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#261

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 19.05.2018 23:30
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Zitat von berndk5 im Beitrag #259
Hallo @der 39. , die von Dir geschilderte Situation in #256 zur Trageweise der Waffen und ganz "persönlich-individuellen" Auslegung der Befehle und Vorschriften ist einfach zeitlos! - soll heißen, immer gültig, bzw. zutreffend bis zum Schluß, als der letzte Einsatz mit "Waffe lang" beendet wurde.

Obwohl Du weit vor meiner Zeit gedient hast, war der von Dir beschriebene Zustand (trotz anderer Waffen: MPi KM, MPi KMS, LMG-K ) genau so.
Beim Wachposten wurde darauf geachtet, im GD hat man da die Zügel etwas locker gelassen.

Die von @hslauch in #257 beschriebenen Überlegungen und Gedankengänge sind absolut schlüssig und nachvollziehbar. Hallo @vs 1400 , Du wirst es vielleicht anzweifeln-es war aber wirklich so.
Es mag bedauerlich oder erschreckend sein, spiegelt aber deutlich sichtbar die tatsächliche Situation im Personalbestand der GT aus meiner Sicht.

Unabhängig vom Dienstgrad und unabhängig von der Situation hat man wesentlich mehr darüber nachgedacht, welche Dinge nach "oben" weiter gemeldet werden, und was man unter den Tisch fallen lässt.

Bisher war ich der Meinung, dass die erste Stufe des "Weglassens" auf der Ebene K-GSi oder Kompanieleitung lag, dem war aber wohl nicht so.


Ich meine das keineswegs abwertend, wenn ich den Eindruck habe, dass dies genau den gleichen Problemen wie in der Wirtschaft entspricht.

Gab es Probleme, konnte der Plan nicht erfüllt werden oder irgend etwas anderes- wurde doch von unten nach oben beschönigt und weggelassen wo es nur halbwegs vertretbar schien.

Also auch bei GT und im Grenzdienst. Ein Beispiel:
Ein Postenführer der Tip-Top seinen Dienst versah, jede gegnerische Handlung, insbesondere jede versuchte Kontaktaufnahme meldete wurde sehr schnell aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet.
Es konnte nur dessen Schuld sein, bot er sich vielleicht zu Kontaktaufnahmen an ? Provozierte er vielleicht sogar den Gegner ?
Weil: Einem anderen PF, dem das alles nur lästig war und der es meist gar nicht meldete- der hatte folglich keine VKA , also war der geschickt und getarnt- eben ein guter PF .

Es war leider ein Paradoxum in den letzten Jahren (der DDR/der GT) aus meiner Sicht, dass sich ehrliche und gute Arbeit nicht immer ausgezahlt hat. Blender und Täuscher machten das Rennen- wer den Finger auf die Wunde legte, wer Probleme aufzeigte war ein Störenfried.
...vielleicht sollte man untersuchen, ob der nicht sogar Schuld trägt.... (Diese Denkweise schien mir in vorgesetzten Stäben weit verbreitet)


genau deshalb, @bendk5, stellte ich dir, sinngemäß, die frage, wie verlässlich die nächsten unterstellten waren.
du, in deiner damaligen stellung, warst für unterstellte ein kc und aus anderer sicht verantwortlich machbar für jedes fehlverhalten.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#262

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 19.05.2018 23:50
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Zitat von berndk5 im Beitrag #260
zu #258 Hallo und DANKE @Kontrollstreife , dass Du mit Deiner Fragerei meine Schreibblockade pulverisierst.

Deine Frage ist ganz einfach und ganz laut mit einem JA zu beantworten !

Ich hänge auch gleich mal eine Datei hier rein, über eine so genanntan "Plan der gedeckten Kontrollen" .

Alle Leser, egal ob Mitglieder im Forum oder Gäste mögen bitte bedenken, was ich immer zum Bedenken anmahne ! Es sind bzw. waren immer Befehle und Weisungen von Menschen (mit Stärken und Schwächen) die ein Ziel oder eine Absicht verfolgten - aber es waren auch immer nur MENSCHEN, die diese Befehle und Weisungen umsetzen mussten, sollten, wollten, konnten - oder auch mal keine Lust dazu hatten.

