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#241

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 24.04.2018 21:30
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Uns wurde mehrfach erzählt, dass der BGS nur mit geladener Waffe unterwegs sei. Ich habe das nie für voll genommen. Kann ja sein, dass es einige gemacht haben, war aber bestimmt nicht der Regelfall. Habe auch nie erlebt, dass ein BGS Angehöriger mit der Waffe in unsere Richtung gezielt hat.

Wir selber sind ja im Grenzdienst und sogar in der Abriegelung nur mit unterladener Waffe unterwegs gewesen. Habe aber auch gehört, dass einige sehr schnell einen eingefädelt haben wenn sie verdächtige Geräusche vernommen haben. Ich selber habe das auch mal gemacht, bevor ich ein Gebäude des Keudelgutes überprüft habe.

KS


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#242

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 24.04.2018 21:57
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Moin Kontrollstreife,also ich bin bei Einsätzen an der Grenze (Streifen, Sonderstreifen, Vorkommnissen, Hubschrauberüberwachungsflügen) grundsätzlich mit unterladener Waffe (P1, P6, MP5, G1)
unterwegs gewesen. Erstens wußte die "andere Seite" ja nicht daß die Waffe unterladen war. Zweitens habe ich mir immer gesagt, die Sekunde zum "Durchladen" haste immer und bist immer auf der "sicheren Seite".
Habe selbst erlebt wie bei einem Streifengang durch hohen Bewuchs (Buschwerk) bei einem Kollegen der Sicherungshebel der durchgeladenen MP5 auf "Entsichert/Einzelfeuer" stand, weil er er mit seiner Waffe an einer Brombeerranke hängen blieb.
Gruß Willie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
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#243

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 24.04.2018 22:02
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zu #240 Bedauerlich das zu hören, es werden wohl ähnliche Experten mit annähern gleichem Intellekt auf beiden Seiten gewesen sein...............
Da muss ich wohl meine Worte an @Thunderhorse etwas revidieren und Abbitte leisten. Sorry, es war auch nicht persönlich gemeint.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#244

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 25.04.2018 10:25
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Ja die Begrifflichkeiten ... im Sprachgebrauch GT bezeichnet man eine Waffe geladen wenn das Magazin eingeführt war. Schußbereit, also Patrone im Lager nannte sich durchgeladen. Im Westen dagegen bezeichnete man dies als geladen und, Willi erwähnte es, den ersteren Zustand als unterladen. Insofern widersprechen sich #241 und #242 nicht. Macht ja auch Sinn (gut, da könnte man sich grundsätzlich streiten ob Waffen überhaupt Sinn machen) also mach ja auch Sinn eine schußbereite Waffe zu führen, ob nun noch ein, zwei oder drei Handgriffe bis zur Schußabgabe nötig sind. Ohne Munition am Mann dagegen waren mWn die Fußstreifen der Amis am Kanten unterwegs. Den Schlüssel für die Munitionskiste im Einsatzfahrzeug hatte der Sergeant am Mann?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#245

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 25.04.2018 12:20
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also @94 , da haste nich ganz Recht.
War in der Kaschi nur das gefüllte Magazin drin, hieß es auch bei uns : "Die Waffe ist unterladen" . Die Steigerung war dann: durchgeladen oder auch geladen. . Da war dann der Verschluss zurück gezogen und eine Patrone aus dem Magazin ins Patronenlager eingeführt, der Verschluss befand sich wieder in der vorderen Stellung. Wurde jetzt die Waffe gesichert, hieß es : Waffe ist geladen und gesichert.
Ich habe noch diverse originale Dienstvorschriften, versuche es heute noch einmal nachzulesen und ggf. einzustellen.
Was die AMI`s angeht, Frage: Glaubst Du das wirklich ? - ich nicht. Mit weltweiter Kampferfahrung, egal ob Korea, Vietnam oder sonstwo- da werden sie sich nicht an der Trennlinie zum Bolschewismus mit einer ungeladenen Waffe bewegen ???
Hier kann ich nur laut um HILFE schreien, weil es nur meine Meinung ist. Ich schreie HILFE, @Thunderhorse , oder wer auch immer es genau weiß, bitte erhellt meine Unwissenheit.


