Fernsehserie “Weissensee“

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23.05.2018 17:44
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#1
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In den letzten Wochen habe ich mir alle Staffeln der Fernsehserie“ Weissensee“ angeschaut und auch die neue 4. Staffel habe ich mir neulich im ARD angeschaut. Nachdem ich mir nun alle 4 Staffeln angeschaut habe bin ich hin und her gerissen was ich nun wirklich denken soll über die DDR und die neue Zeit nach 1989. Gerade die 4. Staffel hat mir zu denken gegeben. In den ersten drei Staffeln ist kein einziger DDR Bürger durch Mord umgekommen. Aber in der 4. Staffel ging es heiß her. Auch die abartigen Machenschaften von Treuhand und Konzernchefs aus dem Westen toppen doch eigentlich alles. Das was in der vierten Staffel gezeigt wurde das war doch schlimmer als alles was vor dem Herbst 1989 passiert ist. Das die ARD das so offen ausstrahlte da staune ich immer noch wo doch jahrelang immer nur von der Pleite der DDR berichtet wurde. War jedenfalls eine hochspannende Serie. Was haltet ihr von dieser Fernsehserie? Jörg Hartmann als Falk Kupfer hat mir persönlich am besten gefallen.


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24.05.2018 00:01
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#2
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Kommt der Realität wohl schon nahe,aber jeder hat die Realität ja auch anders erlebt.Hier gibt es schon einen Thread zum Thema ARD-Serie Weissensee
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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24.05.2018 00:19
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#3
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Ich hatte die Serie gehasst, weil ich ihr keine realitätsnahe Schilderung zugetraut habe- deshalb habe ich die ersten Filme kaum gesehen.
Die letzte Staffel habe ich jedoch vorsätzlich und intensiv verfolgt- es erschien mir dermaßen authentisch, dass ich wirklich erschrocken war.
Ich habe das wirklich nicht so erwartet.
In meiner Bewertung der filmischen Leistung auf jeden Fall eine sehr gute Benotung.


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24.05.2018 15:47
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#4
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Ich habe mir alle Staffeln mehrmals angeschaut und war auch begeistert von der filmischen Leistung und den wirklich guten Schauspielern. Da hat die ARD wirklich mal was aus den Zwangsgebühren was draus gemacht. Für mich auch ganz wichtig daß man gezeigt hat daß nicht jeder der beim MfS arbeitete oder als IM angeworben wurde ,dies gemacht hat um auf Privilegien zu hoffen. Die Aktenöffnung selber sehe ich sehr kritisch. Die wichtigsten Akten bleiben doch eh unter Verschluss und liegen bestimmt nicht zugänglich in den Archiven herum. Dafür hat nicht nur die Staatssicherheit vorgesorgt sondern sicherlich auch der BND. Geheimdienste wird es immer geben und ich glaube für den sozialen Frieden ist denen auch ganz wichtig daß auch heute von vielen Aktionen es besser ist wenn die Bevölkerung nichts davon erfährt. Gerade wir Ossis würden dann wohl wieder ganz schnell auf der Straße sein. Das ist das Einzige wovor die heutige Bundesregierung Angst haben muss.


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24.05.2018 16:13
avatar  Alfred
#5
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Rene,

dies ist ein Spielfilm, keine Doku.


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24.05.2018 17:25 (zuletzt bearbeitet: 24.05.2018 17:29)
#6
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Zitat von René75 im Beitrag #4
Geheimdienste wird es immer geben....

Die Kritik am MfS entzündet sich doch weniger bis kaum an ihrer Tätigkeit als Geheimdienst, sondern an ihren
Tätigkeiten und ihrer Funktion als Geheimpolizei gegenüber der eigenen Bevölkerung.

Ein guter Mensch, in seinem dunklen Drange, ist sich des rechten Weges wohl bewusst.


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24.05.2018 18:25
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#7
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Zitat von Alfred im Beitrag #5
Rene,

dies ist ein Spielfilm, keine Doku.