Worum ging es eigentlich bei diesen etwas "hochwertigen" Kontrollen? Das A+O war die Verbesserung der Qualität des Grenzdienstes, das Aufdecken von administrativen Fehlern + Schwächen (in Verantwortung der Vorgesetzten zu verbessernde Abläufe), aber auch darum ein etwas realistischeres Bild von der Qualität der Dienstdurchführung im GD zu erhalten.
Probleme wie unwachsames Verhalten im GD wegen , Kochen, Bruzzeln, Schnitzen, Lesen, Radio hören und vieler andere unerlaubter/streng verbotener Dinge im GD waren bekannt. Meist war es so, dass die GP es damit aber nicht übertrieben haben und nennenswerte Vorkommnisse nicht bekannt wurden.
Schon im "Selbsterhaltungstrieb" eines KC lag es , wenn er seinen Job ernst nahm- sich ein klares Bild (so gut wie möglich) über die tatsächliche Situation zu machen.
Ein Träumer war ich jedenfalls nicht- stets musste man als KC ja auch die "rasierklingenscharfe Zweischneidigkeit dieses Schwertes" beachten. Erwische ich einen Posten beim Schlafen im Grenzdienst, gab es keinen Pardon- ich hatte auch in all den Jahren keinen solchen Fall, auch wenn es vielleicht in meiner GK auch vorgekommen sein könnte.
Aber Zeitungen , Bücher, sogenannte GD-Radio`s und Bruzzel-Zeug habe ich schon hin und wieder festgestellt.
Wo legst Du jetzt Deine eigene Meßlatte an lieber Leser ?
Meldest Du ein (oder mehrere) Vorkommnis im Grenzdienst, hast Du zwar gut kontrolliert aber in der Erziehung Deiner Soldaten "schlecht gearbeitet" .
Also wirst Du nicht für Deine gute Kontrolle gedankt, Du kannst froh sein, wenn wir Dich für Deine schlechte Erziehungsarbeit mit Deinen Soldaten nicht bestrafen. Die Beförderung lassen wir mal ausfallen........

Ich habe es bewußt und absichtlich übertrieben und versucht überspitzt darzustellen, um die tatsächliche Situation eines KC aufzuzeigen.

Für diese Kontrollen gab es eine fast unbegrenzte Palette an Möglichkeiten unbemerkt GP zu kontrollieren. Wenn, dann habe ich dies meist in den Vormittags- oder Nachmittags-Stunden getan. Niemals Nachts, und niemals an einen GP herangearbeitet. Meist war ich vorher schon an einem günstigen BP als der GP von einer Streife kam und einen PP zu längeren Aufenthalt aufsuchte. Man konnte vorher regeln, dass er nach spätestens 60 min wieder einen Stellungswechsel machen musste. Warum und wieso wusste meist noch nicht einmal der K-GSi. Dann konnte man sich unbemerkt wieder absetzen.

Eine direkte Konfrontation mit einem GP habe ich immer versucht zu vermeiden, Schrecksituationen oder plötzliche Schuldgefühle können nicht beabsichtigte Reaktionen provozieren.

Auswertungen habe ich grundsätzlich nur individuell unter 4 Augen mit betreffenden PF gemacht, meist ginge es bei Mängeln mir nur darum, sie an ihre persönliche Verantwortung für ihr eigenes Leben und das ihres Postens zu erinnern. Es ging eigentlich immer mit erhobenem Zeigefinger und ohne Bestrafungen ab.

Hin und wieder habe ich auch Leute vor der GK belobigt, ob es denen immer angenehm war weiß ich nicht- ehrlich verdient war es aber wohl.

Preisfrage: Warum habe ich 90 % meiner selbst durchgeführten, gedeckten Kontrollen in den letzten 3 Jahren nicht mit meinem personengebundenen Fahrer als Posten durchgeführt, sondern einen anderen Posten als Fahrer ausgesucht ?

Der geneigte Leser möchte bitte berücksichtigen, dass mit dem Ablauf vieler Jahre auch etwas Verklärung eintritt.


darüber würde ich gern etwas mehr erfahren wollen, @berndk5 ,

wimre musste sich jede ks beim kgsi anmelden und dieser musste jene in seine vorplanung einbeziehen, was durch den kc oder dessen vertreter abgesegnet werden musste.
so spontan und verdeckt konnten doch gk-interne ks nicht wirklich handeln.
anders war es bei ks der übergeordneten, die kamen relativ schnell aus dem rechten oder linken abschnitt und legten viel wert auf kleinigkeiten.

gruß vs


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#263

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 19.05.2018 23:53
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Hallo @vs 1400 , da hast Du Dich ja richtig angestrengt !
22 Zeilen zitiert, einen Teil sogar noch bunt gemacht. Ich weiß nur nicht warum ?

So klar geht das aus Deiner Frage leider nicht hervor- oder war es keine Frage, war es schon `ne Feststellung ???

