Migration nach Europa...

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24.10.2021 07:25
avatar  Fall 80
#2191
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Zitat von berndk5 im Beitrag #2185
Sind wir jetzt noch beim Thema "Migration nach Europa" oder von D-Ost nach D-West ?

Hab da mal was Anderes, passt vielleicht?


@berndk5 Für den Migranten welcher hier Fuß fassen kann und für einen nach Arbeitskräften suchenden Dienstleister kann das eine gute Lösung sein.

Andererseits ist es beschämend wenn fast alle Parteien auf die Migration setzen, damit wir unseren Standard halten können. Der Anteil der Deutschen, welche durch Bildungsmangel und Faulheit sich nicht in das Berufsleben integrieren wird derweil immer höher.

Mit solchen Aktionen werden den Ländern junge motivierte Leute abgeworben, welche auch in ihrer Heimat dringend gebraucht würden. Die Situation in deren Heimatländern wird dadurch nicht besser. Maximal die Familie profitiert vom Geldtransfer in die alte Heimat. Das weckt dann aber auch den Drang immer weiterer Leute den Weg ins Schlaraffenland zu suchen. Leider bekommen es diese Staaten wegen der Korruption nicht gebacken ihre Probleme selber zu lösen.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.

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24.10.2021 09:59 (zuletzt bearbeitet: 24.10.2021 10:06)
avatar  berndk5
#2192
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Na ja ganz so , wie im Beitrag #2191 von @Fall 80 ist es ja in meinen Arbeitsbereichen nicht.
So habe ich in Diedorf bereits 2 junge männliche Azubis aus Somalia im letzten Ausbildungshalbjahr, die kurz vor den Abschlußprüfungen als Pflegefachkräfte stehen. Abgeschlossen haben die gleiche Ausbildung in diesem Sommer bereits 1 (jetzige) Fachkraft aus Portugal und eine weitere weibliche Fachkraft aus dem Kosovo.
Am letzten Dienstag kam eine weibliche Azubine aus Vietnam, welche vorgestern, am Freitag ihre Schulaufnahme mit Ausbildungsbeginn zur Pflegefachkraft hatte. Der mitreisende männliche Azubi hängt (aus privaten Gründen) noch in Erfurt fest und wird (mit meiner Zustimmung erst am Mittwoch der kommenden Woche in Diedorf eintreffen.
Zwei weitere Hilfskräfte aus Indien sind vor 2 Wochen in Hüpstedt eingetroffen (dort wo @✝thomas 48 gelebt hatte) und sind bereits jetzt dort voll in das Team der Mitarbeitenden aufgenommen worden. Anders als in Diedorf brauchte ich mich da nicht um Wohnraum kümmern, meine Leute dort haben denen selbst eine vernünftige, möblierte Wohnung besorgt, die bereits genutzt werden durfte, obwohl der Mietvertrag erst ab 01.11.21 beginnt.
Hier, in der ländlichen Region ist das Gemeinschaftsgefühl aus meiner Sicht etwas stärker ausgeprägt- das Miteinander, eine gemeinsame und sehr schwere Aufgabe lösen zu wollen, zum Einen. Zum Anderen der spürbare Wille der internationalen Kräfte, sich hier ein neues Leben aufzubauen und bei einer eventuellen Rückwanderung in die alte Heimat, "Deutsche Pflegestandards" mitzunehmen.
Fortsetzung:
Es geht natürlich auch anders.
So habe ich auch bereits 2 männliche, Ausgebildete Pflegefachkräfte unmittelbar nach Zeugniserhalt verloren, weil der erreichte Status in Deutschland (Aufenthaltsstatus und Facharbeiterstatus) für beide im Raum München "viel bessere Bedingungen" versprochen hatte.
Da kann man nix machen, das ist eben so.
Bei der in meinem "Erst-Text" genannten Inderin haben wir natürlich auch die Situation, dass der Partner ein CNC-Spezialist ist, und in unserer Nachbarschaft in Diedorf ein Metallverarbeiter in unserem Unternehmernetzwerk händeringend nach CNC - Fachkräften sucht. warten wir das Ergebnis der Deutschprüfung des Herren ab, dann sehen wir weiter.


