ermordung werner schmidt

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13.08.2018 07:24
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#1
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meine oma hatte 3 kinder, werner, emmi und helga, ihr sohn werner wurde an der ddr-grenze ermordet, jedes jahr wurde am grab von onkel werner eine feierliche kranzniederlegung abgehalten, bürgermeister, bereitschaftspolizisten, presse etc. pp waren immer mit dabei und jedes jahr hat meine oma vor den grenzpolizisten eine rede gehalten und ein selbstgeschriebens gedicht vorgetragen, sie hat mich vorher immer gefragt, ob sie das gedicht so lassen kann...wir durften als kinder nie bei der kranzniederlegung zugegen sein, aber oma ging am nächsten tag mit uns zum friedhof und zeigte uns das blumenmeer an onkel werners grab, sie weinte dann immer und es tat mir sehr weh https://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das-DDR-Grenzregime/Todesfaelle-im-Grenzdien/Schmidt_Werner/index.html


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13.08.2018 07:49
#2
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Oh......sehr schlecht zu lesen. meinst Du, Du könntest die (mal erlernte?) Groß- Kleinschreibung anwenden? Auch die Formatierung macht es nicht gerade leichter.

Ne Vorstellung ist das ja nun auch nicht unbedingt.

Hmm, Uhrmacherin als Zivilangestellte bei den Pio´? Ungewöhnlicher Lebenslauf?

Ach so, Tach....

Berlin


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13.08.2018 08:40
#3
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Zitat von berlin3321 im Beitrag #2
Hmm, Uhrmacherin als Zivilangestellte bei den Pio´? Ungewöhnlicher Lebenslauf? Ach so, Tach....Berlin


Sie hat auch als Sekretärin gearbeitet. Guckst du hier: https://citaartberlin.beepworld.de/

Zivilangestellt bei der NVA könnte auch ein interessantes Thema hier werden. Ich persönlich weiß darüber so gut wie gar nichts, abgesehen von irgendwelchen Köchinnen oder so.

Na dann willkommen im Klub!


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13.08.2018 20:32
#4
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Willkommen hier im Forum Carmen.

Das ist wohl auch eine der Vorfälle, wo wir nie richtig erfahren werden, was tatsächlich passiert ist, denn, zumindest gehts mir so, man kann im nachhinein niemanden trauen, die Staatspropaganda schwebte über allem, und selbst heute, ist das nicht viel besser.
Selbst wenn Akten darüber vorhanden sind, Papier ist geduldig.
Dem Einzigen, dem ich hier traue, ist der Obduktionsbericht, worauf man sich dann einen Reim machen kann, was in etwa passiert sein könnte.

Uhrmacherin und Zivi? Ganz einfach.
In der DDR musste man, meiner Erinnerung nach, einen abgeschlossenen Beruf erlernt haben, bevor man als Zivilangestellte(r) unter Vertrag kam.


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13.08.2018 21:28
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#5
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Hallo Willkommen.

Also lese ich das jetzt Richtig? Du bist die Tochter von Emmi oder Helga und Dein Onkel war der ermordete Grenzpolizist Werner Schmidt ?

Gruß Rothaut


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13.08.2018 22:31
avatar  mibau83
#6
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ein willkommen hier im forum, aus der höchstgelegenen ortschaft des ehemaligen herzogtums sachsen-meiningen.
liegt in mitteldeutschland, wenn auch schon zur metropolenregion nürnberg zugehörig.

bin gespannt auf weitere beiträge von dir.
war grenzer auf der meiningen am nähsten gelegenen grenzkompanie.


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13.08.2018 22:47
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#7
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Wenn ich den Link in # 1 folge, sagt es mir, dieser Fall wurde hier im Forum schon vor einiger Zeit diskutiert. Ich glaube, ich täusche mich nicht.

Cambrino

Hinweis: Thema "GR1 Mülhausen.10.(8.) GK Untersuhl.


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14.08.2018 11:24
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#8
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werner schmidt ist der sohn meiner oma und somit mein onkel


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14.08.2018 11:30
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#9
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stimmt, ich habe 5 jahre als zivilbeschäftigte sekretärin bei den baupionieren gearbeitet


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14.08.2018 13:08
#10
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Gerade ´ne PN bekommen. Selten so´n Stuß gelesen. Oder selten so gelacht.

Berlin


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14.08.2018 13:39
avatar  94
#11
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94

Zitat von LO-Wahnsinn
Selbst wenn Akten darüber vorhanden sind, Papier ist geduldig.

