Nord Stream seit 2011/Nord Stream 2

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03.04.2018 12:06
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#1
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In der Leipziger Volkszeitung vom heutigen Tag unter "200000 Röhren spalten Europa". Darin ein Textauszug: "Deutsche Behörden haben das russische Prestigeobjekt genehmigt"
textauszug ende

Was nun, ist das Ding jetzt zu 100% durch, kann somit ab sofort begonnen werden diese Nummer 2 oder....? Wer weiß da mehr, konkret was zu dann melden...und Danke.

Rainer-Maria

Und einen guten Tag allen ins Forum


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03.04.2018 12:22
#2
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Wende Dich doch mal an die Verbundnetzgas AG, die ihren Sitz in Leipzig hat und glaube zu den wenigen ostdeutschen Unternehmen gehört, das den Sprung in die Marktwirtschaft erfolgreich geschafft hat. https://de.wikipedia.org/wiki/VNG_%E2%80%93_Verbundnetz_Gas

Und das auf einen heiß umkämpften Weltmarkt

Die VNG AG: Leistungsfähiger Erdgasimporteur

Der Erdgasimport aus den für Europa wichtigen Herkunftsländern Russland und Norwegen, sowie der Zugang zu deutschen Lieferquellen, ist ein wichtiger Pfeiler der VNG-Gasbeschaffung. Als europäischer Erdgasimporteur mit über 40-jähriger Erfahrung verfügen wir über eine ausgezeichnete Position im Wettbewerb auf dem Gasmarkt. Unsere Aufgabe ist es, die Interessen der Erdgas-Produzenten und unserer Kunden abzugleichen und so Versorgungssicherheit mit marktgerechten Preismechanismen für diese wertvolle Energie zu verbinden.

Unsere Beziehungen zu den großen Erdgasproduzenten stellen auch in Zukunft sicher, dass die Kunden zuverlässig und bedarfsgerecht beliefert werden.



https://www.vng.de/de/content/erdgasbeschaffung

Moskwitschka


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03.04.2018 12:30
#3
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Ob nun die Verbundnetz AG da dem Rainer-Maria groß weiter helfen kann? Jedenfalls mal hier ein kleiner Beitrag zu Nord Stream2

27. März 2018 | Hamburg (Deutschland), Zug (Schweiz) | Die Nord Stream 2 AG hat heute die Genehmigung für den Bau und Betrieb des Pipelinesystems in der deutschen AWZ erhalten. Das BSH hat die Genehmigung für diesen rund 30 Kilometer langen Trassenabschnitt gemäß Bundesberg­gesetz (BBergG) erteilt.

Das Bergamt Stralsund hatte bereits am 31. Januar 2018 den Bau und Betrieb in deutschen Territorialgewässern (innerhalb der 12-Seemeilen-Zone) und dem Anlandebereich genehmigt.

„Wir freuen uns, dass nunmehr alle notwendigen Genehmigungen für den insgesamt 85 Kilometer langen deutschen Trassenabschnitt vorliegen“, so Jens Lange, Manager Genehmigungen Deutschland der Nord Stream 2 AG.

https://www.nord-stream2.com/de/media-in...and-erteilt-90/

....


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03.04.2018 12:33
#4
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Nord Stream ist eine Exportpipeline für Gaslieferungen aus Russland nach Europa durch die Ostsee. Sie stellt eine Direktverbindung zwischen Gazprom und europäischen Verbrauchern her, indem sie Transitländer umgeht. Nord Stream gewährleistet höchst zuverlässige russische Gaslieferungen nach Europa.

http://www.gazprom.de/collaboration/projects/nord-stream/

...


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03.04.2018 13:58
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#5
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Ich habe mir ja angewöhnt bei solchen Vorhaben die Politik nicht zu vergessen .
Und dann kommt gleich wieder die Frage hoch : Noch mehr abhängig ?
Europa ? Putin ? Aber das ist bestimmt nur
Schwarzdenken meinerseits .

Gruß Jürgen 75/2


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03.04.2018 16:30
#6
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Zitat von buschgespenst im Beitrag #4
Nord Stream ist eine Exportpipeline für Gaslieferungen aus Russland nach Europa durch die Ostsee. Sie stellt eine Direktverbindung zwischen Gazprom und europäischen Verbrauchern her, indem sie Transitländer umgeht. Nord Stream gewährleistet höchst zuverlässige russische Gaslieferungen nach Europa.

http://www.gazprom.de/collaboration/projects/nord-stream/

...

Nach Europa?

Die Leitung fängt nicht nur in Europa an - sie umgeht zudem Länder der Europäischen Union.

Bildung scheint nicht die Stärke von GAZPROM zu sein, wenn sogar die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit so dämlich ist.