Die filmische Aufarbeitung kommt aber gem. den Aussagen meiner ostdeutschen Verwandtschaft, den Erlebnissen der Betroffenen sehr nahe.
Nicht jeder, mit dem ich mich unterhalten habe, hat zugegeben etwas mit der Stasi oder selbst MA bei dem Verein gewesen zu sein.
Die Umschreibungen und die verklauselierten Beschreibungen von ihnen legen den Verdacht nahe, dass fast jeder einmal mit der Stasi zu tun hatte, oder es wurde versucht ihn als IM zu ködern.
Ich vermute gar, der eine oder andere von ihnen (meinen Verwandten) war selber beim MfS tätig. Einige hatten wirklich hervorragende Wohnverhältnisse.
bolzo


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24.05.2018 18:52
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#8
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bolzo mit diesem:

"Nicht jeder, mit dem ich mich unterhalten habe, hat zugegeben etwas mit der Stasi oder selbst MA bei dem Verein gewesen zu sein."
textauszug ende

Interessant wäre vielleicht mal ne Prozentzahl vom DDR-Bürger, der direkt mit dem MfS in Berührung kam. Ich tippe mal auf maximal 15-20%. Mehr einfach nicht. Wen interessierte denn das MfS und umgekehrt, im Alltag etc?

Rainer-Maria


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24.05.2018 20:11
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#9
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Das MfS gibt es nicht mehr aber dafür gibt es in der heutigen Zeit andere Möglichkeiten der Überwachung bis ins Private. Da würde mich mal die Prozentzahl interessieren und was heute alles so an Informationen über uns gesammelt wird.


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24.05.2018 21:28
#10
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Zitat von René75 im Beitrag #9

...gibt es in der heutigen Zeit andere Möglichkeiten der Überwachung bis ins Private. Da würde mich mal die Prozentzahl interessieren
und was heute alles so an Informationen über uns gesammelt wird.

Viele sind doch ganz vernarrt darauf, ihre Daten und alles was sie tun oder nicht tun im Fratzenbuch preiszugeben.
Deshalb bezeichne ich Fratzenbuch immer als Stasi auf freiwilliger Basis.

Ein guter Mensch, in seinem dunklen Drange, ist sich des rechten Weges wohl bewusst.


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24.05.2018 21:39
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Bei Facebook sollte man wirklich vorsichtig sein. Hat schon manchen in der heutigen Zeit den Arbeitsplatz gekostet sich dort zur derzeitigen Situation und zu Problemen unserer Zeit zu äußern. Auch Rechtsanwälte verdienen ganz gut mit ihren Abmahnungen und Unterlassungserklärungen.


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24.05.2018 22:27 (zuletzt bearbeitet: 24.05.2018 22:32)
#12
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RE: Fernsehserie “Weissensee“ • Absender: bolzo, Heute 18:25
quote Diesen Beitrag zitieren


Zitat von Alfred im Beitrag #5Rene,

dies ist ein Spielfilm, keine Doku.

Die filmische Aufarbeitung kommt aber gem. den Aussagen meiner ostdeutschen Verwandtschaft, den Erlebnissen der Betroffenen sehr nahe.
Nicht jeder, mit dem ich mich unterhalten habe, hat zugegeben etwas mit der Stasi oder selbst MA bei dem Verein gewesen zu sein.
Die Umschreibungen und die verklauselierten Beschreibungen von ihnen legen den Verdacht nahe
,[rot] dass fast jeder einmal mit der Stasi zu tun hatte,[/rot] oder es wurde versucht ihn als IM zu ködern.
Ich vermute gar, der eine oder andere von ihnen (meinen Verwandten) war selber beim MfS tätig.
Einige hatten wirklich hervorragende Wohnverhältnisse.

