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#21

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.03.2018 15:47
von berndk5 | 1.319 Beiträge | 9995 Punkte
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Hallo @Eren2001 , selbst nachdem jetzt schon der Beitrag #18 durch ist, ist ein klitzekleiner Teil Deiner Frage nicht genau beantwortet worden.
Alle anderen Beiträge haben die damalige Realität schon sehr gut beschrieben.

Also, Transitstrecke ist doch der Weg durch..... ! Logisch, dass am Anfang und am Ende der Transitstrecke Grenzkontrolle ist. Da waren also die GÜStèn mit dem ganzen `drum und `dran .
In der GÜSt gab es natürlich auch den "rasenden Roland", oder die "Kfz.-Sperre", oder wie man auch immer den letzten Blocker nannte.
An sonsten ist alles andere schon sehr ausführlich beschrieben worden.

Eine sehr "unsozialistische" und damals sicher strafbare Handlung habe ich als Offiziersschüler der GT in Plauen gemacht.
Heute kann ich es ja sagen, ist auch nie `raus gekommen.

Damals wohnhaft ca. 80 Km nördlich von Berlin, war es natürlich eine enorme Reise mit der Bahn, wenn man endlich nach meist mindestens 3 Monaten endlich mal Urlaub hatte.
Wenn man nix wusste, aber die Abfahrzeiten der Züge vom Plauen, Oberer Bahnhof in Richtung Leipzig oder direkt nach Berlin- diese Zeiten kannte man. Leider aber andere auch.

So hat mich mal ein "Zughelfer" (also der Lakai des Zugführers bei GT) gezwungen, noch eine Zusatzarbeit beim Spieß abzumelden, nachdem der Rest der ganzen Kompanie schon zum Urlaub unterwegs war.

Obwohl der Spieß Mitleid mit mir hatte und mich dann noch recht schnell gehen ließ, war zuerst die Straßenbahn und als ich am Bhf. ankam der Zug weg. Der war 11:11 Uhr gefahren, ich wäre gegen 0:20 Uhr zu Hause gewesen.

Was tun, der nächste Zug fuhr erst nach 15 Uhr. Also TRAMPEN , in Uniform (Zivil hatten wir ja nicht). Die Hoffnung den Zug einzuholen, hatte sich gleich zerschlagen, weil schon der 2.PKW anhielt und mich bis zur damaligen Autobahnanschlußstelle Schleiz (A 9 ) mitgenommen hatte.

Dem Fahrer (irgend einem Ingenieur der PLAMAG) musste ich natürlich eine Story erzählen, dass mich ein Kamerad dort abholt, den ich nur verpasst hätte. Wenn der gepetzt hätte, nicht auszudenken.
Aber es kam noch schlimmer.

Schleiz war ja genau die letzte Abfahrt (nach Süden) in Richtung BRD, also der Rand des Grenzgebietes. Da konnte man nicht einfach `rumstehen. Mindestens 1-2 mal musste ich vor VP-Streifenwagen in Deckung gehen.
Bin dann auf die Autobahn(Richtung Norden) so ca. 300 m gelaufen, ohne Handzeichen hielt ein älterer Mercedes mit Westberliner Kennzeichen. Na ja mit meiner großen Reisetasche hat er wahrscheinlich meine Absicht geahnt.

Es gab nur wenige Sekunden für Gewissensbisse und eine Entscheidung, jeden Moment hätte eine Streife auftauchen können- also habe ich seine Frage trotz höchster Angst bejaht und bin eingestiegen.
Es war ja so verrückt, der wollte über Drewitz nach WB und hat mich dann am Berliner Ring wieder `raus gelassen.

Soviel Schwein hatte ich vorher und nachher nicht oft. Keiner hatte mich erwischt. Der Mann war auch ohne Pause, aber normal zügig durchgefahren.
Konnte den Rest der Strecke dann auch noch offen in meiner Uniform trampen, es haben sicherlich mehr Leute angehalten, als wenn ich in Zivil gewesen wäre. Ein Westauto habe ich aber nicht wieder benutzt.