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03.04.2018 17:32
avatar  andyman
#7
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Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #1
In der Leipziger Volkszeitung vom heutigen Tag unter "200000 Röhren spalten Europa". Darin ein Textauszug: "Deutsche Behörden haben das russische Prestigeobjekt genehmigt"
textauszug ende

Was nun, ist das Ding jetzt zu 100% durch, kann somit ab sofort begonnen werden diese Nummer 2 oder....? Wer weiß da mehr, konkret was zu dann melden...und Danke.

Rainer-Maria

Und einen guten Tag allen ins Forum

Nein,die 100% sind noch nicht erreicht,es stehen noch die Genehmigungen der anderen Anrainerstaaten aus die unmittelbar durch Querung Ihrer Territorialgewässer betroffen wären(z.B.Schweden-Öland,Dänemark- Bornholm)
Es hat sich auch eine starke Gegeninitiative unter den Anrainern Polen,Litauen.Lettland,Estland gebildet die das Projekt sehr kritisch vor allem unter politischen Aspekten beurteilen.
Hier mal ein Link aus der Ostseezeitung von heute der das Projekt aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.http://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten...-spalten-Europa
Um ehrlich zu sein,ich habe mir noch kein Urteil bilden können,es ist sehr komplex in der Gesamtsituation.Es gibt viele Argumente dagegen,aber auch dafür und wer will behaupten den Überblick darüber noch zu haben.Für die wirtschaftlich schwache Region ist es eine Möglichkeit zur Schaffung von 500 Arbeitsplätzen lt.Landesregierung die voll hinter dem Projekt steht.Ansonsten sind so ziemlich alle Länder dagegen,sogar die Amerikaner haben sich so geäußert,was nicht wirklich verwundert,stehen doch politische und wirtschaftliche Aspekte dahinter.
Lgandyman


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03.04.2018 17:47
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#8
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Freienhagener,du Freund der jungen Frauen, du sollst bitte nicht immer so den intellektuellen Schlaukopp heraushängen lassen(so in #6). Denn die von Gazprom werden sich schon was bei denken, bei ihren Formulierungen.So nehme ich einfacher bescheidener Nach-Denker....einer schrieb einmal "der Arbeiterschriftsteller" mal gut an.

Rainer-Maria


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03.04.2018 18:52
avatar  PF75
#9
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Polen hat doch schon getönt sie sind vom Gas aus Russland unabhängig,kriegen ja das teure gas von Uncle Trump und auch aus europäischen Quellen,weis gar nicht warum sie dann gegen die Leitung sind oder fehlen dann doch die Transitgebühren um an leichtes Geld zu kommen.
Die Ukraine braucht ja die alte Transitleitung um sich illegal (oder mit Duldung der EU ) mit Gas zu versorgen.


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03.04.2018 19:38
avatar  werner
#10
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Bei Nordstream 2 ist noch lange nicht alles durch.

@andyman hat schon viel gesagt.

Konkret stehen noch die Baugenehmigungen aus Finnland, Schweden, Russland und Dänemark aus.
Russland wird sicher nicht blockieren, Finnland hat auch nicht signalisiert, dass es Probleme geben könnte, Schweden ähnlich.
Wenn Dänemark den Bau in seinen Gewässern verbietet, hat Gazprom bereits eine Alternativroute.

Dass die neuen Auflagen der EU-Kommission rechtswidrig sind, hat ein vom EU-Rat in Auftrag gegebenes juristisches Gutachten festgestellt.
Es ist jetzt zwar möglich, aber nicht besonders wahrscheinlich, dass die EU-Kommission dieses Gutachten ignoriert. Das würde nur eine Verzögerung bedeuten. Aufhalten wird es das Projekt nicht.
Deutschland hat ein großes Interesse an dem Projekt, wird es dadurch seine Position als Exporteur weiter ausbauen und zum Drehkreuz für Erdgas werden, verdient also noch mehr durch den Weiterverkauf als heute schon. Also baut es entsprechend Druck auf für das Projekt.

Es gibt aber einige handfeste Interessen, die haben mit einer Versorgungssicherheit oder Abhängigkeit überhaupt nichts zu tun:
Polen und die Ukraine haben erhebliche Einnahmen aus Transitgebühren zu verlieren.
Polen will obendrein selbst neues Drehkreuz für LNG werden, was zugleich eine Interessenslage der USA auf den Plan ruft.

Die wollen unbedingt zum LNG-Exporteur Nr.1 in der Welt werden. Da der Markt aber weitgehend aufgeteilt ist, und obendrein US Fracking-Gas teurer ist als russisches Gas, müssen sie also was unternehmen, damit die Kunden bereit sind, den höheren Preis zu zahlen.
Wo kein Markt ist, wird einer geschaffen.
Entsprechend machen Sie Druck gegen das Nordstream und für LNG.




Da Deutschland aber keine Lust hat, für LNG Durchleitungsgebühren an Polen zu zahlen, hat Niedersachsen auch ein Projekt für ein LNG-Terminal aufgelegt, womit die Interessenslage der USA und Qatar in Polen auch wieder neutralisiert werden kann. Denen ist es egal, ob sie in Swinouscie oder in Wilhelmshafen anlanden. Sie spielen auch Deutschland gegen Polen aus, solange sie selbst gewinnen.

