Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

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13.12.2009 19:31
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#61
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Zitat von Roland 87
Hatte keinen extra Eintrag im Urlaubschein. Bin des öfteren mit den Interzonenzug gefahren,sogar in allen beiden Richtungen.War für mich die schnellste Verbindung.



Ja, habe den Interzonenzug auch oft benutz, bei dem Haarschnitt den wir hatten, hat uns die TRAPO schon auf 100 Meter erkannt und deswegen wurden wir nie Kontrolliert. Das GR 3 durfte besonders zu den Feiertagen eine "Zug-Streife" Stellen. BaSa - ESA - BaSa.
Zig Stunden in ESA rumgelatscht und dann mit dem Zug wieder retour.
Ich kann mich nicht erinnern das es eine Beschränkung für Züge gab. Schlecht war es wenn man im Zug einschlief und erst an der GÜST geweckt wurde. Ein Angehöriger der GK mußte einem an der GÜST abholen.

Ich kann mich aber noch daran erinnern, das ich mit meinen zwei Posten auf dem Bahnsteig stand als der Interzonenzug einfuhr. War wirklich ein Zufall. Ich muß dazu sagen es war gerade Übergangszeit - d.h. Wintermantel und Schirmmütze.

Für die Reisenden hat das mit Sicherheit gewirkt wie in einem alten WH Film. Nachdem der Zug wieder ausfuhr haben wir uns gefragt, wieso waren die eigentlich so still - Sprachlos -. Im Rückblick ist das klar - aber damals?

Mike59


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13.12.2009 19:42
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#62
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Hat die Uniform nicht ausgesehen wie bei unseren Großvätern?


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13.12.2009 19:57
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Zitat von Roland 87
Hat die Uniform nicht ausgesehen wie bei unseren Großvätern?



Das wars ja - genau.

Mike59


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14.12.2009 17:34
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Hallo Mike59,kannst ruhig Bad Salzungen schreiben oder Dienst du immer noch bei den GT!


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14.12.2009 18:46
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Hallo Roland87


Der Abkürzungsfimmel ist nun mal drin

Mike59


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14.12.2009 18:55
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manches vergißt man nie Mike59


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09.02.2010 19:21 (zuletzt bearbeitet: 09.02.2010 19:25)
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Hallole, heute Nachmittag kam auf MDR eine interessante, tolle Ausgabe von Lexi-TV. Bin nur durch Zufall draufgezappt, Sendung bwar leider schon 15 Minuten im Gange. Ging um das Thema Lokomotiven, speziell Dampflokomotiven und die Vorzeige- Rekobaureihe 01.5 der DDR- Reichsbahn.
Hier waren Klasse Bilder und Filmszenen aus dem Interzonenverkehr eingespielt. Die Baureihe 01.5 war ja eine DDR- Reichsbahnrekonstruktion der Vorkriegsbaureihe 01.0-2 und ein Paradepferd der DR. In den 60-er Jahren wurden insgesamt 35 dieser Lokomotiven rekonstruiert. Derzeit sind meines Wissens noch 5 Stück davon erhalten. Z. Zt. zwei betriebsfähig und drei "kalt" abgestellt. Die 01 0509 wird derzeit im Dampflokwerk Meiningen für die Preßnitztalbahn betriebsfähig aufgearbeitet, Fertigstellung vorr. Frühjahr 2010. Haben wir uns bei unserem Geheimtreffen mit maja64 angeschaut. Die 01 1531 steht derzeit nicht betriebsfähig abgestellt im (historischen) Bahnbetriebswerk Arnstatt, eine Außenstelle des DB-Museums Nürnberg. Diese Lokomotive war im Dezember 1939 an dem nach Eschede schwersten Eisenbahnunglück in der Geschichte der deutschen Eisenbahnen in Genthin beteiligt, als ein mit Fronturlaubern voll besetzter Schnellzug, der mehrere halt zeigene Signale überfahren hatte auf einen ebenso vollbesetzten Schnellzug auch mit Fronturlaubern mit ca. 110 km/ h auffuhr. Es muß eine Tragödie, ein Trümmerfeld ohne Ende gewesen sein. Über 100 Tote. Wen weitere Einzelheiten interessieren, mal googeln z. Bsp. unter "Eisenbahnunglück Genthin Dezember 1939".

In dem Beitrag von Lexi- TV kam auch rüber, das die Rekobaureihe 01.5 ein Prestigeobjekt der DDR, der Reichsbahn für den Interzonenzugverkehr war. Diese Lokomotiven (mit ausgesuchtem DR- Personl) fuhren die Interzonenzüge u. a. bis Bebra, Berlin (West), Hannover und Hamburg. Seinerzeit wurde auch von Fachleuten der Bundesbahn bestätigt, das diese Lokomotiven nach ihrer Rekonstruktion zweifelsfrei zu den leistungsfähigsten Dampflokomotiven der deutschen Bahnverwaltungen zählte.

