Gab es zwischen 09.11.1989 und 03.10.1990 noch Patrouillengänge an der Grenze?

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15.03.2018 15:03von ( gelöscht )
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Gab es zwischen 09.11.1989 und 03.10.1990 noch Patrouillengänge an der Grenze?

An alle damals Aktiven: Wie war das eigentlich nach dem Mauerfall bis zum Tag der Deutschen Einheit am 03.10.1990? Habt ihr da auch noch Grenzpatrouillen durchgeführt? Wurden nach dem 09.11.1989 auch noch Fotos vom BGS, Zoll und den westlichen Siegermächten gemacht? Waren die Wachtürme an der Grenze zum Westen nach wie vor besetzt? Falls ja, auf was achtete man stattdessen, wenn es nicht mehr darum ging, illegale Grenzübertretungen zu registrieren oder auf feindliche Aktivitäten zu achten? Oder war die Grenze ab dem 09.11.1989 de facto nur noch eine "Grüne Grenze", die zwar offziell noch eine Grenze war, aber nicht mehr so gehandhabt wurde, wie bis vor November 1989?

18.03.2018 16:17von Ratze
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Nicht im Norden @Thunderhorse, da waren wir schon am 30.06. fertig.

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18.03.2018 16:18von Ratze
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Nicht im Norden @Thunderhorse, da waren wir schon am 30.06. fertig.

18.03.2018 16:21von Thunderhorse
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Zitat von Ratze im Beitrag #31
Nicht im Norden @Thunderhorse, da waren wir schon am 30.06. fertig.


Tja, da war schon vorher die Luft raus im Norden!

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18.03.2018 16:51von Ratze
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Richtig, wir hatten keine Lust mehr

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21.03.2018 19:29von hslauch
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Naja, wenn ich mal so recht überlege........
Eigentlich war bei uns die Luft spätestens im Dezember 1989 raus (zumindest bei mir)

Aber... es war fortan ein entspannter Grenzdienst und Heiligabend gab`s ne Camel vom BGS zu rauchen
und für unsere Kollegen ne Cabinet von uns.....

Wir haben bestimmt fast zwei Stunden lang gequatscht.... war für mich eine schöne und unvergessliche Spätschicht....

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22.03.2018 15:18von Zkom IV
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Bei uns wurden am 30.06.1990 die Kontrollen eingestellt.
Ich hatte an diesem Tag Spätdienst.

Um 18.00 Uhr erfolgte schon die letzte Offizielle Kontrolle, belegt mit einer Urkunde (die habe ich noch irgendwo) den Stempeln vom Zollkommissariat IV sowie dem GZA Kleinmachnow.

Nach dem Dienst, so gegen 22.30 Uhr, trafen wir uns mit den PKElern, dem Ostzoll und einigen Kollegen von uns zum "Abschiedstrunk".
Das wars dann.

Trotz der Freude klang natürlich bei allen Beteiligten trotzdem etwas Wehmut mit.
Ich wusste zwar auch noch nicht genau, wie es nun beruflich weitergeht, aber man war ja als Beamter sicher, dass man nicht so einfach gekündigt werden konnte.
Da sah es bei den Kollegen vom Ostzoll und der PKE schon anders aus.

Wir sind vom Zkom aus eigentlich bis zum letzten Tag Streife gefahren, natürlich nicht mehr so Personalintensiv. Es gab wohl pro Schicht nur noch einen
Funkwagen, der den Bereich einmal abfuhr.
Ich bin manchmal gar nicht mehr ganz durch den Bereich gekommen, da ich an der Glienicker Brücke, in Düppel und Kleinmachnow einige Ostzöllner ganz gut kennengelernt hatte und saß mit denen dann immer in ihren Buden und wir tranken Kaffe und Quatschten und lachten auch viel.

Unsere Aufgabe bestand in dieser Zeit auch nur noch darin, aufzupassen, das niemand von den sog. "Mauerspechten" von herabfallenden Betonteilen verletzt wurde.
Der Vorfall mit den Kindern ist mir nicht bekannt.

Ein Vorfall aus dieser Zeit will ich nochmal kurz schildern, obwohl ich das an anderer Stelle schon mal zum Besten gab.

So etwa im März 1990 hatten wir Kontakt zum ehem. Führungspunkt zwischen Steinstücken und der Wasser GÜSt (GR-44). Der Turm war noch mit einem
jungen Uffz. besetzt, der uns einlud ihn zu besuchen.
Gerne nahmen wir das Angebot an, so einen Führungspunkt mal von innen zu sehen.
Die technischen Anlagen waren allerdings schon alle entfernt worden, aber der Kamerad erklärte uns ausführlich wie das alles vorher funktioniert hatte.
Während dieses Erzählens erschien aus Westrichtung eine männliche Person, so etwa 40 -45 Jahre und fing an, an den dort z.T. lose herunterhängenden Betonteilen, herumzufummeln.
Der Uffz forderte den Herrn freundlich, aber bestimmt auf, dieses Tun zu seiner eigenen Sicherheit zu unterlassen.
Die Antwort : "Du hast mir hier gar nichts mehr zu sagen!"