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#246

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 25.04.2018 15:47
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Ich kenne als ehemaliger Wehrpflichtiger bei der Bundeswehr den Begriff untergeladene Waffe gar nicht.
Drei Ladezustände der Langwaffe G3.... Gewehr ist entladen, teilgeladen oder fertig geladen.
Beim Wachdienst am Munitionsdepot lief man tagsüber mit teilgeladenen G3, bei Dunkelheit aber mit fertig geladener Waffe.
Ganz ehrlich, ich fühlte mich dabei unwohl, da sich der Sicherungshebel bei Bewegung sehr leicht verschieben lässt. Anfangs hatte ich mir angewöhnt dann beim Laufen den Zeigefinger unter den Abzugshebel zu halten. Später habe ich, die Waffe wieder in teilgeladenen Zustand zurück geführt, bin zwei Stunden nachts mit teilgeladener Waffe gelaufen was mir wesentlich behaglicher war.


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#247

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 25.04.2018 16:13
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Ich habe meine Kaschi ja mehr gefahren als getragen. Beim Laufen habe ich sie immer über die Schulter gehängt und nicht vor der Brust mit dem Finger am Abzug getragen.

Wenn ich heute Bilder von Polizisten auf öffentlichen Plätzen sehe, die ihre Waffe vor der Brust tragen und den Finger am Abzug haben kommt mir immer der Gedanke, wann löst sich da mal ein Schuss ausversehen. Ich gehe davon aus, dass diese Waffen nicht durchgeladen sind. Ansonsten liegen irgendwann mal tote Zivilisten in der Innenstadt.

KS


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#248

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 25.04.2018 17:44
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Wir sind jetzt zwar bissel ab vom Thema, aber ... Finger am Abzug? Hmm, ich kenne den Begriff 'Finger lang'. Allerdings erst nachwendlich genau wie mir der Begriff 'unterladen' auch erst im Westen begegnete. Na wie auch Immer, hier mal ein Bild zum langen Finger.
Zu den Amis @berndk5, ich weiß es nicht deswegen auch das Fragezeichen. Erzählt hat es mir im Dezember 89 ein Westzöllner. Als Grund gab er an das es bei den Amis wohl öfters mal 'kleine Unstimmigkeiten' zwischen den Rassen gab welche wohl auch hin und wieder eskalierten.

Angefügte Bilder:
n-MP5-628x314.jpg

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Büdinger, berndk5, hslauch und Rudi66 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#249

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 25.04.2018 20:21
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Hallo @94 , zu #248 :

Wenn`s dem Forum dient und zur sachlichen Klärung einer bisher unklaren Auffassung, der Erweiterung des persönlichen Wissens beiträgt- da kann es nicht verkehrt sein.

Meine Formulierung: "Finger am Abzug" sollte keine Beschreibung einer militärischen Handlung oder Verhaltensweise sein, sondern den "äußeren Eindruck" beschreiben den mir, also dem äußeren Beobachter, das nervöse Verhalten eines Postens oder PF beschreibt.

Befehlsmäßig normal war die Tragweite der MPi Kalaschnikow über der rechten Schulter hängend, Kolben nach unter und Lauf nach oben. Da wurde aber oft über vieles hinweggesehen.
Die MPi im Hüftanschlag war da schon seltener, eher eine totale Ausnahme war das Entsichern und Durchladen der Waffe, die wirklich vorletzte Steigerung war dann "der Finger am Abzug".

Man könnte meine Formulierung auch mit "überdurchschnittlich nervös" , ängstlich, unsicher gleichsetzen.
Meine Wortwahl war nicht optimal und führte zu Missverständnis.

