wesensfest, bauen eine enge Verbindung zu ihrer Bezugsperson auf und haben eine gewisse Härte.
Erschwerend bei dieser Rasse ist eine gewisse "Dickköpfigkeit", sind aber ganz wundervolle Hunde. Doch die Boxer brauchen ein sehr enge Bindung an ihren Führer und Halter.
Ich weiß viele Hunde erfüllen diese Kriterien, doch ich bin auf Boxer "spezialisiert".


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07.09.2018 10:43 (zuletzt bearbeitet: 07.09.2018 10:43)
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#6
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94

Da fehlt auf jeden Fall der Riesenschnautzer in der Aufstellung des Vorbeitrages.
Und der belgische Schäferhund, zumindest im Sachsen ... www.polizei.sachsen.de/de/7617.htm

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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07.09.2018 10:47
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#7
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Stimmt, wobei sich das mit der Zeit wohl etwas ändert....


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07.09.2018 11:09 (zuletzt bearbeitet: 07.09.2018 11:09)
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#8
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@bürger der ddr - Wir hatten zu meiner aktiven Zeit als Zollhundführer überwiegend Deutsche Schäferhunde als Schutzhunde im Einsatz (ich schätze zu über 90 Prozent). Vereinzelt gab es Beamte, die sich einen Riesenschnauzer oder Belgischen Schäferhund nahmen. Aber das waren wirklich nur sehr wenige. Boxer hatten wir in unserem Kommissariatsbereich nicht. Airedale-Terrier gab es zu früheren Zeiten beim ZKom Lübeck-Süd, 1960er-Jahre.


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07.09.2018 18:47
#9
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Einer meiner Gakl-Kollegen hatte mal einen Dobermann als Schutzhund. War ein feines Tier. Trotzdem hat er den Hund nach kurzer Zeit wieder abgegeben. Diese Rasse ist nicht für längeren Einsatz im Winter geeignet. Spätestens nach einer Stunde Dienst hat er am ganzen Körper gezittert.
Ich persönlich hatte einen Deutschen Schäferhund und mein Kollege hat sich dann einen Rottweiler genommen. Der Rottweiler war wie ein Schraubstock am Beißarm. Hatte oft blaue Fläcke, trotz zusätzlicher Innenmanschette im Beißarm.

Lebenskunst ist - "Im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen"

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20.09.2021 19:29
#10
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Moin @krelle
hoffe es ist ok, das ich diesen Beitrag, bei dir einstellen werde.
Stephanie und der Polizeihund Hugo

Stephanie ist Polizistin am Frankfurter Flughafen. Ich habe sie und ihren Sprengstoff-Spürhund zur Arbeit begleitet, und ich durfte die beiden zu Hause besuchen.


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21.09.2021 19:07
#11
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Danke @Schlutup für den Beitrag.
Als ehemaliger Diensthundeführer und Hundefreund sehe ich solche Filme immer wieder gern. Da kommen alte Erinnerungen an meinen "Raif" zurück.

Lebenskunst ist - "Im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen"

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21.09.2021 19:41 (zuletzt bearbeitet: 21.09.2021 19:41)
#12
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Hallo,
ja, ein schöner Beitrag. Ich bin während meiner Ausbildung, 1972, auch mal einer Hundemeute gegenüber gestanden. Unserer Glück war, sie trugen Maulkorb.
Gruß Frank


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