Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

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02.10.2009 13:50von Angelo
Frage
Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

Das wir unseren Leitlinien im Forum DDR Grenze mal wieder etwas näher kommen,habe ich hier noch ein Foto aus dem Grenzabschnitt Herrnburg/Schlutrup. Hier stehen sie wie so oft BGS und Grenzaufklärer gegenüber.Das erste was ich dachte als ich das Foto gesehen habe,warum ist der Grenzaufklärer alleine! Das durfte doch gar nicht sein. Aber sein Kollege steht ja etwas versteckt in den Bäumen um den Kameras der BGS aus dem Weg zu gehen. Wer hat da denn nun wen beobachtet und warum? Für mich sieht das eher wie ein Sebelrasseln aus. Der GaKl Fotografiert die BGS Beamten und der BGS Beamte schaut mit seinem Fernglas zum BT Wachturm. Weitere Fragen sind: Was für eine Tasche hat der GaKl denn da um? Was war da drin? Und warum hält sich der andere Grenzaufklärer so im Hintergrund? Wirklich um der Kamera auszuweichen oder hatte das doch andere Gründe? Waren in dem BT Wachturm noch andere Soldaten oder gehörten diese 2 Kollegen in den Turm? Warum trugen die BGS Beamten so eine Schwere Befafnung ? War das wirklich nötig ? Ich kann mich an keinen Fall erinnern wo es nötig war das ein BGS Beamter seine Waffe einsetzten mußte, oder liege ich da falsch? Was hätte der BGS mit der Maschinen-Pistole verhindern können? So ich freue mich auf viele Antworten rund um das Bild


02.10.2009 13:57von ( gelöscht )
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Angelo, ich kann nur für den BGS antworten. Was du da für Beamte siehst, ist ein Teil einer ganz normalen Streife. Bewaffnung Pistole (man kann nicht erkennen, um welche es sich hier handelt) und die MP5 von Heckler&Koch. Das ist keine schwere Bewaffnung. Heutige Polizeistreifen führen auch teilweise die MP5 noch im Kfz mit, die befindet sich nur in einem verschlossenen Fach (in NI jedenfalls). Die Aufgabe war es, Grenzzwischenfälle zu verhindern. Wie sollten sie es im Bedarfsfalle machen, mit der Anhaltekelle? Die MP5 ist zwar eine sehr präzise Schußwaffe, auf größere Entfernung aber auch nicht mehr zu gebrauchen. Und zu deiner Vermutung. Die beiden GAK vorne, sind garantiert nicht mit der Turmbesatzung identisch.

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02.10.2009 14:04von Angelo
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Aber es kam ja nie zu Grenzzwischenfällen wo der BGS Beamte seine Waffe wirklich hätte einsetzen müßen und wie wir ja schon mal besprochen haben wurden Bundesbürger vom BGS auch nicht am Grenzübertritt gehindert oder?

02.10.2009 14:09von S51
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Das Bild ist zu klein.
Die Tasche kann eine Fototasche sein, die man einfach in schwarzem Kunstleder auch im Handel bekam. Darin waren ein oder zwei Fotoapparate Practika MTL und Wechselobjektive. Es kann sich aber auch, schon moderner, um die Bereitschaftstasche für die Videokamera handeln. Jedenfalls höchst gefährlich.
Der zweite Posten verhält sich gar nicht üblich, nämlich genau nach Vorschrift. Er sichert den Dokumentierer vorn ab um rechtswidrige Angriffe des bösen kapitalistischen Agressors BGS (habe ich irgend ein Klischee vergessen? Dann bitte ergänzen) rechtzeitig abwehren zu können. Die feindlichen Absichten des BGS sind eindeutig an der schweren Bewaffnung mit Pistole und MPi bzw. Sturmgewehr zu erkennen wogegen wir uns mit unserer leichten Bewaffnung mit Pistole und MPi schützen mussten. Oder umgekehrt - je nach Perspektive.
Dieses Bild eignet sich prima für beide Seiten. Unterschwellig wirkten diese Klisches natürlich bei uns genauso wie auf westlicher Seite. Das war gewollt denn grinsende GAK hätten genauso wenig zur Örtlichkeit gepasst wie sich amüsierende BGS-ler.