Zu dem Amis hatte ich ja schon geschrieben, dass ich es mir nicht vorstellen kann, dass diese Militärs (im alliierten Besatzer-Status) hier ohne Munition in den Waffen herumstiefelten.
Selbst bei Rassenproblemen oder anderen Sorgen.
Die Angst oder Verantwortung zur Eigensicherung dürfte mMn. so etwas gar nicht denkbar erscheinen lassen.

Stellt Euch nur vor, die bösen Kommunisten hätten eine Ami-Streife kassiert und entführt, weil die keine Munition in den Waffen hatten und sich nicht wehren konnten gegen AK 47. Wenn bei denen schon im eigenen Land fast jeder mit einer geladenen Knarre `rumlaufen darf (ist nur Klischee, kein Fachwissen), warum sollten die "Border OPS" dann mit leeren Waffen gehen ?
Das ist wie schon betont nur meine Annahme und nicht durch exaktes Wissen gedeckt.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#250

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 25.04.2018 20:50
von damals wars (gelöscht)
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Entsichern, durchladen und sichern erfolgter während der Festnahme, das war aufregend genug.
Der Abzug wurde nicht betädigt, obwohl "Immer den Finger am Abzug" ein geflügeltes Wort war.


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#251

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 25.04.2018 22:35
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zu 247

@Kontrollstreife

Es gibt die sogenannte "Schießfingerdisziplin"...also den Zeigefinger lang an der Waffe.
Gilt für Pistole, MPI, und Gewehr.

Die Waffen sind..bei den meisten...im Dienst durchgeladen und gesichert..selbst bei entsicherter Waffe ist die Schießfingerdisziplin einzuhalten.
Erst zur Schussabgabe geht dieser Finger an den Abzug...wird ein einzelner Schuß abgegeben ist danach sofort der Finger wieder vom Abzug zu nehmen.

Ein Polizist muss u.a. mehrmals im Jahr ein Übungsschießen mit der Pistole und der MPI durchführen. Dabei wird er überprüft....beherrscht er z.B. die Schießfingerdisziplin nicht...gelten die Übungen als nicht bestanden. Das kann u.a. nach mehrmaligen Nichtbestehen der Übungen dazu führen das dem Polizisten seine "Trageberechtigung" für diese Waffe entzogen wird.

So kenne ich das...


Marder, berndk5, Büdinger, Kontrollstreife und Rudi66 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#252

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 26.04.2018 15:45
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@Rothaut

Zitat von Rothaut im Beitrag #251
Es gibt die sogenannte "Schießfingerdisziplin"...also den Zeigefinger lang an der Waffe.
Gilt für Pistole, MPI, und Gewehr.

Die Waffen sind..bei den meisten...im Dienst durchgeladen und gesichert..selbst bei entsicherter Waffe ist die Schießfingerdisziplin einzuhalten.
Erst zur Schussabgabe geht dieser Finger an den Abzug...wird ein einzelner Schuß abgegeben ist danach sofort der Finger wieder vom Abzug zu nehmen.

Ein Polizist muss u.a. mehrmals im Jahr ein Übungsschießen mit der Pistole und der MPI durchführen. Dabei wird er überprüft....beherrscht er z.B. die Schießfingerdisziplin nicht...gelten die Übungen als nicht bestanden. Das kann u.a. nach mehrmaligen Nichtbestehen der Übungen dazu führen das dem Polizisten seine "Trageberechtigung" für diese Waffe entzogen wird.
War für mich neu, nochmals danke für den sachlichen Beitrag.

Man kann alt werden wie eine Kuh und lernt jeden Tag dazu.

Diese Disziplin senkt die Raktionszeit ohne die Sicherheit herabzusetzen. Eine gute Variante bei den heutigen Problemen mit Terroristen. War aber zu meiner Zeit als Grenzer zum Glück nicht erforderlich.

KS


Rothaut und berndk5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#253

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 26.04.2018 19:53
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Diese Disziplin sieht man sogar bei TV-Kommissaren ................