Das, was ich eigentlich schreiben und b e s c h r e i b e n wollte, war eine Situation, wie sie sich meinem Empfinden nach dargestellt hat. Das ist kein Ruhmesblatt- eher sind es meiner Meinung nach aus heutiger Sicht sogar Anzeichen oder Begleiterscheinungen des damaligen, bevorstehenden Zerbröckeln der DDR .
Welche Interpretation man da `reinlegt, obliegt jedem selbst. Es gibt einfach nahezu unbegrenzte Möglichkeiten einer Sichtweise.
Ich hatte niemals einen Grund die Verlässlichkeit meiner Leute anzuzweifeln- viele Dinge erreichten mich informativ, auch ohne offizielle Meldung.
Es könnte fürwahr zu einem Streit-Thema werden- allein dazu verweigere ich Dir hier die Gefolgschaft.
Wo will man ( Ich oder Du , oder jeder Andere) denn die Elle der "Verlässlichkeit" anlegen ? Heißt "Verlässichkeit" im Sinne Deiner Worte nicht auch ebenso ZUVERLÄSSIGKEIT ? Wo bitte willst Du da eine Trennlinie ziehen ?
Geht die "Unzuverlässigkeit" schon los, wenn der GP ein Luftkissen mitnimmt zum GD, oder erst beim Radio oder erst beim Krimi oder der Zeitung ?
Meine Soldaten waren oft im Alter von 18 - 21 Jahren, wer von uns war da schon vollkommen ausgeprägt ?
Ich hatte als KC keine Fahnenflucht in meinem Bereich- nur persönlicher Anteil war das gewiss nicht, 90 % waren Zufall und Glück.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK


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#264

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 20.05.2018 00:05
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wo lag denn die (deine) toleranzgrenze und welche möglichkeiten es denn noch in der "palette" gab?

gruß vs


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#265

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 20.05.2018 00:17
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@vs 1400 schreib doch einfach nur, was Du wissen willst- endlos-Zitate gehen mir einfach nur auf den Sack. zumal man nur wenige Zentimeter zurückscrollen muss, wenn wirklich was unklar ist. Es ist meine letzte Antwort auf ein "endlos-Zitat" .

Was willst Du denn nun eigentlich genau erfahren ? Geht aus dem Zitat auch nicht hervor- die Fahrergeschichte meinst Du jedenfalls nicht ?

Da Du ja in Schierke mehr als nur ein paar Tage gedient hast, gehe ich davon aus dass Du weißt, dass ein KC und seine Stellvertreter auch Schichten als K-GSi schrubben mussten. Preisfrage: Wer schreibt den Befehl zum GD ? Antwort: (meist) der KC ! Wie schwer ist es da , eine gedeckte Kontrolle so zu planen und durchzuführen, dass wirklich nichts `rauskommt ?
Du musst wohl zustimmen, dass es am K-GSi lag, was der Grenzposten erfahren hat und was nicht. Wer allerdings in einer speziellen Zeit K-GSi war konnte ja wohl beeinflusst werden. Das soll hier keine Belehrung oder Besserwisserei sein, ich will Dir nur aufzeigen, was möglich war, und wie ich es gemacht habe. Du kannst sicher sein , dass ich niemals versucht habe einen Posten auszutrixen oder zu verarschen- dazu waren mir die Jungs einfach zu wichtig. Deren Dienst war die Grundlage meines Erfolgs.
Es gibt hier im Forum Mitglieder, die schon vor meinem mEintritt ins Forum hier waren und in Treffurt gedient haben. Icxh werde hier nix schreiben, was nicht der Wahrheit entspricht. Ein treuer Fahrer (MKF) ist auch dabei, der zwar nicht/kaum schreibt, aber manche gedeckte Kontrolle begleiten musste als Posten.
Zu den übergeordneten KS will ich mich jetzt nicht weiter äußern, ohne Anmeldung ging da gar nix- eine potentielle Gefahr für jeden KC war das allemal.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK


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#266

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 20.05.2018 00:36
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Hallo @VS 1400 , tolle Frage . Danke !

Wie würdest Du sie als ehrliche Haut beantworten ? Ich versuche es. Bitte "Selbstbeweihräucherung" abziehen !