Leider gibt es keine Angabe über die Nummer der Folge von Lexi- TV, auch habe ich in den Programmhinweisen keine Daten über eine eventuelle Wiederholung gefunden. Nachzulesen ist momentan nur etwas auf der Videotexttafel 388 beim MDR.

Aber wie gesagt, eine sehr interessante Folge und vor allem sehr gutes historisches Film- und Bildmaterial!

josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...


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09.02.2010 19:33 (zuletzt bearbeitet: 09.02.2010 19:47)
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#68
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@ Josy,
kleine Korrektur.
Das Eisenbahnunglück in Genthin ist das schlimmste Unglück mit 278 Toten und 453 Verletzten. Dann passierte am gleichen Tag noch ein Eisenbahnunglück zwischen Markdorf und Kluftern mit 115 Toten. Bei dem Unglück in Eschede kamen 101 Menschen ums Leben. Das vierte schwere Unglück war das wohl in Langenweddingen, wo durch eine stümperhaft aufgehängte Leitung die Schranke sich nicht schließen konnte und über 90 Menschen verbrannten, überwiegend Kinder auf dem Weg in den Harz.


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09.02.2010 20:11 (zuletzt bearbeitet: 09.02.2010 20:12)
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Zitat von karl143
@ Josy,
kleine Korrektur.
Das Eisenbahnunglück in Genthin ist das schlimmste Unglück mit 278 Toten und 453 Verletzten. Dann passierte am gleichen Tag noch ein Eisenbahnunglück zwischen Markdorf und Kluftern mit 115 Toten. Bei dem Unglück in Eschede kamen 101 Menschen ums Leben. Das vierte schwere Unglück war das wohl in Langenweddingen, wo durch eine stümperhaft aufgehängte Leitung die Schranke sich nicht schließen konnte und über 90 Menschen verbrannten, überwiegend Kinder auf dem Weg in den Harz.



Karl, das mit den 278 Toten von Genthin ist mir zumindest dahingehend neu, das man nach den mir vorliegenden Angaben immer nur von "..etwas über 100 Toten.." sprach. Die Rettungsmaßnahmen müssen wohl auch für damalige Verhältnisse mehr als caotisch gewesen sein. Anderseits passte das Unglück überhaupt nicht in die nationalsozialistische Propagande, war aber auch nicht totzuschweigen. Erstmal hatte der Krieg erst begonnen und Weihnachten stand vor der Tür. Expertenrecherchen haben ergeben, das viele Unterlagen verm. absichtlich vernichtet wurden und man die Zahl der Toten "schönrechnete" So makaber wie es klingt aber eben für Diktaturen eben nicht ungewöhnlich!

Das Unglück zwischen Markdorf und Kluftern ist mir dahingehend nicht bekannt, hatte nur einmal im Zusammenhang mit dem Genthiner Unglück gehöhrt, das am selbigen Tag noch anderswo ein schweres Zugunglück war. Wo liegt das denn, Markdorf und Kluftern. Hab diese Ortsnamen noch nie gehöhrt.

Gleich nach der Wende hat in der damals noch erscheinenden Reichsbahner- Zeitung "Fahrt Frei" ein Fortsetzungsbeitrag zur Unglücksursache in Genthin gestanden wo man nochmals genau recherchierte. Damals war ja der Lokführer und Heizer des auffahrenden Zuges schuldig gesprochen wurden, weitere Angeklagte, u. a. einen Stellwekswärter von Genthin sprach man frei. Die meißten Sorgen hatte man wohl damkals darum, das die Verdunklungsanweisung auch bei Signalen und Loklaternen im Prozeß zur Sprache kommen könnte und dies ein negatives Bild auf die Kriegspropaganda werfen könnte. Ich muß mal schauen, ob ich noch was finde (oooh, die Zeit!), sowas (Zeitungsartikel) hab ich mir eigentlich aufgehoben.

Das Unglück von Langenweddingen. Während meiner Dienstzeit bei der NVA war da ein Soldat bei mir mit auf der Bude, der war als Kind dabei.

Aber trotzdem, dank Dir karl143 für Deine wertvollen Ergänzungen!


josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...


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09.02.2010 20:33
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Zitat von josy95
[snip]
Die 01 0509 wird derzeit im Dampflokwerk Meiningen für die Preßnitztalbahn betriebsfähig aufgearbeitet, Fertigstellung vorr. Frühjahr 2010. Haben wir uns bei unserem Geheimtreffen mit maja64 angeschaut.

Josy,
warte mal, die Pressnitztalbahn ist Schmalspur (750mm), wie will man denn da die DRG-01 (Normalspur) drauf fahren?

-Th


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09.02.2010 20:52
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Zitat von CaptnDelta

Zitat von josy95
[snip]
Die 01 0509 wird derzeit im Dampflokwerk Meiningen für die Preßnitztalbahn betriebsfähig aufgearbeitet, Fertigstellung vorr. Frühjahr 2010. Haben wir uns bei unserem Geheimtreffen mit maja64 angeschaut.