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24.10.2021 10:16 (zuletzt bearbeitet: 24.10.2021 10:16)
avatar  berndk5
#2193
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Ich gebe natürlich dem Uli uneingeschränkt Recht- es sollte nur allen anderen Lesern klar sein, dass es keine statische Beurteilungsgröße gibt und jeder Einzelfall unterschiedlich ist oder sein kann. Ebenso heißt es nicht, wenn der heutige Zustand gut ist, dass das morgen auch noch so sein muss.
Dinge können sich ändern, manchmal reicht es schon aus, wenn man sie aus dem Blickwinkel geraten lässt, damit sie ein Eigenleben entwickeln.
Das ist genauso wie in allen anderen Lebensbereichen auch.man lebt und arbeitet immer nur für den Augenblick. Selbstverständlich mit Zielsetzung ZUKUNFT, aber Garantien gibt es nicht.


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24.10.2021 10:41
avatar  RalphT
#2194
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Ja @berndk5 ,
bei uns arbeiten auch ein paar Leute aus Vietnam. Sind zwar nur ein paar wenige im Center, aber das was ich dort sehe und höre kann ich auch bestätigen. Diese Leute machen ihr Ding. Die sind, warum auch immer, von zu Hause weg und wollen hier arbeiten. Jeder Blinder sieht sofort, dass die wollen. Die lernen die Sprache und man sieht sie täglich in den Läden stehen.

Anders sind die Arbeitskollegen aus Nordafrika und Afghanistan, usw. Da ist die Freude nicht so groß.

Ich möchte mal wissen, wieviele % von den Zugereisten hier wirklich einer längerfristigen Tätigteit nachgehen. Eine Zahl wird man wohl nie herausbekommen. Ja, mir ist natürlich auch bekannt, dass manche Zugereiste wirklich arbeiten wollen, aber nicht dürfen. Und dann muss man auch wieder differenzieren, zwischen den Leuten, die nur 4 Jahre eine Schule von innen gesehen haben und die mehr auf dem Kasten haben. Heute braucht eine Firma keinen Hoffeger mehr. Das war mal vor 50 Jahren. Wir brauchen Fachkräfte.


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24.10.2021 10:41 (zuletzt bearbeitet: 24.10.2021 10:42)
#2195
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Natürlich darf man nicht alle Migranten über einen Kamm scheren
Ich arbeite ja in einer Schulbibliothek mit und habe einige Kinder, die 2015/16 kamen, begleitet. Da sind mir Kinder in Erinnerung die kein Wort Deutsch sprachen und die Sprache innerhalb eines Jahres perfekt gelernt haben und nun schon den gymnasialen Zweig besuchen.

Um diese Kinder ist mir nicht bange.
Schade, dass unsere Regierung nicht darauf geachtet hat und zu einem großen Teil junge Männer aufgenommen hat.

Von der neuen Koalition können wir da keinerlei Besserung erwarten, es wird eher wieder zu mehr Aufnahme von Migranten kommen


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24.10.2021 10:55
avatar  birx20
#2196
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#2192
Das sind sehr positive Beispiele für eine geordnete Migration und Integration, die bei zunehmenden Fachkräftemangel vor allem im Gesundheits- und Pflegebereich sowie im Handwerk und in der Industrie gebraucht werden.
In den vorgenannten Bereichen werden in Deutschland mittelfristig mehr als 1 Million Fachkräfte fehlen, wenn die geburtenstarken Jahrgänge der 60iger Jahre in Rente gehen.
Es ist eine sehr schwierige Aufgabe Menschen mit in grossen Teilen geringstem Bildungsniveau sprachlich sowie fachlich auszubilden, damit sie in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden können.
Ein weiteres Problem ist auch der Überschuss an jungen Männern bei der Zuwanderung, mit den damit verbundenen Problemen.
Ohne geordnete und wenn möglich qualifizierte Zuwanderung von Arbeitskräften wird aus demografischen Gründen Deutschland sein Wohlstandsniveau langfristig nicht halten können.


