Abfangjäger und Grenzverlauf

  • Seite 5 von 6
31.05.2018 19:54
avatar  ( gelöscht )
#61
avatar
( gelöscht )

Zitat von 94 im Beitrag #53
Zitat von damals wars im Beitrag #4
Ob die NVA die benutzte:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bachem_Ba_349
Und hier das Verlobungsphoto des Piloten ...


gefunden bei https://zidnenovine.wordpress.com/2018/05/13/
(trotz fehlerhaftem Namen ;)


In Halle ein behannter Name
https://de.wikipedia.org/wiki/Siebel_Flugzeugwerke


 Antworten

 Beitrag melden
01.06.2018 07:54 (zuletzt bearbeitet: 01.06.2018 08:09)
avatar  ( gelöscht )
#62
avatar
( gelöscht )

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #60
Entlang der innerdeutschen Grenze (D-DDR) gab es eine sogenannte "ADIZ"- Sperrzone für Flüge in das Grenzgebiet. Dieses Gebiet begann etwa 30 nautische Meilen westlich der eigentlichen Grenze. Da durfte man zivil nur nach Anmeldung reinfliegen und auch nur Militär mit dienstlichem Auftrag, so dass normalen "Spazierflieger" aus dem Westen nicht so einfach an oder über die Grenze gelangen konnten. Für Flugplätze im westlichen ADIZ-Grenzgebiet gab es aber Genehmigungen, um die anzufliegen. Braunschweig oder Fulda zum Beispiel.

Hier ist auch eine Karte, wo man ADIZ ("European Buffer Zone") und eigentliche Grenze sieht:

http://www.mil-airfields.de/de/fulda-aaf.htm


ADIZ (Air Defense Identification Zone) und CEBZ (Central European Buffer Zone auch USAFE Buffer Zone gennant) sind zwei unterschiedliche Zonen gewesen.
Die CEBZ begann an der westlichen Begrenzung der ADIZ und war ebenfalls ca. 30 nautische Miles tief.
Für die ADIZ gab es restriktive Auflagen. Auch in der ADIZ lagen zivile Flugplätze für Motor- und Segelflug bzw. überregionalen Flugverkehr.

USAFE Buffer Zone
https://www.usarmygermany.com/Units/Air%...nse/AIRCENT.htm


 Antworten

 Beitrag melden
01.06.2018 08:46 (zuletzt bearbeitet: 01.06.2018 08:46)
avatar  ( gelöscht )
#63
avatar
( gelöscht )

Danke Thunderhorse. Ich gebe zu, mit der Buffer Zone kenne ich mich nicht so aus. Abgesehen davon, dass in der Westhälfte der DDR hauptsächlich die SU militärisch geflogen ist, muss es da auch so ne Art Buffer Zone gegeben haben.


 Antworten

 Beitrag melden
01.06.2018 08:56
#64
avatar

Ich kann mich noch erinnern aus meiner Kinderzeit, das hin und wieder mal 1 bis 2 solcher Abfangjäger entlang der Küste flogen. Es kam auch schon mal vor,aber das war ganz selten, das sie die Schallmauer durchbrachen.


 Antworten

 Beitrag melden
01.06.2018 11:58
avatar  coff
#65
avatar

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #63
Danke Thunderhorse. Ich gebe zu, mit der Buffer Zone kenne ich mich nicht so aus. Abgesehen davon, dass in der Westhälfte der DDR hauptsächlich die SU militärisch geflogen ist, muss es da auch so ne Art Buffer Zone gegeben haben.


#10
Abfangjäger und Grenzverlauf

"Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muß die Gegend verlassen, wo sie gelten." ( Johann Wolfgang von Goethe )


 Antworten

 Beitrag melden
01.06.2018 18:15
#66
avatar

Auch Luftfahrzeuge der NATO-Staaten mussten ihre Flugplanung in die ADIZ exakt angeben:
Einflugzeit und Ort
Flugstrecke
Ausflugzeit und Ort.
Wir hatten uns mal verspätet und die Alarmrotte lief schon warm...


