Berufsausbildung und Abitur im Doppelpack

24.03.2018 00:54 (zuletzt bearbeitet: 24.03.2018 00:56)
#1
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Lebt in Sachsen die DDR wieder auf, oder warum ist dieser Bildungsgang nach der Wende untergegangen?

Wer Berufsausbildung und Abitur im Doppelpack absolvieren will, für den steht der Modellversuch »Duale Berufsausbildung mit Abitur« (DuBAS) bereit. Neben den bisherigen Standorten Dresden und Leipzig gibt es den neuen Ausbildungsgang nun auch in Chemnitz und Bautzen.

https://www.bildungsmarkt-sachsen.de/aus...dellversuch.php

Moskwitscka


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24.03.2018 01:04
avatar  Ehli
#2
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Nein, auch Berlin

BERLIN
Abitur und Ausbildung gibt es bald im Doppelpack
Zwei Klassen können demnächst das Berufsabitur machen
https://www.morgenpost.de/berlin/article...Doppelpack.html
Einfach lesen und verstehen.
Danke


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24.03.2018 11:38
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#3
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Ist nicht der schlechteste Weg.

In vielen Studiengängen ist eine berufliche Vorbildung und praktische Erfahrung hilfreich.

Dann wird vielleicht auch ernster an das Studium herangegangen, da der spätere Einsatz eventuell schon klarer definiert ist.

Viele mittlere Leiter die in der DDR nach der Berufsausbildung eine Fachschule besucht haben können das vielleicht bestätigen.

KS


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24.03.2018 12:44
#4
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Ich bin den Weg gegangen und es hat mir genützt.


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24.03.2018 16:28
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#5
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Ich wollte ja auch diesen Weg gehen, da hatten aber einige der Bestimmer etwas dagegen.

Solche Leute die den Staat dann in den Rücken fallen, lassen wir doch kein Abitur machen.

Für den Dienst am Gartenzaun hat die Vertrauenswürdigkeit aber dann doch gereicht.

Solche kruden Gedankengänge kann nur jemand haben der alle seine Gedanken seiner übergeordneten Stelle unterordnet.

KS


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24.03.2018 18:23 (zuletzt bearbeitet: 24.03.2018 18:24)
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#6
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Ein Cousin hat Berufsausbildung mit Abitur gemacht. Und das, obwohl sein Vater eingefahren ist für versuchte Republikflucht in Verbindung mit dem Entwenden/unberechtigter Nutzung eines Kundenautos + Fahrens unter Alkoholeinfluß! Volles Programm!
Wer will mir jetzt erzählen, das mein Vater ( Zoll Grellstraße in Berlin) meinem Cousin das durch seine Staatsnähe ermöglicht hat oder das mein Cousin ne Verpflichtungserklärung unterschrieben hat?
Fachabitur heuer ist auch ein Abitur in Richtung Berufsausbildung mit Abitur, nur halt ohne Berufsausbildung. Dafür halt Fachrichtungen Wirtschaft etc.! Wobei mir persönlich Berufsausbildung mit Abi besser gefällt, da es eben auch ne Ausbildungsvergütung gibt!


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24.03.2018 19:25
#7
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Zitat von der Anderdenkende im Beitrag #6
...sein Vater eingefahren ist für versuchte Republikflucht in Verbindung mit dem Entwenden/unberechtigter Nutzung eines Kundenautos + Fahrens unter Alkoholeinfluß! Volles Programm!...


.. da hätte er ja bloß noch ein geklautes Blaulicht aufstecken müssen.. zur Abrundung sozusagen..
Wollte Dein Onkel in den Knast ?

.. und auf seinen Sohn hatte das selbstverständlich keinen Einfluß.. schließlich gab es in der DDR keine Sippenhaft oder so etwas ..

Siggi


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24.03.2018 20:14
#8
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Berufsausbildung mit Abi (3 Jahre) war schon eine gute Sache in der DDR. Die Ausbildung war sehr praxisbezogen und Grundlage für ein weiteres Studium. Mein Bruder machte diese Ausbildung in Rostock Marienehe im Fischkombinat und Studierte anschließend an der IHS Warnemünde/Wustrow.


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24.03.2018 20:59 (zuletzt bearbeitet: 24.03.2018 21:01)
#9
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Zitat von Kontrollstreife im Beitrag #5
Ich wollte ja auch diesen Weg gehen, da hatten aber einige der Bestimmer etwas dagegen.

Solche Leute die den Staat dann in den Rücken fallen, lassen wir doch kein Abitur machen.

Für den Dienst am Gartenzaun hat die Vertrauenswürdigkeit aber dann doch gereicht.

Solche kruden Gedankengänge kann nur jemand haben der alle seine Gedanken seiner übergeordneten Stelle unterordnet.