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24.10.2021 11:19
#2197
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Habeck will Geflüchtete aus Belarus in Europa verteilen
https://www.spiegel.de/politik/deutschla...a4-c9d9bf30e00e

Das wollte Frau Merkel 2015 auch. Sehr erfolgreich.

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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24.10.2021 11:22 (zuletzt bearbeitet: 24.10.2021 11:27)
#2198
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Im Grunde genommen ist eigentlich klar, wie gelungene Migration aussehen muss. Entweder müssen die Menschen die Qualifikation bereits haben oder in einem Alter sein, wo man sie noch problemlos Schulen kann.
Wenn aber Junge Männer , die so um die 18-20 Jahre sind und keinerlei Bezugspersonen haben aufgenommen werden, kann das eigentlich nur scheitern.

So wie sich die Lage in der EU entwickelt hat, haben eigentlich alle Flüchtlinge das Ziel Deutschland oder England zu erreichen.
Alle anderen Länder sind entweder unattraktiv oder nehmen keine Flüchtlinge mehr auf.


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24.10.2021 11:30 (zuletzt bearbeitet: 24.10.2021 11:45)
avatar  Fall 80
#2199
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Ja so scheint es zu sein, die Migrantenkinder welche im Grundschulalter hier ankommen schaffen es meist sehr schnell die Sprache zu erlernen und nach der Schule einen Beruf zu ergreifen. Die finden meist auch schnell Kontakt zu deutschen Kindern ihres Alters und auch zu deren Familien. Wenn da die Chemie stimmt lernen sie auch nach der Schule noch einiges fürs Leben.

Bei der Ü 20 Generation stimmt denn der Spruch: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr". Da kommt es sehr auf den Willen zur Integration an.

Ausnahmen bestätigen die Regel.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.

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24.10.2021 13:11
avatar  berndk5
#2200
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Ich möchte das Zitat aus #2199 von @Fall 80 hier mal in den Mittelpunkt rücken. Der Wille zur Intergration der Zuwanderer ist das Entscheidende (aus meiner Sicht),- werden diese Leute aber nur noch mit der staatlichen Fürsorge überhäuft, ich meine über das Maß der Hilfe zur Selbsthilfe hinaus, da werden sie ganz einfach verwöhnt und haben nur noch Interesse an der Nutznießermentalität. Bedürfnisse darüber hinaus werden dann meist nur noch über kriminelle Energie befriedigt.


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24.10.2021 13:30
#2201
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Zitat von Gert im Beitrag #2187
[quote].... Im Durchschnitt macht die Miete 25 - 30 % des Einkommens aus. So war es immer, habe ja auch mal Miete gezahlt Und in den neuen Provinzen ist es genauso. Was die Leute weniger an Rente oder Lohn haben, ist auch auf der Wohnungsseite entsprechend geringer als z.B. hier in meiner Stadt. ....]


Da bist du nicht ganz auf dem Laufenden Gert. Das mit den 25 - 30% mag vielleicht mal so gewesen sein als du Miete gezahlt hast, das ist aber sicher schon etliche Jahre her. So, wie es immer war, wie du so schön bemerkt hast, so ist es schon seit Jahren nicht mehr. Deine Kenntnisse über die "Neuen Provinzen" verblüffen mich immer wieder. Da kann ich, der ich mein ganzes Leben in eben jenen verbracht habe, doch noch eine ganze Menge lernen. Den Immobilienkonzernen ist es völlig egal, ob Löhne und Renten im Osten geringer sind, solange die Nachfrage da ist, und sie ist da, langen sie kräftig zu.