Ich war dann um einige Stunden sogar noch eher zu Hause, als wäre ich Zug gefahren.
Habe so etwas natürlich nie wieder gemacht, und noch ein paar Wochen Frack-sausen gehabt, ob etwas `raus kommt- man wußte ja nie.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK


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#22

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.03.2018 22:42
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#23

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.03.2018 19:48
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Hallo berndk5

Vielen Dank für deine Mühe, das war sehr interessant! Du schriebst, du seist damals 80km nördlich von Berlin beheimatet gewesen. Das lag ja auch damals schon, logischerweise, in der "Pampa" (nicht negativ gemeint, weil ich liebe das Brandenburger und Mecklenburg-Vorpommerische Land, mehr Idylle geht kaum!). Wie lange hat man denn von Berlin bis dorthin mit dem Zug gebraucht? Die Strecken waren ja damals noch nicht so gut in Schuss wie heute, aber dafür war die DDR eine großes Eisenbahnerparadies. Ich habe als Kind die Dieselloks geliebt. Könntest du mir auch sagen, wie lange man für eine Fahrt mit dem Auto von Berlin bis an die Ostsee brauchte? Die Autobahnen, da oben, gab es ja damals noch nicht.



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#24

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.03.2018 21:14
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#23
schreib mal
@berndk5
ist besser
tho


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#25

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.03.2018 21:16
von Harzwanderer | 3.984 Beiträge | 3962 Punkte
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Die Stettiner Autobahn gab es aber immer schon.

Hier ist noch ein Link (BSTU) zu den MfS-Überwachungsmaßnahmen an den Transitstrecken:
http://www.hermsdorf-regional.de/autobah...und_Technik.pdf



zuletzt bearbeitet 18.03.2018 21:20 | nach oben springen

#26

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.03.2018 22:42
von Cambrino | 776 Beiträge | 4247 Punkte
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Vergeßt aber auch nicht den Rasthof Börde an der Autobahn Marienborn - Berlin. Gibt es den Rasthof überhaupt heute noch ? Dort war ja totale Überwachung angesagt. Selbst das dortige Personal alles von der Stasi verseucht gewesen. Selbst die Toiletten wurden abgehört. Gab schon vor längerer Zeit Berichte darüber im Fernsehen.

Cambrino


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#27

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.03.2018 22:46
von Harzwanderer | 3.984 Beiträge | 3962 Punkte
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"Anerkannter Bereich vorbildlicher Ordnung, Sicherheit, Sauberkeit und Disziplin." Wer kennt die Schilder mit den blauen Winkeln noch? Standen auch an Rastplätzen und Intertank-Tankstellen im Transit.

https://commons.wikimedia.org/wiki/File%...in_Hannover.jpg



zuletzt bearbeitet 18.03.2018 22:52 | nach oben springen

#28

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.03.2018 23:27
von eisenringtheo | 10.422 Beiträge | 4764 Punkte
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Zitat von Eren2001 im Beitrag #23
Hallo berndk5

Vielen Dank für deine Mühe, das war sehr interessant! Du schriebst, du seist damals 80km nördlich von Berlin beheimatet gewesen. Das lag ja auch damals schon, logischerweise, in der "Pampa" (nicht negativ gemeint, weil ich liebe das Brandenburger und Mecklenburg-Vorpommerische Land, mehr Idylle geht kaum!). Wie lange hat man denn von Berlin bis dorthin mit dem Zug gebraucht? Die Strecken waren ja damals noch nicht so gut in Schuss wie heute, aber dafür war die DDR eine großes Eisenbahnerparadies. Ich habe als Kind die Dieselloks geliebt. Könntest du mir auch sagen, wie lange man für eine Fahrt mit dem Auto von Berlin bis an die Ostsee brauchte? Die Autobahnen, da oben, gab es ja damals noch nicht.

Wann wurde eigentlich die Autobahn nach Rostock eröffnet?
http://landkartenarchiv.de/ddr_landkarte...tokarteddr_1986
http://www.landkartenarchiv.de/deutsched...cherepublik.php


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#29

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.03.2018 10:35
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Hallo @eisenringtheo , dieses DANKE für Deinen Beitrag muss ich mal extra schreiben . Gerade auch mit den Link`s ermöglichst Du den Lesern Zugang zu Dingen die zwar sicherlich noch viele von uns kennen, aber längst vergessen haben.