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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#254

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 26.04.2018 20:34
von hslauch | 197 Beiträge | 1076 Punkte
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Ich weiß, es ist am eigentlichen Thema vorbei ......trotzdem kurz erwähnt.

Ich habe meine MPi immer über die Schulter hängend, mit dem Kolben bzw. später mit Schulterstütze (KMS) nach oben zeigend
und dem Lauf zum Boden zeigend getragen (sollte angeblich für uns auf neudeutsch "cooler" aussehen...., naja...)
Magazin war eingeführt, Waffe gesichert, aber nicht durchgeladen.....das war bei mir im Grenzdienst die Regel
und so haben, behaupte ich, fast 90 % der Uffze (UAZ) und GWD-ler in unserer GK die MPi getragen....

Zum Thema US-Soldaten ... Gegenüber der GK Ifta auf dem Sohlberg (Point India bei Lüderbach/Hessen)
waren die Amerikaner stationiert (zur Panzeraufklärung der GSSD-Streitkräfte - auf dem Kindel bei Eisenach-Großenlupnitz)

Dort waren mWn und meiner Schätzung nach ca. 80 % farbige US-Soldaten stationiert, die restlichen 20 % waren "Weiße"...

In einer Nachtschicht im Grenzabschnitt Archfelder Weg (@berndk5 @willie kennen den Bereich bestimmt..)
war ich mit einem Gefreiten als Posten und meinem DH Rottweiler Atze auf dem Kolonnenweg unterwegs...

Es war Vollmond, also doch recht hell und trotzdem hätten wir die 4 US-Soldaten, welche (feindwärts) direkt hinter dem GZ-1 lagen
nicht entdeckt, wenn wir eben nicht meinen Rotti dabei gehabt hätten....
Mein Diensthund Atze war frei laufend ca. 5 m vor uns auf dem Kolonnenweg unterwegs als er unvermittelt über den Kontrollstreifen
flitzte und in ca. 25 m Entfernung direkt am GZ-1 laut bellend zum Stehen kam...

Ich hatte einige Fragezeichen im Kopf , Schweißperlen auf der Stirn und hoffte inständig, dass hoffentlich kein "Grenzverletzer"
oder gar Posten von uns "schon hinterm Zaun lag".......

Als ich dann am Kontrollstreifen ankam, sah ich plötzlich zuerst strahlend weisse Zähne ... dann die definitiv bewaffneten US-Soldaten,
alle samt in "Kriegsbemalung" und alle dunkelhäutig mit "Gräsern" am Helm zur Tarnung...,
denn jetzt hatte ich den "Kinderkopf" eine große Akku-Spurensuchlampe eingeschaltet und leuchtete in Richtung Zaun an die Stelle wo mein Atze mittlerweile böse knurrend "Männchen" machte...

Die US-Soldaten (soweit ich mich erinnere einer mit Pistole und zwei mit MPi bewaffnet-der Vierte Bewaffnung?...)
Ob ihre Waffen durchgeladen waren kann ich natürlich nicht sagen, genau so wenig wußten die vier ob wir durchgeladen hatten oder nicht..
Also sie lachten laut über uns ?? oder wegen uns ?? ... liefen den kleinen Abhang hoch und verschwanden.....
Ich nehme an, dass sie in einem Hummer an die Grenze gefahren waren....

Ich rief meinen Rotti zur Ordnung und dann setzten wir drei unseren Weg fort.
Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir ohne meinen Hund die vier nicht bemerkt hätten, da wir uns unterhielten....

Seit diesem Ereignis hatte ich den GZ-1 besonders nachts aufmerksamer im Blick.



berndk5, Rothaut, vs1400 und Rudi66 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#255

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 26.04.2018 23:26
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diesen vorfall, so wurde es wohl offiziell bezeichnet, @hslauch , hattest du demnach nicht gemeldet.
gab es da irgendeine sicherheit oder was auch immer, um dies nicht weiter zu leiten?