Meine Toleranzgrenze von Oben nach Unten ( grundsätzlich, aber im unteren Bereich auch von persönlicher Tagesform abhängig) :

- ergibt sich aus dem Vergehen eine Gefahr für Leib und Leben meiner Leute ?
- können Auswirkungen auftreten, die die BRD betreffen und von den GÜO der BRD gemeldet werden (zu meinem Abschnitt)
(z.B. Feuer machen im GD was wegen Wind übergreifen könnte)
- kann das Fehlverhalten einen unmittelbar bevorstehenden Versuch GDBr begünstigen (durch Dummheit/Unwachsamkeit)
- unabsichtlich aufgeschnappte Worte:
Nicht alles war planbar, manchmal bezog ein Posten seine Stellung so nah an meinem Beobachtungsplatz, dass man jedes gesprochene Wort verstand.
Meine Toleranzgrenze war eigentlich sehr hoch- ich empfand ehe Spaß wen von den "Buggeln" oder "Tagedieben" die Rede war.
Äußerungen zu Fahnenfluchten, oder der menschlichen Erniedrigungung von niederen Diensthalbjahren hätte ich jedoch niemals toleriert- gab es aber nicht.

PS: habe gerade bemerkt, dass ich den unteren Bereich gar nicht benannt hatte. Deshalb Nachsatz!
Wenn also ein gedeckt kontrollierter GP gerade rein zufällig in diesem Moment sagen musste, was der KC für ein Arsch ist weil er den Ausgang gestrichen hat..... etc. , na ja dann hat man schon überlegt, ob und wie man es verwendet.
Kann jetzt sein , dass Du es nicht glaubst- ich hab da aber auch mal `nen Hinweis gehört, den ich gaaaanz leise einfach verändert hab, weil es berechtigt war. Ging um Urlaubsantritt und Busverbindungen.......


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#267

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 20.05.2018 07:11
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Das "Fehlverhalten" der GP im Abschnitt war ja mehr oder weniger der Langeweile geschuldet. Wenn man sich mit etwas beschäftigt hat, ging die Zeit schneller um.

Vom Pennen im Grenzdienst mal abgesehen haben die Nebenbeschäftigungen nicht unbedingt eine Vernachlässigung des Grenzdienstes zur Folge gehabt. Gerade beim Feuer machen und ähnlichen Manövern war ja trotzdem Aufmerksamkeit gefordert, da man ja nicht hochgezogen werden wollte.

Das einige Postenpaare sich beim Schlafen abgewechselt haben kenne ich nur vom Erzählen. Einmal habe ich bei einer Streifenfahrt den Minenposten auf dem LO im Tiefschlaf vorgefunden. War natürlich ein Fest für meinen ZF der sich gern angeschlichen hat. In dem Fall war es aber kein anschleichen, sondern die haben uns zweimal in 5 m Abstand beim Fahren auf dem Kolonnenweg nicht mitbekommen. Beim dritten Mal hat der ZF gesagt rechts reichts und wir haben gehalten. Selbst mein zuschlagen der Tür hat die Jungs nicht geweckt. Beim Öffnen der Beifahrertür des LO kam erst eine Kaschi und dann der 10 Ender gepurzelt.

KS


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#268

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

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Zitat von berndk5 im Beitrag #265
@vs 1400 schreib doch einfach nur, was Du wissen willst- endlos-Zitate gehen mir einfach nur auf den Sack. zumal man nur wenige Zentimeter zurückscrollen muss, wenn wirklich was unklar ist. Es ist meine letzte Antwort auf ein "endlos-Zitat" .

Was willst Du denn nun eigentlich genau erfahren ? Geht aus dem Zitat auch nicht hervor- die Fahrergeschichte meinst Du jedenfalls nicht ?

Da Du ja in Schierke mehr als nur ein paar Tage gedient hast, gehe ich davon aus dass Du weißt, dass ein KC und seine Stellvertreter auch Schichten als K-GSi schrubben mussten. Preisfrage: Wer schreibt den Befehl zum GD ? Antwort: (meist) der KC ! Wie schwer ist es da , eine gedeckte Kontrolle so zu planen und durchzuführen, dass wirklich nichts `rauskommt ?
Du musst wohl zustimmen, dass es am K-GSi lag, was der Grenzposten erfahren hat und was nicht. Wer allerdings in einer speziellen Zeit K-GSi war konnte ja wohl beeinflusst werden. Das soll hier keine Belehrung oder Besserwisserei sein, ich will Dir nur aufzeigen, was möglich war, und wie ich es gemacht habe. Du kannst sicher sein , dass ich niemals versucht habe einen Posten auszutrixen oder zu verarschen- dazu waren mir die Jungs einfach zu wichtig. Deren Dienst war die Grundlage meines Erfolgs.
Es gibt hier im Forum Mitglieder, die schon vor meinem mEintritt ins Forum hier waren und in Treffurt gedient haben. Icxh werde hier nix schreiben, was nicht der Wahrheit entspricht. Ein treuer Fahrer (MKF) ist auch dabei, der zwar nicht/kaum schreibt, aber manche gedeckte Kontrolle begleiten musste als Posten.
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so unterschiedlich sind halt die erfahrungen, @berndk5 , denn zu meiner zeit wurden die kgsi, in der masse, eher durch uaz gestellt, eingesetzt. je höher der rang, je weniger einsätze auf der füst. einige sah man nur dort oben, so wie es der dv entsprach und gefordert wurde, um den grenzdienstzuschlag zu erhalten ( wimre).