Josy,
warte mal, die Pressnitztalbahn ist Schmalspur (750mm), wie will man denn da die DRG-01 (Normalspur) drauf fahren?

-Th




Die Preßnitztalbahn ist ein deutschlandweit agierendes EVU (Eisenbahnverkehrsunternehmen). Neben dem Betrieb ihrer gleichnamigen Schmalspurbahn im Erzgebirge betreibt sie noch seit vorigem Jahr den Rasenden Roland auf der Insel Rügen, hier unter dem Namen RüBB, vormals RüKB.

Auch ist die Preßnitztalbahn im Geschäft mit dem (Spezial-) Straßentransport von Eisenbahnfahrzeugen, z. Bsp. unserer Lokomotiven zur Aufarbeitung im Dampflokwerk Meiningen aktiv. Im Normalspurbereich meines Wissens nach vornehmlich nim Güterverkehr.

Mit dem Erweb der 01.5 von den Ulmner Eisenbahnfreunden will man den Markt des Eisenbahntourismus weiter erschließen, so u.a. Dampfsonderzüge aus dem süddeutschen Raum an die Ostsee (Insel Rügen) fahren. Die 01 0509 bleibt auf Ölhauptfeuerung, damit hat sie einen relativ großen Wirkungsradius zumindestb vom Brennstoffvorrat her und ist zumindest von ihrer Konstruktion her gut für derartige Vorhaben ngeeignet. Wollen wir als Eisenbahnfreunde nur hoffen, man hat auch das geeignete Fachpersonal dafür zur Verfügung. Und nicht wie leider so oft, Großmäuler, Dellitanten und Möchtegerne. So eine Dampflok ist nun mal kein Spielzeug. Wenn man ein Spielzeug in dieser Art sucht, sollte man sich eine Piko-, Märklin-, Lego oder LGB- Eisenbahn kaufen, das kommt besser!


josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...


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09.02.2010 21:01
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Josy,

danke fuer die Klarstellung, ist aber auch kompliziert weils entweder das hier oder das hier bedeuten koennte.

Uebrigens die Wikipedia sagt "Die PRESS besitzt keine Schmalspurfahrzeuge und hat keine geschäftlichen Aktivitäten auf der Museumsbahn Steinbach–Jöhstadt (Preßnitztalbahn)." (allerdings der 'Rasende Roland' wird schon von der PRESS betrieben), von daher stimmt das was Du sagst mit das die PRESS auch die Bahn im Erzgebirge betreibt? Oder liegt WP daneben?

-Th


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10.02.2010 09:04 (zuletzt bearbeitet: 10.02.2010 09:05)
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Zitat von CaptnDelta
Josy,

danke fuer die Klarstellung, ist aber auch kompliziert weils entweder das hier oder das hier bedeuten koennte.

Uebrigens die Wikipedia sagt "Die PRESS besitzt keine Schmalspurfahrzeuge und hat keine geschäftlichen Aktivitäten auf der Museumsbahn Steinbach–Jöhstadt (Preßnitztalbahn)." (allerdings der 'Rasende Roland' wird schon von der PRESS betrieben), von daher stimmt das was Du sagst mit das die PRESS auch die Bahn im Erzgebirge betreibt? Oder liegt WP daneben?

-Th



Hallo Captn,

Die Preßnitztalbahn im Erzgebirge wird wohl von dem gleichnamigen Verein als Museumsbahn betrieben, die Strecke war ja schon zu DDR- Zeiten komplett abgebaut und dieser Verein hat in aufopferungsvoller Arbeit diese Strecke zumindest auf einem Teilstück wieder aufgebaut. Die Firma Preßnitztalbahn fungiert nach deutscher Gesetzeslage dort als das zuständige EVU (Eisenbahnverkehrsunternehmen) und überwacht u. a. die Betriebsführung, Sicherheit, Schulung & Ausbildung, Einsatz der Personale ect. .

Aus Teilen der IG (Interessengemeinschaft) Preßnitztalbahn (Verein) ist ja dann nach der Wende die Firma Preßnitztalbahn als GmbH hervorgegangen.

josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...


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11.02.2010 15:29
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Markdorf und Kluftern befinden sich in Bodenseenähe und das Ünglück ereignete sich auf der Bodenseegürtelbahn zwischen den Knoten Friedrichshaven und Radolfzell. Bei diesem Zugunglück ist ein Großteil des Nachwuchses des Ortes Binzen bei Lörrach zum Teil tödlich verunglückt. Die Kinder kamen aus der Kinderlandversckickung wo sie das Naziregime nach Bayern schickte und waren auf dem Heimweg zum Weihnachtsfest als die Züge frontal zusammenstießen. Kriegsfahrplan und Tarnmaßnahmen erhöten ungemein das Unfallrisiko in der damaligen Kriegszeit.


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11.02.2010 15:45
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Hallo Bergmensch,
das sind ja schlimme Gemeinsamkeiten zu Langenweddingen.


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