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


hslauch hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#256

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 27.04.2018 10:49
von der 39. | 1.154 Beiträge | 5234 Punkte
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Die Trageweise der Langwaffen war zwar dienstvorschriftlich geregelt und auch Gegenstand der Ausbildung, aber Theorie und Praxis waren auch hier weit auseinander. Der K 98 und auch später der K100 sollten umgehängt mit dem Lauf nach oben, der Lauf mit einer Gummikappe verschlossen, getragen werden. Bajonett am Koppel bzw abgeklappt beim K 100. Das machte nur der Objektposten.
Die Streifenposten selbst trugen den Lauf immer nach unten gegen die Vorschrift und es war ein Spaß, der sogar geübt wurde, wie schnell die Waffe schußbereit war. Das war auch dann noch so mit der MPK. Der Gurt blieb auf der Schulter. Dienstvorschrift? Galt nur für den Hausposten, wenn mal Besucher? kamen. Betrifft alles nur meine Zeit.



hslauch, Rothaut, berndk5 und Rudi66 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.04.2018 10:50 | nach oben springen
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#257

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 27.04.2018 11:27
von hslauch | 197 Beiträge | 1076 Punkte
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@VS1400
Um deine berechtigte Frage zu beantworten kann ich sagen, dass ich mit meinem Posten
darüber gesprochen habe, ob wir diesen Vorfall melden oder nicht.
Antwort: Ich habe diesen Vorfall nicht gemeldet, was schon ein hohes Risiko war, denn es hätte ja gegebenenfalls
mein Posten doch irgendwann einmal etwas "erzählen" können oder es hätten ja auch noch unbeteiligte Dritte vielleicht
auch von diesem Vorfall etwas mitbekommen können....oder oder oder...
Auch bei einer stattfindenden Grenzbegehung feindwärts durch Angehörige der GT hätte vielleicht später etwas auffallen können...usw.usw.
Also es gab keinerlei Sicherheit für mich, die eine unterlassene Meldung von mir gerechtfertigt hätte.....

Ehrlich gesagt, ich war froh, dass dieser Vorfall so ausging wie er ausging und im Nachhinein auch nichts mehr kam....
Von der Tragweite meiner unterlassenen Meldung an die FüSt war ich mir zu dem Zeitpunkt des Vorfalls nicht wirklich bewußt...



der 39., vs1400, Rothaut und Rudi66 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.04.2018 11:30 | nach oben springen
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#258

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

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@berndk5

Hallo Bernd, ich habe da mal zwei Fragen.

Wurden außer der normalen Postenkontrolle durch die Streife auch gezielte Beobachtungen der eingesetzten Posten und der Postenablösungen von oben angeordnet und durch Offiziere und Grenzaufklärer durchgeführt?

Wurden festgestellte Mängel/Verstöße auch mit dem jeweiligen Postenpaar ausgewertet oder nur registriert und allgemein gegengesteuert.

Ich persönlich habe mich nicht beobachtet gefühlt und auch keine irgendwelchen Auswertungen auf der GK mitbekommen. Es sei denn, dass eklatante Verstöße aufgefallen sind und deswegen ausgewertet wurden.

Gerade bei der Ablösung haben wir oft etwas geschlampt. Je nach dem Führenden auf der Füst haben wir eigenmächtig oder gar auf "Anweisung" Posten zusammengezogen und sogar manchmal den ganzen Abschnitt an einem Postenpunkt übergeben. Gerade nach den Nachtschichten hatten wir es eilig wegen den Urlaubern.

KS


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#259

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 19.05.2018 21:59
von berndk5 | 1.489 Beiträge | 11673 Punkte
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Hallo @der 39. , die von Dir geschilderte Situation in #256 zur Trageweise der Waffen und ganz "persönlich-individuellen" Auslegung der Befehle und Vorschriften ist einfach zeitlos! - soll heißen, immer gültig, bzw. zutreffend bis zum Schluß, als der letzte Einsatz mit "Waffe lang" beendet wurde.