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#269

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 20.05.2018 08:14
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Zitat von berndk5 im Beitrag #266
Hallo @VS 1400 , tolle Frage . Danke !

Wie würdest Du sie als ehrliche Haut beantworten ? Ich versuche es. Bitte "Selbstbeweihräucherung" abziehen !

Meine Toleranzgrenze von Oben nach Unten ( grundsätzlich, aber im unteren Bereich auch von persönlicher Tagesform abhängig) :

- ergibt sich aus dem Vergehen eine Gefahr für Leib und Leben meiner Leute ?
- können Auswirkungen auftreten, die die BRD betreffen und von den GÜO der BRD gemeldet werden (zu meinem Abschnitt)
(z.B. Feuer machen im GD was wegen Wind übergreifen könnte)
- kann das Fehlverhalten einen unmittelbar bevorstehenden Versuch GDBr begünstigen (durch Dummheit/Unwachsamkeit)
- unabsichtlich aufgeschnappte Worte:
Nicht alles war planbar, manchmal bezog ein Posten seine Stellung so nah an meinem Beobachtungsplatz, dass man jedes gesprochene Wort verstand.
Meine Toleranzgrenze war eigentlich sehr hoch- ich empfand ehe Spaß wen von den "Buggeln" oder "Tagedieben" die Rede war.
Äußerungen zu Fahnenfluchten, oder der menschlichen Erniedrigungung von niederen Diensthalbjahren hätte ich jedoch niemals toleriert- gab es aber nicht.

PS: habe gerade bemerkt, dass ich den unteren Bereich gar nicht benannt hatte. Deshalb Nachsatz!
Wenn also ein gedeckt kontrollierter GP gerade rein zufällig in diesem Moment sagen musste, was der KC für ein Arsch ist weil er den Ausgang gestrichen hat..... etc. , na ja dann hat man schon überlegt, ob und wie man es verwendet.
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ich war nie in einer derart verantwortlichen position, @berndk5 ,
im gd wurde ich als postenführer eingesetzt und im innendienst als uvd. der postenführer war entspannter, da ich nicht unter dauerkontrolle stand.

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#270

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 20.05.2018 10:39
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Zitat von hslauch im Beitrag #254


Zum Thema US-Soldaten ... Gegenüber der GK Ifta auf dem Sohlberg (Point India bei Lüderbach/Hessen)
waren die Amerikaner stationiert (zur Panzeraufklärung der GSSD-Streitkräfte - auf dem Kindel bei Eisenach-Großenlupnitz)

Dort waren mWn und meiner Schätzung nach ca. 80 % farbige US-Soldaten stationiert, die restlichen 20 % waren "Weiße"...

In einer Nachtschicht im Grenzabschnitt Archfelder Weg (@berndk5 @willie kennen den Bereich bestimmt..)
war ich mit einem Gefreiten als Posten und meinem DH Rottweiler Atze auf dem Kolonnenweg unterwegs...

Es war Vollmond, also doch recht hell und trotzdem hätten wir die 4 US-Soldaten, welche (feindwärts) direkt hinter dem GZ-1 lagen
nicht entdeckt, wenn wir eben nicht meinen Rotti dabei gehabt hätten....
Mein Diensthund Atze war frei laufend ca. 5 m vor uns auf dem Kolonnenweg unterwegs als er unvermittelt über den Kontrollstreifen
flitzte und in ca. 25 m Entfernung direkt am GZ-1 laut bellend zum Stehen kam...

Ich hatte einige Fragezeichen im Kopf , Schweißperlen auf der Stirn und hoffte inständig, dass hoffentlich kein "Grenzverletzer"
oder gar Posten von uns "schon hinterm Zaun lag".......

Als ich dann am Kontrollstreifen ankam, sah ich plötzlich zuerst strahlend weisse Zähne ... dann die definitiv bewaffneten US-Soldaten,
alle samt in "Kriegsbemalung" und alle dunkelhäutig mit "Gräsern" am Helm zur Tarnung...,
denn jetzt hatte ich den "Kinderkopf" eine große Akku-Spurensuchlampe eingeschaltet und leuchtete in Richtung Zaun an die Stelle wo mein Atze mittlerweile böse knurrend "Männchen" machte...