 Antworten

 Beitrag melden
01.06.2018 18:55
avatar  ( gelöscht )
#67
avatar
( gelöscht )

Zitat von Früher Beobachter im Beitrag #66
Auch Luftfahrzeuge der NATO-Staaten mussten ihre Flugplanung in die ADIZ exakt angeben:
Einflugzeit und Ort
Flugstrecke
Ausflugzeit und Ort.
Wir hatten uns mal verspätet und die Alarmrotte lief schon warm...



Grundsätzlich war es der BW untersagt in der ADIZ zu fliegen, mit einigen Außnahmen.
Und mussten dann dabei einen Abstand zur Grenze einhalten.
Strahl- und Proppelerflugzeuge: 10 NM (ist gleich 18 km)
Hubschrauber: 5 NM (ist gleich 9 km)
SAR_Einsatzflüge: 1 NM (ist gleich rund 1900 m)

Seitens der NATO gab es ebenfalls Auflagen für die Alliierten.


 Antworten

 Beitrag melden
03.06.2018 00:00
avatar  ( gelöscht )
#68
avatar
( gelöscht )

Hallo @Thunderhorse , ich bin mir sicher, dass ich im Namen vieler Leser schreibe, wenn ich Dir für Dein überdurchschnittliches Fachwissen in den mannigfaltigsten Bereichen des Forums hier mal ein öffenliches Lob ausspreche und DANKE sage, dass Du es hier einbringst.
Man weiß ja selber Vieles, aber Du bringst das dann auf den PUNKT ! Deine Korrektness ist für mich beispiellos- mach weiter so. DANKE im Namen vieler User im Forum.


 Antworten

 Beitrag melden
03.06.2018 08:01 (zuletzt bearbeitet: 03.06.2018 08:23)
avatar  ( gelöscht )
#69
avatar
( gelöscht )

Eine Frage hätte ich noch @Thunderhorse, welche Auflagen konnte die NATO den Alliierten machen?
Gab es zur ADIZ ein sowjetische Gegenstück?


 Antworten

 Beitrag melden
03.06.2018 14:20 (zuletzt bearbeitet: 02.07.2021 17:22)
avatar  ( gelöscht )
#70
avatar
( gelöscht )

Zitat von Gast im Beitrag #69
Eine Frage hätte ich noch @Thunderhorse, welche Auflagen konnte die NATO den Alliierten machen?
Gab es zur ADIZ ein sowjetische Gegenstück?



Hier ging es nicht um Auflagen.
Besatzungsmächt/e Ost und West war die eine Seite.
NATO und WP die andere.
Immerhin war die innerdeutsche Grenze bzw. die Grenze zur damaligen CSSR die Trennungslinie zweier Militärblöcke.

Die Verfahrensweisen für das Fliegen in der ADIZ und der Pufferzone waren genau festgelegt, einschlieslich Notfallverfahren bei Luftnotlage, Ausfall von Technik (Funk, IFF, etc.).
Daran konnte auch kein Alliierter was ändern.

Folgende Hubschraubereinheiten aus der Bundesrepublik Deutschland bzw. den NATO-Forces waren berechtigt innerhalb der ADIZ und somit am Grenzverlauf zur damaligen DDR bzw. CSSR Grenzüberwachungseinsätze Luft zu absolvieren.

Grenzschutzfliegerstaffel Küste, Nord, Mitte und Süd, in der Regel in den jeweiligen Zuständigkeitsbereichen der GSK´s, sowie eingewiesene Besatzungen der Grenzschutzfliegerstaffel West bzw. der Grenzschutzfliegergruppe in Bonn-St. Augustin.

In Bayern auch Besatzungen der Hubschrauberstaffel Bayern, bei Grenzüberwachungsflügen für die Bayerische Grenzpolizei.