KS

Das war gottseidank nicht einheitlich.

Das Berufsabi war nämlich auch eine Möglichkeit für "Herkunfts-Benachteiligte", auf diesem Umweg die Hochschulreife für nichttechnische Berufe zu erlangen.

Ein Professorensohn wurde so mit mir Gasmonteur und Abiturient, machte dann an der Volkshochschule das Bio-Abi und studierte schließlich Medizin.
Den Umweg als Monteur hat er nicht bedauern müssen. Im Gegenteil. Wir alle waren eine "dufte Truppe" an der Betriebsschule.
Einen Pfarrersohn und späteren Theologiestudenten hatten wir dort auch.


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24.03.2018 22:11 (zuletzt bearbeitet: 24.03.2018 22:12)
#10
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RE: Berufsausbildung und Abitur im Doppelpack • Absender: Freienhagener, Heute 20:59

zitat Freienhagener:......Das Berufsabi war nämlich auch eine Möglichkeit für "Herkunfts-Benachteiligte", auf diesem Umweg die Hochschulreife für nichttechnische Berufe zu erlangen.

Nur nichttechnische ? Als ich 1963 in Leune meinen Chemiefacharbeiter begann, hätte ich auch Facharbeiter mit Abi machen können. Ausbildung dauerte 3 Jahre. Ich hatte mich beworben, aber 0,2 am notendurchschnitt hatten gefehlt. Auf meinem Zimmer lag eienr, der machte dieses Abi und nach seinen Erzahlungen und sein eigenes verhalten war er und sein Vater ein DDR-Hasser. M.E. war das nicht auf nichttechnische Berufe begrenzt, denn Chemie zählt zumindest zu den Naturwissenschaften. Es gab natürlich auch spezielle technische berufe dort, die eben in einem Chemiebetrieb dieser Größe gebraucht werden, ebenfall mit Abi-Möglichkeit.


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24.03.2018 22:55
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#11
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@Freienhagener

Ich weiss ja nicht, was Du unter nichttechnischen Berufen verstehst, ich habe von 1977-80 Landmaschinenschlosser mit Abitur gelernt und das war damals nix neues. Ist das nichttechnisch? Ich glaube eher nicht. Die Masse meiner Abi-Kumpels haben Maschinenbau studiert und sind heute als Ingenieure tätig. Es gab auch die Richtung Baufacharbeiter mit Abitur - ist das nichttechnisch? Diese Leute wurden Bauingenieure.

Ich glaube nicht, dass man diesen Bildungsweg auf nichttechnische Berufe reduzieren kann.


andy


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24.03.2018 23:08 (zuletzt bearbeitet: 25.03.2018 00:06)
#12
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Das habe ich nicht behauptet, sondern sprach über Möglichkeiten, welche dieser Weg Leuten bot, die eigentlich was anderes wollten, aber den direkten Weg nicht gehen durften.

Ich selbst bin, wie gesagt, Techniker ohne Umweg, d.h. Beruf mit Abitur, dann technisches Studium und Tätigkeit als Ingenieur.

"nämlich auch eine Möglichkeit" ist in Beitrag 9 meine klare Aussage zu Ausnahmen.
Sorgfältiges Lesen hilft verstehen


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25.03.2018 06:32 (zuletzt bearbeitet: 25.03.2018 06:37)
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Zu #7 :
Siggi, deine Vermutung liegt nahe, das er in den Bau wollte und sich von dort aus freikaufen lassen wollte. Ausreiseantrag hatte er ja gestellt und es dauerte ihm zu lange.
Tante und Cousin wollten nicht raus wegen Großeltern und so und meinem Onkel gingen , laut seinen Äußerungen, 2 Sachen auf die Füße:
Die ständigen Fragen der "Firma" , wie denn der Schwager zur DDR steht, und die damit verbundenen Unterstellungen und Schikanen seiner Kollegen bezüglich angeblicher Zusammenarbeit mit der "Firma" und dadurch Kollegenanschei...erei!
Finanziel gings ihnen jedenfalls nicht schlecht als Kfz-Elektriker und als Aphothekerin und "blaue Fliesen" waren in Heidenau immer gut und schnell zu verdienen.
Cousin hat da übrigens sein Berufsabi im Maschinenbau gemacht in der Mafa in Heidenau.


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26.03.2018 15:40 (zuletzt bearbeitet: 26.03.2018 19:21)
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#14
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #9
Das war gottseidank nicht einheitlich.
Da hast Du sowas von Recht.

Bei allem Dogmatismus in der DDR war vieles doch von der jeweiligen Person abhängig die solche Entscheidungen treffen mussten und da hat es glücklicherweise auch Menschen und nicht nur Befehlsausführungsroboter gegeben.

Egal ob in der Schule, im Beruf oder bei der NVA/GT.

KS


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