Grenzlinie

04.08.2018 19:55 (zuletzt bearbeitet: 05.08.2018 18:30)
avatar  krelle
#1
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„Grenzlinie“, steht auf jenem Schild geschrieben, das sich genau an der ehemaligen innerdeutschen Grenze am „Mechower Grenzgraben“ unweit dem mecklenburgischen Schlagsdorf befindet.
Anlässlich eines Tags „der offenen Tür“ im Grenzhus Schlagsdorf machten auch meine Frau Anja und ich „Gebrauch“ vom Angebot des dortigen Grenzmuseums, das Haus / die Ausstellung in Augenschein zu nehmen und "geführt" an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze entlang zu wandern (herzlichen DANK dafür).
Genau diesen Weg habe ich / haben Anja und ich noch nie zuvor beschritten. Und obwohl längst nichts mehr zu sehen ist von den damaligen Grenzsperranlagen der DDR und Vieles nur noch „bei gutem Willen“ zu erahnen ist, so war dieser „Spaziergang“ doch etwas Besonderes.
Als ich das im Erdreich eingegrabene Schild „Grenzlinie“ entdeckte, war ich spätestens jetzt wieder in einer „Welt“, welche längst aufgehört hat zu existieren.
Und ich sah mich an der Trennlinie zwischen WARSCHAUER PAKT und NATO, zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland. „Genau hier“ verlief in diesem Grenzraum also jene „Linie“, an der nach meinem Empfinden zwei Galaxien in der unendlichen Weite des Universums aufeinander trafen.


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04.08.2018 23:02 (zuletzt bearbeitet: 04.08.2018 23:29)
avatar  harbec
#2
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... das mit der Grenzlinie als Metallschild auf der Straße nach Bäk haben die Verantwortlichen für die Umgestaltung des Grenzhus
Schlagsdorf wirklich gut hinbekommen.

Mir war deutlich erinnerlich die DDR-Grenzlinie auf der Straße bei Wietingsbek, weil ich dort ein Erlebnis hatte

Für mich war die ganze Ecke HOHELEUCHTE-BÄK (mit Mechower Holz)-NEUHOF-WIETINGSBEK jedes Jahr für eine Woche lang
mein Einsatzraum und diese Erinnerungen wurden heute bei unserer Fahrradfahrt in mir wieder richtig wach.
Es wurde 1 Woche im Mechower Holz kampiert und der Grenzstreifendienst im Grenzabschnitt der Grenzschutzabteilung I/7 mit den
Auszubildenden durchgeführt. So richtig mit Streifenberichten für den I/S von Ratzeburg. Weiterhin bekam ich für meine Gruppe
ein extra starkes Marinefernglas, weil gegenüber dem Mechower Holz ein Radarstellung lag. Auch waren an diesem Objekt
ab und an Hubschrauber zu beobachten. Ich hatte mit festen Postierungen und Ablösungen vor Ort Sorge zu tragen, dass
von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang eine lückenlose Überwachung gegeben war. Ich hatte keinen stellv. Gr.-Fhr und wir waren
7 oder 8 Hansels. Unser einziges Fortbewegungsmittel in dem Raum war mein Dienstfahrrad. Von Funk und Handy wollen wir gar nicht
reden. Das Ganze habe ich 3x mitgemacht, 1977-1979.
Na ja, es war einmal!

Gruß Hartmut


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