Großbritannien ist dabei auch ein Spielball. Es bezieht zwar nur einen verschwindend kleinen Teil seines Gases aus Russland (1%??),
aber immerhin 1/3 seines für die Industrie genutzten Gases kommen von dort.
Das wäre ein leckerer Happen für nicht-russische Lieferanten, welchen man Russland gerne abjagen möchte.
Da kommt doch so ein Skripal gerade recht, um einen Keil zwischen GB / EU und RUS zu treiben.

Für Russland steht also einiges auf dem Spiel.
Und da sollten manche mal das Denken beginnen, wenn es um Skripal oder eine „Bedrohung“ durch Russland geht:

Wer kann gewinnen und wer verliert? Wer zieht auf jeden Fall einen Nutzen? Russland jedenfalls nicht.


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03.04.2018 20:01
#11
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Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #8
Freienhagener,du Freund der jungen Frauen, du sollst bitte nicht immer so den intellektuellen Schlaukopp heraushängen lassen(so in #6). Denn die von Gazprom werden sich schon was bei denken, bei ihren Formulierungen.So nehme ich einfacher bescheidener Nach-Denker....einer schrieb einmal "der Arbeiterschriftsteller" mal gut an.

Rainer-Maria

Das ist doch Wissen der Grundschule oder Mittelschule und ganz einfach Fakt, der nicht interpretiert werden kann.

Oder meinst Du, die Russen stellen sich wissentlich abseits ins "wilde Asien".


Sie meinen offensichtlich Westeuropa und zählen das mitteleuropäische Deutschland dazu.


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03.04.2018 20:27
#12
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RE: Nord Stream seit 2011/Nord Stream 2 • Absender: PF75, Heute 18:52
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Polen hat doch schon getönt sie sind vom Gas aus Russland unabhängig,kriegen ja das teure gas von Uncle Trump und auch aus europäischen Quellen,weis gar nicht warum sie dann gegen die Leitung sind oder fehlen dann doch die Transitgebühren um an leichtes Geld zu kommen.
Die Ukraine braucht ja die alte Transitleitung um sich illegal (oder mit Duldung der EU ) mit Gas zu versorgen.


Polen war schon lange vor der Wende ein unsicherer Partner für den RGW-Bereich und ist es heute für den Westen immer noch. Nicht umsonst wurde damals der Fährhafen in Mukran gebaut. Mit Polen hat sich die EU ebenso wie mit GB ein Kuckucksei in´s Nest gelegt, siehe heutige erzkonservative Regierung, die ganz und gar nicht EU und schon gar nicht deutschlandfreundlich eingestellt ist und es auch so propagiert. Abgesehen von ihrer Unberechenbarkeit in der Politik gegenüber Russland. Neben den verloren gehenden Transitgebühren sind es vor allem auch seine politische Stärke, wenn dieses Druckmittel Gasdurchleitung nicht mehr zieht.


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03.04.2018 22:04
#13
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Gerade gelesen in den Deutschen-Wirtschafts- Nachrichten.Großbritannien verschärft Gangart gegen Nord-Stream2. Da kann man auch die Vorgehensweise im Fall Skripal gegen Rußland besser einschätzen. Da geht es knallhart um Kohle und wirtschaftliche Interessen. Es wird auch mal der Rechtstaat ausgehebelt. Und unser Strichjunge macht kräftig mit.
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten...-nord-stream-2/
Wahlhausener


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03.04.2018 22:41
#14
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RE: Nord Stream seit 2011/Nord Stream 2 • Absender: Wahlhausener, Heute 22:04
quote Diesen Beitrag zitieren

Gerade gelesen in den Deutschen-Wirtschafts- Nachrichten.Großbritannien verschärft Gangart gegen Nord-Stream2. Da kann man auch die Vorgehensweise im Fall Skripal gegen Rußland besser einschätzen. Da geht es knallhart um Kohle und wirtschaftliche Interessen. Es wird auch mal der Rechtstaat ausgehebelt. Und unser Strichjunge macht kräftig mit.
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten...-nord-stream-2/
Wahlhausener


Was wollen die Briten eigentlich ausrichten ? In der EU haben sie praktisch nichts mehr zu melden, zum Glück. Jeder Politiker weiß, warum die dagegen sind. Die Leitung tangiert nicht britisches Hoheitsgebiet. Die Polen haben außer Gezetere auch nichts dagegenzusetzen. Bleiben nur diplomatische Aktivitäten, Erpressung und Bestechung.


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21.04.2018 19:32
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#15
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Also im Regionalwurstblatt stand da nix.....wenn ich jetzt nicht ganz falsch liege. Aber in der FAZ 6.April 2018 und zwar das Finnland den Bau von Nord Stream 2 genehmigt hat. Das ist doch was, ist positiv, ist gut fürs Ganze.

Rainer-Maria


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