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Wurdet ihr eigentlich über militärische Strukturen aufgeklärt ?

Zitat von sentry im Beitrag #54
In Marienborn waren wir jedenfalls in der Lage, jede Einheit, jedes Vehikel und jegliche Bewaffnung aufzuklären, die auf der anderen Seite auftauchten und einige von uns waren wirklich gut in diesem Job. Es gab eine Menge Dokumentationsmaterial diesbezüglich und ein bisschen was hatten wir natürlich auch im Kopf...aus Erfahrung oder aus persönlichem Interesse.
Natürlich gabs auch Fotoalben gelegentlich auftauchender Personen mit zum Teil recht detaillierten Erläuterungen einschl. Namen.
Wir hatten sogar diverse Dienstvorschriften westlicher bewaffneter Organe im Original zur Verfügung.
Ich weiß nicht mehr im Detail, was das alles war, aber auf langen Nachtschichten beim DHO auf der Eisenbahn-GÜSt habe ich viel darin geblättert.
Welche sollen dass gewesen sein?

@Thunderhorse
Nächster Satz nach Deinem roten Zitat: Ich weiß es nicht mehr.
Ich kann mich z.B. daran erinnern, nachgelesen zu haben, wie beim BGS Waffen mitgeführt werden (geladen/durchgeladen, gesichert/ungesichert, wieviel Munition usw.)
Mir ist so, als wenn wir auch vorn auf dem "Schiff" an der Autobahn so etwas hatten. Auf jeden Fall hatte der DHO Eisenbahn so eine kleine Bibliothek im Panzerschrank, in dem während der Schicht der Gehilfe auch seine Waffe parkte. Der war im normalen Dienst offen und der GDHO/E durfte sich gerne bedienen. Jedenfalls habe ich das so erlebt.
Ich kann mich noch erinnern, wie ich in so einem Dokument die Mützenembleme der Engländer studierte, a) weil mich die "exotischen" Einheitennamen und die historischen Wappen faszinierten und b) weil man bei den Aufklärungsjobs auf dem Schiff mit Fachwissen (Waffen, Hubschrauber und eben Einheiten) bei den Alten ganz gut punkten konnte, ein besseres Standing hatte und schneller aus der Juppiecke im Südosten des Turms rausgekommen ist und die interessanten Beobachtungssektoren kriegte.

P.S.: Anekdote: Aus persönlichem Interesse heraus hatte ich mir von einem Kameraden, der im GAR Halberstadt die Bibliothek betreute, dort das Standardwerk "Die NATO-Streitkräfte auf dem Territorium der BRD" klauen lassen. Damit war man für die Gegneraufklärung schon super aufgestellt.

Es gab Erkennungsmaterial das seitens der DDR-Organe erstellt wurde (meist mit blauem Einband).
Basierend u.a. auf westlichen Publikationen, Veröffentlichungen, Fachzeitschriften, etc..
Schauste mal hier unter Anleitungen:
http://www.kondruss.com/mad/nva-dienstvo...aufklaerung.htm
Habe mir davon einzelne Exemplare aufgehoben.
Original Vorschriften die durch die Aufklärung im Westen besorgt wurden, lagen/standen sicherlich nicht auf den Dienststellen in der DDR so rum bzw. im Schrank.
Umgekehrt gab es gleiches von den Kräften des WP, DDR-Organe, etc. auch auf westlicher Seite.

An blaue Einbände kann ich mich auch erinnern. So etwas gabs da auf jeden Fall. Und es passt auch zuden Titeln in Deinem Link.
Vielleicht hast Du ja recht und das Material beschränkte sich auf so etwas. Ist einfach zu lange her.
Bisher war ich der Meinung, dort zumindest eine BGS-Vorschrift gelesen zu haben. Aber so verwaschen wie mittlerweile die Erinnerungen sind, will ich hier natürlich keinen Unsinn verbreiten.

Zitat von passport im Beitrag #49
@Thunderhorse ,
Frage : Wer (Personenkreis von PB, MfNV, MfS, WV) wurde denn konkret informiert ? Gibt es darüber Dokumente ? Nachrichten von R.R gingen ja bekanntlich an die HVA.
passport
Passport,
es gab für Informationen z.B. des MfS immer verschiedene Verteiler. Dies konnte z.B. so aussehen.