Obwohl Du weit vor meiner Zeit gedient hast, war der von Dir beschriebene Zustand (trotz anderer Waffen: MPi KM, MPi KMS, LMG-K ) genau so.
Beim Wachposten wurde darauf geachtet, im GD hat man da die Zügel etwas locker gelassen.

Die von @hslauch in #257 beschriebenen Überlegungen und Gedankengänge sind absolut schlüssig und nachvollziehbar. Hallo @vs 1400 , Du wirst es vielleicht anzweifeln-es war aber wirklich so.
Es mag bedauerlich oder erschreckend sein, spiegelt aber deutlich sichtbar die tatsächliche Situation im Personalbestand der GT aus meiner Sicht.

Unabhängig vom Dienstgrad und unabhängig von der Situation hat man wesentlich mehr darüber nachgedacht, welche Dinge nach "oben" weiter gemeldet werden, und was man unter den Tisch fallen lässt.

Bisher war ich der Meinung, dass die erste Stufe des "Weglassens" auf der Ebene K-GSi oder Kompanieleitung lag, dem war aber wohl nicht so.

Ich meine das keineswegs abwertend, wenn ich den Eindruck habe, dass dies genau den gleichen Problemen wie in der Wirtschaft entspricht.

Gab es Probleme, konnte der Plan nicht erfüllt werden oder irgend etwas anderes- wurde doch von unten nach oben beschönigt und weggelassen wo es nur halbwegs vertretbar schien.

Also auch bei GT und im Grenzdienst. Ein Beispiel:
Ein Postenführer der Tip-Top seinen Dienst versah, jede gegnerische Handlung, insbesondere jede versuchte Kontaktaufnahme meldete wurde sehr schnell aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet.
Es konnte nur dessen Schuld sein, bot er sich vielleicht zu Kontaktaufnahmen an ? Provozierte er vielleicht sogar den Gegner ?
Weil: Einem anderen PF, dem das alles nur lästig war und der es meist gar nicht meldete- der hatte folglich keine VKA , also war der geschickt und getarnt- eben ein guter PF .

Es war leider ein Paradoxum in den letzten Jahren (der DDR/der GT) aus meiner Sicht, dass sich ehrliche und gute Arbeit nicht immer ausgezahlt hat. Blender und Täuscher machten das Rennen- wer den Finger auf die Wunde legte, wer Probleme aufzeigte war ein Störenfried.
...vielleicht sollte man untersuchen, ob der nicht sogar Schuld trägt.... (Diese Denkweise schien mir in vorgesetzten Stäben weit verbreitet)


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
Ehli, vs1400, der 39., hslauch, thomas 48 und Rudi66 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.05.2018 22:03 | nach oben springen
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#260

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 19.05.2018 23:04
von berndk5 | 1.489 Beiträge | 11673 Punkte
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zu #258 Hallo und DANKE @Kontrollstreife , dass Du mit Deiner Fragerei meine Schreibblockade pulverisierst.

Deine Frage ist ganz einfach und ganz laut mit einem JA zu beantworten !

Ich hänge auch gleich mal eine Datei hier rein, über eine so genanntan "Plan der gedeckten Kontrollen" .

Alle Leser, egal ob Mitglieder im Forum oder Gäste mögen bitte bedenken, was ich immer zum Bedenken anmahne ! Es sind bzw. waren immer Befehle und Weisungen von Menschen (mit Stärken und Schwächen) die ein Ziel oder eine Absicht verfolgten - aber es waren auch immer nur MENSCHEN, die diese Befehle und Weisungen umsetzen mussten, sollten, wollten, konnten - oder auch mal keine Lust dazu hatten.