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S51
02.10.2009 14:16von Angelo
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Zitat von S51
Das Bild ist zu klein.
Die Tasche kann eine Fototasche sein, die man einfach in schwarzem Kunstleder auch im Handel bekam. Darin waren ein oder zwei Fotoapparate Practika MTL und Wechselobjektive. Es kann sich aber auch, schon moderner, um die Bereitschaftstasche für die Videokamera handeln. Jedenfalls höchst gefährlich.
Der zweite Posten verhält sich gar nicht üblich, nämlich genau nach Vorschrift. Er sichert den Dokumentierer vorn ab um rechtswidrige Angriffe des bösen kapitalistischen Agressors BGS (habe ich irgend ein Klischee vergessen? Dann bitte ergänzen) rechtzeitig abwehren zu können. Die feindlichen Absichten des BGS sind eindeutig an der schweren Bewaffnung mit Pistole und MPi bzw. Sturmgewehr zu erkennen wogegen wir uns mit unserer leichten Bewaffnung mit Pistole und MPi schützen mussten. Oder umgekehrt - je nach Perspektive.
Dieses Bild eignet sich prima für beide Seiten. Unterschwellig wirkten diese Klisches natürlich bei uns genauso wie auf westlicher Seite. Das war gewollt denn grinsende GAK hätten genauso wenig zur Örtlichkeit gepasst wie sich amüsierende BGS-ler.



Es gab Videokameras bei den Grenzaufklärern ? Solche wie wir auch im Westen hatten?

02.10.2009 14:20von S51
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Die Tasche hatten wir ab etwa 1984, sie ersetzte teilweise die viel stabilere Marschgepäcktasche mit Schaumstoffeinlage und hielt meist nicht allzu lange. Die Bewaffnung bei uns bestand aus MPi Kalaschnikow KMS mit zwei Magazinen a´30 Schuß und der Pistole Makarow mit zwei Magazinen a´6 Schuß. Die meisten führten für den sehr wahrscheinlichen Nahkampf auch noch ein Messer (ich auch, habe unzählige Wurstbüchsen damit erlegt). Von der Zeit her dürften die Kollegen vom BGS die MPi HK5 mit 20 Schuss pro Magazin und bereits die Pistole P 6 von Sig-Sauer mit zwei Magazinen a´8 Schuß (also hier eindeutig überlegen!!!!) dabei gehabt haben. Es kann aber auch noch die geringfügig ältere P1 (a la P38 aus dem WK II) gewesen sein.

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S51
02.10.2009 14:23von Rostocker
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Ich möchte mal sagen,so wie es auf den Bild ausschaut,nehmen sich beide Seiten in der Bewaffnung nicht viel.Und zu den beiden GAK möchte ich sagen,zu den B-Turm gehören sie nicht.Die GAK,die Feindwärts der Sperranlagen gingen.Hatten meistens ihre eigenen Dienszeiten,soweit mir noch in Erinnerung ist und das ist fast 35 jahre her.Habe ich in meiner Dienstzeit nie erlebt,das ein GAK mit den einzelnen Zügen in die Grenzsicherung gefahren ist,höchstens das sie mal mit den KC auf Kontrollstreife für einige Stunden waren.Ansonsten hatten die GAK ihr eigenes Aufgabengebiet.

02.10.2009 14:24von S51
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Zitat von Angelo
[quote="S51"]Das Bild ist zu klein.


Es gab Videokameras bei den Grenzaufklärern ? Solche wie wir auch im Westen hatten?



Das waren nicht nur Videokameras wie im Westen sondern welche aus dem Westen.
Panasonic, glaube ich. Aber sie waren sehr selten.
Es gab im Bataillion, glaube ich, nur eine und die kriegten wir nur für ganz besondere Sachen
(Einweisungen von Politikern, der britischen Aufklärer und ähnlich potentiell kriegsentscheidende Dinge).

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S51
02.10.2009 14:28von sentry
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Könnte das an dem GAKL nicht einfach nur ein Magazintasche sein?
Waren GAKLs nicht sehr wohl gelegentlich auch alleine im Vorgelagerten

In Antwort auf:
Was hätte der BGS mit der Maschinen-Pistole verhindern können?