Zu der Frage der Autobahn Berlin-Rostock . Ich hatte es gestern schon an @Jürgen 75/2 in einer PN geschrieben. Wimre wurde 74 noch ganz massiv gebaut, Ende 1975 müssten die ersten 80 Km ab Berlin (gemeint ca. 50 Km ab Berliner Ring nach Norden) fertig gewesen sein. Ich musste das manchmal bei Zugverspätungen mit Eintreffen nach 21:45 in Oranienburg schon ab Birkenwerder zum Trampen (mit DDR-Autos) nutzen, um überhaupt nach Hause zu kommen. Meine ersten Tramps mussten damals noch über die F 96 gehen, das ging aber auch nur bis Löwenberg gut. Nach dem Verlassen der F 96 nach links war man in der Pampa, da war dann absolut tote Hose. Da kam höchstens jede Stunde mal ein Auto, ob das dann auch anhielt ???
Ich denke, dass 1977 im Sommer die Autobahn schon durchgängig bis Rostock frei war.
Der Abzweig nach Schwerin - Zarrentin - Hamburg wurde dann zwar später, aber schneller gebaut. Da gab es sicherlich D-Mark -Hilfen.
Genau weiß ich das nicht mehr, ist eben zu lange her.
An das einsame und verlorene `rumstehen nachts und den Wunsch nach Hause zu kommen erinnere ich mich aber gut. Leider hatte unsere Familie kein Auto, und das Motorrad durfte ja nicht in die Kaserne mitgenommen werden.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK


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#30

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.03.2018 12:09
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Im Atlas für Motortouristk der DDR/1. Auflage,Seite 43-44/ Redaktionsschluß:Januar 1973 endet die Autobahn 21 bei Marquardt.

Rainer-Maria

Und einen guten Tag allen ins Forum



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#31

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.03.2018 13:20
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Nach acht Jahren Bauzeit wurde das letzte Teilstück der Autobahn Berlin-Rostock 1978 schließlich dem Verkehr übergeben
https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesautobahn_19


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#32

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.03.2018 13:32
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #25
Die Stettiner Autobahn gab es aber immer schon.


Nur die Qualität war mehr als grottig, in den letzten Jahren vor der Überarbeitung nach der Wende, eine Grundinstandsetzung im
gesamten Bereich gibt es bis heute nicht im gesamten Bereich. Teilweise war sie dann nur einspurig je Richtung nutzbar mit 60 km/h,
ab Penkun (Prenzlau) , der letzten Abfahrt, um an die DDR-Ostsee zu kommen, gab es Richtung Polen sogar noch
Abschnitte mit Pflasterung.
http://www.autobahngeschichte.de/Menueop...ecke54index.htm


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#33

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.03.2018 14:03
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Es soll ja sogar äußerst kuriose Autobahnabschnitte in der DDR gegeben haben, die tatsächlich nur gepflastert waren und sogar direkt an die Fahrbahn angrenzende Gebäude (heute undenkbar) vorbei führten. Ich hatte da irgendwo im Internet mal ein Foto gefunden.



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#34

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.03.2018 14:32
von Heckenhaus | 8.695 Beiträge | 18047 Punkte
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Die Auf-und Abfahrten waren sehr oft nur mit Kleinpflaster versehen.

Zitat
..und sogar direkt an die Fahrbahn angrenzende Gebäude (heute undenkbar) vorbei führten.


Das ist nicht unbedingt typisch für die DDR, die A30 im Bereich Bad Oyenhausen ist so ein Kuriosum, wo der gesamte Verkehr der
AB durch die Stadt (Kurstadt) führt, seit Jahrzehnten. Auf normaler Straße !
https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesautobahn_30
Nun soll das Werk aber bald vollbracht sein, Respekt. Da ist die Bauzeit am BER noch um Längen voraus.