Worum ging es eigentlich bei diesen etwas "hochwertigen" Kontrollen? Das A+O war die Verbesserung der Qualität des Grenzdienstes, das Aufdecken von administrativen Fehlern + Schwächen (in Verantwortung der Vorgesetzten zu verbessernde Abläufe), aber auch darum ein etwas realistischeres Bild von der Qualität der Dienstdurchführung im GD zu erhalten.
Probleme wie unwachsames Verhalten im GD wegen , Kochen, Bruzzeln, Schnitzen, Lesen, Radio hören und vieler andere unerlaubter/streng verbotener Dinge im GD waren bekannt. Meist war es so, dass die GP es damit aber nicht übertrieben haben und nennenswerte Vorkommnisse nicht bekannt wurden.
Schon im "Selbsterhaltungstrieb" eines KC lag es , wenn er seinen Job ernst nahm- sich ein klares Bild (so gut wie möglich) über die tatsächliche Situation zu machen.
Ein Träumer war ich jedenfalls nicht- stets musste man als KC ja auch die "rasierklingenscharfe Zweischneidigkeit dieses Schwertes" beachten. Erwische ich einen Posten beim Schlafen im Grenzdienst, gab es keinen Pardon- ich hatte auch in all den Jahren keinen solchen Fall, auch wenn es vielleicht in meiner GK auch vorgekommen sein könnte.
Aber Zeitungen , Bücher, sogenannte GD-Radio`s und Bruzzel-Zeug habe ich schon hin und wieder festgestellt.
Wo legst Du jetzt Deine eigene Meßlatte an lieber Leser ?
Meldest Du ein (oder mehrere) Vorkommnis im Grenzdienst, hast Du zwar gut kontrolliert aber in der Erziehung Deiner Soldaten "schlecht gearbeitet" .
Also wirst Du nicht für Deine gute Kontrolle gedankt, Du kannst froh sein, wenn wir Dich für Deine schlechte Erziehungsarbeit mit Deinen Soldaten nicht bestrafen. Die Beförderung lassen wir mal ausfallen........

Ich habe es bewußt und absichtlich übertrieben und versucht überspitzt darzustellen, um die tatsächliche Situation eines KC aufzuzeigen.

Für diese Kontrollen gab es eine fast unbegrenzte Palette an Möglichkeiten unbemerkt GP zu kontrollieren. Wenn, dann habe ich dies meist in den Vormittags- oder Nachmittags-Stunden getan. Niemals Nachts, und niemals an einen GP herangearbeitet. Meist war ich vorher schon an einem günstigen BP als der GP von einer Streife kam und einen PP zu längeren Aufenthalt aufsuchte. Man konnte vorher regeln, dass er nach spätestens 60 min wieder einen Stellungswechsel machen musste. Warum und wieso wusste meist noch nicht einmal der K-GSi. Dann konnte man sich unbemerkt wieder absetzen.

Eine direkte Konfrontation mit einem GP habe ich immer versucht zu vermeiden, Schrecksituationen oder plötzliche Schuldgefühle können nicht beabsichtigte Reaktionen provozieren.

Auswertungen habe ich grundsätzlich nur individuell unter 4 Augen mit betreffenden PF gemacht, meist ginge es bei Mängeln mir nur darum, sie an ihre persönliche Verantwortung für ihr eigenes Leben und das ihres Postens zu erinnern. Es ging eigentlich immer mit erhobenem Zeigefinger und ohne Bestrafungen ab.

Hin und wieder habe ich auch Leute vor der GK belobigt, ob es denen immer angenehm war weiß ich nicht- ehrlich verdient war es aber wohl.

Preisfrage: Warum habe ich 90 % meiner selbst durchgeführten, gedeckten Kontrollen in den letzten 3 Jahren nicht mit meinem personengebundenen Fahrer als Posten durchgeführt, sondern einen anderen Posten als Fahrer ausgesucht ?

Der geneigte Leser möchte bitte berücksichtigen, dass mit dem Ablauf vieler Jahre auch etwas Verklärung eintritt.


Dateianlage:
NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
Kontrollstreife, hslauch und Rudi66 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.05.2018 23:07 | nach oben springen
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