Einfach alles, was ein einzelner Polizist mit einer MP5 verhindern kann.
Er hätte den GAKL daran hindern können, eine Flucht zu verhindern, er hätte den ersten Bolschewiken umnieten können, der auf dem Weg zum Atlantik den 3. WK einleiten will, er hätte einfach nur Präsenz zeigen können (so wie der GAKL auch).
Mir würde bstimmt noch mehr einfallen, aber ich lass' die anderen auch mal.
'ne besondere Bewaffnung für den BGS an der Grenze war das jedenfalls nicht. FN-, G1- und G3-Gewehr wurden auch regelmäßig gesehen.
Irgendwie war es ja doch der Eiserne Vorgang, der da regelmäßig auf beiden Seiten abgeschritten wurde, auch wenn's auf dem Bild mehr wie im Auenland aussieht.

02.10.2009 14:36von ( gelöscht )
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@Karl143
Moin Karl, habe eine Frage an Dich und möchte sie in der Schilderung einer Begebenheit auf der heutigen B 4 nördlich von Hohegeiß im Sommer 1979 stellen: Meine Frau und ich wir waren mit unserem Wagen Richtung Hohegeiß auf der heutigen L 602 unterwegs. Durch Hohengeiß fuhren wir weiter auf der Kircher Straße ortsauswärts Richtung Norden die heutige B 4 entlang, die dort vielleicht hundert Meter - oder waren es mehr - direkt am DDR-Grenzzaun entlang führte. Dort hielten am Straßengraben rechter Hand zur DDR-Seite hin schon mehrere Fahrzeuge vor uns. Der Grund: drei bewaffnete DDR-Grenzoffiziere, die dort im wahrsten Sinne des Wortes vor dem Grenzzaun vielleicht zehn oder 15 Meter von der Straße weg im Gras lagen und in die Sonne blinzelten. Einer rauchte. Es kam zu Zurufen anhaltender Leute auf der Westseite, dass Waldbrandgefahr bestünde - eine riefen unter dem Lachen der Zuschauer sogar "Die brennen doch ihre eigene Grenze noch ab, ob die so schnell vor den Flammen wegrennen können, wenn ihnen der Arsch zu heiß wird und ihnen darunter die Minen krepieren?"... Plötzlich stand ein Ltn., der Raucher, auf, rückte seine Mpi vor und es schien, als wollte er etwas sagen, ein Hptm. im Gras neben ihm zog ihn wieder herunter und redete im leise etwas zu. Darauf machte der Qualm-Ltn. seine Lunte aus. Danach richteten sich die Offze auf, gingen weiter nach Norden den Grenzzaun entlang. Hinter einem kleinen mannshalbhohen Hügel verschwanden sie wie in einer stufenartigen Versenkung im Erdreich - sicher ein Bunker, durch den sie unter dem Zaun hindurch in den Osten zurückkonnten. Aus heutiger Sicht und der Diskussion im Forum gehe ich davon aus, dass es Grenzaufklärer des MfS waren - nur eben in Grenzeruniform. Ist es schon einmal vorgekommen, dass diese Leute, wenn sie so dicht wie damals an der B 4 vor westdeutschem Publikum auftauchten, auch bissig und agressiv wurden? Oder erinnerst Du dich aus Deiner Zeit sogar auf Übergriffe dieser Aufklärer auf westdeutsche Bürger, vieleicht zu Abends- oder Morgenszeit, wenn Menschen aus dem Westen allein in solchen Situationen unterwegs waren und mit dem Auto dort hielten? Übrigens BGS war an jenem Nachmittag weit und breit nicht zu sehen... Gruß Peter

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02.10.2009 14:46von S51
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Zitat von sentry
Könnte das an dem GAKL nicht einfach nur ein Magazintasche sein?
Waren GAKLs nicht sehr wohl gelegentlich auch alleine im Vorgelagerten




Ja das kann auch eine Magazintasche sein. Der GAK trägt seine Pistole anscheinend vorschriftsmäßig rechts hinter der Magazintasche. Da war sie einem aber ständig im Wege und zog den ganzen Krempel beim hinterklemmen der MPi nach vorne.
Deshalb haben wir die Pistole öfter mal ein bischen vorschriftswidrig links mit dem Griff nach vorne getragen oder in der Brusttasche vorne. In dieser letzteren Variante plumpste sie einem aber zu gerne mal raus oder störte beim Tragen des Fernglases.
Allein waren wir eher nicht. Nachts manchmal bei besonderen Einsätzen aber in der Regel bis zum Frühjahr 1985 zu dritt (Postenführer/GAK oder Offizier, Dokumentierer/GAK und Posten/GAK oder Soldat im GWD) und ab dann zu zweit (Postenführer und Dokumentierer oder Dokumentierer und Posten).