US-Army: Die Piloten der 4th Squadron 2nd und 11th ACR in Fulda Sickels bzw. Nürnberg/Airfield.
Air Assets Along the Eaglehorse Border
http://eaglehorse.org/border_mission/bor...lehorse_Border_
http://eaglehorse.org/home_station/hidde...rotary_wing.htm
http://www.vrtulnik.cz/mil/redcatchers.htm
2nd ACR
Hubschrauber der anderen US-Einheiten hatten grundsätzlich keine Berechtigung unmittelbar an der Grenze zu fliegen.
Vereinzelt ist es jedoch vorgekommen, dass sich Piloten der grenznah stationierten Einheiten, z.B.. 3th US-ID, in der ADIZ aufhielten oder sich der Grenze näherten. Dabei ist es auch zu einem Flugunfall gekommen.
http://www.cold-war.de/showthread.php/43...e-bei-Hendungen
Britische Armee: British Frontier Service in Verbindung mit Streifen der BAOR, die jeweiligen Besatungen der Rheinarmee wurden Eingewiesen, Beraten und teilweise Begleitet.

Hubschrauber der Landespolizeien Hessen, Niedersachsen und Hamburg (HH für Schleswig-Holstein) in der Regel nur im Bedarfsfall für die eigene Aufgabenwahrnehmung.
Hamburg jedoch auch Überwachungsflüge im Elbe-Bereich.

Französische Kräfte:EE 21/54 mit Hubschrauber PUMA für die luftgestützte/grenznahe VHF7UHF Erfassung. Selten in Grenznähe aufgetaucht.

Täglich fand Luftaufklärung, abgesetzt von der Grenze, mit Flächenflugzeugen statt. Zum Beispiel durch Einheiten aus Stuttgart und Wiesbaden oder Ramstein.

Zur östlichen Seite, schauste mal unter Beitrag Nr. 10.


P.S.: Die Blackbirds und andere flogen im Abstand zur Grenze.
http://www.manfred-bischoff.de/Allied_SIGINT_airborne.htm


 Antworten

 Beitrag melden
03.06.2018 14:35 (zuletzt bearbeitet: 03.06.2018 17:05)
avatar  Marder
#71
avatar

Die Nato hat den Allierten keine Auflagen machen können, weil keine direkte Weisungsbefugnis nur an diese Mitglieder bestand.
Auflagen der Nato gelten grundsätzlich für alle Mitglieder.

Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.


 Antworten

 Beitrag melden
07.06.2018 00:12
#72
avatar

Bei zwei Abschüssen amerikanischer Flugzeuge (T-39, RB-66) über DDR Gebiet in 1964 kamen sowjetische Jäger (MIG-19) zum Einsatz.
Bei Vorkommnissen in Richtung Westgrenze waren offenbar zuerst immer die Sowjets gefragt.

Im Fall der RB-66 ist auch der Zeitverlauf (Moskauer Zeit) dokumentiert.
16:46 Startbefehl in Zerbst
16:49 Start in Zerbst
16:53 Sichtkontakt zum Ziel
16:57 Abschuss über Raum Gardelegen

Gruss Wolfgang


 Antworten

 Beitrag melden
07.06.2018 04:40
avatar  ( gelöscht )
#73
avatar
( gelöscht )

Um die Reaktionsfähigkeit sowjetischer Truppen und die Steig- Fähigkeit bzw. Geschwindigkeit sowjetischer Abfangjäger zu testen, mussten immermal
Besatzungen ins Gras beißen, um dann mit rechtmäßiger Verachtung auf den bösen Osten/Russen herabblicken zu können.


 Antworten

 Beitrag melden
07.06.2018 05:23
#74
avatar

Zitat von damals wars im Beitrag #73
Um die Reaktionsfähigkeit sowjetischer Truppen und die Steig- Fähigkeit bzw. Geschwindigkeit sowjetischer Abfangjäger zu testen, mussten immermal Besatzungen ins Gras beißen, um dann mit rechtmäßiger Verachtung auf den bösen Osten/Russen herabblicken zu können.



Alle schreiben sachlich und du würzt den Thread mit deinen plumpen Kommentaren. @damals wars


 Antworten

 Beitrag melden
07.06.2018 10:48
#75
avatar

Wie nennt man deine Krankheit eigentlich? Hubertphobie? Jeder, der nicht deiner Meinung ist, ist unsachlich.
Aber wo er recht hat, hat er recht. Die haben Befehle ausgeführt. Nach deiner Denke haben die sich natürlich nur verflogen und wurden von den bösen Russen abgeschossen.
Wahlhausener

Signatur gelöscht...


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!