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24.10.2021 14:34 (zuletzt bearbeitet: 24.10.2021 14:38)
#2202
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Die Regierung von Belarus kann doch die Migranten nur in ihr Land locken, mit dem Versprechen sie über Polen nach Deutschland zu bringen.
Hätte man nicht die Garantie, dass man einmal über die Oder gekommen, hier de facto bleiben kann, würde das Spielchen von Lukaschenko nicht funktionieren.
Polen nimmt ja keine Flüchtlinge auf und diese stellen natürlich auch in Polen keinen Asylantrag.

Es bleibt nur zu hoffen, dass die anderen EU Länder einem Kanzler Scholz mehr Druck machen. Bei Merkel ist man ja da nicht durchgekommen, weil ihr Einfluß zu groß war.
Im Grunde müsste sich nämlich Deutschland solidarisch gegenüber der Mehrzahl der EU Länder verhalten, die keine Migreanten haben wollen.


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24.10.2021 16:58 (zuletzt bearbeitet: 24.10.2021 17:08)
avatar  Gert
#2203
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Zitat
Da bist du nicht ganz auf dem Laufenden Gert. Das mit den 25 - 30% mag vielleicht mal so gewesen sein als du Miete gezahlt hast, das ist aber sicher schon etliche Jahre her. So, wie es immer war, wie du so schön bemerkt hast, so ist es schon seit Jahren nicht mehr. Deine Kenntnisse über die "Neuen Provinzen" verblüffen mich immer wieder. Da kann ich, der ich mein ganzes Leben in eben jenen verbracht habe, doch noch eine ganze Menge lernen. Den Immobilienkonzernen ist es völlig egal, ob Löhne und Renten im Osten geringer sind, solange die Nachfrage da ist, und sie ist da, langen sie kräftig zu.



das mag ja in Sachsen so sein, in Thüringen wo ich enge verwandtschaftliche Kontakte habe, ist es ungefähr so wie von mir beschrieben. Wir wollen uns doch nicht über 2 % hoch oder runter streiten.
Hier mal paar Beispiele, @LO-Fahrer

Stil ist nicht das Ende des Besens.

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24.10.2021 17:14 (zuletzt bearbeitet: 24.10.2021 17:28)
avatar  RalphT
#2204
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Naja, dass mit den 25 - 30% würde ich jetzt so auch nicht stehen lassen.
Habe mal gerade eben schnell geguckt, was eine 2-Zimmer Wohnung in der 6. Etage in Bremen kostet. Kein Drecksloch und kein Nobelbunker. Eben für die normale Familie oder Arbeiter.
Kostet warm 649 Euronen. Ein paar Meter weiter ist hier das große EK-Center mit Baumärkten. Bei Hornbach meine ich, dass es so ca. 1.500 netto gibt. Ist wohl auch son Mittelding. Also kein Gehalt fürn Anfänger und auch nicht für einen Marktleiter. Eben dazwischen.

Dann liegen wir bei ca. gute 40%. Finde ich recht stattlich. Das kann man jetzt alles drehen und wenden wie man möchte. Ein Daimlerarbeiter (Lutze wirds wissen) bekommt deutlich mehr. Aber das sind nicht die meisten Verdiener.

Ach sorry fürs OT, aber da musste ich doch mal was zu einwerfen.

PS:
Ich sehe gerade, dass Gert das nochmal bearbeitet hat. Also 350 Euronen für eine Wohnung, so wie es dort im zweiten Bild aussieht? Ich würde mal sagen: Das ist geschenkt!
Ich kann nur hoffen, dass es in Erfurt auch Arbeit gibt.


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25.10.2021 18:50
avatar  furry
#2205
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Mal etwas für User, die auch einen längeren Text lesen wollen.
Jedes Ding hat zwei Seiten, auch das Problem der Einwanderung.
Da reisen junge Menschen aus dem Wohlstand nach Afrika, um zu ihrer mentalen Selbstbefriedigung etwas Gutes tun zu wollen und erreichen dabei fast das Gegenteil.
Dazu mal die Sicht eines Afrikaners:
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/we...sedgdhp&pc=U531

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)

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