Die US-Soldaten (soweit ich mich erinnere einer mit Pistole und zwei mit MPi bewaffnet-der Vierte Bewaffnung?...)
Ob ihre Waffen durchgeladen waren kann ich natürlich nicht sagen, genau so wenig wußten die vier ob wir durchgeladen hatten oder nicht..
Also sie lachten laut über uns ?? oder wegen uns ?? ... liefen den kleinen Abhang hoch und verschwanden.....
Ich nehme an, dass sie in einem Hummer an die Grenze gefahren waren....




In welchem Jahr soll dies genau gewesen sein?


Die %-Angaben zur Aufteilung der Kräfte sind ""Cool"!!!
Das mit den leuchtenden weißen Zähnen auch!


"Mobility, Vigilance, Justice"
hslauch und EX BO haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.05.2018 10:41 | nach oben springen
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#271

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 20.05.2018 14:12
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@berndk5 - Beitrag #259

Hallo Berndk5 , hallo allen Lesern und Forummitgliedern...

So wie du es in deinem Beitrag #259 dargestellt hast, so ist es auch zu meiner Dienstzeit gewesen.
Ich war zwar nur UaZ und von meiner Dienstzeit ab Januar 1990 bis Mai 1990 auch noch zu "Friedenszeiten" im Grenzabschnitt
aber eben vielfältig eingesetzt, als Grenzposten-Postenführer, als Alarmgruppenführer, als K-GSi und gelegentlich in den Hundelaufanlagen
der GK Ifta zur Fütterung oder Abolung erkrankter Hunde zusammen mit den Kameraden aus Schnellmannshausen...

Und, auch wenn du es bisher als KC oder früher als ZF dir es bis dato vielleicht anders gedacht (oder vermutet ?) hattest, kann ich dich "beruhigen"...
Schon der einfache Grenzposten, also Postenführer (in Verantwortung des GP im Grenzabschnitt) oder auch A-Gruppenführer hat
gelegentlich schon mal eine wichtige Information oder Beobachtung "weg gelassen" und nicht gemeldet.

Und es stimmt auch, wenn du schreibst, dass es vom Dienstgrad unabhängig war, ob ein "Vorfall" gemeldet wurde oder nicht,
könnte ich aus eigenem Erleben mindestens vier Vorfälle schildern, bei denen ich selbst dabei war.
(der höchste Dienstgrad war übrigens ein StF, mit dem ich mal eine Schicht als Posten im Bereich Heldrastein auf dem Motorrad hatte...)

Bei den hierfür vorliegenden vielfältigen und meiner Meinung nach immer individuellen Gründen, war es wohl immer einer der Hauptgründe
NUR KEINEN UNNÖTIGEN STRESS MACHEN ... so würde ich es mal bezeichnen, denn man konnte ganz schnell mal im Fokus anderer stehen....
(und genau das, war auch mein Haupt-Beweggrund damals...die "Sache" eben nicht weiter zu melden an den K-GSi)

Und wir waren wohl immer alle froh, wenn alles OHNE STRESS und glimpflich ablief....
Was der einzelne dann für "UNNÖTIGEN STRESS" hielt oder nicht, meine ich mit individueller Beurteilung der jeweiligen Lage oder des Vorfalls

PS: Während meiner relativ kurzen Dienstzeit in Ifta von April 1988 bis Mai 1990 gab es immerhin 2 Grenzdurchbrüche, einer davon eine bewaffnete Fahnenflucht, zwei Festnahmen von Angehörigen der Sowjetarmee (einmal bewafnet und einmal unbewaffnet) und zwei "illegale Grenzübertritte"
von West nach Ost.....also doch schon einiges los....aber @berndk5 und @willie werden sicher noch mehr "Vorkommnisse"
aus Ihren Dienstzeiten kennen...

Nur als ein Beispiel:
Ich habe mal als K-GSi auf der Führungsstelle (zu meiner Zeit schon in der Grenzkompanie Ifta) auch keine Meldung vom Grenzposten
(Straße Netra unterhalb OP India) über eine Luftraumverletzung sprich Einflug eines amerikanischen Kamphubschraubers
erhalten... obwohl dieser schon einige Minuten über unserer Kompanie kreiste...., Luftlinie vom OP India bis zur Kompanie waren ca. 250 m

Das wummern des Hubschraubers hab ich auf der "Hütte" gefühlt, eine gute halbe Stunde lang gehört, bis der Posten vom KDL mir scherzhaft
meldete, dass wir wohl "Besuch" hätten...

Ich habe den Einflug natürlich weiter gemeldet......



zuletzt bearbeitet 20.05.2018 14:31 | nach oben springen
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#272

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 20.05.2018 14:20
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@Thunderhorse

Entschuldigung, hätte ich jetzt doch fast vergessen zu antworten....