Die Gliederung und Struktur eines Mot.-Schützenregiments der NVA war im Jahr 1987 an der Offiziershochschule der Grenztruppen eine VS-Vorlesung für Offiziere in Vorbereitung auf die Militärakademie bzw. Die Militärpolitischen Hochschule. Das mal so aus meiner Erinnerung dazu.
#71


Zitat von Leo2 im Beitrag #57Direkt nach Öffnung der Grenze wurden provisorische GÜSten errichtet, die anfangs von der Grenztruppe (Zeltüberdachung), peu à peu anschließend von PKE und Zoll (mit Bürocontainern) übernommen wurden.
Die Struktur unseres ,,Klassenfeindes,, versuchte man uns schon eher zu vermitteln. Man sollte ja aufklären und vernünftige Meldungen absetzen.
Beim ersten Zusammentreffen mit AGT begrüßte mich der Postenführer beim Händeschütteln mit meinem Namen, noch bevor ich mich mit vorstellte. Im sich anschließenden, freundlichen Gespräch, informierte er mich, dass mein Konterfei im Führungspunkt aushängen würde, Amtsbezeichnung und Dienststelle waren darüber hinaus zutreffend erfasst.
Zu einem späteren Zeitpunkt, nach der Vereinigung, habe ich erst erfahren, dass ein Redakteur der Lübecker Nachrichten („IM Wallis“) dienstliche Informationen
weitergegeben hat.
Existierte exaktes, erkennungsdienstliches Material zur Identifizierung von Personen und Fahrzeugen der westlichen Grenzorgane gleichermaßen
in jedem Führungspunkt oder war dies als besonderes Merkmal durch den mir seinerzeit noch unbekannten "IM" begründet?
Welche Personen oder Dienstgrade hatten Zugang zu dieser Datensammlung?
"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner!
Erst Rentnerlehrling
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Zitat von Rainman2 im Beitrag #70
Die Gliederung und Struktur eines Mot.-Schützenregiments der NVA war im Jahr 1987 an der Offiziershochschule der Grenztruppen eine VS-Vorlesung für Offiziere in Vorbereitung auf die Militärakademie bzw. Die Militärpolitischen Hochschule. Das mal so aus meiner Erinnerung dazu.
Kann ich nur bestätigen, eigene Strukturen waren VS, gegnerische Strukturen waren offen. Ob letztere nun immer korrekt waren sei dahin gestellt, ein Fakt war, dass ich damals besser über den BGS informiert war wie heute über die Bundespolizei deren Angehöriger ich bin. Da stehen neue Leute da und ich erfahre das ist mein neuer Chef, so etwas war mir früher schon vor seiner Amtsübernahme in der Dienststelle bekannt. Ich muss allerdings auch gestehen, der ganze Kram interessiert mich heute nicht mehr sonderlich.
Die Frage welche sich stellt, muss ein Soldat zur Aufgabenerfüllung zwingend die Struktur seiner übergeordneten Einheiten kennen - ich glaube eher nicht.

@IM Kressin
Ich weiß nicht, was Du mit "exaktes, erkennungsdienstliches Material" meinst, aber wie schon weiter oben zu lesen, gab es Fotoalben regelmäßig auftauchender Personen verschiedener bewaffneter Organe. In der Regel waren diese auch mit diversen Angaben zur Person (Name, Dienstgrad, Einheit, Funktion, gelegentlich Freitext mit Zusatzinfos usw.) versehen. Das ging von Zivilisten ("Provokateure" usw.) über normale BGSler und Zöllner bis zu höheren Offizieren der Alliierten...alles war dabei.
Ich erinnere mich z.B. an einen Streifenführer des GZD Soundso, bei dem daneben stand: "Hat die und die Aufgaben und ist in seiner Dienstdurchführung mangelhaft einzuschätzen." Wenn Dein Tätigkeitsprofil es hergab, dass Du in so einem Album warst, war es natürlich ein Leichtes, Dich mit Namen und Dienstgrad zu begrüßen.
Fahrzeuge wurden anhand des Typs, der Zulassungskennzeichen, angebrachter taktischer Zeichen, Registrierungen usw. identifiziert...Luftfahrzeuge analog. Da brauchte man nichts weiter, außer natürlich Dokumente, die erläuterten, was diese Zeichen bedeuten. Aber die hatten wir ja auch.
Solches Material gab es nicht nur auf Führungspunkten. In Marienborn hatten wir so etwas auch auf dem Turm ganz vorn an der Linie, der vorrangig der Aufklärung diente. Das machte in sofern Sinn, weil nur hier die Identifizierung erfolgen und entsprechen detailliert gemeldet werden konnte. Aktuelle Fotos konnten natürlich auch gleich gemacht werden.
Die Markierungen des gegenüberliegenden GSK Nord des BGS hatten die meisten SiK-Soldaten in Marienborn, die da vorn auf dem "Schiff" dienten, wohl im Kopf, genau wie die Kfz-Kennzeichen und Registrierungen der ständig wiederkehrenden Fahrzeuge und Hubschrauber.



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