Diese Antwort wiederum machte mich nun äusserst ärgerlich..
Ich stieg hinab, begab mich zu dem Herren und forderte ihn nochmals auf damit aufzuhören sonst würde ich jetzt einschreiten, was für ihn sicherlich unangenehme Folgen hätte.
Der Typ glotzte mich mit großen Augen an, drehte sich um und verschwand.

Wir lachten dann noch alle eine Weile über den Vorfall, bevor wir unsere Fahrt fortsetzten.

So gab es eine Zusammenarbeit zwischen Ost und West, die so fünf Monate vorher völlig undenkbar gewesen wäre.

Gruß Frank

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22.03.2018 16:20von Blitz_Blank_Kalle
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Wie war das für die GWDLer nach der Maueröffnung eigentlich mit Ausgang oder Urlaub bzw. sonstigen Freiheiten?
Wurde das gelockert bspw. Wochenende nach hause wie bei der BW oder hat man noch an den traditionellen NVA/GT - Methoden festgehalten?.

23.03.2018 11:54von 94
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Festagsrate zum Jahreswechsel 89/90 war 50%, also die Hälfte der GWD und UaZ zu Weinachten und die andere Hälfte Neujahr. Vorher gabs 5 Termine, also schon eine 'Lockerung'.

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94
25.03.2018 19:51von ( gelöscht )
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@Eren2001,
auf youtube gibt es zu dieser Zeit ( Anfang 1990 ) einige interessante Filmbeiträge von videohai02 über die Situation an der Grenze rund um Berlin.
Gezeigt werden hauptsächlich die Aktivitäten der GT. An Hand der Vegetation kannst Du gut erkennen, daß es sich um die ersten Monate im Jahr 1990 handeln muß.
Ein anderer Beitrag auf youtube stammt von Rainer306, Grenzsicherungsanlagen Bertinistraße Potsdam.

Der damalige Sachgebietsleiter beim BGS in Coburg, PHK Kilian, formulierte die damalige Situation nach einem Treffen mit seinem Gegenüber der GT, Oberstleutnant Krause, ungefähr so.

Die Freude über die Ereignisse ist auf beiden Seiten sehr groß, jedoch hat die Grenze noch ihre Funktion und die GT als auch der BGS sehen das ganz sachlich. Die Maßnahmen und der Dienst werden zwar entspannter, aber nicht aufgehoben.

Es gab auch einen Videobeitrag von dem ehem. Pol.Beamten und Verbindungsbeamten zu der US-Army MP in Berlin , PHK von Bronewski, die Aufnahmen zeigten ihn zusammen mit seinem Sohn im Grenzbereich Klein Glienicke. Er fährt in Zivil in einem Grenztrabant mit zwei Grenzsoldaten auf dem Grenzweg rund um Klein Glinicke. In den Bereich kam er lt. seiner Aussage durch ein Loch in der Mauer, welches durch einen in Klein Glinicke ansäßigen Volkspolizisten in die Mauer geschlagen wurde. Lt. seiner Aussage war der VP auch Angehöriger der FFeuerwehr Kl.Glienicke.
Evtl. kennt @andy diesen Mann. Auch diese Aufnahmen entstanden in den ersten Monaten 1990.

Grüsse Hubsi

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25.03.2018 20:11von mibau83
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Zitat von Hubsi im Beitrag #39

Der damalige Sachgebietsleiter beim BGS in Coburg, PHK Kilian, formulierte die damalige Situation nach einem Treffen mit seinem Gegenüber der GT, Oberstleutnant Krause, ungefähr so.
Die Freude über die Ereignisse ist auf beiden Seiten sehr groß, jedoch hat die Grenze noch ihre Funktion und die GT als auch der BGS sehen das ganz sachlich. Die Maßnahmen und der Dienst werden zwar entspannter, aber nicht aufgehoben.



da hätte ich was für dich.
zu sehen ist u.a. die grenze an der bergmühle, an der gebrannten brücke und zwischen hönbach und wildenheid.

25.03.2018 20:14von ( gelöscht )
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Ja , genau , das ist PHK Kilian .

Danke Mibau

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25.03.2018 21:48von ( gelöscht )
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@Hubsi

Evtl. kennt @andy diesen Mann. Auch diese Aufnahmen entstanden in den ersten Monaten 1990.

Hast Du evvtl. einen Link zu em Film in der tube?

andy

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25.03.2018 23:52von vs1400
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28.03.2018 21:31von ( gelöscht )
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Wie darf man sich den Dienst im ersten Halbjahr 1990 vorstellen. Ich kann man mich erinnern, dass wir als Kinder durch die Löcher in der Mauer nach Steinstücken geschlüpft sind. Und ich kann mich auch erinnern, dass da noch Patroulien in Kübeltrabbis gefahren sind. Hatten die noch konkrete Befehle zum Grenzschutz?

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30.04.2018 23:40von ( gelöscht )
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Hallo @andy ,
leider habe ich keine weiteren Infos . Die Aufnahmen sind nicht im Netz . Aber gab es denn in dem Ort mehrere VP Angehörige die auch in der Feuerwehr Dienst geleistet haben ?

Hubsi

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