Meinste etwa die hier ...
Ein Kampf auf DDR-Gebiet mit anschließender Entführung hat mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht statt gefunden. Beide Polizisten sind entsprechend der Spurenlage freiwillig nach Obersuhl gegangen. Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Eine feste Verabredung durch die Polizisten für diesen Tag und diese Zeit kann ausgeschlossen werden, da beide kurzfristig für diese Streife eingeteilt wurden. Wahrscheinlich wurden sie durch eine ihnen bekannte Person über die DL in einen mit den Amerikanern geplanten “Hinterhalt” im Haus Auenweg Nr.43*) gelockt. Diese Vermutung wird auch nach Auswertung der Aussagen Obersuhler Bürger im Schlussbericht der Kriminalpolizei vom 12.3.51 genannt. Die brutale Tötung des Wmstr. Schmidt erfolgte vor diesem Haus.
[...]
Im Ermittlungsbericht der Abteilung K vom 8.3.1951 sind keine Spuren erwähnt, die auf eine gewaltsame Überwältigung der beiden Grenzpolizisten hindeuten. Der Kdtr.-Leiter sagte lt. diesem Bericht am 5.3.51 aus, dass er bei seiner Kontrolle an der DL “zwei frische Spuren ohne Unterbrechung von der Strasse Berka bis zu durch den Feldweg “Am Sand” über den Schlagbaum Obersuhl hinaus in den Ort hinein führten” feststellte. Weiterhin gab er an, “dass am fraglichen Wegrand eine dritte Spur ca. 8 Meter der D.-Linie entfernt und an dieser ca.120 Meter entlang führte. Diese Spur wurde von einer Person verursacht, die einen Hund bei sich führte.”

Quelle: BA MA DVH 27/128916 (gefunden bei dietrommlerarchiv.wordpress.com/2015/12/03)

Und achso, auch Tachsag

P.S. *) der korrekte Straßenname lautet Auweg


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14.08.2018 14:14
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#12
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14.08.2018 21:17
#13
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Ich kenne keine Akten dazu @94, ich sprach nur davon, dass ich keiner Seite wirklich traue, denn die haben, jeder für sich, gelogen was das Zeug hält, um ihre Doktrin aufrecht zu erhalten, gerade in der Zeit kurz nach dem Krieg.
Deswegen geniesse ich sowas alles mit Vorsicht., denn letztlich wissen nur Opfer und Täter was wirklich war, denn es gab auch Fälle, wo dann alles ganz anders war.

Dem von Dir genannten Zeugenbericht, vergleicht man den mit dem Befund der Obduktion, dann wird sich "die Hinrichtung" wohl so zugetragen haben, denn er wurde offenbar entweder vorm Schuss erschlagen, oder nach dem Schuss.
Dabei müssen keine politischen Hintergründe im Spiel gewesen sein, im Leben von Männern, geht oft auch um Frauen.
Deswegen meine ich, wir werden es nie erfahren, denn die Opfer können nicht mehr reden und selbst wenn sie es könnten, ob sie es würden, und die Täter werden sowieso Legenden stricken.


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15.08.2018 01:51
avatar  Kalubke
#14
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Ich habe irgendwo die Version gehört, dass sich die involvierten GI's der US-Constabulary unmittelbar nach ihrer Ausbildung ziemlich frisch im Dienst befanden und dadurch mit den damaligen Verhältnissen an der deutsch/deutschen Grenze noch nicht vertraut waren: Anscheinend hatte sie die konkreten Situation (zwei Ost-Grenzer im ersten Obersuhler Haus anzutreffen) überfordert waren und sie haben völlig überreagiert, als die DGP-Grenzer versucht haben, schleunigst wieder über die Grenze auf ihre Seite zu kommen, sicher um sich Stress von ihren eigenen Vorgesetzten zu ersparen, wenn sie drüben festgenommen worden wären. Ob da was dran ist... keine Ahnung.

Gruß Kalubke


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15.08.2018 16:51
avatar  Mike59
#15
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Zitat von Kalubke im Beitrag #14
Ich habe irgendwo die Version gehört, dass sich die involvierten GI's der US-Constabulary unmittelbar nach ihrer Ausbildung ziemlich frisch im Dienst befanden und dadurch mit den damaligen Verhältnissen an der deutsch/deutschen Grenze noch nicht vertraut waren: Anscheinend hatte sie die konkreten Situation (zwei Ost-Grenzer im ersten Obersuhler Haus anzutreffen) überfordert waren und sie haben völlig überreagiert, als die DGP-Grenzer versucht haben, schleunigst wieder über die Grenze auf ihre Seite zu kommen, sicher um sich Stress von ihren eigenen Vorgesetzten zu ersparen, wenn sie drüben festgenommen worden wären. Ob da was dran ist... keine Ahnung.

Gruß Kalubke


22.02.51 Wachtmeister Liebs / Pferdsdorf/W./ getötet durch Angeh. der 14. CAV (Constabulary?) Angeblich gerade aus Korea vom Kriegseinsatz zurück
02.03.51 die Wachtmeister Schmidt u. Janello / durch Angeh. der gleichen Truppe getötet. Da zumindest Schmidt mit einem Kolbenhieb der Schädel zertrümmert wurde, befand er sich eher nicht "schleunigst" auf dem Weg zurück.


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