Es war im Herbst 1988 ...ganz genau weiß ich es nicht mehr, aber es waren noch mildere Nächte....



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#273

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 20.05.2018 17:27
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Hallo @vs 1400 , habe Dank für Deine Beiträge #267 und 268 . Dennoch sind beide aus meiner Sicht fehlerhaft.
Grenzdienstzuschlag hatte so gar nix mit dem Einsatz im GD zu tun, den GD-Zuschlag hat auch der Küchenmops und der Hausmeister als Zivilbeschäftigter bekommen. Also egal ob K-GSi, oder Latten-Sepp bekommen haben den Zuschlag auf der GK alle.
Im Regimentsstab war das natürlich anders- da gab es den Zuschlag nur für die Tage, an denen ein Einsatz in den Grenzeinheiten erfolgt ist. Da war es auch egal, ob der TA des Regiments nur den Wartungstag in der GK kontrollierte, oder sich direkt im Grenzabschnitt aufgehalten hat.
Der Einsatz der UaZ als K-GSi hatte natürlich auch etwas mit der Planstellenbesetzung zu tun. Waren in der GK alle ZF-Planstellen mit Offizieren besetzt, die StZF wenigstens zu 50 % BU, dann sah es mit den UaZ als K-GSi schon ganz anders aus.
Wenn aber wegen Personalmangel viele UaZ BU und sogar Offz.Planstellen besetzt hatten, war natürlich logischerweise der Einsatzanteil als K-GSi auch höher.
Zumindest bei uns im GR-1 hat man da schon verstärkt darauf geachtet, dass nach Möglichkeit jeder ZF seinen Zug im GD führt , oder bei seinem Zug als KS handelt.
Das wird aber immer eine Frage des persönlichen Empfindens dieser Situation bleiben, außerdem wurde es garantiert auch nicht müberall gleich praktiziert,- halt der menschliche Faktor.

Ach so ! Fast hätte ich da noch was vergessen. Lieber vs 1400 , bitte nicht vor der Antwort mit der Zuverlässigkeit kneifen ! Es ist vollig egal, in welchem Dienstgrad oder welcher Dienststellung ein Grenzer war- ober er nur einmal im GD war oder zahllose Schichten leisten musste. Zu der Frage der Beurteilung der Zuverlässigkeit sollte man schon eine eigene Meinung haben und seinen persönlichen Standpunkt nennen können. Ich habe das getan, also sei bitte nicht feige und sage mir, wie Du es (ganz persönlich für Dich) siehst.

Wo fängt für Dich die Zuverlässigkeit an, wo hört sie auf ???

Gerne diese Frage natürlich auch an alle Anderen hier im Forum gestellt.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK


zuletzt bearbeitet 20.05.2018 17:33 | nach oben springen
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#274

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 20.05.2018 22:24
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Das mit der Zuverlässigkeit ist eine Sache für sich. Ich habe versucht mich so zu verhalten, dass mir keiner ans Bein pinkeln konnte. Gemeldet habe ich Vorgänge welche ich nicht verheimlichen konnte, bei anderen Bagatellen habe ich mich ruhig verhalten. Probleme mit einem Posten/Postenführer/Gruppenführer habe ich möglichst immer ohne Dritte selber geklärt.

In bestimmten Fällen habe ich versucht die Grenzordnung exakt durchzusetzen, vor allem dann wenn ich damit einem Vorgesetzten auf den Sack gehen konnte. Über die Geschichte mit den Kiesgrubenarbeitern in Treffurt habe ich ja schon ausführlich geschrieben.

Beim Sichern von Arbeiten habe ich es auch mal lax gesehen. Die alten Bauern hätten auch ohne mich stiften gehen können, da hatte ich eigentlich keine Sorge.

KS


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#275

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 20.05.2018 23:10
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zu #274 : Genau das ist ER , so kenne ich Dich . (Aus Deinen Beiträgen und natürlich dem persönlichen Kontakt !) Aber @Kontrollstreife, es ist eigentlich das, was ich immer geschrieben und gesagt habe: Grundregeln sind klar, aber man musste keine Exempel aufführen. Leben und Leben lassen, das ging auch wenn man mit 200% zur "Sache" gestanden hat. Gerade das Durchsetzen der Grundregeln und die Balance bei Kleinigkeiten, der Mut auch einmal selbst zu entscheiden: Meldung oder nicht ! Das war es, was die Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit für mich ausgemacht hat.
Wenn man es etwas großzügig sieht, treffen diese Prinzipien heute meistens noch genauso zu.