.
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#35

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.03.2018 15:04
von Bastler100 | 349 Beiträge | 1870 Punkte
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Dresden Bautzen vor der wende war auch sowas.
Da war die Landstrasse in besseren zustand.
Interessant war an dieser Strecke nur der Fuchsbau( Gaststätte)
Die es in Dresden, wegen eines Kriminalfalles, zu einer gewissen Berühmtheit in gewissen Kreisen gebracht hatte.


Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.


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#36

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.03.2018 16:52
von DoreHolm | 9.031 Beiträge | 6856 Punkte
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Ich habe hier den Atlas f. Motortouristik liegen. 2. Auflage und Redaktionsschluss Februar 1974. Da geht die AB bis Linum. Das Stück weiter bis Abf. Neuruppin zur F 167 ist als im Bau eingezeichnet.



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#37

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.03.2018 18:03
von Geronimo | 33 Beiträge | 195 Punkte
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Hallo Bernd,
ich kann eine ähnliche Storry erzählen.
Ende Juni 1979, ein sehr heißer Tag. Ich hatte VkU genehmigt bekommen um meinen 20. Geburtstag zu Hause zu feiern. Da ich über 12 Std. Fahrzeit hatte, durfte ich schon früher wegtreten.
Doch das Unglück ließ nicht auf sich warten. Mein KC sah mich beim UvD stehen wünschte mir einen schönen Urlaub und ich mußte das Hosenbein hochziehen, keine lang Unterhose an, Schitt.
Das bedeutete, ich mußte zurück auf Stube und durfte nach einer Std. noch mal antreten. Da war natürlich mein Bus längst weg, was bedeutete dass ich den Zug nach Hause auch nicht schaffte. Hätte dann die Nacht auf der Bahnhofsmission ( Mitropa) verbringen können.
Also Trampen!
Nicht ganz einfach in der Uniform mit den grünen Streifen in der Rhön. Einige Autos ließen mich stehen, so dass ich mich nicht mehr umdrehte, sondern nur noch lief und Daumen hoch.
Ein Auto hielt an, ich sah nur das große "B" am Nummernschild.
Lange Rede kurzer Sinn, ich Mütze, ab Koppel runter, Jacke aus, er sagte, ganz schön warm heute, ich antwortete dass auch, aber wenn ich in der Uniform in Ihrem Auto gesehen werde, platzt mir nicht nur mein Urlaub, sondern auch der Arsch.
An den Typ des Autos kann ich mich nicht mehr entsinnen, seine Klimaanlage konnte nicht verhindern, daß mir der Angstschweiz in Strömen lief.
Es ging alles gut.
Grüsse


Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt,
die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
Benjamin Franklin
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#38

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.03.2018 18:17
von Rainer-Maria Rohloff | 4.214 Beiträge | 12732 Punkte
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Eren in #33 mit diesem:

"Es soll ja sogar äußerst kuriose Autobahnabschnitte in der DDR gegeben haben, die tatsächlich nur gepflastert waren und sogar direkt an die Fahrbahn angrenzende Gebäude (heute undenkbar) vorbei führten. Ich hatte da irgendwo im Internet mal ein Foto gefunden."
textauszug ende

Versetze dich in diese Zeit, weil, da kamen sinngemäß zehn Fahrzeuge pro Minute....am Gebäude vorbei. Heute...kommen dreihundert in der Minute. Oder doch eher sechshundert...?

Rainer-Maria



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#39

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.03.2018 18:39
von buschgespenst | 3.125 Beiträge | 10788 Punkte
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Die unbekannte Geschichte der Autobahn A4

Wenn man in einem Autoatlas, der aus der Zeit stammt, als es noch zwei deutsche Staaten gab, blickt, der wird bei der Autobahn A4 Bad Hersfeld - Görlitz zwei gesperrte Abschnitte entdecken. Einen vor Herleshausen und einen kurz hinter Bautzen: während der bei Herleshausen leicht zu erklären ist: hier führt die Autobahn, die als letzte Autobahn im 3. Reich 1943 eröffnet wurde (allerdings hat man kriegsbedingt die Autobahn nicht ganz nach der reinen Lehre gebaut, die Talbrücke bei Gerstungen blieb unvollendet und man baute stattdessen eine provisorische Verbindung durch das Tal) durch einen Zipfel des Gebietes der Ex-DDR und da es wegen der strengen Abriegelung der Zonengrenze absolut unerwünscht war, diesen Abschnitt zu öffnen, sperrte man ihn für den Verkehr und ließ ihn verfallen.
Weitere Informationen und Bilder auf http://www.autobahn-online.de/images/a4extra.html .