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S51
02.10.2009 15:10von ( gelöscht )
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Als GAKL wäre ich in der Situation überfordert gewesen...Den ich hätte vor lauter grinsen kein vernünftiges Bild schießen können!
Drewitz

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02.10.2009 15:24von ( gelöscht )
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Zitat von Der Feldstecher
@Karl143
Moin Karl, habe eine Frage an Dich und möchte sie in der Schilderung einer Begebenheit auf der heutigen B 4 nördlich von Hohegeiß im Sommer 1979 stellen: Meine Frau und ich wir waren mit unserem Wagen Richtung Hohegeiß auf der heutigen L 602 unterwegs. Durch Hohengeiß fuhren wir weiter auf der Kircher Straße ortsauswärts Richtung Norden die heutige B 4 entlang, die dort vielleicht hundert Meter - oder waren es mehr - direkt am DDR-Grenzzaun entlang führte. Dort hielten am Straßengraben rechter Hand zur DDR-Seite hin schon mehrere Fahrzeuge vor uns. Der Grund: drei bewaffnete DDR-Grenzoffiziere, die dort im wahrsten Sinne des Wortes vor dem Grenzzaun vielleicht zehn oder 15 Meter von der Straße weg im Gras lagen und in die Sonne blinzelten. Einer rauchte. Es kam zu Zurufen anhaltender Leute auf der Westseite, dass Waldbrandgefahr bestünde - eine riefen unter dem Lachen der Zuschauer sogar "Die brennen doch ihre eigene Grenze noch ab, ob die so schnell vor den Flammen wegrennen können, wenn ihnen der Arsch zu heiß wird und ihnen darunter die Minen krepieren?"... Plötzlich stand ein Ltn., der Raucher, auf, rückte seine Mpi vor und es schien, als wollte er etwas sagen, ein Hptm. im Gras neben ihm zog ihn wieder herunter und redete im leise etwas zu. Darauf machte der Qualm-Ltn. seine Lunte aus. Danach richteten sich die Offze auf, gingen weiter nach Norden den Grenzzaun entlang. Hinter einem kleinen mannshalbhohen Hügel verschwanden sie wie in einer stufenartigen Versenkung im Erdreich - sicher ein Bunker, durch den sie unter dem Zaun hindurch in den Osten zurückkonnten. Aus heutiger Sicht und der Diskussion im Forum gehe ich davon aus, dass es Grenzaufklärer des MfS waren - nur eben in Grenzeruniform. Ist es schon einmal vorgekommen, dass diese Leute, wenn sie so dicht wie damals an der B 4 vor westdeutschem Publikum auftauchten, auch bissig und agressiv wurden? Oder erinnerst Du dich aus Deiner Zeit sogar auf Übergriffe dieser Aufklärer auf westdeutsche Bürger, vieleicht zu Abends- oder Morgenszeit, wenn Menschen aus dem Westen allein in solchen Situationen unterwegs waren und mit dem Auto dort hielten? Übrigens BGS war an jenem Nachmittag weit und breit nicht zu sehen... Gruß Peter



auch an alle anderen, die helfen und antworten können. Deshalb Zitat-Wiederholung in eigener Sache. Gruß Peter