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#276

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 21.05.2018 07:36
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Es gibt ja mindesten drei Möglichkeiten bei einer Sache (welcher man nicht entgehen kann) mitzumachen.

1. Man kann als Aktivist an der Spitze gehen.

2. Als Fisch in der Mitte des Schwarmes mitschwimmen.

3. Sich als Bremsklotz hinterher schleifen lassen.

Variante eins kommt für mich nur in Frage wenn ich von der Richtigkeit einer Sache überzeugt bin. Ob im Beruf, Familie oder Ehrenamt, da wo ich Hand anlege bin ich anerkannt und alle wissen, dass auf mich 100% iger Verlass ist.

Variante zwei ist nie so mein Ding gewesen. Dieses sich in den Wind drehen und Schutz in der anonymen Masse suchen hat zu oft den falschen Idolen die Steigbügel gehalten.

Variante drei habe ich immer dann praktiziert, wenn ich von einer Sache nicht überzeugt war/bin und mich aber nicht ohne schwerwiegende Folgen verweigern kann. Dort ordne ich meine Dienstzeit bei der GT ein.

KS


zuletzt bearbeitet 21.05.2018 07:51 | nach oben springen
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#277

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 21.05.2018 11:48
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Hallo an Alle und Euch noch einen schönen Pfingstmontag

Ich muss meinen Beitrag #254 korrigieren....
Ich schrieb, dass die vier amerikanischen Soldaten direkt hinter dem Grenzzaun 1 lagen (feindwärts), dass ist so nicht richtig, weil
sie meinem Posten und mir da wahrscheinlich doch (der Mond schien recht hell) auch ohne Hund aufgefallen wären......

Es waren geschätzt wohl 5- 10 m feindwärts vor dem GZ-1... aber noch auf dem vorgelagerten Hoheitsgebiet...

Entschuldigung, im Eifer des Gefechts habe ich mich da falsch ausgedrückt
.....und danke an @Thunderhorse, der mich nochmal zum Nachgrübeln anregte...
Ansonsten stimmt der Rest .....

Bezüglich meiner Schätzung, dass 80% der amerikanischen Soldaten auf dem Point India farbige Soldaten waren
(also Neger- nicht abwertend gemeint !!) beruht auf dem, was ich an Amerikanern während meiner Dienstzeit beobachten konnte.
Es gab eine Stelle im Grenzabschnitt, wo man mit dem Dienstfernglas auch einen guten Blick auf das Gelände hinter dem Beobachtungsturm
hatte......



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#278

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 21.05.2018 17:44
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Moin hslauch,
einen guten Blick auf das Gelände des OP India hattet ihr bestimmt vom Geländepunkt "Galgenrain", etwa 100m südlich des Holzbeobachtungsstandes.
Gruß Willie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
hslauch hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#279

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 21.05.2018 19:44
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@willie

Hallo Willie.
Richtig !! Galgenrain war der eine und unterhalb vom Willershäuser Weg am Waldrand ca. 200 Meter oberhalb vom A-Gruppen-Turm,
der ja heute noch steht war der zweite Punkt, von dem man auch auf das Gelände vor die Hallen sehen konnte...



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#280

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 10.06.2018 19:35
von EX BO | 351 Beiträge | 1430 Punkte
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.....nabend @berndk..
vor kurzem war ich auf einer schoenen Feier...egal....und wie so oft trifft man ne Menge Leute,war schon eine personelle verrueckte Feier....
und nun hab ich ueber das gehoerhrte ein paar Tage nach gedacht und weisste was mir das so in en Kopf kam....
Ausgehend von 1988/1989bechleicht mich das so im Kopf,das da mit der Planung "Grenzausbau 2000"uebehaupt nicht mehr vorgesehen war das es Leute aus dem Volk gab die als Grenzsoldat gezogen wurden....
Das waeren alles dem MfS angegliederte Genossen gewesen...wenn nicht sogar ausschlisslich gefuehrte Mitarbeiter....
Was ich damit meine mein berndk...Du und all die Anderen waren eigentlich ein Auslaufmodell der alten Grenzsicherung,in den Augen der Parteifuehrung nicht zuverlaessig genug,mit zu vielen Problemen behaftet,Fluchtgefahr und und und....
Waere dies vollzogen worden,also vom Granzausbau angefangen mit Sensoren in der schoenen Erde und weitere elektronische Feinheiten....Nach dem Jahr 2000 haette wohl keiner mehr gewusst was da so an der Grenze ablaeuft....es sei denn er hat Westfernsehen????

Kannste mir folgen?

Gruss EX BO


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