Definiere mal, was Du unter "mit der Stasi zu tun haben" verstehst. Erst mal hatte jeder staatliche Leiter (Betriebsdirektor), auch die kleinerer Betriebe und Institutionen/Behörden, mit der "Firma" zu tun, ob sie wollten oder nicht. Viele Kaderleiter (Personalchefs) ebenfalls. Es ging einfach darum, Dinge zu erfahren, die für sicherheitsrelevant gehalten wurden. So mancher wurde ganz offiziell auch nach Personen befragt, egal ob das MfS den im Visier hatte oder ob es sich um einen zu werbenden Bürger gehandelt hatte. Auch MfS-Mitarbeiter hatten ein Privatleben, Hobbys u.a. und pflegten diese auch. In unserer Hobbygrußppe Kakteen war z.B. einer Mitglied, ein richtiger Hobby-Züchter. Jeder wußte das und es wurde kaum über Politik gesprochen, wohl aber über Kakteen im Ausland, i.d.R. ja Amerika und Afrika. Sowas ist eben international. Auch Beispiel Ich. Während der GT-Zeit versucht als IM zu gewinnen, weil ich mit illegalem Radio und Westsender erwischt wurde. Habe klargemacht, daß ich für diese Zuträgerei nicht zu haben bin und ich wurde in Ruhe gelassen. Oder nach der Entlassung, als neben Zoll, Polizei auch das MfS vor der Tür standen und Nachwuchs rekrutieren wollten. Ich war damals offen, weil ich aus meinem damaligen Beruf raus wollte und hatte schon medizinische Eignungsuntersuchtung hinter mir in der heute naiven Hoffnung, als Chemiekundiger in einem technischen Dienst arbeiten zu können. "Gerettet" hatte mich die zu diesem Zeitpunkt in einer bundesdeutschen Hobbyzeitschrift erschienene Tauschannonce zu meinem Hobby (Minerale) von mir. Da war ich weg vom Fenster. Nun meine Frage an Dich. Ist das schon Mitarbeit oder einfach nur "zu tun gehabt haben" ? So gesehen, wird wohl schon fast jeder einmal Kontakt gehabt haben. Meine Frau und ihre Geschwister und Eltern z.B. wegen ihrer Schwester, die einen westdeutschen Monteur kennengelernt hatte und heiraten wollten. Noch gut zwei Jahren war die Genehmigung da und im Herbst 88 ist sie mit Sack und Pack und Hund rüber. An ihre hiergebliebenen Lieben wurde apelliert, sich von ihr loszusagen, was ich damals ebenfalls als Anmaßung gehalten hatte. Natürlich hatten wir das klar abgelehnt. Ich meine auch heute noch, daß da niedere Mitarbeiter in der Stadtverwaltung sich aus vorauseilender Anbiederei was angemaßt haben, was nicht in den Umgangsvorschriften stand.
Was die Wohnverhältnisse betrifft, war eine Mitarbeit beim MfS sicher hilfreich, den die Genossen wollten ja, daß der Mitarbeiter sich nicht mit Umzugsgedanken tragen mußte. Das war m.E. ein sehr geringer Anteil derer, die sich glücklich schätzen konnten, eine ferngeheizte Neubauwohnung beziehen zu können oder ansonsten in für damalige Verhältnisse attraktiver Wohnlage eine ausreichend große Wohnung, auch Altbau, zu erhalten. Großbetriebe konnten da schon viel für gesuchte Mitarbeiter tun, insbes. wenn große Werke aus dem Boden gestampft wurden.
Zum Film selbst. Es ist wie in den meisten Filmen zu geschichtlichen Abläufen und seinen Filmhelden, oft über mehrere Generationen hinweg, eine Verdichtung aller möglichen Situationen auf einige relativ wenige Personen, gemessen an der Gesamtbevölkerung. Sonst würde der Film zu langatmig werden.
bolzo


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24.05.2018 23:32
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Dore Holm, da siehste mal an dem Beitrag von Reiner Maria Rohloff und an deinem wie die Meinungen auseinander driften über die Kontakte mit der Stasi.
Da fällt es mir natürlich leicht meine Auffassung aufrecht zu halten.
bolzo


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25.05.2018 14:32
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #10
Zitat von René75 im Beitrag #9

...gibt es in der heutigen Zeit andere Möglichkeiten der Überwachung bis ins Private. Da würde mich mal die Prozentzahl interessieren
und was heute alles so an Informationen über uns gesammelt wird.

Viele sind doch ganz vernarrt darauf, ihre Daten und alles was sie tun oder nicht tun im Fratzenbuch preiszugeben.
Deshalb bezeichne ich Fratzenbuch immer als Stasi auf freiwilliger Basis.
Das das Facebook ein Spionageinstrument auf freiwilliger Basis ist will ich nicht abstreiten.
Nur kann man die Stasi und Facebook nicht vergleichen.
Stasi hat gespeichert, kontrolliert und gehandelt, meist zum Nachteil der/des Betroffenen und das nicht freiwillig.
Wer heute so, ich nenne es einmal vorsichtig, unerfahren und leichtsinnig ist seine Daten freiwillig einem international tätigen und auf Geschäfte ausgerichteten Unternehmen preisgibt hat selber Schuld wenn ihm daraus Nachteile erwachsen.
Also ich könnte es viel drastischer ausdrücken, tue es aber nicht aus Rücksicht auf die vielen Facebookfreunde hier im Forum. Werde sonst wieder für nix und wieder nix verwarnt. Freie Rede, auch hier schon verpönt.
bolzo


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25.05.2018 15:18
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@bolzo , hast Du für 2017 Deine Steuererklärung schon eingereicht? Ist Dir dabei aufgefallen, dass Du dazu keine weiteren Unterlagen, außer sie werden verlangt, einreichen musst? An der Nettigkeit des Finanzamtes liegt das bestimmt nicht.
Hast Du eine "Deutschlandkarte" (oder wie das Ding heisst), nachdem man Dich an jeder Ladenkasse fragt? Und, und, und...

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)

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