Mit dem Ende dieser Autobahn hinter Bautzen ist es eine ganz andere Geschichte. Wegen des 2. Weltkrieges konnte die Autobahn nicht bis Görlitz und ins heutige Polen weitergebaut werden und auch in der DDR hatte diese Verbindung keine große Bedeutung, denn so groß war der Reiseverkehr zischen der DDR und Polen lange Zeit nicht, denn man benötigte -obwohl es eigentlich sozialistische "Bruderstaaten" waren ein Visum zum Überschreiten der Grenze. Doch auch die Spreebrücke in Bautzen war zerstört und sie wurde wegen des geringen Verkehrs von Dresden nach Görlitz zuerst nicht aufgebaut und so musste der Verkehr kurz vor Bautzen die Autobahn verlassen. Da ein Wiederauffahren auf die Autobahn hinter Bautzen bei Bautzen - Ost bis zu ihrem Ende bei Weißenberg viel zu umständlich war (wahrscheinlich war die Landstraße ab Weißenberg zu schlecht und/oder zu schmal), fuhr man bei Bautzen lieber gleich auf der B6 nach Görlitz. Der Staatsführung der damaligen DDR entging dieser Umstand nicht und man beschloß 1965 den Autobahnabschnitt zwischen Bautzen und Weißenberg für den Verkehr zu sperren und auf ihn ein großes nationales Getreidelager einzurichten mit 66 Speicherhallen einzurichten!
Weitere Informationen zur Autobahn Dresden - Görlitz auf http://www.autobahn-online.de/a4geschichte.html und Bilder auf http://www.autobahn-online.de/images/gallerie.html .
Als 1977 das Wohngebiet Bautzen-Gesundbrunnen aufgebaut wurde, wurde um den Transport der großen Teile für die in Betonplattenbauweise zu errichtenden Hochhäuser zu erleichtern, die im Krieg gesprengte Spreebrücke wiederaufgebaut, doch ließ man das Getreidelager hinter Bautzen bis zur Wiedervereinigung bestehen. (Im Grunde war die Idee mit dem nationalen Getreidelager nicht schlecht, denn man weiß ja nie was für Katastrophen noch kommen können, nur ist eine vermeintlich "tote" Autobahn hierfür ein ungeeigneter Ort!).
Die Autobahn zwischen Dresden und Bautzen verfiel übrigens zu DDR Zeiten zusehends. Sie muß zum Zeitpunkt der Grenzöffnung die marodeste Autobahn der DDR gewesen sein!

quelle: Forum Grenzwissen


Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)
zuletzt bearbeitet 19.03.2018 18:43 | nach oben springen

#40

RE: Waren die Transitautobahnen zugänglich?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.03.2018 19:17
von Heckenhaus | 8.695 Beiträge | 18047 Punkte
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Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #38


Versetze dich in diese Zeit, weil, da kamen sinngemäß zehn Fahrzeuge pro Minute....am Gebäude vorbei. Heute...kommen dreihundert in der Minute. Oder doch eher sechshundert...?

Rainer-Maria

Hast du in der DDR gelebt ? Ich glaube nicht. Ende der Siebziger war es durchaus möglich, daß du ganz schnell im Stau gelandet
bist zu bestimmten Zeiten. in späteren Jahren dann noch häufiger. Und das nicht wegen Baustellen, sondern wegen Überlastung.

Apropos Transitautobahn : Es war im Winter 85/86 auf der A9 zw. Hermsdorfer Kreuz und Eisenberg, wo es mir bei meinem Wartburg
die Gänge raus haute (Knüppelschaltung), weil die Plattenfugen, oder soll ich besser schreiben Plattenstufen, das Auto derart
durchgerüttelt haben, daß auch die relativ gute Federung überfordert war.


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