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02.10.2009 15:43von S51
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Zitat von Der Feldstecher
@Karl143
Moin Karl, habe eine Frage an Dich und möchte sie in der Schilderung einer Begebenheit auf der heutigen B 4 nördlich von Hohegeiß im Sommer 1979 stellen: Meine Frau und ich wir waren mit unserem Wagen Richtung Hohegeiß auf der heutigen L 602 unterwegs. Durch Hohengeiß fuhren wir weiter auf der Kircher Straße ortsauswärts Richtung Norden die heutige B 4 entlang, die dort vielleicht hundert Meter - oder waren es mehr - direkt am DDR-Grenzzaun entlang führte. Dort hielten am Straßengraben rechter Hand zur DDR-Seite hin schon mehrere Fahrzeuge vor uns. Der Grund: drei bewaffnete DDR-Grenzoffiziere, die dort im wahrsten Sinne des Wortes vor dem Grenzzaun vielleicht zehn oder 15 Meter von der Straße weg im Gras lagen und in die Sonne blinzelten. Einer rauchte. Es kam zu Zurufen anhaltender Leute auf der Westseite, dass Waldbrandgefahr bestünde - eine riefen unter dem Lachen der Zuschauer sogar "Die brennen doch ihre eigene Grenze noch ab, ob die so schnell vor den Flammen wegrennen können, wenn ihnen der Arsch zu heiß wird und ihnen darunter die Minen krepieren?"... Plötzlich stand ein Ltn., der Raucher, auf, rückte seine Mpi vor und es schien, als wollte er etwas sagen, ein Hptm. im Gras neben ihm zog ihn wieder herunter und redete im leise etwas zu. Darauf machte der Qualm-Ltn. seine Lunte aus. Danach richteten sich die Offze auf, gingen weiter nach Norden den Grenzzaun entlang. Hinter einem kleinen mannshalbhohen Hügel verschwanden sie wie in einer stufenartigen Versenkung im Erdreich - sicher ein Bunker, durch den sie unter dem Zaun hindurch in den Osten zurückkonnten. Aus heutiger Sicht und der Diskussion im Forum gehe ich davon aus, dass es Grenzaufklärer des MfS waren - nur eben in Grenzeruniform. Ist es schon einmal vorgekommen, dass diese Leute, wenn sie so dicht wie damals an der B 4 vor westdeutschem Publikum auftauchten, auch bissig und agressiv wurden? Oder erinnerst Du dich aus Deiner Zeit sogar auf Übergriffe dieser Aufklärer auf westdeutsche Bürger, vieleicht zu Abends- oder Morgenszeit, wenn Menschen aus dem Westen allein in solchen Situationen unterwegs waren und mit dem Auto dort hielten? Übrigens BGS war an jenem Nachmittag weit und breit nicht zu sehen... Gruß Peter



Bist du sicher mit den Offiziersdienstgraden? Etwa einmal im Monat hat die Kompanieführung bzw. zu Zeiten der Bataillionssicherung die Aufklärung des Bataillions mit der Kompanieführung den Abschnitt überprüft. Dann konnten tatsächlich Offiziere vorne unterwegs sein. Davon war dann immer nur einer wirklich ein Aufklärer die Anderen der KC, Polit und manchmal auch ein Soldat. Theorethisch gind es darum, ob alle Grenzsteine noch an ihrem Platz waren, die Grenzsäulen in Ordnung waren und der Zaun 1 feindwärts noch sicher war. Aber wenn der Chef unterwegs ist, wer will dem Chef Vorschriften machen? Ergo hat bestimmt mancher auch mal alle fünfe gerade sein lassen.
Durch den Zaun ist man meist per Luke gegangen. "Bunker", oder besser getarnte Beobachtungsstellen hat es extra gegeben. Die hatten mit Zaundurchgängen aber jedenfalls bei uns nichts zu tun... Diese B-Stellen zu enttarnen in dem sich vor lästernden Passanten darin verkrümelt, ist freilich auch nicht so toll.
Aufklärer vom MfS habe ich am Tage vorne nie gesehen. Die gab es doch offiziell gar nicht.

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S51
03.10.2009 00:50von ( gelöscht )
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Zitat von S51
Von der Zeit her dürften die Kollegen vom BGS die MPi HK5 mit 20 Schuss pro Magazin und bereits die Pistole P 6 von Sig-Sauer mit zwei Magazinen a´8 Schuß (also hier eindeutig überlegen!!!!) dabei gehabt haben. Es kann aber auch noch die geringfügig ältere P1 (a la P38 aus dem WK II) gewesen sein.



Warum schreibst du ...mit 20 Schuß pro Magazin..... Es wurde auch nur ein Magazin mitgeführt. Und die Bezeichnung beim BGS war MP5 und nicht MPi HK5 - wobei die Kennung HK für Heckler&Koch steht, wie bereits geschrieben.

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( gelöscht )
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